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doerr-1884


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In langvergeten Tieden . An Dær un Fensterruten Pucht Schneestorm hart un ruh Da wankt vergeten buten En arme , blasse Fru . Se klagt : Lett keen' mi rinner ? Is Hus- un Heimathsrecht Von all uns Vaders Kinner Denn mi alleen verseggt ? Wat heff ik denn verschülligt , Dat sülwst de letzte Hütt , Wo Armuth mi noch dülligt , Sich fest vær mi verschlütt ? Dat ik veracht't un meden Von min Geschwister all , Verstött't von Hof un Steden , Up't Landstrat liggen sall ? In langvergeten Tieden Da was ik anners ehrt , Da drög ik Sammt un Sieden Un güll as hochgelehrt . Da deent mi allerwegen Gehursam Lipp un Hand , Dörch mi sprök Biecht un Segen De Preester æber't Land . Keen Ritter , keen Regenten Hebbn da vær mi sich schämt Ik stünd up Pergamenten Mit Goldlack schön verbrämt . Dat all is hen ; ut Böker , Ut Kirch , ut Schol un Land Hett mi min jünger , klöker , Min hochdütsch Schwester bannt . Vergeten un verschwunnen Is all min Glanz un Stolt , Terreten is to Plunnen Min Kleed von Sied un Gold . Hen is't , un ut de Rester Von min terreten Kleed But sich de Spottfink Nester Un piept sin trurig Leed . Lang höllt de olle Trödel Ok dato nich mehr ut , Denn ward ik Aschenbrödel Ganz Dodengräbers Brut . Bringt ümmer Schipp un Spaden , Wer blos tum Spott noch god , Den kann't alleen noch gnaden : Je ehr , je leewer dod ! So klagt - wer süll's nich kennen Uns arme Muddersprak ; Da höben sich twee Hännen , Twee Sänger würden wak , De kleedten , as vær Tieden , Na hunnertjährig Noth Er wedder schön in Sieden : Fritz Reuter un Klaus Grøth ! Erst End' . De Værhang geiht up . Bismarck sall Spansch Fleegen leggen . - Worüm Scheeper Knoll nich wüßt , wat Wilhelm un Moltke afmakt hebben . - Worüm et keenen Krieg geben kann , un wo lang noch Freden blieben mütt . - Rohrbeck hett wat to drinken kriggt . Pimpel un Nathan . - Urgroß vader , Erbbibel un Sünnenschien . - Worüm Quarrmann keen Land köfft . - Christ Wendt is en höllschen Jung , un sin Mudder is en geburen Burrmannsch . De Märtinsmonat güng to Ennen . In de Wullenbergsch Krogstuw was den Sünndag Namiddag en Damp , dat keen Husar mit den Säbel dörchhauen künn . Wieldeß etlich jung Lüd sich de Tied mit en lütt Spel Oll un Basta verdreeben , un mit de oll peckig Karten up den Disch trumpften , dat er de Knæbel brummten , hadden sich de Ollen verstännig an den Aben plant't un leeten sich bi Piep un Drunk dat Weder un de Politik dörch den Grüttbüdel gahn . Dröscher Daniel Wendt , en Kerl , de't achter de Ohren to sitten hadd , weer Værmiddags to Stadt karrt , un packt ut , wat he da Nieges tohopstoppelt hadd . Kannst mi man noch en Kümmel inschenken , Chri schan , säd he to den Krogwirth , un drückt de Asch in En Sechser schütt den Piepenkopp dichter tohop . noch æber dat gerade Geld , wat ik bi Levy'n vær min Weiten kriggt heff . Wo steiht denn de Pries upstünds ? frög Schnieder Güssel . Et war Tied , dat man sich na Kokenmehl tum Christfest ümdeiht . Dree Daler weenger twee Gröschen Kurant . Ik taxeer aber , he ward tum Fröhjahr woll noch so'n Acht gröschenstück höhger klabbern , un ik hadd min veerthalf Schepel deshalb ok up Speeklatschon liggen laten , wenn min Ollsch nich Geld tum Inlett brukt . De Tieden sind to unruhig , un bi Köppens in'n Laden hebben's all wedder Kriegin'n Kopp . De Franzos un de Oestreicher willen tosammen Kapruusch maken , un uns von twee Sieden togliek up de Montirung rücken . Dat weer den Dübel ! säd Nachtwächter Quarrmann un drünk Enen . Na , mi dücht , gaff Kohknecht Burrmann sinen Senf bi , de Oestreicher süll man still to Hus sitten , un sich den Rüggen wahren , sünst ward em Bismarck da en Spansch Fleeg upleggen , de beter treckt , as dat Tog plaster von Sössunsösstig . Oll Scheeper Knoll schöw sin Priem nadenklich mit de Tung na de anner Backsiet ræber . Dat künn doch en schlimm Stück warden , wenn sich de Franzos damang steckt , säd he denn . Dat Röberpack hett hier Anno Söss to gottlos hus't , wat ik as Jung betügen kann , denn mi hett dunmals en Schassör en Ohrfieg staken , as se mi min Lewdag nich wedder an den Kopp flagen is . Richtig is dat baben in Berlin up keenen Fall , denn as ik gistern en Og in den Zeitungsstrepel schmeet , in den mi de Buerfru den Kees inwickelt hadd , da fünd ik ruter , dat uns Wilhelm sin Moltke bi nachtschla pender Tied up'n Plutz na sin Palee beordert hadd . Et is man Schad , dat de dumm Papierfinzel gerad da afreten was , wo't stünd , wat se beid afmakt hebben , sünst künn ik dat ganz genau weeten . De jungen Lüd hadden de Karten wegleggt , un treeden neeger , as se wat von Krieg hörten . Na , Willem Rohrbeck , denn müßt du ja ok wedder mit , säd Kossäth Sperling to en jungen , gelpen Min schen , de mit rantreden was . Kum bist du rut ut den Koller , da kannst man wedder rinkrupen . Dunnernarr ! reep Wendt , Willem , du hest als Kirassier doch en fine Figur spelt , un de Buermäkens kreegen rein den Brand in de Ogen , wenn du kasch mit din Pallasch dörch dat Dörp leepst , un de Sporen hinner bi klæterten . Wendt , lat doch dat Quackeln , antwurt't de jung Mann . Mi is nich spaßig to Moth . Willem hett sin Deel , grieflacht Burrmann . Ik heff all so'n Vægelken davon fläuten hört . Sökt ju en Annern tum Brüden üt ! reep Willem Adje ! - He namm sin Mütz un leep af . Da is würklich wat mang ! säd Knoll . Willem mök jo en Gesicht , as wenn he Wendt'n bieten wull . Dat hett anner Gründ' , feel Bödner Kluth in . An Rohrbecks Hus pickt de Dodenworm , un sin Vader is fertig tum Utputzen ) Up welcher Mäken geiht et ? frög Wendt bisiet na Burrmann ræber . Ik mücht et vær min Ollsch weeten , denn wenn ik nischt Nieges mitbring , krückt se min Enen up , un ik krieg Stuben-Arrest vær neegsten Sünndag . Lop doch Willem' na , dann wardst du ja sehen , wo he blifft ! En Buermäken is't nich , kreeg he to Willem Rohrbeck ward sich höden , un mit in den Krieg gahn , schmeet jitzt Schnieder Güssel , de ümmer wat stichlich in sin Redensarten was , sin Achterkorn in'n Schepel . He is jo eenzigst Buersæhn , un lett sich von'n Landrath reklameeren . Hoho , da kenn ik em bet er , reep Sperling , de ok Soldat west weer , un sich æber den Schnieder So'n Flickenbüdel , as di , kænen se da frielich nich bruken , ödder se mütten di en ollen Mann mit geben , de di dat Gewehr dröggt . Din Art Lüd stecken's in de Lumpengard' , un laten er Kommisbeenling flicken . Uemmer sacht ! reep Kluth datwischen , Kinnerlüd , vertærnt ju nich ! Ii strieden üm de jüste Koh er Kalf , denn dat ganze Kriegtrumpeeten is dumm Tüg , un ik wett so hoch ji willen , in't neegste Halfjahr gifft et keenen Krieg . So ! säd Wendt tücksch , dat sin politsch Weisheit so schlecht taxeert würd . Wer hett di denn dat up de Näs bunnen ? Keen Minsch , antwurdt Kluth , aber ik heff min sicher Teeken : Pimpel un Nathan würden sich den bel hier in Wullenberg rümdrieben , üm Willem Rohr beckn sin Vader de Wirthschaft aftoknöpen , wenn de Krieg vært Dær weer . De Sort is all Schelmstriek klok , un hett in so'n Geschichten en betern Rüker , as Unsereens . Darüm schwör ik drup : et gifft vær't Hand keenen Krieg , un et blifft Freden , bis se den letzten Morgen Land wedder verschachert hebben . Denn aber kann't æber Nacht losgahn . Wat ! reep Dröscher Wendt ganz verschreckt , Rohr becks Hof sall utschlacht't warden ? Wo bliew ik denn mit min Winterbrod , wenn de Göderschlächter mit er Dampmaschinen kommen un de ganze Schün in acht Dagen leddig dröschen ? Darna warden se recht fragen ! fohr Kluth furt . Min Dochter , de in't Stadt gegenæber von Nathan as Kæksch deent , un mi hüt up eren Sünndag besökt , hett Rohrbeck'n in de letzte Tied fast dagdäglich bi Nathan rinner lopen sehn , un jedesmal , wenn he ruter kümmt , lett he den Kopp deeper hängen . Se sælen em mit de schwernoths Wechsels all ganz verstrickt hebben , so dat he er gar nich mehr ut de Finger glippen kann . Nu föllt miok in , seggt Knoll , dat ik den langen Pim pel giftern Abend bi Rohrbecks heff übern Tun kieken sehn . Dat is jo Nathan' sin Kundschafter , un hüt fröh , as ik de Fensterladen upstött , föhrt Rohrbeck mit em plängkarrjär værbi to Stadt . Wenn Rohrbeck Pimpel'n in de Händ' follt , gnad em Gott , seggt Burrmann . De is fröher sülwst Land mann west und mökt jitzt Wuchergeschäften in't Stadt . In Lehmsdörp , wo ik en Broder to wahnen heff , hett he en Buern ganz jämmerlich utplünnert , un in'n Drögen hett he ok all seten . Sitten in'n Drögen , dat is keen Vergnögen , säd Quarrmann un drünk Enen . Herrjes' doch , stöt Wendt ruter , dat Verderben vær Rohrbecks un mi ward doch nich so neeg sind ! Da mütt ja dat spitzschnütig Wiefstück , wat sich jitzt dat Kummandeeren up den Hof anmaßt , gliek de Schlag röhren , denn de Gottbewahruns verschüllt den Buern sin ganz Malör ! Ik bin sin Naber , un mi deiht et am meisten leed üm Willem , namm Sperling dat Wurt . Wenn de jung Minsch sich Anno Fiefunsösstig nich friewillig be de Kirassier geben hadd , weer dat all anners kommen . Aber nu stünd he in Oestreich , as de Cholera sin leewi Mudder in söss Stunnen in't Liekendok bröcht , un se leeten em nich los von de Soldaten , so dat sin schwack und krank Vader in de Händ' von de Perßon geröt , de em von Hus un Hof bringt . Weet Gott , ut wel cher Distelgarw he de plückt hett ; de Wieber seggen jo , oll Kartenleggersch un Kupplern Dehnsch ut Linnen horst hadd's em anhungen , un se hadd den Buern wat to drinken geben , dat he nich von er laten kann . Dat is nu wull man dumm Tüg , aber verwunnerlich ist doch , dat he üm diss Perßon sin eenzgen Jungen rein verstött , un sin urollen Großvader in't Ollendeel so spott schlecht von er behanneln lett . De Drak arbeit't de Göderschlächter rein in de Hännen , un liggt den Buern alle Dage in de Ohren , den Hof to verköpen , un to Stadt to trecken . Denn da denkt se em tum Friegen to bringen , un hier schämt sich Rohrbeck doch vær den Schulten Rublank un vær de anner Lüd . De oll Perßon is ok gar nich mal dütsch , gnittert Wendt . He nömt's ümmer Klementine , un so hitt jo gar keen anstännig Frugensminsch . Daræber kann ik di en Licht upsteken , antwurdt Kluth . Dütsch is se , blos de Nam is französch , as mi Köster Speer seggt hett , un 't hitt sovel as " gnä dig Fru . En oll düchtig gnädig Fru , säd Quarrmann un drünk Enen . Rohrbeck kann jo sin Großvader dat Leed gar nich andohn un em von den Hof stöten , namm Burr mann dat Wurt . De urolle Minsch is jo rein en Dörpwunner . Min Vader hett seggt , sin Vader hett seggt , as he so'n strablich Jung west weer , hadd de Oller all griese Haar hadd , un de Kirchenböker sind gar nich mehr da , wo't drin steiht , dat he geburen is . Et is en schnurrig Stück mit den Ollen , vertellt nu Wendt . Ik krieg em hen un wedder to Gesicht , un he beannt mi , aber mit sin Sprak is't man schwack , dow is he as en Fisch un sin Been sind lähmt . Blos sin Ogen sind hell und klar ; se lopen von Enen tum Annern , un achten , wat vörgeiht und redt ward . Sin Leewstet is , in 'n Sünnenschien an't Fenster sitten , un da hett he vær sich en Erbbibel to liggen , de woll noch hunnert Jahr öller is , as he . Ik heff mal rin erkeken ; et sind wunnerlich Biller un Bokstaben drin un drückt is se plattdütsch . De gifft de Oller nich ut de Hännen ; he weet se half utwennig , sin knækern Finger blädern drin rüm , un he findt jeden Spruch , as hadd he sin Dage Preester lehrt . Ik taxeer ok , he lewt rein von de Bibel un den Sünnenschien , denn eten deiht he nich so vel , as en niegeburen Kind . Dat oll Quick lewt so lang , as 't will , säd Quarr mann un drünk Enen . Scheeper Knoll bröcht de Red wedder up dat derschlachten torügg . Et mütt ja en wahren Up- ruhr warden , meent he , nich blos bi Rohrbecks , sün nern in't ganze Dörp , wenn de Hof utschlacht't ward . Dat Schachern geiht wedder los , as verledden Jahr up den Brück'schen Hof , blos dat ditmal mehr as noch mal so vel Land un Inventar unnertobringen is . Denn de oll Rohrbeck hett to de Untofredenen gehört , de bi de Seepratschon dat erste Mal nich unnerschreben heb ben , un deswegen tein Morgen Land an den Schma kaduzendiek expree kriggten . Ik bin man niegierig , wo de Göderschlächter dat anstellen warden , Köper to finnen , denn up uns Wullenbergschen bruken se nich to reken . I na , schmeet Burrmann sin Meinung in'n Pott , wenn se dat Water man erst in de Schöttel hebben , vær de Seep bruken ji nich to sorgen . Se warden ju schon de Serwjett ümbinnen , un den Schum so sanft üm de Näs schmeren , dat ji dat Barbeermetz erst spüren , wenn de Haar runner sind . Hoho , da müßten wir doch ok mit bi sind , seggt Bödner Kluth ganz driest . Buer Bitterling sall Lust to den Butenplan hebben , säd Sperling . He hett all mit Rohrbeck'n drüm han nelt , wull aber blos hunnert Daler vær den Morgen Erstklassenbodden geben . Jitzt ward he woll mit hunnertföftig nich to düer grient Burrmann . Ik köp nischt , vermaat sich Kluth . Ik ok nich , säd Sperling . Ik ok nich . säd Quarrmann un drünk Enen . Damit wardst du en Kunststück maken , uzt em Burrmann . Up din Tüthærn un Kümmelproppen ward schlecht von er behanneln lett . De Drak arbeit't de Göderschlächter rein in de Hännen , un liggt den Buern alle Dage in de Ohren , den Hof to verköpen , un to Stadt to trecken . Denn da denkt se em tum Friegen to bringen , un hier schämt sich Rohrbeck doch vær den Schulten Rublank un vær de anner Lüd . De oll Perßon is ok gar nich mal dütsch , gnittert Wendt . He nömt's ümmer Klementine , un so hitt jo gar keen anstännig Frugensminsch . Daræber kann ik di en Licht upsteken , antwurdt Kluth . Dütsch is se , blos de Nam is französch , as mi Köster Speer seggt hett , un 't hitt sovel as " gnä dig Fru . En oll düchtig gnädig Fru , säd Quarrmann un rünk Enen . Rohrbeck kann jo sin Großvader dat Leed gar nich andohn un em von den Hof stöten , namm Burr mann dat Wurt . De urolle Minsch is jo rein en Dörpwunner . Min Vader hett seggt , sin Vader hett seggt , as he so'n strablich Jung west weer , hadd de Oller all griese Haar hadd , un de Kirchenböker sind gar nich mehr da , wo't drin steiht , dat he geburen is . Et is en schnurrig Stück mit den Ollen , vertellt nu Wendt . Ik krieg em hen un wedder to Gesicht , un he beannt mi , aber mit sin Sprak is't man schwack , dow is he as en Fisch un sin Been sind lähmt . Blos sin Ogen sind hell und klar ; se lopen von Enen tum Annern , un achten , wat vörgeiht und redt ward . Sin Leewstet is , in 'n Sünnenschien an't Fenster sitten , un da hett he vær sich en Erbbibel to liggen , de woll noch hunnert Jahr öller is , as he . Ik heff mal rin nerkeken ; et sind wunnerlich Biller un Bokstaben drin , un drückt is se plattdütsch . De gifft de Oller nich ut de Hännen ; he weet se half utwennig , sin knækern Finger blädern drin rüm , un he findt jeden Spruch , as hadd he sin Dage Preester lehrt . Ik taxeer ok , he lewt rein von de Bibel un den Sünnenschien , denn eten deiht he nich so vel , as en niegeburen Kind . Dat oll Quick lewt so lang , as 't will , säd Quarr mann un drünk Enen . Scheeper Knoll bröcht de Red wedder up dat derschlachten torügg . Et mütt ja en wahren Up- ruhr warden , meent he , nich blos bi Rohrbecks , sün nern in't ganze Dörp , wenn de Hof utschlacht't ward . Dat Schachern geiht wedder los , as verledden Jahr up den Brück'schen Hof , blos dat ditmal mehr as noch mal so vel Land un Inventar unnertobringen is . Denn de oll Rohrbeck hett to de Untofredenen gehört , de bi de Seepratschon dat erste Mal nich unnerschreben heb ben , un deswegen tein Morgen Land an den Schma kaduzendiek expree kriggten . Ik bin man niegierig , wo de Göderschlächter dat anstellen warden , Köper to finnen , denn up uns Wullenbergschen bruken se nich to reken . I na , schmeet Burrmann sin Meinung in'n Pott , wenn se dat Water man erst in de Schöttel hebben , vær de Seep bruken ji nich to sorgen . Se warden ju schon de Serwjett ümbinnen , un den Schum so sanft üm de Näs schmeren , dat ji dat Barbeermetz erst spüren , wenn de Haar runner sind . Hoho , da müßten wir doch ok mit bi sind , seggt Bödner Kluth ganz driest . Buer Bitterling sall Lust to den Butenplan hebben , säd Sperling . He hett all mit Rohrbeck'n drüm han nelt , wull aber blos hunnert Daler vær den Morgen irstklassenbodden geben . Jitzt ward he woll mit hunnertföftig nich to düer grient Burrmann . Ik köp nischt , vermaat sich Kluth . Ik ok nich , säd Sperling . Ik ok nich . säd Quarrmann un drünk Enen . Damit wardst du en Kunststück maken , uzt em Burrmann . Up din Tüthærn un Kümmelproppen ward di Keener Land anschmeren , un anner Sicherheit hest du nich uptowiesen . So'n infame Witz müßt nu jo woll belacht warden , un oll Quarrmann hülp ehrlich mitlachen , denn he hadd en dreedubbelt Fell æbert Lief un so'n lütt Stich kam noch nich dörch dat erste Fell . Un Dröscher Wendt namm noch Anlop to ne drieste Red un säd : se wullen sich't all hiermit fest utmaken , dat Keener wat von de Göderschlächter köfft ödder annehm , wiel se ehrlich Lüd ut dat Winterbrod bröchten , un blos mit Schachern raffiniren wullen . Dat was jo nu Jedweden ut de Seel spraken ; se geben sich all de Hand darup , un Wendt hat noch en goden Infall : se wullen to Sicher heit enen Kümmel drupsetten . De Værschlag würd erst recht eenstimmig annahmen , un de Krogwirth rönnt all mit de Gläser , da kamm en hartlich Bengel mit de Mütz up den flaßhaarigen Dæts driest in't Stuw un stüerte up unsen Fründ Wendt to . 't is Christ Wendt , grient Kluth . Ik weet , wat he sall ! Vader , säd Christ , un hadd beid Händ' in de Ho sentaschen , Mudder lett di seggen , du sallst di up de Stell na Hus scheren , sünst kümmt se un halt di . Denn mütt ik gahn , säd Wendt lammfromm . Goden Abend ! - Fat an , Christ . Aber Christ heel de Finger wiß in de Taschen . , antwurdt he , ik gah hinnen . Wer toerst rinkümmt , de kriggt wat ! Un he tüffelte gottesfürchtig hinner sin Vader En höllschen Jung ! nickköpt Knoll . Ut den kann wat warden ! He is sin leew Mudder ut de Ogen Et is närrsch , seggt Sperling . Daniel Wendt is en Kerl , de en Söss-Schepelsack Weiten to Bæhn dröggt , un vær sin Ollsch duckt he sich , as de Fleeg vær de Schnieder Güssel keek sik üm , of de Kohknecht weg weer . Dat is keen Wunner , säd he denn , as he de Luft rein sach . Se is en geburen Burrmannsch , un de Burr manns Mäkens hebben all den Dübel danzen sehn . Quarrmann , du kannst jo davon mitreden ; du hest ok cen von de Art hadd , de vergangen Jahr an den Tun genkrewt stürw . Gott si Dank , säd Quarrmann un drünk Enen . He redt nich vel , aber wat he redt , hadd Grund , un keen Minsch künn wat gegen seggen . Tweet End' Et kümmt wat Leewes mang . - Wat allens an den witten Punkt sitt . - Willem Rohrbeck kriggt sin Steckbreef mit un Schmedt Hartwig'n samt sin leew Fru geiht dat nich beter . Buer Rohrbeck is noch up eenögig Art to retten . , wig schleiht twee Fleegen mit een Klapp . - Sin Fru as Henkelpott . - Bi't Uppassen kümmt nischt Godes rut . Dürt mütt Lünsen verlesen . - Hartwig bringt de Friegerie up sin Art in Schwung . Oll Kohknecht'n Burrmann sin Vægelken hadd en ganz richtig Melodie fleutt ! Mit Willem Rohrbeck'n was wat Leewes in Begäng . Et schlummert all , as he ut den Krog tradd . He leep langsam de Dörpstraat entlang , an sin Vaders Hofstell værbi , un schrägte sich denn mählich na de anner Siet ræber , up en fründlich Hüsken mit en wering ( Vorbau ) to . Wagenschuer , tweirig Eggen , Plög' un Rad' spröken handgrieplich davær , dat hier woll de Dörpschmedt wahnen müßt , un dat was ok liesterwelt de Fall . En rund , witt Punkt , ungefähr as en Karrenrad grot , teekente sich hell in de Husdær af , un Willem müßt dissen witten Punkt , de Schummerniß tum Tort woll richtig uttaxeeren , denn he reep all up en jädlich End' davær sacht : Dürt ! Up diss Parol' kamm de Losung torügg : Willem ! De witte Punkt löst sich los von de Dær un bewegt sich værwärts . Da ward denn bald düdlich , dat de Punkt eegentlich en Schört weer , un æber de Schört satt en schmucke Tallj , æber de Tallj' en rund , roth Ge sicht mit blau Ogen un'n lütt Näsenknupp , un æber de Ogen un Näsenknupp satten endlich en paar flass blond Haarsträhnen , de hinnen in en drallen Dutt to sammen fluchten weeren . Wenn wi de een Hälft von uns Leewespærken , de schmuck Schmedtdochter Dürt Hartwig , so von unnen bis baben genau afmalen , denn süll dat am End' paß recht sind , de anner Hälft mit datsülwe Maat to ten , un unsen Willem Rohrbeck nadräglich ok noch en Steckbreef mittogeben . To verlangen steiht dat aber nich , denn eenmal mütten Mäkens ümmer wat vær hebben , tum annern wat na Mannslüd nie nich so sehr keken , un tum drütten lett sich von en jungen Mann längst nich so vel Schön's seggen , as von en jung Dirn . Wi willen also kort reepentiren : Willem Rohrbeck hadd Tallj' , Gesicht un Haar gerad eben so god un so nül , as Dürt Hartwig , blos allens en bitschen driester un länger , bis up de Haar , de körter weeren . In'n æbri gen schneet Dürten er dralle Dutt up den höchsten Punkt gerad mit Willem sin Schnurrbart af , un dat is de richtig Mäkensläng , denn de Mann mütt sin Fru æberall un rieklich æbersehen kænen . Is man god , dat ik di buten treff , säd Willem un gaff Dürten de Hand . Mi klüng dat linker Ohr un da dacht ik woll , dat du keemst un leep fix ruter . Ik hadd ok keen Ruh mehr in'n Krog , wo ik ut Aerger henlopen was . Min Vader is hüt fröh to Stadt föhrt , un mit den Draken mag ik nich alleen sind . Kümmst du mit rin na uns ? Ja . Dat mit uns beiden is all in't Dörp kund bar worden . Denn hett't Christ Wendt utbröcht . Wat de heil los Bengel blos up den Appelbom to söken hadd ! Lat man ! Ik mütt so as so ernsthaft mit din Vader reden . Aber erst willen wi noch en bäten lopen , ik heff di vel to vertellen . Nich lang ; ik heff to Hus nischt seggt . Du , ik weet wat Schön's ! De oll blind Muskant ut Seelübb is up'n Abend in't Möll ; da lopen wi hen un danzen en End' . Dat ward woll kum wat warden ; min Narich ten sind sehr schlecht . Bi uns to Hus ward et ümmer Wat is all wedder værfallen ? Hett din Vader nischt seggt von de Red , de jitzt in't Dörp spökt , he geiht nich na 'n Krog , un bi de Fiend schaft mit din Vader nimmt he ok keen Wurt æber em an . Uns Hof sall tum Utschlachten verköfft warden . Twee von de schlimmsten Göderschlächters hanneln drüm . De Drak drifft ümmerdrup ; ik ward in Dummheit er hollen un mütt richtig tosehn , wo ik üm min Erw Kannst du't denn din Vader nich utreden ? , he löppt mi weg , un wenn dat Wiefstück bi is , mütt ik schwiegen . Gistern Abend kamm ik em alleen an , un bestünd darup : se ödder ik müßten ut 't Hus . Da säd he , wenn ik teindusend antalen künn , wull he mi de Wirthschaft geben , sünst würd de Hof utschlacht't . He müßt Wechselschulden uttalen un brukt up de Stell Geld . Herrkinner , säd Dürt , gifft et denn gar keen Hülp ? Ja , antwurdt Willem un heel Dürten er Hand wiß , een Hülp gifft et , aber ik will's nich : ik müßt furts na Buer Bolt's gahn un dat Upgebot mit sin eenögig Dochter bestellen . De annern Buermäkens hebben nich so vel . Dürt verbleekt un er Hand zittert man so in Willem sin . Heff keen Bang , dat ik dat doh , leew Dürt . Ik holl , wat ik verspraken heff . De Teindusend weeren todem wegschmeten , un ik hadd min Lewlang een Frugensminsch up'n Hals , wat ik nich vær Ogen sehen mag . Darüm heff ik min Vader seggt , wenn't so stünd , dat he de Wirthschaft nich länger hollen künn , süll he den Hof in min Gegenwart verköpen un mi min Mud- dererw uttalen . Denn willen wi beiden sehn , wo wiblieben , ödder din Vader ward wat weeten , denn he is en ganzen Mann . Teindusend Daler ! stött Dürt in Aengsten rut , Willem , dat is jo 'n furchtbar Geld ! Nu mütt de Schuld an mi liggen , dat du üm din Erw kümmst , denn sovel hebben min Oellern jo lang nich . Un dat kann ik nich min Lewlang mit mi rümmerdragen , dat du üm minswillen verstött't sind süllst . Leew Dürt , ik segg : schwieg still davon ! Kann min Vader de leidig Perßon mehr glöben , as mi , denn entsegg ik mi von em . Willem , so hart kann din Vader doch gar nich hanneln , gegen di nich un ok nich gegen Urgroßvader'n ! Dat is jo dat Schlimmst ! De oll Mann kann jede Stund' von unsen Herrgott afropen warden , aber dat he up sin olle Dage von den Hof runner sall , up den uns Stamm mihr as hunnert Jahr sitt , un dat min Vader sich nich to Wehr sett't , wie dat Wief den Ollen behannelt , dat kann he den jüngsten Dag nich verantwurten , un dat nimmt keen god End' . Dat mütt en ganz grundschlechte Perßon sind . Dröscher Wendtsch seggt , oll Dehnsch , de an'n Schand pal gehört , hett in Johannen-Nacht Wegethrän an'n Krüzweg plückt un in Sanct Steffenswater upkakt . Dat hebben se din Vader heemlich in't Legel to drinken geben , darüm kann he sich nich gegen Klementinen wehren un ward er ahn' Blot nich wedder los . Wendtsch is en oll Quack un redt vel , wat se verantwurten kann . Ik heff ok gliek nich recht daran glöwt , seggt Dürt trüherzig . De Wahrheit is , dat min Vader en schwack Mann Min arm Mudder hett de Wirthschaft regieren müßt ; nu se dod is , un ik nich da sind künn , hett he den Halt verloren . Dat Wief hett sich in sin Krank heit in sin Vertrugen schleken un em mit Lægen æber mi so verstrickt , dat he mi nischt glöwt ; un de Angst üm de Wechselschulden , to de he kommen is , Gott weet , wo ? hett em den Kopf wirr makt . Da hest du de ganz natürlich Ursachen . Willem , du müßt et unsen Vader vörstellen . Herrjes' , säd Dürt beängstlich , he weet nich , wo ik bin . Kumm fix na Hus ! Da töwt he woll all ! De Ge Ja , da töwt he ! säd en kräftig Stimm . schicht sall en End' kriegen ! Wieldeß de jungen Lüd dit verhannelten , Schmedt Hartwig warm an den Kachelaben seten , un da uns nieg Bekannter en Mann is , bi den dat Be kieken lohnt , willen wi en beten neeger treden , un em in uns Steckbreefssammlung mit upnehmen . is en breetschullrig Mann Utgangs Veertiger ; sin graw Händ' bewiesen , dat he keen Fulpelz is un sich nich fürcht't , warm Isen up 'n Kopp schlagen . In den Mund , de en beten utführlich geraden is , hängt en lang Piep , un up de Näsenknupp øber dat breede Spies loch steiht de Vaderschaft to Dürten er Näs düd lich schreben . De Haar sind dicht un grummeln all sacht ; dat linker Og knippt sich af un an en bäten to , un denn kriggt dat runde Gesicht so'n spaß'gen Anstrich , dat oll Hartwig apenbar en Fründ von en lütt Uhlen speegelie sind mütt . Schmedt Hartwig satt also mær an den Kachel aben ; de Brill hüng em up de Näsenknupp un he studeert so hitzig an en Mordgeschicht in't Kreisbladd , dat he et gar nich merkt , as Dürt utgüng , un dat de Piep bi n Wiel datsülwe Kunststück utöwte . Dat de Piep nich mehr trecken wull , kreeg he bald unner Wind , wiel he ahn' Damp ut den Piepenschmurgel keen Zei tung verdauen künn . He leet also dat Bladd sacken un sökt mit de Ogen in de Stuw rüm na Dürten , de Striekholt un Fidibuss bringen süll . As wi weeten , hadd Dürt to disser Tied aber anner Höhner to plücken ; et hülp nischt davær , Vader Hartwig müßt von den warmen Platz upstahn un sich sülwst na Füer ümdohn . Dabi schöt em dat dörch den Kopp , wiel he doch een mal upstahn weer , künn he na de Kæk gahn un da twee Fleegen mit en Klapp schlagen , nämlich en Striekholt sparen un sich na Dürten befragen . Sin leew Fru stünd nich wiet von den Füerheerd , denn ganz ran künn se nich , wiel se in de Gegend , wo de Frugens er Schört tobinnen , en bäten sehr wietlüf tig von Uemfang was . Wer se na Gewicht köfft , würd mit drütthalf Centner sicher nich bedragen , un wer üm er rümmer gahn wull , de müßt sich dat Stück üm Jo hannen værnehmen , denn in de korten Dage schafft he 't am End' nich . Fru Hartwig warmt den Schmurkohl tum Abend brot up . Uns Fründ schmeet sich ne Kahl ( Kohle ) in de Piep un frög : Wo is Dürt ? De Schmedtfru brockt en Appel in den Kohl , denn darna kriggt he betern Geschmack . Ik denk , se is in't Stuw , säd se denn . Un ik denk , se is in de Kæk . Up de Art weeren wi beid egal klok . Dat ßakermentsch Ding is richtig wedder wegglippt . Mudder Hartwig röhrt eben weg in eren Kohl . Se ward in de Husder stahn . Sall ik di en Ei inschlagen , Vader ? Doh dat , grummelt Hartwig . In't Husdær , meenst du , un alleen , wat ? Willem Rohrbeck ward woll bi er sind . Wenn ik di Worst dranbraden sall , denn stieg man alleen in den Wiem . Dat is mi hüt Abend to hohg . Mudder , du redst jo recht schön ut'n Wegen ! All min Dage is Willem nich wiet ! Weet de Kukuk , de Minsch mütt Speck in de Taschen hebben , dat Mäken rükt all ümmer von fern , wenn he to Stell is . De jung Mann hett't er andahn . Dat is doch nich anners . Den Dübel ok ! Siet de fiew Wochen , dat he von't Soldaten los is , geiht dat ümmer gangwies , un du steckst dahinner un helpst dat Ei utbröden . Dat doh ik , seggt Fru Hartwig ganz striedbar . Mudder , dat hört up ! Ik mak en Strich dahinner ! De Schmedtfru stemmt beid Arm kasch in de Sie Un ik wisch 'n wedder ut ! Wes' doch verstännig . Dat Mäken kümmt in't Gered , un wieder is 't nischt . Hoho ! Wat kann de Jung davær , dat de Ollen sich vergnurrt hebben , un dat up den Hof so'n heillos rthschaft is ? Mudder , säd Hartwig , sall dat in't Dörp heeten Hartwigs Dürt hett sich von de Achtersiet up den Buer hof drängelt un de Ollen hebben 't leden ? Wer drängt sich up ? He kümmt hierher ; du hest de jung Lüd eren Willen laten , un nu wat Leewes drut worden is , willst du's wedder utenanner kehren ? 't is mi leed genog . De jung Willem is god Un wat he in de Supp to brocken hett , brockt uns Dürt alle Dage in . Um so schlimmer , as de Saken dræben liggen . Ik wat ik dohn mütt , un doh ik ! Un ik ok ! Mudder , mak mi nich ärgerlich . Röhr din Kohl un lat blos de Arm sacken , denn du sühst ja woll up stünds as en Henkelpott ut . Ik ward mi derwiel na dat Pærken ümsehn , un en ernsthaft Wurt mit er reden . Da will ik aber mit bi sind , denn Dürt is min Kind so god , as dint ! Dat sallst du , un du sallst ok din Deel mitreden . Aber Mudder , du kennst min Teeken : wenn ik mit de Düm griepen spel , dann hörst du up to schnacken , dat segg ik di ! De Schmedt säd dit sehr ernsthaft un tradd denn vær de Husdær , um na sin verleewt Döchting uttoögen . Aber de beiden müßten up er Tour woll an dat anner Dörpend' ankommen sind ; dicht bi sach he nischt un wiet to sehen was in Düstern nich . En Wielken stünd Hartwig so , da hört he twee Lüd mit hastgen Schritt neeger kommen . Na töwt , dacht he , mütt ik hier in de Küll Up passer spelen , denn will ik dat Kundschaften ok orntlich bedrieben , un sehn un hören , wo wiet et dat Pærken all bröcht hett . He dukt sich stillschwiegens dicht hinner en starken Stiel von den Löwering . Wer nich ganz prick henkeek , künn em nich sehen . Twee Minschen keemen , aber nich de beiden , up de Hartwig luerte . De Gans is plückt . En lütt Wurt mökt dree dusend , säd Ener halflud , as se vörbileepen . Ik schriew en annern Schien un den laten wi morgen stempeln . De Schritt un de Stimmen verlören sich . Dat verstah de Dübel , säd Hartwig to sich . Et mütten Fremden sind , un von de best Sort sind et sicherlich keen . Bi dat Hörken kümmt doch nie wat Godes ruter . He tradd wedder vær un nu keemen ok de beiden an , up de he eegentlich spannt hadd . Goden Abend , Herr Hartwig , säd Willem . Kann ik mit rin kommen ? Dat wünsch ik sogar sehr ! antwurtt Hartwig , un hinner dat Paar de Husdær to . Sin leew Fru sach de Karawan to Stuw kommen ; se hadd eren Schmurkohl un Röhrei gerad fertig prö gelt , un was up 'n Flecken mit to Stell . Dürt , herrjes' , säd se beängstlich , in 'n bloten Kopp ümgebunnen , bist du rutergahn ? Mudder , mi is ganz warm . Dat seh ik an din Gesicht , grullt Hartwig . Du din Aben buten bi di hadd , un di de Gegend unner't Näs daran upwarmt ! Vader , dat is nich so , stamert Dürt füerrot . 't is god . Dürt , dat is unrecht von di , dat du int Schummerniß weglöppst , un Willem , von di is dat noch vel mehr unrecht , dat du dat Mäken un uns all in de Dörpzeitungen bringst . Schellen's mi nich so hart , Herr Hartwig . Ik müßt mi in min Sorg mit Dürten bereden . Herzvader , beed Dürt , ik weer nich so lang bleben , aber du weetst nich , wat værfallen is ? De Schmedt gaff sich en ruhgen Anstrich . god weet ikt . Min Dochter , di hett dat nich paßt , bi mi in't Stuw to blieben , jitzt paßt du mi ok nich Stuw . De Lünsen to morgen sind noch nich ver les't ; lop na't Kammer un röhr din Finger . Ik heff 't Dürten verlöwt , seggt Fru Hartwigtücksch . So ? Dürt , kiek mi mal in de Ogen : is dat wahr ? reep Hartwig . , Vader ! kamm et taghaft ruter . Den Ollen lüchtt'ten de Ogen vær Freud æber sin Kind . Gah rut , min Dochter , säd he , ik meent doch god ! Dürt güng af , de witt Schört vær't rode Gesicht . Dat sall nu wat værstellen , säd er Mudder ver bosst . Wo de Tün niedrig sind , da stieg ik æber ! Wes' jitzt still , Mudder . - Willem , ik segg di in alle Fründschaft , de Sach hört up ! Du wardst mi de Hand darup geben , dat du ahn' min Willen nich wedder mit Dürten tosammenkümmst . Dat deiht he nich , reep Fru Hartwig twischen . De Schmedt falt't de Hännen æber't Lief un leet sin Düm sacht griepen spelen . Herr Hartwig , säd Willem , min Vader steiht up den Punkt , mi üm min Erw to bringen , un Se , wo ik Rath un Hülp to kriegen dacht , Se wiesen mi ok de Dær ? De Schmedtfru güng de Adem ganz kort vær Arger un Upregung . Dat lied ik nich , da tred ik as Mudder vær up ! Un wenn du de ollen Düm ok noch so sehr tillern lettst , mi is't ganz gliek ! Fründ Hartwig gung sehr geruhig up sin leew Fru to . Mudder , nu is't genog von de Sort ! Dürt sich alleen in de Kammer ängsten , - lop un help er bi de Lünsen . Hörst du ? He säd dat sehr nadrücklich , un sin Fru müßt woll rüken , wat de Klock schlagen wull , denn se futtert woll noch en bäten , aber ruter güng se . So , de beiden bin ik los . - -- Wat sädst du , Willem , wat will din Vader dohn ? He will den Hof utparzelleeren laten . De Göder schlächter weeren gistern all da . So , is de Bankrott fertig ? Enden künnt't bald Un du löppst Mäkens na , anstatt di nich anners . üm din Erw to kümmern , un din Vader to Hand to Willem wull antwurten , aber de Schmedt schneet em dat Wurt af . Ik heff din Sach mit Dürten vær'n unschüllig Ding hollen , so lang du bi't Soldaten weerst un Dürt noch half Kind was . Jitzt süht't anners ut . Kann da wat Verstännigs ruterkommen ? Din Vader un ik sehn sich nich an , so lang din Mudder in't Graff liggt , un ju Hof is æber'n Kopp verschülligt ; da gehört en riek Mäken rin , sünst geiht de Wirthschaft kopphäster . Min söss Drier trecken da nich . Un wenn't so kümmt , dat din Vader den Hof utschlachten lett , un du wat anners ergriepen müßt , dann is an Friegen vær't Hand gar nich to denken . Darüm segg ik di as Vader un Fründ , entsegg di von Dürten un lat dat Mäken in Ruh Herr Hartwig , säd Willem un fat't den Ollen sin Hand , dat kann ik nich , denn Dürt is mi to leew . De Schmedt leet em de Hand . Du bist grad so week un unmünnig , as din Vader . Ik heff de Frugens rutschickt , damit et nich noch Getüt gifft , denn ik mütt di min Hus verbeeden , un ik verlat mi up din Gesicht . dat du nich hinner min Rüggen Kundschaft mit dat Mäken sökst . Vader Hartwig , is dat er Ernst un er letzt Upstünds , ja ! Wenn sich de Sach verklaren süll , de jitzt biester æber din Vader liggt , un wenn et di denn noch warm üm't Herz vær Dürten is , denn kümmst du wedder , aber toerst bi mi ! Giff mi de Hand drup un gah still na Hus . Ik ward de Frugens Be scheid seggen . Hartwig schneed Willem' de Wedderred af ; he gaff em dat Geleit un keek den jungen Minschen noch en Wiel na . Denn reep he sin Fru un Dochter to Stuw . Dürt , säd he herzlich un leggt er de Hand sacht up de Schuller , Willem Rohrbeck ward in ernig Tied nich wedder kommen , un du wardst em keen Gelegen heit to di geben . Du ok nich , Mudder , hörst du woll ? Ik hefft dohn müßt , min Dochter , di tum besten . Verlat di up mi , min Will is nich gegen ju beid , aber wenn Willem de trü un god Minsch is , vær den ik ein holl , un wenn't en Mæglichkeit gifft , dat din Her zenswunsch erfüllt ward , un dat din Oellern dabi an Ehr gewinnen , denn kann't blos up de Art sind , as ik dat jitzt anfungen heff ! Drütt End' Een Fleeg un dree Spennen . - Märtin Rohr beck . - Klementine . - Pimpel un Nathan . - De Kopkon- trakt . - Pimpel hett schreben . - Een wunnerschön Schuld schien . - Willem packt sin Bündel . Ticktack ! Ticktack ! säd de Uhr in dat olle , grote Gehüs' von Kehnholt , sünst rögte sich nischt in de grote Vörderstuw up Rohrbecks Gehöft , ofgliek veer Minschen drin weeren ; een , so to seggen , as arm Fleeg , un dree as Spennen . Et pleggt en eegen Luft dörch 'n Hus to gahn , wo Krankheit ödder Unglück sich festsett't hebben . So 'n Luft wehgte hier . Et was üm desülwe Stund' , wo Daniel Wendt sin Weisheit æber Krieg un Kornpries' in 'n Krog unner de Lüd bröcht . Märtin Rohrbeck hadd den Kopp in beid Händ' stütt't , as weer he em to schwer tum Dragen , un he keek egal up den wittböken Disch nedder , as stünd da , wat em helpen künn . Aber da was en Fettplack un wieder nischt . De Buer künn höchstens Midde de Föftiger sind . He was en starkknakig Mann , aber wat kränklich von Ansehen . Dörch dat dichte Haar leepen de witten den strichwies ; dat Gesicht was godmödig un de Ogen weeren blau . Wenn Rohrbeck se brukte , keeken se un behülplich un unsicher in de Welt ümher , as wullen se seggen : Regiert mi , ik kann nich regieren ! dat linke Ohr hüng en sülbern Ring , wiel de Buer an diss Siet en hollen Tähn hadd . Dree Spennen seeten üm diss Fleeg un treckten er Gewew . Bi den Mann weer ok Een genog west . Aber dree Sträng hollen wisser , as eener , un söss Händ kænen mehr griepen , as twee . Klementine hadd sich Wind un Welt schön üm de Ohren gahn laten , eh se hier Ruh fünd . Bi den Lin nenhorstschen Baron , de er mal von sin Reisen mitbröcht hadd se vær Tieden as Jumfer utdeent , un so'n schön Tügnissen von em un Annern uptowiesen , dat ok woll klöker Lüd , as Rohrbeck , den Windhalm vær'n Weiten plant nahmen hadden . In dat lang un schlimm Fee ber , wat de Buer na sin Fru eren Dod æberstahn müßt , un wat em oll Dehnsch mit Druppen un Böten tiedwielig wegquacksalbert , hadd Keener Rohrbeck'n beter plegen künnt , as Klementine , denn se dacht dunmals , Buerfru to warden . Von daher schreew sich de Gewalt , de se æber den weeken Mann gewunnen hadd . Kle mentine was rank , aber nich uneben von Gesicht . De Haar glänzten er as Kattenhaar üm Wihnachten , un er schwart Ogen lücht'ten as achtteinjährig . Dat Oe brige an er was tum mindsten dubbelt so olt . Nathan was lang un drög , Pimpel noch länger un dröger . Nathan sach ut as en ehrlich Mann un Pimpel as en sehr ehrlich Mann . Nathan' sin Rock satt dick vull Dunen un so wat her . Tein Mäkens hadden mit de Börst hinner em lopen künnt , se kreegen den Schmuddel nich runner . Dat hängt to fest an mänche Röck . Ticktack ! ticktack ! säd de Uhr , un endlich säd Pim pel ok wat . Uns letzt Wurt is : Tweeuntwintigdusend Daler ! De Hof is æber un æber damit betalt . Dat Inventar is schlecht ; wenn wi 't hoch up veerdusend anschlagen , blieben achtteindusend vær de Gebüden un dat Land . Wo sælen wi dat wedder ruterbringen ? Es ist nicht mehr zu bringen raus ! hülp Nathan toreden . Es ist dabei zu viel schlecht un mager Land . Der Streifen am Kiehntanger ist die reine Sandbüchs , die nicht steht vor dem Wind , und ist bezahlt zu theuer mit zehn Thaler vor den Morgen . Unner sössuntwintigdusend verköpen wi nich , säd De Buer keek ungewiß up . Wat krieg ik mit tweeuntwintig ruter ? frög he . Sæbendusend Daler ! antwurt't Pimpel . Rohrbeck föhlt Klementinen er Ogen . Ik bin minen Sæhn dreedusend Daler Muddererw schüllig , denn bleeben man veerdusend vær mi . Davon kænen wi nich leben ! feel em de Wirth schaftern in de Red . Wenn de Hof tweeuntwintig werth is , bringt he ok sössuntwintig . De Göderschlächter blinkten sich stillschwiegens to . Mehr was bi er nich nödig ; se verstünnen sich . Na than namm dat Wurt . Was kann sein eine junge Frau so bedacht auf 's Geschäft ! Will ich doch nicht sitzen gesund auf die ser Stelle ( he rückt sacht bisiet ) , wenn wir verdienen einen Thaler an Sie ! Was wollen Sie uns ruiniren , schöne Frau , und haben nichts davon ? Ik kann 't nich davær dohn , säd Rohrbeck . Wenn Brück's Wirthschaft vergangen Jahr achttein bröcht hett , mütt mine doch tum mindsten sössuntwintig bringen . De Köper hebben ok mit Schannen bestahn un er baar Geld tosett't , antwurt't Pimpel . Wenn du nicht willst für zweiundzwanzig , drän gelt Nathan , tragen wir morgen deine Wechsel zum Justizrath und lassen legen Schuldarrest auf Haus und Stall und Inventar . Wir müssen haben unser Geld , weil wir werden gedrängt und es borgt dir niemand , wenn Pimpel un Nathan abziehen die Hand von dir . Wedder würd et ängstlich still in de Stuw . Doh dat , grummelt Hartwig . Int Husdær , meenst du , un alleen , wat ? Willem Rohrbeck ward woll bi er sind . Wenn ik di Worst dranbraden sall , denn stieg man alleen in den Wiem . Dat is mi hüt Abend to hohg . Mudder , du redst jo recht schön ut'n Wegen ! All min Dage is Willem nich wiet ! Weet de Kukuk , de Minsch mütt Speck in de Taschen hebben , dat Mäken rükt all ümmer von fern , wenn he to Stell is . De jung Mann hett't er andahn . Dat is doch nich anners . Den Dübel ok ! Siet de fiew Wochen , dat he von't Soldaten los is , geiht dat ümmer gangwies , un du steckst dahinner un helpst dat Ei utbröden . Dat doh ik , seggt Fru Hartwig ganz striedbar . Mudder , dat hört up ! Ik mak en Strich dahinner ! De Schmedtfru stemmt beid Arm kasch in de Sie Un ik wisch 'n wedder ut ! Wes' doch verstännig . Dat Mäken kümmt in't Gered , un wieder is 't nischt . Hoho ! Wat kann de Jung davær , dat de Ollen sich vergnurrt hebben , un dat up den Hof so'n heillos Wirthschaft is ? Mudder , säd Hartwig , sall dat in't Dörp heeten , Hartwigs Dürt hett sich von de Achtersiet up den Buer hof drängelt un de Ollen hebben 't leden ? Wer drängt sich up ? He kümmt hierher ; du hest de jung Lüd eren Willen laten , un nu wat Leewes drut worden is , willst du's wedder utenanner kehren ? 't is mi leed genog . De jung Willem is god Un wat he in de Supp to brocken hett , brockt uns Dürt alle Dage in . Um so schlimmer , as de Saken dræben liggen . Ik weet , wat ik dohn mütt , un doh ik ! Un ik ok ! Mudder , mak mi nich ärgerlich . Röhr din Kohl un lat blos de Arm sacken , denn du sühst ja woll up stünds as en Henkelpott ut . Ik ward mi derwiel na dat Pærken ümsehn , un en ernsthaft Wurt mit er reden . Da will ik aber mit bi sind , denn Dürt is min Kind so god , as dint ! Dat sallst du , un du sallst ok din Deel mitreden . Mudder , du kennst min Teeken : wenn ik mit de griepen spel , dann hörst du up to schnacken , dat segg ik di ! De Schmedt säd dit sehr ernsthaft un tradd denn vær de Husdær , um na sin verleewt Döchting uttoögen . Aber de beiden müßten up er Tour woll an dat anner Dörpend' ankommen sind ; dicht bi sach he nischt un wiet to sehen was in Düstern nich . En Wielken stünd Hartwig so , da hört he twee Lüd mit hastgen Schritt neeger kommen . Na töwt , dacht he , mütt ik hier in de Küll Up passer spelen , denn will ik dat Kundschaften ok orntlich bedrieben , un sehn un hören , wo wiet et dat Pærken all bröcht hett . He dukt sich stillschwiegens dicht hinner en starken Stiel von den Löwering . Wer nich ganz prick henkeek , künn em nich sehen . Twee Minschen keemen , aber nich de beiden , up de Hartwig luerte . De Gans is plückt . En lütt Wurt mökt dree dusend , säd Ener halflud , as se vörbileepen . Ik schriew en annern Schien un den laten wi morgen stempeln . De Schritt un de Stimmen verlören sich . Dat verstah de Dübel , säd Hartwig to sich . Et mütten Fremden sind , un von de best Sort sind et sicherlich keen . Bi dat Hörken kümmt doch nie wat Godes ruter . He tradd wedder vær un nu keemen ok de beiden an , up de he eegentlich spannt hadd . Goden Abend , Herr Hartwig , säd Willem . Kann ik mit rin kommen ? Dat wünsch ik sogar sehr ! antwurt't Hartwig , un hinner dat Paar de Husdær to . Sin leew Fru sach de Karawan to Stuw kommen ; se hadd eren Schmurkohl un Röhrei gerad fertig prö gelt , un was up 'n Flecken mit to Stell . Dürt , herrjes' , säd se beängstlich , in 'n bloten Kopp ahn' ümgebunnen , bist du rutergahn ? Mudder , mi is ganz warm . Dat seh ik an din Gesicht , grullt Hartwig . Du hest din Aben buten bi di hadd , un di de Gegend dicht unner't Näs daran upwarmt ! Vader , dat is nich so , stamert Dürt füerrot . 't is god . - Dürt , dat is unrecht von di , dat du in't Schummerniß weglöppst , un Willem , von di is dat noch vel mehr unrecht , dat du dat Mäken un uns all in de Dörpzeitungen bringst . Schellen's mi nich so hart , Herr Hartwig . Ik mi in min Sorg mit Dürten bereden . Herzvader , beed Dürt , ik weer nich so lang bleben , aber du weetst nich , wat værfallen is ? De Schmedt gaff sich en ruhgen Anstrich . god weet ikt . Min Dochter , di hett dat nich paßt , bi mi in't Stuw to blieben , jitzt paßt du mi ok nich in't Stuw . De Lünsen to morgen sind noch nich ver les't ; lop na't Kammer un röhr din Finger . Ik heff 't Dürten verlöwt , seggt Fru Hartwigtücksch . So ? Dürt , kiek mi mal in de Ogen : is dat wahr ? , Vader ! kamm et taghaft ruter . Den Ollen lüchtt'ten de Ogen vær Freud æber sin Kind . Gah rut , min Dochter , säd he , ik meent Dürt güng af , de witt Schört vær't rode Gesicht . Dat sall nu wat værstellen , säd er Mudder ver bosst . Wo de Tün niedrig sind , da stieg ik æber ! Wes' jitzt still , Mudder . - Willem , ik segg di in alle Fründschaft , de Sach hört up ! Du wardst mi de Hand darup geben , dat du ahn' min Willen nich wedder mit Dürten tosammenkümmst . Dat deiht he nich , reep Fru Hartwig twischen . De Schmedt falt't de Hännen æber't Lief un leet sin Düm sacht griepen spelen . Herr Hartwig , säd Willem , min Vader steiht up den Punkt , mi üm min Erw to bringen , un Se , wo ik Rath un Hülp to kriegen dacht , Se wiesen mi ok de Dær ? De Schmedtfru güng de Adem ganz kort vær Arger un Upregung . Dat lied ik nich , da tred ik as Mudder vær up ! Un wenn du de ollen Düm ok noch so sehr tillern lettst , mi is't ganz gliek ! Fründ Hartwig gung sehr geruhig up sin leew Fru to . Mudder , nu is't genog von de Sort ! Dürt sich alleen in de Kammer ängsten , - lop un help er bi de Lünsen . Hörst du ? He säd dat sehr nadrücklich , un sin Fru müßt woll wat de Klock schlagen wull , denn se futtert woll en bäten , aber ruter güng se . So , de beiden bin ik los . Wat sädst du , Willem , wat will din Vader dohn ? He will den Hof utparzelleeren laten . De Göder schlächter weeren gistern all da . So , is de Bankrott fertig ? Enden künnt't bald nich anners . - Un du löppst Mäkens na , anstatt di üm din Erw to kümmern , un din Vader to Hand to Willem wull antwurten , aber de Schmedt schneet em dat Wurt af . Ik heff din Sach mit Dürten vær'n unschüllig Ding hollen , so lang du bi't Soldaten weerst un Dürt noch half Kind was . Jitzt süht't anners ut . Kann da wat Verstännigs ruterkommen ? Din Vader un ik sehn sich nich an , so lang din Mudder in't Graff liggt , un ju Hof is æber'n Kopp verschülligt ; da gehört en riek Mäken rin , sünst geiht de Wirthschaft kopphäster . Min söss Drier trecken da nich . Un wenn't so kümmt , dat din Vader den Hof utschlachten lett , un du wat anners ergriepen müßt , dann is an Friegen vær't Hand gar nich to denken . Darüm segg ik di as Vader un Fründ , entsegg di von Dürten un lat dat Mäken in Ruh . Herr Hartwig , säd Willem un fat't den Ollen sin Hand , dat kann ik nich , denn Dürt is mi to leew . De Schmedt leet em de Hand . Du bist grad so week un unmünnig , as din Vader . Ik heff de Frugens rutschickt , damit et nich noch Getüt gifft , denn ik mütt di min Hus verbeeden , un ik verlat mi up din Gesicht . dat du nich hinner min Rüggen Kundschaft mit dat Mäken sökst . Vader Hartwig , is dat er Ernst un er letzt Upstünds , ja ! Wenn sich de Sach verklaren süll , de jitzt biester æber din Vader liggt , un wenn et di denn noch warm üm't Herz vær Dürten is , denn kümmst du wedder , aber toerst bi mi ! Giff mi de Hand drup un gah still na Hus . Ik ward de Frugens Be scheid seggen . Hartwig schneed Willem' de Wedderred af ; he gaff em dat Geleit un keek den jungen Minschen noch en Wiel na . Denn reep he sin Fru un Dochter to Stuw . Dürt , säd he herzlich un leggt er de Hand sacht up de Schuller , Willem Rohrbeck ward in eenig Tied nich wedder kommen , un du wardst em keen Gelegen heit to di geben . Du ok nich , Mudder , hörst du woll ? Ik heff't dohn müßt , min Dochter , di tum besten . Verlat di up mi , min Will is nich gegen ju beid , aber wenn Willem de trü un god Minsch is , vær den ik ein holl , un wenn't en Mæglichkeit gifft , dat din Her zenswunsch erfüllt ward , un dat din Oellern dabi an Ehr gewinnen , denn kann't blos up de Art sind , as ik dat jitzt anfungen heff ! Drütt End' . Ticktack ! - Een Fleeg un dree Spennen . Märtin Rohr- beck . - Klementine . - Pimpel un Nathan . - De Kopkon- trakt . - Pimpel hett schreben . - Een wunnerschön Schuld schien . - Willem packt sin Bündel . Ticktack ! Ticktack ! säd de Uhr in dat olle , grote Gehüs' von Kehnholt , sünst rögte sich nischt in de grote Vörderstuw up Rohrbecks Gehöft , ofgliek veer Minschen drin weeren ; een , so to seggen , as arm Fleeg , un dree as Spennen . Et pleggt en eegen Luft dörch 'n Hus to gahn , wo Krankheit ödder Unglück sich festsett't hebben . So 'n Luft wehgte hier . Et was üm desülwe Stund' , wo Daniel Wendt sin Weisheit æber Krieg un Kornpries' in 'n Krog unner de Lüd bröcht . Märtin Rohrbeck hadd den Kopp in beid Händ' stütt't , as weer he em to schwer tum Dragen , un he keek egal up den wittböken Disch nedder , as stünd da , wat em helpen künn . Aber da was en Fettplack un wieder nischt . De Buer künn höchstens Midde de Föftiger sind . He was en starkknakig Mann , aber wat kränklich von Ansehen . Dörch dat dichte Haar leepen de witten den strichwies ; dat Gesicht was godmödig un de Ogen weeren blau . Wenn Rohrbeck se brukte , keeken se un behülplich un unsicher in de Welt ümher , as wullen se seggen : Regiert mi , ik kann nich regieren ! dat linke Ohr hüng en sülbern Ring , wiel de Buer an diss Siet en hollen Tähn hadd . Dree Spennen seeten üm diss Fleeg un treckten er Gewew . Bi den Mann weer ok Een genog west . Aber dree Sträng hollen wisser , as eener , un söss Händ kænen mehr griepen , as twee . Klementine hadd sich Wind un Welt schön üm de Ohren gahn laten , eh se hier Ruh fünd . Bi den Lin nenhorstschen Baron , de er mal von sin Reisen mitbröcht , hadd se vær Tieden as Jumfer utdeent , un so'n schön Tügnissen von em un Annern uptowiesen , dat ok woll klöker Lüd , as Rohrbeck , den Windhalm vær'n Weiten plant nahmen hadden . In dat lang un schlimm Fee ber , wat de Buer na sin Fru eren Dod øberstahn müßt , un wat em oll Dehnsch mit Druppen un Böten tiedwielig wegquacksalbert , hadd Keener Rohrbeck'n beter plegen künnt , as Klementine , denn se dacht dunmals , Buerfru to warden . Von daher schreew sich de Gewalt , de se æber den weeken Mann gewunnen hadd . Kle mentine was rank , aber nich uneben von Gesicht . De Haar glänzten er as Kattenhaar üm Wihnachten , un er schwart Ogen lücht'ten as achtteinjährig . Dat Oe brige an er was tum mindsten dubbelt so olt . Nathan was lang un drög , Pimpel noch länger un dröger . Nathan sach ut as en ehrlich Mann un Pimpel as en sehr ehrlich Mann . Nathan' sin Rock satt dick vull Dunen un so wat her . Tein Mäkens hadden mit de Börst hinner em lopen künnt , se kreegen den Schmuddel nich runner . Dat hängt to fest an mänche Röck . Ticktack ! ticktack ! säd de Uhr , un endlich säd Pim pel ok wat . Uns letzt Wurt is : Tweeuntwintigdusend Daler ! De Hof is æber un æber damit betalt . Dat Inventar is schlecht ; wenn wi 't hoch up veerdusend anschlagen , blieben achtteindusend vær de Gebüden un dat Land . Wo sælen wi dat wedder ruterbringen ? Es ist nicht mehr zu bringen raus ! hülp Nathan toreden . Es ist dabei zu viel schlecht un mager Land . Der Streifen am Kiehntanger ist die reine Sandbüchs , die nicht steht vor dem Wind , und ist bezahlt zu theuer mit zehn Thaler vor den Morgen . Unner sössuntwintigdusend verköpen wi nich , säd De Buer keek ungewiß up . Wat krieg ik mit tweeuntwintig ruter ? frög he . Sæbendusend Daler ! antwurt't Pimpel . Rohrbeck föhlt Klementinen er Ogen . Ik bin minen Sæhn dreedusend Daler Muddererw schüllig , denn bleeben man veerdusend vær mi . Davon kænen wi nich leben ! feel em de Wirth schaftern in de Red . Wenn de Hof tweeuntwintig werth is , bringt he ok sössuntwintig . De Göderschlächter blinkten sich stillschwiegens to . Mehr was bi er nich nödig ; se verstünnen sich . Na than namm dat Wurt . Was kann sein eine junge Frau so bedacht auf 's Geschäft ! Will ich doch nicht sitzen gesund auf die ser Stelle ( he rückt sacht bisiet ) , wenn wir verdienen einen Thaler an Sie ! Was wollen Sie uns ruiniren , schöne Frau , und haben nichts davon ? Ik kann 't nich davær dohn , säd Rohrbeck . Wenn Brück's Wirthschaft vergangen Jahr achttein bröcht hett , mütt mine doch tum mindsten sössuntwintig bringen . De Köper hebben ok mit Schannen bestahn un er baar Geld tosett''t , antwurt't Pimpel . Wenn du nicht willst für zweiundzwanzig , drän gelt Nathan , tragen wir morgen deine Wechsel zum Justizrath und lassen legen Schuldarrest auf Haus und Stall und Inventar . Wir müssen haben unser Geld , weil wir werden gedrängt und es borgt dir niemand wenn Pimpel un Nathan abziehen die Hand von dir . Wedder würd et ängstlich still in de Stuw . Ticktack ! ticktack ! säd de Uhr , as pickt 'n Doden Lat 't mi Tied bis morgen , ik bidd ju , stött de Buer endlich ruter . Ii kænen æber Nacht bi mi blie ben , un denn sall min Sæhn seggen , wat he denkt . Ik kann 't nich verantwurten , dat ik ahn' em den Hof unner'n Werth verköp . In de Wirthschaftern er Ogen füng dat an to De hett nischt mit bi to sind , ödder ik pack min Sachen un gah af . He schämt sich nich , sin eegen Vader schlecht to maken , un von mi seggt he , ik sall mit Hun nen von Hof jagt warden , tum Dank davær , dat ik di ahn' Lohn pleg un heg ! 't is ümmer doch min Sæhn , un fröher was he anners , säd Rohrbeck unsicher . Klementine schmeet mit en Un ik kann gahn ! mal den Ton üm . - Märtin , Märtin , verdeen ik dat üm di ? Se feel den Buern üm den Hals , er week Händ strakelten em dat Gesicht un er Adem füng sich mit sinen . Rohrbeck'n sin Adem güng deep ; Klementine leet 't sich gefallen , as he er mit zittrig Hand umfat'te . Du verstöttst mi nich , Märtin ? säd se , un er schwart Ogen keeken æbermächtig in den Buern sin blauen rin . Klementine , Gott vergew't mi , du kannst alles mit mi maken . Gah ! Aber se sett't sich up sin Knee un heel de Hand fest , de sich üm er leggt hadd . Nathan rückt unruhig mit 'n Stohl ; Pimpel grient un spelt mit sin golden Uhrkett . Ticktack ! Ticktack ! säd de Uhr . Gewt fiewuntwintig un de Hof gehört ju ! reep de Wirthschaftern . Pimpel un Nathan telegrafirten sich mit de Finger er Meinung to . Vær min Part sall dat Wurt gellen . Wi geben fiewuntwintig ! säd Pimpel denn bi'n Wiel . Bist du verrückt , Pimpel ? schwögt Nathan , as feel he ut alle Wulken . Ich will den Hof nicht da für ; wir fallen rein bis über die Ohren ! Pimpel stök sin allerehrlichst Gesicht up . Ik weet , dat min Gebot to hoch is , aber Rohrbeck mütt doch wat vær sich æbrig behollen un wi willen mal nischt an em verdeenen . Es geht nicht ! Die Rede wird kommen , Pimpel und Nathan sind toll geworden , daß sie geben so viel Geld für den Hof ! Pimpel unterbrak sin Partner . De Red sall nich kommen . Utlachen kænen wi uns nich laten . Wi geben fiewuntwintig , aber dat blifft unner uns . In den Kon trakt warden blos tweeuntwintig schreben ; dann sparen wi den düren Stempel un de Gerichtskosten vær de dreedusend Daler , und sparen mütten wi bi den Pries up alle Ecken . Ich kann nicht , wunnert Nathan egal wieder . Fiewuntwintig is dat mindest , wenn ik 't hütdohnsall , säd jitzt ok Rohrbeck . Un den mütt ik bis Östern up 'n Hof blieben kænen , wegen Großvadern ; un een Koh un Perd mit Winterfutter un de Eenspännerwagen mütt von den Kop torügg blieben . Holl endlich din Mund , Nathan , reep Pimpel apenbar ärgerlich na sin Partner ræber . Ich bin ein geschlagener Mann , jammert Nathan . Ik segg , schwieg still ! kummandeert Pimpel . Wi willen Rohrbeck'n wiesen , dat he mit ehrlich Lüd to dohn hett , de keen Vorthel darut schlagen willen , dat he ogenblicks wat klamm in'n Geldbüdel is . Tat kümmt uns en annermal wedder to Goden . Nathan leep in de Stuw up un af , as brennte et hinner em . Endlich schient he sich to fögen . Es ist gut , ich will schweigen , weil du einmal das Wort gesagt hast , und uns willst ruiniren mit Gewalt ! So is de Kop schlaten , seggt Pimpel . Rohrbeck , schlag in , up Handschlag un Puß , dat alles richtig afmakt is ! Ticktack ! säd de Uhr . Et sall so afmakt sind , antwurt't de Buer lang Dann gaff he sich mit Pimpeln Puß un Hand schlag , un Nathan deed ebenso . Ums Lebens- und Sterbenswillen , säd Nathan darup es ist gut , daß wir's gleich schriftlich machen . Sie werden haben Schreibzeug in's Haus , schöne Frau , daß Pimpel kann aufsetzen die Punktation , und wir nicht brauchen zu zahlen die Kontraktkosten , was ist er heblich bei dem Objekt . Klementine bröcht Dint un Feder to Stell , un ruter , üm koll Kæken vær de Herren to besorgen . Schreib , Pimpel , ordent Nathan an . Ich werde diktiren , daß Rohrbeck gleich hört , was wird aufgesetzt , und kann sagen , ob's ihm recht ist . Nathan diktirt : . Herr Martin Rohrbeck verkauft seinen Hof , Nr . des Wullenberger Hypothekenbuchs , wie er steht und liegt , mit dem gesammten lebenden und todten In ventar und Vorräthen , an die Herren Pimpel und Nathan für zweiundzwanzigtausend Thaler . Die Uebergabe wird als geschehen anerkannt . Die Lasten und Ab gaben von heute ab übernehmen die Käufer . Hast du geschrieben , Pimpel ? Ik heff schreben , antwurt't Pimpel . Is 't god , Ja , säd de Buer , bis up Koh un Perd mit Futter un Wagen , de ik torüggbeholl . Un dat ik bis Ostern up'n Hof bliew , denn vær Fröhjahr treck ik nich to Stadt , un Großvader ward den Winter knapp æber Dat is sülwstredend , antwurt't Pimpel . Du sökst di ut , wat du willst . Wenn de Wirthschaft fiewun twintig werth is , schütt ok noch 'n oll Krack un Koh Schriew dat up ! säd Rohrbeck , aber Nathan wehrt mit Föt un Händ . Pimpel kann schreiben einen Kontrakt ellenlang bis morgen früh , wenn wir wollen aufschreiben jeden Quark , was ausgemacht ist und was gilt unter Männern auf Wort und Handschlag . De Buer beruhigt sich . Wenn 't nich nödig is , un wenn ji mi de Hand geben , sall't gellen . säd he . Natban diktirt wieder : . Der Kaufpreis wird belegt wie folgt : Die Käufer übernehmen die Hypothekschulden mit fünfzehn tausend Thalern , zahlen sofort baar fünfhundert Thaler und am . Januar dreitausend Thaler . Der Rest von dreitausendfünfhundert Thalern wird innerhalb sechs Monaten auf die Hofstelle und das zu dieser zuzuschla gende Theilgut zu fünf Prozent hypothekarisch einge tragen . Verkäufer verpflichtet sich , dies Restkaufgeld vor . Januar nicht zu kündigen . Hast du geschrieben , Pimpel ? Ik heff schreben , antwurt't Pimpel . Is 't god , Ja , säd de Buer . . Die Käufer übernehmen die Verpflichtung , alle bis zum heutigen Tage ausgestellten Wechsel des Verkäufers einzulösen , und rechnen dieselben auf das Kaufgeld an . Der Verkäufer versichert , daß außer den fünfzehntausend Thalern Hypothek weitere Reallasten auf dem Hofe nicht haften , und er solche vor Ueber gabe der Punktation nicht mehr wird eintragen Wo künn ik noch wat indragen laten ? frög Rohr beck . De Hof gehört mi jo gar nich mehr . Du kannst indragen laten , bis de Kontrakt up't Gericht afgeben is , darüm ward dat ümmer in de Kontrakten upnahmen , erklärt Pimpel . Dat heff ik nich wüßt , seggt Rohrbeck unschüllig . Ist's geschrieben , Pimpel ? Ik heff schreben , - antwurt't Pimpel . . Für die Erfüllung der Kontraktverbindlich leiten treten Käufer mit ihrem gesammten Vermögen ein und entsagen allen Einwendungen und Nebenabre ebenso wie der Verkäufer . Hast du geschrieben , Pimpel ? Ik heff schreben , antwurt't Pimpel . Is 't god , Ja , säd de Buer . . Alle Kosten und Stempel des Vertrages zahlen die Käufer allein . Hast du geschrieben , Pimpel ? Ik heff schreben , antwurt't Pimpel . Is 't god , Ja , säd de Buer . Dann setz darunter das Datum , und laß unter schreiben Herrn Rohrbeck den Kontrakt , ordent Nathan an . Pimpel langt Rohrbeck'n de Feder ræber . Dat is all god , säd de Buer tægerig , un ik will mi drup unnerschrieben , aber erst mütt ik doch de dree dusend Daler kriegen , von de ji nischt in den Kontrakt upnahmen hebben . Die bekommst du ausgezahlt am . Januar mit den andern dreitausend . Und daß du siehst , daß du hast zu thun mit sicheren Leuten , soll dir Pimpel schreiben einen Schuldschein darüber . Wenn ik tum ersten Januar de dreedusend krieg , seggt Rohrbeck , un ji mi bis dahen en Schuldschien up'n Stempelbogen geben , denn will ik mi up den Kon trakt mit tweeuntwintig unnerschrieben . Dat is afmakt , seggt Pimpel . He namm en frischen Bogen un schreew un säd dabi lud : Schuldschein . Wic Endesunterschriebene bekennen hiermit noch besonders , daß wir außer dem Kontrakte vom heutigen Tage am ersten Januar baar drei tausend Thaler an Herrn Martin Rohrbeck in Wullen berg zu zahlen haben . De Schien würd unnerteekent un Pimpel gaff 'n Rohrbeck'n , de nu ok den Kontrakt unnerschreew . Les di den Schien noch sülwst dörch , säd Pimpel . un schlut em æber Nacht in , dat jeder sin Sicherheit hett , wi den Kontrakt , un du den Schuldschien . Morgen will ik sülwst mit bi sind , wenn he up 't Stüeramt stempelt ward , damit wi nich in Straf kommen . Is sünst noch wat aftomaken ? frög de Buer , un den Schien in't Spind . , vær hüt is Alles in Ordnung , antwurt't De Wirthschaftern bröcht Botter un Brod , un jeder namm en lütt Stull . Morgen früh zehn Uhr werden wir uns treffen beim Notar , säd Nathan noch . Dort erkennen wir die Unterschriften unter dem Kontrakt an und du bekommst ausbezahlt die ersten fünfhundert Thaler baar . De Göderschlächter verschwünnen bald . Wir müssen sogleich machen die Annoncen über die Auktion des In ventars , was sein soll morgen über acht Tage , erklärt De Buer gaff beiden dat Geleit bis an't Husdær Verget' den Schien nich tum Stempeln , reep em Piupel noch to . Rohrbeck kamm langsam to Stuw torügg . Kle mentine feel den Buern üm den Hals . Endlich , endlich , Märtin ! säd se . Wi kriegen teindusend Daler un trecken to Stadt . Lat mi , antwurt't he . Mi is schlecht to Moth . Wenn blos oll Großvader nich lewt ! Mi is 't , as hadd ik em mordt , dat ik den Kontrakt schlaten heff . Da gram di nich üm ; mit eenen Foot steht he jo all in't Erd . Un fiewuntwintigdusend , is't nich 'n schön Stück Geld vær den Hof ? He is reell betalt , dat is wahr ; mi wunnert , dat se 't geben hebben . Se seeten beid en Wiel ; de Buer hadd den Kopp wedder schwer in de Händ' stütt't . Mak mi en Tass Kaffee , Klementine , säd heschuddrig , dat mi warm ward . Dat Feeber will mi wedder an treden . Geiht da nich de Husdær ? 't ward woll de hübsch Jung sind , gnittert Kle mentine giftig . Wer weet , wo he uns hüt wedder schlecht makt hett . Sicher hett he sich den Namiddag mit dat liederlich Schmedtmäken rüm dreben ; in de Moden schient he bi de Soldaten utstudeert to hebben . Ik kann em hüt nich mehr sehen , seggt Rohrbeck unruhig . Riegel de Dær to ! Ik ward em sin Bescheid dörch 't Fenster toropen , un dat so , dat he genog hett ! Klementine ! ik bidd di , lat dat sind ! Aber de Wirthschaftern hört in er Siegesfreud nich up Rohrbeck'n sin Bidden . - -- An'n neegsten Morgen was ganz Wullenberg in Upruhr . Rohrbecks Nabern hadden den Abend en Fru gensstimm furchtbar krieschen hört , un Dröscher Wendtsch vertellt alle Lüd vær ganz gewiß , Willem weer de Wirthschaftern to Liew gahn , wiel se sin Vader to vel Schlimms von em hinnerbröcht hadd , un mit de Göder schlächter unner een Deck stök . De Buer hadd Klemen tinen retten müßt , un Vader un Sæhn weeren so hart mit Reden tohop geraden , dat en Tosammenblieben un mæglich weer . - In alle Morgenfröh was de oll Rohrbeck denn ok ut een Dær mit de Wirthschaftern to Stadt föhrt , un ut de anner Dær was Willem mit'n Bündel Tüg unnern Arm na Linnenhorst to sin Ver wandten Klütritz lopen . De Hof aber weer verköfft un dat Utschlachten güng nu los . Veert End' . Auktschon ! - De Wallach hett Peper unner'n Start un Christ Wendt verdeent en Gröschen dabi . - Märtin Rohrbeck kriggt den ersten Emmer mit koll Water œber'n Kopp . Daniel Wendt kümmt up schnurrig Art wedder in't Winter brod . - Dat Land-Utschlachten . - Daniel kaut en Stroh halm un kriggt de Wörde schenkt . - He ward na den Krog leit't , un dat Kontrakt-Kunststück geiht an . Hundertundzehn Thaler ! Zum Ersten ! Zum Hundertundfünfzehn ! Zum Ersten ! reep de Aukt Nathan knallte mit de Pietsch hinner den Wallach , de von en Knecht in'n Draff værbileit't würd . Der Rapp ist verschenkt unter Brüdern mit hundertundacht zig ! reep he unner de Beeder . Was er hat für 'nen feurigen Gang und starke Brust , und es kein gesetzli Fehler am ganzen Thier ! De Knecht rönnte von frischen mit dat Perd værbi . De Wallach schnöw man so un schlög as wild hinnen ut . Hunnertundwintig ! reep Buer Bitterling . Hunnertundörtig ! böd Dubbelbuer Bolt fix æber . Hundertunddreißig ! Zum Ersten ! wedderhalt de 't is Bedrug mang ! klüng plötzlich ne fisslige , aber drieste Stimm . Ik hefft inn Stall sehen , de Kerl hett den Wallach Peper unner'n Start streut , darüm pruscht un schleiht he so ! Nathan keek sich üm . Da stünd en hartlich Bengel ; he hadd de Händ wiß in de Hosentaschen un sach den Göderschlächter an , as künn em gar nischt passeeren . Nathan halt mit de Pietsch ut . Infame Kanallje , willst du runter von dem Hof ! Christ Wendt röhrt sich nich un zuckt mit keen Ja , haust du to , denn is din Näs fleuten ! Ik spring di as en Katt an 'n Kopp ! Nathan leet de Pietsch sacken , as kreeg he Angst vær den dummen Jungen ; he greep in de Tasch . Du gefällst mir ; weil du bist dreist und dich nicht bangst vor der Peitsche . Hast n Groschen und geh ! Christ Wendt keek den Gröschen von beiden Sieden prick un verdächtig an , as weer he königlich Münz Bi dine Art mütt man sich værsehen . Süllt Ener glöben , he is richtig ! Hurrah , morgen hal ik mi mehr ! Un he fleut'te un hurrahte sich von den Hof De Auktschon güng wieder . Up den Rohrbeck'schen Hof was hüt de Dübel los . An de Schün rummelt de Dröschmaschin ; ümmer drup schmeeten de Knecht un Frugens de Garben ut den Taß in dat boddenlos Ungethüm , un up den Schün flor stünnen anner Lüd , de dat Stroh upbünnen , dat reine Korn inschepelten un to Sack bröchten . Up de anner Hofsiet längs de Ställ kribbelte un wribbelte dat as up 'n Johannen-Markt . Half Wullen berg was to Stell , un von veer Mielen utwärts weeren Beeder rankommen , denn de Göderschlächter hadden mit fingerlang Bokstaben in alle Blädder utposaunt , dat up Rohrbecks Wirthschaft dat ganze lebende un dode In ventar unner'n Hammer kommen süll . Nathan was vær un hinnen , bald bi 't Beeden , bald in de Ställ ; he leep , as weer de Bisworm hinner em , un de Schweet klickte em man so von de Backen . Pimpel hadd veer ödder fiew Andrieber un Schleper unner sin Kummando un regiert se mit Ogenblinken un Schullertrecken so sicher , dat keen Stück Veh ödder Wirthschaftssach in reelle Hännen kamm , eh Pimpel nich dat Teeken gaff , dat de Pries nu hoch genog weer . Unner de Schuer endlich dreew de Krogwirth sin Geschäft ; he schenkte ümmerdrup Beer un Schnaps , wer blos wat drinken wull , ahn' de Hand tum Gröschen uptohollen . Denn Pimpel un Nathan hadden dat ut goden Gründen so anordent ; se betalten alles un redten alle Lüd tum Drinken up , üm sich de Köper warm to hollen un er Lust tum Beeden to maken . Zum Ersten ! Zum Dritten ! klüng dat egal wieder ; den Kommissarjus sin Hammer klappt un klappt nedder , sin fixe Finger streeken ümmerdrup de blanken Daler in , un dat meiste grote Veh was all an Strick un Tægel von 'n Hof wannert . Jitzt würd en lütt Mid dagspaus' makt . Märtin Rohrbeck leep all ne ganze Wiel in Sorg un Unruh hinner Nathan her ; nu kreeg he em endlich in 'n Kohstall wiß . Nathan , säd he , ik wull di fragen Ich hab keine Zeit . Laß mich in Ruh und frag Weg was he un schwadroneerte up 'n anner Stell mit anner Lüd . Et hülp nischt , Rohrbeck müßt sin Sach bi Pimpel'n versöken . Pimpel stünd gottvergnögt unner de Schuer . Na , Rohrbeck , kriggt man di ok mal to sehen ? Du willst sicher ok Friebeer drinken , wat ? Ik will nich drinken . Nathan glippt mi unner de Finger weg , darüm komm ik to di . Ik will di dat Perd un de Koh wiesen , de ik mi utsökt heff , un dat is de höchste Tied , sünst ward dat ut Versehen mit Pimpel göt en Gläsken Konjack runner un säd höhnschen : Wenn du Koh un Perd hebben willst , denn beed man flietig mit ! Pimpel , säd de Buer ärgerlich , mak keen Witz mit mi . Wi hebben utdrücklich afmakt , dat ik een Perd un een Koh mit Winterfutter un den Eenspännerwagen vær mi behollen kann . Stimmt ! antwurt't Pimpel ganz geruhig , du be höllst Perd un Koh un Futter un Wagen , kort alles , wat dine Ogen wünschen , wenn du baar betalst . Ver schenkt ward nischt . De Buer würd bleek . Is dat ehrlich hannelt ? Ji hebben mi de Hand darup geben Steiht / et in 'n Kontrakt ? Dat säden ji jo , weer egal Quack mi wat vær ! säd Pimpel groff . Wi sind ehrlich , aber nich dumm . Un wenn du hier nich beeden , sünnern blos rümmerstahn un Lüd uphollen willst , denn scher' di to Stuw , denn de Hof un de Wirthschaftsge büden gehören uns , versteihst mi ? Dat was düdlich . Den Buer würd to Moth , as hadd em eener 'n Emmer mit koll Water æbern Kopp gaten , unas müchten woll noch mehr so 'n Güss kommen . He güng to Stuw un leet sich den ganzen Dag nich wedder sehen . Den ersten Bescheid hett he ! säd Pimpel to Nathan , de eben ranner keem . Nathan reew sich de Händ' , as weeren se em mit Botter schmert . Geschäft geht gut ! Kaufen wie nich klug ! seggt Was mags sein für ein Kerl , der he bimunds . dort steht bei der Maschine , in die Pottschuh , und räsonnirt und macht uns scheu die Leut ? Pimpel keek ræber . - t is Rohrbeck'n sin Dröscher ; Wendt hitt he . Was thut der Mensch hier ? Ich werd gehen und ihn bringen auf die Strümpf . Purr ! mök Pimpel . Uemmer sacht mit de Brut ! Jag uns keene Kunden von den Hof . Wendt hett Geld in't Sparkass' . Wie viel ? Dreehundert Daler sicher . He mütt de Wörde ( Hofgarten ) köpen . Gut . Wollen sehen ! Von wem hast du die Ik heff Nachtwächter Quarrmann bedrunken makt un uthörkt . Sehr schön ! Sehr gut ! Halt den Kerl fleißig im Trunk , und forsch weiter , wer Geld hat . Nathan schöw af . Dat duerte nich dägers , da stünd he bi de Maschin un vær unsen Daniel , de egal sine Naht schimpte , as kreeg he stunnenwies davær be talt . As he Nathan' to Ogen kreeg , günnte he sine Tung en bäten Ruh . Hurtig , Leute ! säd Nathan un föt in ne Garw rin . Wenn's blos möchte geben Frost ! Der Weizen ist klamm eingefahren und die Hälfte bleibt sitzen in die Aehren ! Dat heff ik all spürt , mengte sich Wendt driest in . t is Se ganz recht . Düchtig mütten Se verlieren , wat bringen Se ehrliche Lüd ut er Winterbrod ! Wer bist du und was schiltst du auf mir ? Ik bin Daniel Wendt , Rohrbeck'n sin Dröscher , un ik spektakel mit Recht , denn in den Aust heff ik mi bi den Buern vær fiew Gröschen den Dag quält , üm æber Winter in de Schün to stahn , un nu schmieten Se mi mit ere Maschinen ruter ! Sanftmüthig , Wendt ! Wenn du bist Rohrbecks Dröscher , sollst du leiden keinen Schaden durch uns . Du sollst sagen , Pimpel und Nathan sind gut ! Laß dir einschenken einen Schnaps vom Krüger , un laß dir geben eine Stakforke ; es werden noch Leute gebraucht in den Taß . Ja , vær 'n paar Dage ! Halt deinen Mund ! Es ist immer was zu thun in 'ner großen Wirthschaft , und du sollst haben weiter Was hast du gehabt Lohn bei Rohrbeck ? Ik dröschte in Akkord up den achtteinten un n halben Hupen . Und was hast rausgeschlagen für dich ? De Weiten is natt inföhrt , un nich ut de Ahren to bringen , darüm bin ik bi 't letzte Upmäten man up acht gode Gröschen kommen , so sehr ik ok hinnerher kloppt heff . Sollst du haben von uns zehn gute Groschen Lohn in den kurzen Tagen und sagen , Pimpel und Nathan handeln fein an arme Leut ! So kamm Daniel Wendt wedder in sin Winterbrod . Un nu namm dat Landutschlachten sinen Anfang . Weer dat up de Auktschon all tum Verwunnern west , wat vær Pries' Pimpel un Nathan ut Veh un Acker geräth halten , denn würd dat Stück mit de Lännerien vüllig tum Koboltscheeten . Alle verständgen Lüd weeren eenig in den Globen , de Göderschlächter müßten mit dissen un jenen Acker festsitten , un nu würden se dat Land rietens los . De Köper æberböden sich in de Puppen . Bitterling gaff richtig hunnertföftig Daler vær den Morgen in'n Butenplan , den he von Rohr beck'n nich vær hunnert bruken künn , un den Kossäthen Sperling kribbelte dat Geld so lang in de Finger , bis he 't vær de tein Morgen an den Schmakaduzendiek gründlich los was . Bödner Kluth aber , de mit sine dree Morgen nich fertig warden künn , un so schön klok redt hadd , müßt abslut de twintig Morgen in de Ossen koppel dubbelt betalen , üm sich ahn' Rettung festtorie den , un sinen Bankrott desto fixer vær Ogen to hebben . Aber noch mehr : en Mandel kleine Lüd , an de keen Minsch dacht hadd , würden mit eenmal grot , un köfften een , twee , dree Morgen vær'n Heidengeld , as wenn se mit de Hunnerten man so schmieten künnen . Un doch was bi all dat Köpen un Oeberbeeden gar keen bäten Hexerie ; et güng so natürlich to , as Eten , Drinken un Kinner-Päppeln . Pimpel un Nathan hadden er Büro in den Krog upschlagen un de Kröger schenkte ümmer drup Friebeer un Schnaps , dat dat halwe Dörp nich mehr nüchtern würd . Keen Minsch was sich vær Broder ödder Schwager sicher , of he nich von Pimpel un Nathan betalt würd , üm sine Geldverhältnissen to ver raden un den Andrieber to maken . Un to Schand vær vel ordentliche Lüd mütt et seggt warden : se schimpten æber de Göderschlächter tum Erbarmen , un wenn se sich utschimpt hadden , bedrünken se sich in Pimpel un Nathan er Beer , so dat de Schult Rublank säd , so wat weer in Wullenberg noch nich belewt , un dit een Jahr mök mehr Lüd schlecht un bankrott , as in tein Jahr wedder god to maken weer . Dat Utschlachten güng to Ennen . Dröscher Daniel Wendt stünd Værmiddags in de Schündær un keek in dat nebliche Weder rut . He hadd en Strohhalm twischen de Tähn un kaute daran . Denn dat ded Daniel ümmer , wenn he wat natodenken So holl ik t noch ne Wiel ut , dacht he . Tein gode Gröschen Lohn üm Sankt Lucien rüm , un nischt da vær dohn , dat is en herrlich Sach ! Dat grote Mul is doch hen un wedder wat nütt , wenn ik't mine Fru ok ümmer afstreden heff ; denn wenn ik nich so lästerlich schimpt hadd , hadd mi Nathan den fulen Posten nich geben . Kiek , da kümmt he up den Hof . Wenn eener an 'n Krückstock denkt , denn danzt he em all up 'n He namm fix de Gaffel to Hand un schælte in 'n Taß mit dat bäten Stroh , wat da noch lagg . Nathan leep hier rüm un da rüm , kamm endlich as tofällig in de Schün un keek in den Taß . Morgen , Wendt ! Die Arbeit wird wohl schon 't findt sich doch ümmerdrup noch wat , antwurt't Wendt dörch sinen Strohhalm . - 't is richtig , dacht he bi sich , he breckt mi dat Lohn ödder schmitt mi rut . Aber Nathan stött de Kramm von de Hinnerder torügg un güng ruter . Komm , Wendt ! reep he . Na , dacht uns Fründ , wat will denn de Kerl nu ? He schmeet de Gaffel weg un tüffelte hinnerher . An de Gardengrenz mök Nathan Halt . Hier is die Wörde , säd he . Sie hat drei Morgen , nicht wahr , Daniel stünd wat dollpatschig da un wäßt nicht , wo dat ruter süll . So vel is 't nich ganz , antwurt't he bi 'n Wiel . Ik heff den Stieg værlängs dagdäglich lopen ; et sind hunnert un sæben un sösstig Schritt , un unnen in de Schmieg fehlt wat an't Quadrat . Mit's Schreiten ist betrüglich Messen . Es kann fehlen eine Kleinigkeit , aber der Boden ist der schönste in Wullenberg Wendt schöw den Strohhalm up de anner Backsiet . Hier baben geiht et , seggt he , wenn dat Land wat unner de Föt hett , aber unnen an dee Wisch wasst in natte Jahren ok nischt , as Kattenstert un Päden . Richtig , säd Nathan , wenn das Land was hat unter die Füß ! Wendt , du bist ein heller Kopf . Wenn der Hof gewesen wär dein - was , Pimpel und Nathan säßen nicht drauf ? Dat mücht wesen ! säd Wendt , un richt't sich or dentlich stolt up . Aber wo dat hen süll , dat weeren em böhmsche Berge . Nathan knippste mit 'n Finger in't Luft . Ich hab nen Käufer für die Wörde . Wendt , du kennst das Land , sag die Wahrheit rechts und links : was kann ich fordern , was ist sie wertth ? Wendt kaute nadenklich an sinen Strohhalm Dat kümmt dadrup an , säd he endlich . Sag ein Wort , Wendt , was kann ich nehmen , was kann Einer geben ? Daniel keek de Wörde up un af . Mit dree hunnert Daler künn Eener drup bestahn , antwurt't he denn , eh 'n Veertelstund aflopen was . Nathan feel bina up'n Rüggen . Gott gerechter , Wendt , bist du nicht klug ! Willst du mich ruiniren ? Mit sechshundert ist die Wörde Davær warden Se 's woll bis an den jüngsten Dag behollen ! Wendt , wie du redest ! Ich verfluch' die ganze Rohr becksche Wirthschaft ; wir haben gedacht zu machen einen kleinen Profit von 'n paar hundert Thalern und uns geht alles in den Dreck ! Der Krugwirth schreibt an täglich drei Achtel Bier - Gott weiß , wo es bleibt ! Dat Beer kost't Se allerdings en schönen Gröschen Geld , säd Wendt unschüllig . Nathan peddelte en paar Mal hen un her un stünd denn vær unsen Daniel still . Wendt , du bist ein ordentlicher Mann und durch Pimpel und Nathan um dein Brod gekommen . Wenn Pimpel und Nathan doch sollen verschenken die Wörde , wollen wir sie schenken dir ! Daniel mök en Gesicht , as wenn de Katt dunnern hört . He dacht , Nathan weer unklok worden . Se willen mi de Wörd schenken ? frög he un Gieb fünfhundertundfünfzig und sie ist dein . Wendt reet den Mund wiet up , dat de schöne Stroh halm to Erden feel . Wat sall ik damit ? Ik bin en arm Dröscher un kann nischt köpen . Du bist mir sicher , auf dein Wort . Schäfer Knoll dat linke Ohr hüng en sülbern Ring , wiel de Buer an diss Siet en hollen Tähn hadd . Dree Spennen seeten üm diss Fleeg un treckten er Gewew . Bi den Mann weer ok Een genog west . Aber dree Sträng hollen wisser , as eener , un söss Händ kænen mehr griepen , as twee . Klementine hadd sich Wind un Welt schön üm de Ohren gahn laten , eh se hier Ruh fünd . Bi den Lin nenhorstschen Baron , de er mal von sin Reisen mitbröcht , hadd se vær Tieden as Jumfer utdeent , un so'n schön Tügnissen von em un Annern uptowiesen , dat ok woll klöker Lüd , as Rohrbeck , den Windhalm vær'n Weiten plant nahmen hadden . In dat lang un schlimm Fee ber , wat de Buer na sin Fru eren Dod æberstahn müßt , un wat em oll Dehnsch mit Druppen un Böten tiedwielig wegquacksalbert , hadd Keener Rohrbeck'n beter plegen künnt , as Klementine , denn se dacht dunmals , Buerfru to warden . Von daher schreew sich de Gewalt , de se æber den weeken Mann gewunnen hadd . Kle mentine was rank , aber nich uneben von Gesicht . De Haar glänzten er as Kattenhaar üm Wihnachten , un er schwart Ogen lücht'ten as achtteinjährig . Dat Oe brige an er was tum mindsten dubbelt so olt . Nathan was lang un drög , Pimpel noch länger un dröger . Nathan sach ut as en ehrlich Mann un Pimpel as en sehr ehrlich Mann . Nathan' sin Rock satt dick vull Dunen un so wat her . Tein Mäkens hadden mit de Börst hinner em lopen künnt , se kreegen den Schmuddel nich runner . Dat hängt to fest an mänche Röck . Ticktack ! ticktack ! säd de Uhr , un endlich säd Pim pel ok wat . Uns letzt Wurt is : Tweeuntwintigdusend Daler ! De Hof is æber un æber damit betalt . Dat Inventar is schlecht ; wenn wi 't hoch up veerdusend anschlagen , blieben achtteindusend vær de Gebüden un dat Land . Wo sælen wi dat wedder ruterbringen ? Es ist nicht mehr zu bringen raus ! hülp Nathan toreden . Es ist dabei zu viel schlecht un mager Land . Der Streifen am Kiehntanger ist die reine Sandbüchs die nicht steht vor dem Wind , und ist bezahlt zu theuer mit zehn Thaler vor den Morgen . Unner sössuntwintigdusend verköpen wi nich , säd De Buer keek ungewiß up . Wat krieg ik mit tweeuntwintig ruter ? frög he . Sæbendusend Daler ! antwurt't Pimpel . Rohrbeck föhlt Klementinen er Ogen . Ik bin minen Sæhn dreedusend Daler Muddererw schüllig , denn bleeben man veerdusend vær mi . Davon kænen wi nich leben ! feel em de Wirth schaftern in de Red . Wenn de Hof tweeuntwintig werth is , bringt he ok sössuntwintig . De Göderschlächter blinkten sich stillschwiegens to . Mehr was bi er nich nödig ; se verstünnen sich . Na than namm dat Wurt . Was kann sein eine junge Frau so bedacht auf 's Geschäft ! Will ich doch nicht sitzen gesund auf die ser Stelle ( he rückt sacht bisiet ) , wenn wir verdienen einen Thaler an Sie ! Was wollen Sie uns ruiniren , schöne Frau , und haben nichts davon ? Ik kann 't nich davær dohn , säd Rohrbeck . Wenn Brück's Wirthschaft vergangen Jahr achttein bröcht hett , mütt mine doch tum mindsten sössuntwintig bringen . De Köper hebben ok mit Schannen bestahn un er baar Geld tosett't , antwurt't Pimpel . Wenn du nicht willst für zweiundzwanzig , drän gelt Nathan , tragen wir morgen deine Wechsel zum Justizrath und lassen legen Schuldarrest auf Haus und Stall und Inventar . Wir müssen haben unser Geld , weil wir werden gedrängt und es borgt dir niemand , wenn Pimpel un Nathan abziehen die Hand von dir . Wedder würd et ängstlich still in de Stuw . Ticktack ! ticktack ! säd de Uhr , as pickt 'n Doden Lat 't mi Tied bis morgen , ik bidd ju , stött de Buer endlich ruter . Ii kænen æber Nacht bi mi blie ben , un denn sall min Sæhn seggen , wat he denkt . Ik kann 't nich verantwurten , dat ik ahn' em den Hof unner'n Werth ve In de Wirthschaftern er Ogen füng dat an to De hett nischt mit bi to sind , ödder ik pack min Sachen un gah af . He schämt sich nich , sin eegen Vader schlecht to maken , un von mi seggt he , ik sall mit Hun nen von Hof jagt warden , tum Dank davær , dat ik di ahn' Lohn pleg un heg ! 't is ümmer doch min Sæhn , un fröher was he anners , säd Rohrbeck unsicher . Un ik kann gahn ! Klementine schmect mit en mal den Ton üm . Märtin , Märtin , verdeen ik dat üm di ? Se feel den Buern üm den Hals , er week Händ strakelten em dat Gesicht un er Adem füng sich mit sinen . Rohrbeck'n sin Adem güng deep ; Klementine leet 't sich gefallen , as he er mit zittrig Hand umfat'te . Du verstöttst mi nich , Märtin ? säd se , un er schwart Ogen keeken æbermächtig in den Buern sin blauen rin . Klementine , Gott vergew't mi , du kannst alles mit mi maken . Gah ! Aber se sett't sich up sin Knee un heel de Hand fest , de sich üm er leggt hadd . Nathan rückt unruhig mit 'n Stohl ; Pimpel grient un spelt mit sin golden Uhrkett . Ticktack ! Ticktack ! säd de Uhr . Gewt fiewuntwintig un de Hof gehört ju ! reep de Wirthschaftern . Pimpel un Nathan telegrafirten sich mit de Finger er Meinung to . Vær min Part sall dat Wurt gellen . Wi geben fiewuntwintig ! säd Pimpel denn bi'n Wiel . Bist du verrückt , Pimpel ? schwögt Nathan , as feel he ut alle Wulken . Ich will den Hof nicht da für ; wir fallen rein bis über die Ohren ! Pimpel stök sin allerehrlichst Gesicht up . Ik weet , dat min Gebot to hoch is , aber Rohrbeck mütt doch wat vær sich æbrig behollen un wi willen mal nischt an em verdeenen . Es geht nicht ! Die Rede wird kommen , Pimpel und Nathan sind toll geworden , daß sie geben so viel Geld für den Hof ! Pimpel unterbrak sin Partner . De Red sall nich kommen . Utlachen kænen wi uns nich laten . Wi geben fiewuntwintig , aber dat blifft unner uns . In den Kon trakt warden blos tweeuntwintig schreben ; dann sparen wi den düren Stempel un de Gerichtskosten vær de dreedusend Daler , und sparen mütten wi bi den Pries up alle Ecken . Ich kann nicht , wunnert Nathan egal wieder . Fiewuntwintig is dat mindest , wenn ik 't hütdohnsall , säd jitzt ok Rohrbeck . Un den mütt ik bis Östern up 'n Hof blieben kænen , wegen Großvadern ; un een Koh un Perd mit Winterfutter un de Eenspännerwagen mütt von den Kop torügg blieben . Holl endlich din Mund , Nathan , reep Pimpel apenbar ärgerlich na sin Partner ræber . Ich bin ein geschlagener Mann , jammert Nathan . Ik segg , schwieg still ! kummandeert Pimpel . Wi willen Rohrbeck'n wiesen , dat he mit ehrlich Lüd to dohn hett , de keen Vorthel darut schlagen willen , dat he ogenblicks wat klamm in'n Geldbüdel is . Tat kümmt uns en annermal wedder to Goden . Nathan leep in de Stuw up un af , as brennte et hinner em . Endlich schient he sich to fögen . ist gut , ich will schweigen , weil du einmal das Wort gesagt hast , und uns willst ruiniren mit Gewalt ! So is de Kop schlaten , seggt Pimpel . Rohrbeck , schlag in , up Handschlag un Puß , dat alles richtig afmakt is ! Ticktack ! säd de Uhr . Et sall so afmakt sind , antwurt't de Buer lang Dann gaff he sich mit Pimpeln Puß un Hand schlag , un Nathan deed ebenso . Ums Lebens- und Sterbenswillen , säd Nathan darup es ist gut , daß wir's gleich schriftlich machen . Sie werden haben Schreibzeug in's Haus , schöne Frau , daß Pimpel kann aufsetzen die Punktation , und wir nicht brauchen zu zahlen die Kontraktkosten , was ist er heblich bei dem Objekt . Klementine bröcht Dint un Feder to Stell , un güng ruter , üm koll Kæken vær de Herren to besorgen . Schreib , Pimpel , ordent Nathan an . Ich werde diktiren , daß Rohrbeck gleich hört , was wird aufgesetzt , und kann sagen , ob's ihm recht ist . Nathan diktirt : . Herr Martin Rohrbeck verkauft seinen Hof , Nr . des Wullenberger Hypothekenbuchs , wie er steht und liegt , mit dem gesammten lebenden und todten In ventar und Vorräthen , an die Herren Pimpel und Nathan für zweiundzwanzigtausend Thaler . Die Uebergabe wird als geschehen anerkannt . Die Lasten und Ab gaben von heute ab übernehmen die Käufer . Hast du geschrieben , Pimpel ? Ik heff schreben , antwurt't Pimpel . Is 't god , Ja , säd de Buer , bis up Koh un Perd mit Futter un Wagen , de ik torüggbeholl . Un dat ik bis Ostern up'n Hof bliew , denn vær Fröhjahr treck ik nich to Stadt , un Großvader ward den Winter knapp æber Dat is sülwstredend , antwurt't Pimpel . Du sökst di ut , wat du willst . Wenn de Wirthschaft fiewun twintig werth is , schütt ok noch 'n oll Krack un Koh Schriew dat up ! säd Rohrbeck , aber Nathan wehrt mit Föt un Händ . Pimpel kann schreiben einen Kontrakt ellenlang bis norgen früh , wenn wir wollen aufschreiben jeden Quark , was ausgemacht ist und was gilt unter Männern auf Wort und Handschlag . De Buer beruhigt sich . Wenn 't nich nödig is , un wenn ji mi de Hand geben , sall't gellen , säd he . Natban diktirt wieder : . Der Kaufpreis wird belegt wie folgt : Die Käufer übernehmen die Hypothekschulden mit fünfzehn tausend Thalern , zahlen sofort baar fünfhundert Thaler und am . Januar dreitausend Thaler . Der Rest von dreitausendfünfhundert Thalern wird innerhalb sechs Monaten auf die Hofstelle und das zu dieser zuzuschla gende Theilgut zu fünf Prozent hypothekarisch einge tragen . Verkäufer verpflichtet sich , dies Restkaufgeld vor . Januar nicht zu kündigen . Hast du geschrieben , Pimpel ? Ik heff schreben , antwurt't Pimpel . Is 't god , Ja , säd de Buer . . Die Käufer übernehmen die Verpflichtung , alle bis zum heutigen Tage ausgestellten Wechsel des Verkäufers einzulösen , und rechnen dieselben auf das Kaufgeld an . Der Verkäufer versichert , daß außer den fünfzehntausend Thalern Hypothek weitere Reallasten auf dem Hofe nicht haften , und er solche vor Ueber gabe der Punktation nicht mehr wird eintragen Wo künn ik noch wat indragen laten ? frög Rohr beck . De Hof gehört mi jo gar nich mehr . Du kannst indragen laten , bis de Kontrakt up't Gericht afgeben is , darüm ward dat ümmer in de Kontrakten upnahmen , erklärt Pimpel . Dat heff ik nich wüßt , seggt Rohrbeck unschüllig . Ist's geschrieben , Pimpel ? Ik heff schreben , - antwurt't Pimpel . . Für die Erfüllung der Kontraktverbindlich leiten treten Käufer mit ihrem gesammten Vermögen ein und entsagen allen Einwendungen und Nebenabre den , ebenso wie der Verkäufer . Hast du geschrieben , Pimpel ? Ik heff schreben , antwurt't Pimpel . Is 't god , Ja , säd de Buer . . Alle Kosten und Stempel des Vertrages zahlen die Käufer allein . Hast du geschrieben , Pimpel ? Ik heff schreben , antwurt't Pimpel . Is 't god , Ja , säd de Buer . Dann setz darunter das Datum , und laß unter schreiben Herrn Rohrbeck den Kontrakt , ordent Nathan an . Pimpel langt Rohrbeck'n de Feder ræber . Dat is all god , säd de Buer tægerig , un ik will mi drup unnerschrieben , aber erst mütt ik doch de dree dusend Daler kriegen , von de ji nischt in den Kontrakt upnahmen hebben . Die bekommst du ausgezahlt am . Januar mit den andern dreitausend . Und daß du siehst , daß du hast zu thun mit sicheren Leuten , soll dir Pimpel schreiben einen Schuldschein darüber . Wenn ik tum ersten Januar de dreedusend krieg , seggt Rohrbeck , un ji mi bis dahen en Schuldschien up'n Stempelbogen geben , denn will ik mi up den Kon trakt mit tweeuntwintig unnerschrieben . Dat is afmakt , seggt Pimpel . He namm en frischen Bogen un schreew un säd dabi lud : Schuldschein . Wic Endesunterschriebene bekennen hiermit noch besonders , daß wir außer dem Kontrakte vom heutigen Tage am ersten Januar baar drei tausend Thaler an Herrn Martin Rohrbeck in Wullen berg zu zahlen haben . De Schien würd unnerteekent un Pimpel gaff 'n Rohrbeck'n , de nu ok den Kontrakt unnerschreew . Les di den Schien noch sülwst dörch , säd Pimpel . un schlut em æber Nacht in , dat jeder sin Sicherheit hett , wi den Kontrakt , un du den Schuldschien . Morgen will ik sülwst mit bi sind , wenn he up 't Stüeramt stempelt ward , damit wi nich in Straf kommen . Is sünst noch wat aftomaken ? frög de Buer , un den Schien in't Spind . , vær hüt is Alles in Ordnung , antwurt't De Wirthschaftern bröcht Botter un Brod , un jeder namm en lütt Stull . Morgen früh zehn Uhr werden wir uns treffen beim Notar , säd Nathan noch . Dort erkennen wir die Unterschriften unter dem Kontrakt an und du bekommst ausbezahlt die ersten fünfhundert Thaler baar . De Göderschlächter verschwünnen bald . Wir müssen sogleich machen die Annoncen über die Auktion des In ventars , was sein soll morgen über acht Tage , erklärt De Buer gaff beiden dat Geleit bis an't Husdær Verget' den Schien nich tum Stempeln , reep em Piupel noch to . Rohrbeck kamm langsam to Stuw torügg . Kle mentine feel den Buern üm den Hals . Endlich , endlich , Märtin ! säd se . Wi kriegen teindusend Daler un trecken to Stadt . Lat mi , antwurt't he . Mi is schlecht to Moth . Wenn blos oll Großvader nich lewt ! Mi is 't , as hadd ik em mordt , dat ik den Kontrakt schlaten heff . Da gram di nich üm ; mit eenen Foot steht he jo all in't Erd . Un fiewuntwintigdusend , is't nich 'n schön Stück Geld vær den Hof ? He is reell betalt , dat is wahr ; mi wunnert , dat se 't geben hebben . Se seeten beid en Wiel ; de Buer hadd den Kopp wedder schwer in de Händ' stütt't . Mak mi en Tass Kaffee , Klementine , säd heschuddrig , dat mi warm ward . Dat Feeber will mi wedder an treden . Geiht da nich de Husdær ? 't ward woll de hübsch Jung sind , gnittert Kle mentine giftig . Wer weet , wo he uns hüt wedder schlecht makt hett . Sicher hett he sich den Namiddag mit dat liederlich Schmedtmäken rüm dreben ; in de Moden schient he bi de Soldaten utstudeert to hebben . Ik kann em hüt nich mehr sehen , seggt Rohrbeck unruhig . Riegel de Dær to ! Ik ward em sin Bescheid dörch 't Fenster toropen , un dat so , dat he genog hett ! Klementine ! ik bidd di , lat dat sind ! Aber de Wirthschaftern hört in er Siegesfreud nich up Rohrbeck'n sin Bidden . - -- An'n neegsten Morgen was ganz Wullenberg in Upruhr . Rohrbecks Nabern hadden den Abend en Fru gensstimm furchtbar krieschen hört , un Dröscher Wendtsch vertellt alle Lüd vær ganz gewiß , Willem weer de Wirthschaftern to Liew gahn , wiel se sin Vader to vel Schlimms von em hinnerbröcht hadd , un mit de Göder schlächter unner een Deck stök . De Buer hadd Klemen tinen retten müßt , un Vader un Sæhn weeren so hart mit Reden tohop geraden , dat en Tosammenblieben un mæglich weer . In alle Morgenfröh was de oll Rohrbeck denn ok ut een Dær mit de Wirthschaftern to Stadt föhrt , un ut de anner Dær was Willem mit'n Bündel Tüg unnern Arm na Linnenhorst to sin Ver wandten Klütritz lopen . De Hof aber weer verköfft un dat Utschlachten güng nu los . Veert End' . Auktschon ! - De Wallach hett Peper unner'n Start un Christ Wendt verdeent en Gröschen dabi . - Märtin Rohrbeck kriggt den ersten Emmer mit koll Water æber'n Kopp . Daniel Wendt kümmt up schnurrig Art wedder in't Winter brod . - Dat Land-Utschlachten . - Daniel kaut en Stroh halm un kriggt de Wörde schenkt . - He ward na den Krog leit't , un dat Kontrakt-Kunststück geiht an . Hundertundzehn Thaler ! Zum Ersten ! Zum Hundertundfünfzehn ! Zum Ersten ! reep de Aukt Nathan knallte mit de Pietsch hinner den Wallach , de von en Knecht in'n Draff værbileit't würd . Der Rapp ist verschenkt unter Brüdern mit hundertundacht zig ! reep he unner de Beeder . Was er hat für 'nen feurigen Gang und starke Brust , und es kein gesetzli cher Fehler am ganzen Thier ! De Knecht rönnte von frischen mit dat Perd værbi . De Wallach schnöw man so un schlög as wild hinnen ut . Hunnertundwintig ! reep Buer Bitterling . Hunnertundörtig ! böd Dubbelbuer Bolt fix æber . Hundertunddreißig ! Zum Ersten ! wedderhalt de 't is Bedrug mang ! klüng plötzlich ne fisslige , aber drieste Stimm . Ik hefft in'n Stall sehen , de Kerl hett den Wallach Peper unner'n Start streut , darüm pruscht un schleiht he so ! Nathan keek sich üm . Da stünd en hartlich Bengel ; he hadd de Händ' wiß in de Hosentaschen un sach den Göderschlächter an , as künn em gar nischt passeeren . Nathan halt mit de Pietsch ut . Infame Kanallje , willst du runter von dem Hof ! Christ Wendt röhrt sich nich un zuckt mit keen Ja , haust du to , denn is din Näs fleuten ! Ik spring di as en Katt an 'n Kopp ! Nathan leet de Pietsch sacken , as kreeg he Angst vær den dummen Jungen ; he greep in de Tasch . Du gefällst mir ; weil du bist dreist und dich nicht bangst vor der Peitsche . Hast 'n Groschen und geh ! Christ Wendt keek den Gröschen von beiden Sieden prick un verdächtig an , as weer he königlich Münz Bi dine Art mütt man sich værsehen . Süllt Ener glöben , he is richtig ! Hurrah , morgen hal ik mi mehr ! Un he fleut'te un hurrah'te sich von den Hof De Auktschon güng wieder . Up den Rohrbeck'schen Hof was hüt de Dübel los . An de Schün rummelt de Dröschmaschin ; ümmer drup schmeeten de Knecht un Frugens de Garben ut den Taß in dat boddenlos Ungethüm , un up den Schün flor stünnen anner Lüd , de dat Stroh upbünnen , dat reine Korn inschepelten un to Sack bröchten . Up de anner Hofsiet längs de Ställ kribbelte un wribbelte dat as up 'n Johannen-Markt . Half Wullen berg was to Stell , un von veer Mielen utwärts weeren Beeder rankommen , denn de Göderschlächter hadden mit fingerlang Bokstaben in alle Blädder utposaunt , dat up Rohrbecks Wirthschaft dat ganze lebende un dode In ventar unner'n Hammer kommen süll . Nathan was vær un hinnen , bald bi 't Beeden , bald in de Ställ ; he leep , as weer de Bisworm hinner em , un de Schweet klickte em man so von de Backen . Pimpel hadd veer ödder fiew Andrieber un Schleper unner sin Kummando un regiert se mit Ogenblinken un Schullertrecken so sicher , dat keen Stück Veh ödder Wirthschaftssach in reelle Hännen kamm , eh Pimpel nich dat Teeken gaff , dat de Pries nu hoch genog weer . Unner de Schuer endlich dreew de Krogwirth sin Geschäft ; he schenkte ümmerdrup Beer un Schnaps , wer blos wat drinken wull , ahn' de Hand tum Gröschen uptohollen . Denn Pimpel un Nathan hadden dat ut goden Gründen so anordent ; se betalten alles un redten alle Lüd tum Drinken up , üm sich de Köper warm to hollen un er Lust tum Beeden to maken . Zum Ersten ! Zum Dritten ! klüng dat egal wieder ; den Kommissarjus sin Hammer klappt un klappt nedder , sin fixe Finger streeken ümmerdrup de blanken Daler in , un dat meiste grote Veh was all an Strick un Tægel von ''n Hof wannert . Jitzt würd en lütt Mid dagspaus' makt . Märtin Rohrbeck leep all ne ganze Wiel in Sorg un Unruh hinner Nathan her ; nu kreeg he em endlich in 'n Kohstall wiß . Nathan , säd he , ik wull di fragen Ich hab keine Zeit . Laß mich in Ruh und frag Weg was he un schwadroneerte up 'n anner Stell mit anner Lüd . Et hülp nischt , Rohrbeck müßt sin Sach bi Pimpel'n versöken . Pimpel stünd gottvergnögt unner de Schuer . Na , Rohrbeck , kriggt man di ok mal to sehen ? Du willst sicher ok Friebeer drinken , wat ? Ik will nich drinken . Nathan glippt mi unner de Finger weg , darüm komm ik to di . Ik will di dat Perd un de Koh wiesen , de ik mi utsökt heff , un dat is de höchste Tied , sünst ward dat ut Versehen mit Pimpel göt en Gläsken Konjack runner un säd höhnschen : Wenn du Koh un Perd hebben willst , denn beed man flietig mit ! Pimpel , säd de Buer ärgerlich , mak keen Witz mit mi . Wi hebben utdrücklich afmakt , dat ik een Perd un een Koh mit Winterfutter un den Eenspännerwagen ver mi behollen kann . Stimmt ! antwurt't Pimpel ganz geruhig , du be höllst Perd un Koh un Futter un Wagen , kort alles , wat dine Ogen wünschen , wenn du baar betalst . Ver schenkt ward nischt . De Buer würd bleek . Is dat ehrlich hannelt ? Ii hebben mi de Hand Steiht et in 'n Kontrakt ? Dat säden ji jo , weer egal Quack mi wat vær ! säd Pimpel groff . Wi sind ehrlich , aber nich dumm . Un wenn du hier nich beeden , sünnern blos rümmerstahn un Lüd uphollen willst , denn scher di to Stuw , denn de Hof un de Wirthschaftsge büden gehören uns , versteihst mi ? Dat was düdlich . Den Buer würd to Moth , as hadd em eener 'n Emmer mit koll Water æbern Kopp gaten , unas müchten woll noch mehr so 'n Güss kommen . He güng to Stuw un leet sich den ganzen Dag nich wedder sehen . Den ersten Bescheid hett he ! säd Pimpel to Nathan , de eben ranner keem . Nathan reew sich de Händ' , as weeren se em mit Botter schmert . Geschäft geht gut ! Kaufen wie nich klug ! seggt Was mags sein für ein Kerl , der he bimunds . dort steht bei der Maschine , in die Pottschuh , und räsonnirt und macht uns scheu die Leut ? Pimpel keek ræber . - 't is Rohrbeck'n sin Dröscher ; Wendt hitt he . Was thut der Mensch hier ? Ich werd gehen und ihn bringen auf die Strümpf . Purr ! mök Pimpel . Uemmer sacht mit de Brut ! uns keene Kunden von den Hof . Wendt hett Geld in't Sparkass' . Wie viel ? Dreehundert Daler sicher . He mütt de Wörde ( Hofgarten ) köpen . Gut . Wollen sehen ! Von wem hast du die Ik heff Nachtwächter Quarrmann bedrunken makt un uthörkt . Sehr schön ! Sehr gut ! Halt den Kerl fleißig im Trunk , und forsch weiter , wer Geld hat . Nathan schöw af . Dat duerte nich dägers , da stünd he bi de Maschin un vær unsen Daniel , de egal sine Naht schimpte , as kreeg he stunnenwies daver be talt . As he Nathan' to Ogen kreeg , günnte he sine Tung en bäten Ruh . Hurtig , Leute ! säd Nathan un föt in 'ne Garw rin . Wenn's blos möchte geben Frost ! Der Weizen ist klamm eingefahren und die Hälfte bleibt sitzen in die Aehren ! Dat heff ik all spürt , mengte sich Wendt driest in . t is Se ganz recht . Düchtig mütten Se verlieren , wat bringen Se ehrliche Lüd ut er Winterbrod ! Wer bist du und was schiltst du auf mir ? Ik bin Daniel Wendt , Rohrbeck'n sin Dröscher , un ik spektakel mit Recht , denn in den Aust heff ik mi bi den Buern vær siew Gröschen den Dag quält , üm æber Winter in de Schün to stahn , un nu schmieten Se mi mit ere Maschinen ruter ! Sanftmüthig , Wendt ! Wenn du bist Rohrbecks Dröscher , sollst du leiden keinen Schaden durch uns . Du sollst sagen , Pimpel und Nathan sind gut ! Laß dir einschenken einen Schnaps vom Krüger , un laß dir geben eine Stakforke ; es werden noch Leute gebraucht in den Taß . Ja , vær 'n paar Dage ! Halt deinen Mund ! Es ist immer was zu thun in 'ner großen Wirthschaft , und du sollst haben weiter Arbeit . - Was hast du gehabt Lohn bei Rohrbeck ? Ik dröschte in Akkord up den achtteinten un n halben Hupen . Und was hast rausgeschlagen für dich ? De Weiten is natt inföhrt , un nich ut de Ahren to bringen , darüm bin ik bi 't letzte Upmäten man up acht gode Gröschen kommen , so sehr ik ok hinnerher kloppt heff . Sollst du haben von uns zehn gute Groschen Lohn in den kurzen Tagen und sagen , Pimpel und Nathan handeln fein an arme Leut ! So kamm Daniel Wendt wedder in sin Winterbrod . Un nu namm dat Landutschlachten sinen Anfang . Weer dat up de Auktschon all tum Verwunnern west , wat vær Pries' Pimpel un Nathan ut Veh un Acker geräth halten , denn würd dat Stück mit de Lännerien vüllig tum Koboltscheeten . Alle verständgen Lüd weeren eenig in den Globen , de Göderschlächter müßten mit dissen un jenen Acker festsitten , un nu würden se dat Land rietens los . De Köper æberböden sich in de Puppen . Bitterling gaff richtig hunnertföftig Daler vær den Morgen in'n Butenplan , den he von Rohr beck'n nich vær hunnert bruken künn , un den Kossäthen Sperling kribbelte dat Geld so lang in de Finger , bis he 't vær de tein Morgen an den Schmakaduzendiek gründlich los was . Bödner Kluth aber , de mit sine dree Morgen nich fertig warden künn , un so schön klok redt hadd , müßt abslut de twintig Morgen in de Ossen koppel dubbelt betalen , üm sich ahn' Rettung festtorie den , un sinen Bankrott desto fixer vær Ogen to hebben . Aber noch mehr : en Mandel kleine Lüd , an de keen Minsch dacht hadd , würden mit eenmal grot , un köfften een , twee , dree Morgen vær'n Heidengeld , as wenn se mit de Hunnerten man so schmieten künnen . Un doch was bi all dat Köpen un Oeberbeeden gar keen bäten Hexerie ; et güng so natürlich to , as Eten , Drinken un Kinner-Päppeln . Pimpel un Nathan hadden er Büro in den Krog upschlagen un de Kröger schenkte ümmer drup Friebeer un Schnaps , dat dat halwe Dörp nich mehr nüchtern würd . Keen Minsch was sich vær Broder ödder Schwager sicher , of he nich von Pimpel un Nathan betalt würd , üm sine Geldverhältnissen to ver raden un den Andrieber to maken . Un to Schand vær vel ordentliche Lüd mütt et seggt warden : se schimpten æber de Göderschlächter tum Erbarmen , un wenn se sich utschimpt hadden , bedrünken se sich in Pimpel un Nathan er Beer , so dat de Schult Rublank säd , so wat weer in Wullenberg noch nich belewt , un dit een Jahr mök mehr Lüd schlecht un bankrott , as in tein Jahr wedder god to maken weer . Dat Utschlachten güng to Ennen . Dröscher Daniel Wendt stünd Værmiddags in de Schünder un keek in dat nebliche Weder rut . He hadd en Strohhalm twischen de Tähn un kaute daran . Denn dat ded Daniel ümmer , wenn he wat natodenken So holl ik t noch ne Wiel ut , dacht he . Tein gode Gröschen Lohn üm Sankt Lucien rüm , un nischt da vær dohn , dat is en herrlich Sach ! Dat grote Mul is doch hen un wedder wat nütt , wenn ikt mine Fru ok ümmer afstreden heff ; denn wenn ik nich so lästerlich schimpt hadd , hadd mi Nathan den fulen Posten nich geben . Kiek , da kümmt he up den Hof . Wenn eener an 'n Krückstock denkt , denn danzt he em all up 'n He namm fix de Gaffel to Hand un schælte in 'n Taß mit dat bäten Stroh , wat da noch lagg . Nathan leep hier rüm un da rüm , kamm endlich as tofällig in de Schün un keek in den Taß . Morgen , Wendt ! Die Arbeit wird wohl schon 't findt sich doch ümmerdrup noch wat , antwurt't Wendt dörch sinen Strohhalm . - -- 't is richtig , dacht he bi sich , he breckt mi dat Lohn ödder schmitt mi rut . Aber Nathan stött de Kramm von de Hinnerder torügg un güng ruter . Komm , Wendt ! reep he . Na , dacht uns Fründ , wat will denn de Kerl nu ? He schmeet de Gaffel weg un tüffelte hinnerher . An de Gardengrenz mök Nathan Halt . Hier is die Wörde , säd he . Sie hat drei Morgen , nicht wahr , Daniel stünd wat dollpatschig da un wüßt nicht , wo dat ruter süll . So vel is 't nich ganz , antwurt't he bi 'n Wiel . Ik heff den Stieg værlängs dagdäglich lopen ; et sind hunnert un sæben un sösstig Schritt , un unnen in de Schmieg fehlt wat an't Quadrat . Mit's Schreiten ist betrüglich Messen . Es kann fehlen eine Kleinigkeit , aber der Boden ist der schönste in Wullenberg . Wendt schöw den Strohhalm up de anner Backsiet . Hier baben geiht et , seggt he , wenn dat Land wat unner de Föt hett , aber unnen an dee Wisch wasst in natte Jahren ok nischt , as Kattenstert un Päden . Richtig , säd Nathan , wenn das Land was hat unter die Füß ! Wendt , du bist ein heller Kopf . Wenn der Hof gewesen wär dein - was , Pimpel und Nathan säßen nicht drauf ? Dat mücht wesen ! säd Wendt , un richt't sich or dentlich stolt up . Aber wo dat hen süll , dat weeren em böhmsche Berge . Nathan knippste mit 'n Finger in't Luft . Ich hab nen Käufer für die Wörde . Wendt , du kennst das Land , sag die Wahrheit rechts und links : was kann ich fordern , was ist sie wertth ? Wendt kaute nadenklich an sinen Strohhalm Dat kümmt dadrup an , säd he endlich . Sag ein Wort , Wendt , was kann ich nehmen , was kann Einer geben ? Mit dree Daniel keek de Wörde up un af . hunnert Daler künn Eener drup bestahn , antwurt't he denn , eh 'n Veertelstund aflopen was . Nathan feel bina up'n Rüggen . Gott gerechter , Wendt , bist du nicht klug ! Willst du mich ruiniren ? Mit sechshundert ist die Wörde Davær warden Se 's woll bis an den jüngsten Dag behollen ! Wendt , wie du redest ! Ich verfluch' die ganze Rohr becksche Wirthschaft ; wir haben gedacht zu machen einen kleinen Profit von 'n paar hundert Thalern und uns geht alles in den Dreck ! Der Krugwirth schreibt an täglich drei Achtel Bier - Gott weiß , wo es bleibt ! Dat Beer kost't Se allerdings en schönen Gröschen Geld , säd Wendt unschüllig . Nathan peddelte en paar Mal hen un her un stünd denn vær unsen Daniel still . Wendt , du bist ein ordentlicher Mann und durch Pimpel und Nathan um dein Brod gekommen . Wenn Pimpel und Nathan doch sollen verschenken die Wörde , wollen wir sie schenken dir ! Daniel mök en Gesicht , as wenn de Katt dunnern He dacht , Nathan weer unklok worden . Se willen mi de Wörd schenken ? frög he un Gieb fünfhundertundfünfzig und sie ist dein . Wendt reet den Mund wiet up , dat de schöne Stroh to Erden feel . Wat sall ik damit ? Ik bin en arm Dröscher un kann nischt köpen . Du bist mir sicher , auf dein Wort . Schäfer Knoll hat geboten sechshundert , aber ich will zu thun haben mit sichern Leuten . Ik bin Se sicherer , as Knoll ? He hett nischt un ik heff nischt , dat paukt sich . Ich weiß , was ich weiß . Du bist gewesen fleißig un hast dir gespart dreihundert Thaler , was steht ins Kreishaus - 's ist eine sichere Stell' , aber es bringt zu wenig Zinsen ! Leg's jetzt an in Land und werde Büdner . Dann brauchst du nicht mehr zu gehen im Tagelohn beim Bauern und bist dein freier Herr . Zahl uns an zweihundert , zahl an einhundert , ich bin zufrieden und lasse stehen den Rest unkündbar auf zehn Jahre . Wendt stünd noch immer half in'n Drom , aber de Sach mit den Bödner un frieen Herrn kettelte em doch . Mit veerhunnert mücht ik's nehmen , säd he , dat wenn mine Ollsche will ! Was wollen wir weiter reden über den Preis ? Du bist ein verständiger Mann und verständige Leute werden einig . Komm mit nach ''m Krug , und Pimpel soll aufschreiben die Bedingungen , wie du willst ! Ik seeg , ik mütt erst mit mine Fru reden . Wenn de seggt , denn gellt de Kontrakt nicht . Was willst Du denn fragen Deine Frau ? Bist Du nicht Herr im Hause ? Wendt krappte sich verlegen hinner de Ohren . Dat is man so , as dat is ! Drup nareden darf ik nich ! Deine Frau wird sich freuen , daß ihr werdet Ei genthümer und könnt halten ein , zwei Kühe , die euch in Wohlstand bringen . Daniel schüttelte mit'n Grüttbüdel . Dat Stück geiht scheef , säd he . Herr Nathan , Se kennen mine Ollsche nich . De is en geburen Burrmannsch , un dat will wat bedüden ! Aber Nathan verschwor sich , he wull alles verant wurten ; he redt polsch un rackerlatinsch up unsen braven Daniel in , so dat dissen ganz düslich in 'n Brägen würd , un mit de Wiel leitt Nathan richtig Arm in Arm mit em na 'n Krog , as wenn de Voß mit 'n Lamm tum Bu leit't : eenmal puschelt he 't mit de Rod ( Ruthe ) sanft üm dat Achter-End' , un wenn dat nich helpt , bitt he 't driest in de Hessen . De Krog was vull Lüd . Daniel würd gliek in de Hinnerstuw bröcht , wo Pimpel all luerte . Hier is Herr Wendt , reep Nathan sin Partner to , welcher hat gemacht heute ein feines Geschäft ! Er hat gekauft die Wörde für 'nen Schundpreis , ich will'n nicht nennen . Un Nathan telegrafirte Pimpeln mit fiew Finger un den Dum to , dat he sösshunnert schrieben süll ! Steken's sich en Zigarr an , Herr Wendt , säd Pim pel , hier von diss Sort , de is ächt . Nathan , du bringst uns en Konjak un en paar Buddeln Beer her , denn wenn ik reden un schrieben sall , mütt ik ok drinken kænen un Herr Wendt'n ward dat ok bekommen . Ik werde ranholen , antwurt't Nathan . Schreib den Kontrakt , wie Herr Wendt sagt , ich will nicht da bei sein und mache einen Preis , daß Herr Wendt kann bestehen auf seinem Eigenthum . Daniel wräuschte sich mit de Zigarr in 'n Mund rüm . Ik bidd Se , Herr Pimpel , säd he nu ok to dissen , laten Se mi erst mit mine Fru reden , dat se er Jawurt gifft , sünst schmieten wi mit de Karr üm ! Aber Pimpel hörte so wenig as Nathan ; he drünk Daniel'n scharp to , un füng sin Kontrakt-Kunststück denn gemächlich an . Fiewt End' Dröscher Wendtsch bi't Wäsch . - Ere Fotografie un Moden . Daniel hett sin Korn to Bohn un drinkt Kamellenthee . Wendtsch löppt na'n Krog un hett wat unner de Schört . Wat dat weer . - Nathan kriggt en Seepbad . - Wendtsch as General . - Christ is wedder en höllschen Jung un ver deent 'n Gröschen . Dröscherfru Wendtsch stünd an densülben Vær middag , wo er Mann 'ne Wörde vær sösshunnert Daler schenkt kreeg , siet fröh Klock veeren upschörtelt un upkrempelt up'n Flor an de Stuktin ( Waschfaß ) , un rubbelte un schubbelte in de Wäsch , dat de Seep schum bis an de Husder spritzte , denn 'n Mann un fiew lütte Trabanten von unnen bis baben in de Rein niß to bringen , dat will wat bedüden . De gode Fru is all tum Oeftern von Hörenseggen in dit Ver tellsel vorkommen , un 't is so nadrücklich mit Fingern up er wesen , dat sacht to vermoden steiht , eener ödder de anner ut mine Les'kundschaft hadd Hæg , nu ok per ßönlich Bekanntschaft mit de geburen Burrmannsch to maken . Dato kann jitzt Rath warden . Fru Wendt'n was en robust Wief , groff un hart von Gesicht , mit Knaken , as en Grotknecht , un se weer ok ahn' all Wedderred sicher 'n Mann worden , wenn se ere leew Mudder nich in de Weeg verwechselt weer . As Re spektsperßon treckte se in Wullenberg den ersten Strang . Von'n Schulten bis tum Gänsjungen leep er Jedweder gern ut den Weg , denn se was in dree Stücken dubbelt beschlagen : in de Arm , in de Lung un in de Tung . Wat se anfat'te , dat röhrte sich ; wenn se Eenen wat int Ohr flüsterte , denn künn man dat an anner Dörp End' düdlich hören , un wenn se wen dat Upgebot be sorgte , de brukte twars keen Gebühren to betalen , aber finen Herrgott künn he sich man empfehlen . Schnieder Güssel hadd sich dat Stück mal versökt , wiel he de Red utbröcht hadd , Wendtsch leet sich de Tung alle acht Dage von'n Schlieper anscharpen , damit se nich ut de Schnied keem , aber he dankte vær de tweete Uplag . An de Sünndage , wo Wendtsch to Kirch güng , keemen de Frugenslüd mit ere Sünden god weg , denn se hadd den niegen Herrn Predger mal up ere Wies' toflüstert , sich an sine Näs to faten , un sietdem redt he Melk un Honnig , wenn he süht , dat Wendtsch unner 't Orgel chor sitt . - Daniel Wendt hadd keen beter Fru kriegen künnt ; se was hüslich un flietig , heel de Gören warm , de Stuw rein un dat Geld tosammen . Wenn se eren Raptus kreeg , leet Daniel er reden , bis er de Tung verlahmte , un denn redte he . Ran kamm he aber man selten . Hüt also stünd uns leewe Wendtsch an't Stuktin mitten in Waterdamp un Seepschum , da würd de Hus der unsicher upmakt , un Daniel heel sich an den Drücker fest , denn he künn dat Korn nich mehr dragen , wat he to Bæhn bröcht hadd . Wendtsch was 'n praktisch Fru ; se sach mit een Og , dat ditmal nich ere Tung , sünnern ere Hännen Arbeit kreegen . Se greep Daniel'n wiß un driest unner de Arm , un in'n Ogenblick satt uns Fründ woll un sicher up de Bank in de Aben-Eck . Un wiel Wendtsch gerad Kamellenthee vær ere Stina kakt hadd , de in 'n Dod verküllt weer , dacht se : wat god is vær de Küll , dat is ok god vær de Hitt , un se nödigte eren Mann en lütt Quartsdeel von dat Tüg to Liew . Daniel leed dat all . He was so week un selig as 'n Kind . Mudder , lallte he , wi - warden Bödner . - Un arbeit - ok nich mehr - bi 'n Buern . Wendtsch hadd bis dahen alles stillschwiegens makt , wiel se dacht , den Sünder de Epistel ditmal na den Gottesdeenst to verlesen , aber nu würd se lebennig . Daniel , wat is dit ? Wat vær'n Esel hett di fröh Morgens in dissen Tostand bröcht ? Wendt keek hülplos üm sich . dat - Sparkassenbok , Mudder , - giff mi dat ik - betalen kann ! kamm't endlich druppen wies ruter . Jitzt kreeg Wendtsch Bang . Er schwante Unglück . Daniel'n würd dat Reden twars so suer , as 'n Ossen dat Melkgeben , aber mit de Wiel bröcht sine Fru doch ut em ruter , wat geschehen was , un dat he 'n Kontrakt eber Rohrbecks Wörde unnerschreben hadd . - Wo hoch de Pries schreben weer , wüßt Daniel nich ; aber dat sach Wendtsch in , dat dat bäten Geld verloren sind müßt , wat se sich as Mäken un Fru suer verspart hadd . Se flög vær Wuth an Föt un Händ' , aber wedder all ere sünstige Moden säd se keen eenzigst Schimpwurt to eren Mann . Bliew hier sitten , Daniel , hörst du ? - Christ , du kiekst na Vadern un Stina'n . - Ik jag de heil losen Kerls de Unnerschrift wedder af , un rett uns von dit Malör , so wahr ik Wendtsch heet un en geburen Burrmannsch bin ! Se greep in 'n Værbigahn in de Stuktin , un flög , as se stünd un güng , upschörtelt un upkrempelt na den Krog . Herrjes' , kiekt doch , da kümmt Wendtsch in alle Fur'je to rönnen ! reep Scheeper Knoll . Heff ikt nich seggt , de geburen Burtmannsch schmitt den Kontrakt üm ? Wat mag se unner de Schört hebben ? frög Schnieder Güssel . Dat ward lustig ! säd Quarrmann un drünk Enen . Wieder as drinken deed Quarrmann æberhaupt nischt Wendtsch leep direkt in de Hinnerstuw , wo Pim pel un Nathan bi de Papeeren seeten , un se leet de Der sperrangelwiet upstahn . Na , da sind ja de Seelenverköper ! flüsterte se , dat de Fenster klæterten . Wer von Se Beiden hett mi minen Mann bedrunken makt ? Nathan würd unruhig . Was will sie , Frau ? Ik bin Dröscher Wendtsch , un ik will den Kontrakt mit unnerschrieben ! antwurt't se en bäten driester . Er Mannes Unnerschrift is uns genog . Mit Fru gens unnerhanneln wi nich , säd Pimpel . So ? Wat Se klok sind ! Ik will ''n ok gar nich unnerschrieben , ik will 'n intweirieten , dat Se 't man weeten ! Ik ward Se lehren , Lüd besapen to maken un intoseepen ! Up de Stell geben Se dat Papier ruter , ödder ik beed Se up , dat keen Hund mehr mit Se ut een Napp süppt ! Nathan heel sich de Ohren to . Gehen Sie nach den Gerichten , wenn Sie was zu klagen haben gegen uns ! Ik ward Se bi Gerichten ! dunnerwetterte Wendtsch . Da lopen Se man hen , un mit so'n Fisematenten kænen Se minen schlapmützgen Mann en Schreck inja gen , aber nich mi ! Tum letzten : den Kontrakt rut ! Se tradd driest up Nathan' to . Nathan reiitirte . Gehen Sie , oder ich ruf' Hülfe ! Na , wenn nich so , denn so ! schreeg Wendtsch uter sich . Un in 'n Ogenblick hadd se dat Bündel unner de Schört ruter un haute Nathan mit 'n quatschnatt Hemd ut de Stuktin von rechts un von links un von baben dal up den Grüttpott , dat em de Seepschum un de Bökenlaug man so üm de Ohren spritzten , un bi jeden Schlag schreeg se : Ward't nu wat ? Ward't nu Hilf , Pimpel , hilf ! reep Nathan un heel sich beide Fiewt End' . Dröscher Wendtsch bi't Wäsch . - Ere Fotografie un Moden . Daniel hett sin Korn to Bohn un drinkt Kamellenthee . Wendtsch löppt na'n Krog un hett wat unner de Schört . Wat dat weer . - Nathan kriggt en Seepbad . - Wendtsch as General . - Christ is wedder en höllschen Jung un ver deent 'n Gröschen . Dröscherfru Wendtsch stünd an deusülben Vær middag , wo er Mann 'ne Wörde vær sösshunnert Daler schenkt kreeg , siet fröh Klock veeren upschörtelt un upkrempelt up'n Flor an de Stuktin ( Waschfaß ) , un rubbelte un schubbelte in de Wäsch , dat de Seep schum bis an de Husdær spritzte , denn 'n Mann un fiew lütte Trabanten von unnen bis baben in de Rein De gode niß to bringen , dat will wat bedüden . Fru is all tum Oeftern von Hörenseggen in dit Ver tellsel vorkommen , un 't is so nadrücklich mit Fingern up er wesen , dat sacht to vermoden steiht , eener ödder de anner ut mine Les'kundschaft hadd Hæg , nu ok per ßönlich Bekanntschaft mit de geburen Burrmannsch to maken . Dato kann jitzt Rath warden . Fru Wendt'u was en robust Wief , groff un hart von Gesicht , mit Knaken , as en Grotknecht , un se weer ok ahn' all Wedderred sicher 'n Mann worden , wenn se ere leew Mudder nich in de Weeg verwechselt weer . As Re spektsperßon treckte se in Wullenberg den ersten Strang . Von'n Schulten bis tum Gänsjungen leep er Jedweder gern ut den Weg , denn se was in dree Stücken dubbelt beschlagen : in de Arm , in de Lung un in de Tung . Wat se anfat'te , dat röhrte sich ; wenn se Eenen wat int Ohr flüsterte , denn künn man dat an anner Dörp End' düdlich hören , un wenn se wen dat Upgebot be sorgte , de brukte twars keen Gebühren to betalen , aber finen Herrgott künn he sich man empfehlen . Schnieder Güssel hadd sich dat Stück mal versökt , wiel he de Red utbröcht hadd , Wendtsch leet sich de Tung alle acht Dage von'n Schlieper anscharpen , damit se nich ut de Schnied keem , aber he dankte vær de tweete Uplag . An de Sünndage , wo Wendtsch to Kirch güng , keemen de Frugenslüd mit ere Sünden god weg , denn se hadd den niegen Herrn Predger mal up ere Wies' toflüstert , sich an sine Näs to faten , un sietdem redt he Melk un Honnig , wenn he süht , dat Wendtsch unner 't Orgel chor sitt . - Daniel Wendt hadd keen beter Fru kriegen künnt ; se was hüslich un flictig , heel de Gören warm , de Stuw rein un dat Geld tosammen . Wenn se eren Raptus kreeg , leet Daniel er reden , bis er de Tung verlahmte , un denn redte he . Ran kamm he aber man selten . Hüt also stünd uns leewe Wendtsch an't Stuktin mitten in Waterdamp un Seepschum , da würd de Hus dær unsicher upmakt , un Daniel heel sich an den Drücker fest , denn he künn dat Korn nich mehr dragen , wat he to Bæhn bröcht hadd . Wendtsch was 'n praktisch Fru ; se sach mit een Og , dat ditmal nich ere Tung , sünnern ere Hännen Arbeit kreegen . Se greep Daniel'n wiß un driest unner de Arm , un in'n Ogenblick satt uns Fründ woll un sicher up de Bank in de Aben-Eck . Un wiel Wendtsch gerad Kamellenthee vær ere Stina kakt hadd , de in 'n Dod verküllt weer , dacht se : wat god is vær de Küll , dat is ok god vær de Hitt , un se nödigte eren Mann en lütt Quartsdeel von dat Tüg to Liew . Daniel leed dat all . He was so week un selig as 'n Kind . Mudder , lallte he , wi . - warden Bödner . - Un arbeit - ok nich mehr - bi 'n Buern . Wendtsch hadd bis dahen alles stillschwiegens makt , wiel se dacht , den Sünder de Epistel ditmal na den Gottesdeenst to verlesen , aber nu würd se lebennig . Daniel , wat is dit ? Wat vær'n Esel hett di fröh Morgens in dissen Tostand bröcht ? Wendt keek hülplos üm sich . Mudder , - giff mi dat ik - betalen kann ! kamm't endlich druppen wies ruter . Jitzt kreeg Wendtsch Bang . Er schwante Unglück . Daniel'n würd dat Reden twars so suer , as ''n Ossen dat Melkgeben , aber mit de Wiel bröcht sine Fru doch ut em ruter , wat geschehen was , un dat he 'n Kontrakt eber Rohrbecks Wörde unnerschreben hadd . - Wo hoch de Pries schreben weer , wüßt Daniel nich ; aber dat sach Wendtsch in , dat dat bäten Geld verloren sind müßt , wat se sich as Mäken un Fru suer verspart hadd . Se flög vær Wuth an Föt un Händ' , aber wedder all ere sünstige Moden säd se keen eenzigst Schimpwurt to eren Mann . Bliew hier sitten , Daniel , hörst du ? - Christ , du kiekst na Vadern un Stina'n . - -- Ik jag de heil losen Kerls de Unnerschrift wedder af , un rett uns von dit Malör , so wahr ik Wendtsch heet un en geburen Burrmannsch bin ! Se greep in 'n Værbigahn in de Stuktin , un flög , as se stünd un güng , upschörtelt un upkrempelt na den Krog . Herrjes' , kiekt doch , da kümmt Wendtsch in alle Fur'je to rönnen ! reep Scheeper Knoll . Heff ikt nich seggt , de geburen Burrmannsch schmitt den Kontrakt üm ? Wat mag se unner de Schört hebben ? frög Schnieder Güssel . Dat ward lustig ! säd Quarrmann un drünk Enen . Wieder as drinken deed Quarrmann æberhaupt nischt Wendtsch leep direkt in de Hinnerstuw , wo Pim pel un Nathan bi de Papeeren seeten , un se leet de Der sperrangelwiet upstahn . Na , da sind ja de Seelenverköper ! flüsterte se , dat de Fenster klæterten . Wer von Se Beiden hett mi minen Mann bedrunken makt ? Nathan würd unruhig . Was will sie , Frau ? Ik bin Dröscher Wendtsch , un ik will den Kontrakt mit unnerschrieben ! antwurt't se en bäten driester . Er Mannes Unnerschrift is uns genog . Mit Fru gens unnerhanneln wi nich , säd Pimpel . So ? Wat Se klok sind ! Ik will 'n ok gar nich unnerschrieben , ik will 'n intweirieten , dat Se 't man weeten ! Ik ward Se lehren , Lüd besapen to maken un intoseepen ! Up de Stell geben Se dat Papier ruter , ödder ik beed Se up , dat keen Hund mehr mit Se ut een Napp süppt ! Nathan heel sich de Ohren to . Gehen Sie nach den Gerichten , wenn Sie was zu klagen haben gegen uns ! Ik ward Se bi Gerichten ! dunnerwetterte Wendtsch . Da lopen Se man hen , un mit so'n Fisematenten kænen Se minen schlapmützgen Mann en Schreck inja gen , aber nich mi ! Tum letzten : den Kontrakt rut ! Se tradd driest up Nathan' to . Nathan kelitirte . Gehen Sie , oder ich ruf Hülfe ! Na , wenn nich so , denn so ! schreeg Wendtsch uter Un in 'n Ogenblick hadd se dat Bündel unner de Schört ruter un haute Nathan mit 'n quatschnatt Hemd ut de Stuktin von rechts un von links un von baben dal up den Grüttpott , dat em de Seepschum un de Bökenlaug man so üm de Ohren spritzten , un bi jeden Schlag schreeg se : Ward't nu wat ? Ward't nu Hilf , Pimpel , hilf ! reep Nathan un heel sich beide Händ' æber'n Mandschien , üm sich vær de Seepdusch to Sin Partner wull Wendtsch to Liew . Ja , unnerstahn Se sich , mi antofaten ! blækte Wendtsch ut Lungenkraft . Ik bin 'n geburen Burr mannsch , un von so'n spillerig Sort nehm ik en Man del æber mi ! Wendtsch er fürchterlich Krieschen hadd mit de Wiel dat halwe Dörp in Upstand bröcht . Alles rönnte na'n Krog ; de Værderstuw was all gepeddelt vull , un vær de Dær schreeg en Mandel Jungens : Hurrah ! Hurrah . Ich kann nicht mehr sehen aus die Augen , jam merte Nathan in de Eck , wo uns Wendt em ümmerdrup duschte . Gieb ihr raus den Kontrakt , daß wir loswer den das Weib ! Ok Pimpel'n würd bi den Upruhr nagerad klein glöwsch to Moth . Dat Tintfaß weer ümschmeten un sine Papieren drauten in Tint un Seepdruppen unner togahn ; welch von de Tokieker schmeeten sich all driest up Wendtsch ere Siet un jitzt störte'te ok Kohknecht Burr mann æber de Siraat , sin Schwester to Hülp . Hören Se up , Se Dübelswief , säd Pimpel , Se sælen den Kontrakt hebben . Nathan wischte sich de Ogen ut ; Pimpel sökte unner de natten Papieren den Kontrakt ruter , un uns Wendtsch reet den Bogen vær ere sichtlichen Ogen in dusend Fetzen . So ! säd se , Herr Nathan , dat hadden Se billiger hebben künnt . Laten Se sich dat Bad god bekommen , so gründlich warden Se woll lang nich wascht sind . Un Se , Herr Pimpel , ödder wat se sünst vær'n ehrlichen Namen hebben , wenn Se ok noch üm en Seepbad benödigt sind süllen , kommen Se mit ræber , mine Stuktin schwemmt noch vull Hemden ! Stolt un preislich , as en ruhmriek General , de 'n grote Schlacht glücklich gewunnen hett , mit dat natte Hemd in 't Hand , so treckte Wendtsch dörch de Krog stuw na Hus . Bi Daniel'n hadd dat Quart Kamellen thee intwischen wirklich god anschlagen . He was noth dürftig vermüntert un beed wehmödig üm god Weder bi sine Ollsche . 't is god , seggt se , un alles vergeben Dat Ding is intweireten . Et stünnen richtig sösshunnert Daler drin , un wi künnen beid mit'n Lumpensack betteln gahn , wenn ik ok so'n Nachtmütz weer , as du ! Mudder , frög Wendt sehr schwack , segg blos , wo hest du dat Kunststück to Stannen bröcht ? Dat is mine Sak , antwurt't se un gaff eren Da niel in helle Freud so'n däftigen Puß , dat em de Näs ut de Richt kamm . Se hebben di inseept un ik heff den Enen wedder seept , aber so , dat de Anner all von't Tokieken mær würd . Holt purr ! mi föllt in : hett di Nathan dinen Lohn geben ? Daniel schüddelköppte . De Sort wat to schenken , weer Sünd , un wi mütten jitzt alle Gröschens wißhollen , wo du ut de Arbeit bist . - Christ , min Sæhn , du bist driest un gottesfürchtig , lop fix ræber na'n Krog un lat di uns Vadern sin Lohn geben . Bestell blos , wenn du 't nich up de Stell bröcht'st , denn keem ik sülwst ! Un Christ was wedder en höllschen Jung , de sine leewe Mudder nischt nagaff ; he bröchte dat Lohn bi Heller un Penning an ; ja , wat sülwst Wendtsch bina æbern Strich güng , in de linke Hand hadd he noch 'n Gröschen Drinkgeld vær sich ! Hösst End' . Dürt kümmt wedder vær , aber mit en lütten Uemschwang . Woso uns de Möll wat angeiht un de Elefanten up de Möll den Rüssel hinnen dragen . - Staatspupp un Kürassier-Unter offizier . - Wo Willem in den König sinen Rock kümmt un wat lütt Marieken weet . - Dürt'n will dat Puppenflicken nich flecken . - Se kiekt Löcher in de Fensterschieben . Dat ward Tied , dat wi uns wedder en bäten na Dürt'n ümsehen ; denn wenn se ok man en unvermögend un ungebild't Schmedtdochter is , se spelt doch 'ne Art Hauptperßon in dit Vertellsel , un wi bruken er ganz nothwendig , wiel wi ahn' er am End' in dat letzte End' mit de Hochtied in't Hinnertreffen geröden . Denn müchten uns aber de Frugens schön upbeeden , un de schmucken Mäkens dat Bok schimplich in de Eck schmieten un seggen : Kiek den ollen griesen Kerl ! Von oll dumm Kontrakten vertellt he uns söss Stunnen lang tum In schlapen , un wat dat Leben söt un fründlich mökt , da von weet he nischt ! Also uns leew Dürt kümmt wedder vær , aber mit 'n lütten Umschwang , da helpt nischt vær ! Dörp Wullenberg liggt mit de een Siet an 'n nüdlichen See , un von de anner Siet stöten 'n paar nüdliche Berge ranner , de de Wullen-Berge heeten . En sehr studiert Herr Pred'ger , de von Anno Sounso bis Anno Sounso de Gemeind' döpt un trut un be graben hett , lis he sülwst baben tum Appell antreden müßt , diss gelehrte Mann hett sich dat unbänd'ge Möh un Nadenken kosten laten , üm urkundlich utfindig to maken , of dat Dörp na de Berge , ödder of de Berge na dat Dörp eren Namen kriggt hebben , un he is na vel Bökerlesen to den Entscheid kommen , dat de Sach sehr schwer to bestimmen weer ; dat Eene künn wahr sind , un dat Andre weeren mæglicherwies' keen Lægen . Uns kann dat rechts as links vüllig egal sind ; de Wul len-Berge gahn uns blos insowiet wat an , as da en lütt un lustig Bäk ( Bach ) runnerflütt , un de Bäk ok blos so wiet , as disser 'ne nüdliche Möll drifft , de en Endken vær't Dörp afsiets von de Landstraat liggt , un mit Epheu von unnen bis baben schön bewussen is . Ok de Möll künn uns vær diss Geschicht ganz gliek güllig sind , wenn uns flasshaarig Fründin , Dürt Hart wig nich an 'n heilgen Christabend Værmiddags da henlopen weer , un twars ahn' Ahnung , dat up't Möll irgend wat in er Leewesgeschicht passeeren künn . Se was blos ræbergahn , wiel de Möllerfru krank leeg , un ere öllste Dochter , de brunköppig un lustig Anna Stäge , uns Dürt as beste Scholfründin beden hadd , se mücht er 'n bäten mit dat Utputzen von den Christbom helpen , wiel Anna sülwst er lütten Geschwister bemuddern müßt , un nich recht daran künn . Da satt Dürt un hülp Puppen ankleeden , Appel un Næt vergülden , un bunte Papierkörw tum Uphängen vær de gebackten Schornstenfegers un Schosterjungens schnieden ; se hadd sich Kliester ut Weitenmehl röhrt , üm de Ossen , Perd und Schap de Beenkens wedder antoliemen , de dat arme Veh bi 'n vör'gen heilgen Christ dörch Spelen un Schmieten verloren hadd ; un wiel se in de utländsche Naturgeschicht man wenig be wannert was , liemte se de Elefanten den Rüssel hinner an , indem se dat Ding ja woll vær 'n Start ansehen müßt . Toletzt kamm de grote Staatspupp mit 'n gro ten Porzellankopp un 'n Dutt von ganz echte Haar ver lütt Marieken ranner , en wahret Wunnerwerk von Pupp , denn se künn as 'n verstännig Minsch schlapen un wa ken , un se seggt ganz düdlich Ja ! , wenn Eener er mit 'n Finger driest up de Rippen drückte . Dit Puppen wunner müßt dit Jahr ümkleedt warden , un 'ne niege Tallj' kriegen , wiel de oll dörch dat vele Jaseggen hart inschmuddelt was . Dürt hadd de Pupp gerad vær sich up den Schoot to liggen , un nähgt er de Montierung mit Schnör un Schleifen na de niegste Moden an , da kamm ere Fründin Anna unverwahrens in de Stuw rinner , un vær sich schöw se eenen Kürassier-Unteroffizier . Herr mines Lebens ! Dürt würd leew un leed to Moth , se sprüng vær Schreck un Freuden up , dat de schöne Pupp kopphäster up de Erd trüdelt , denn vær er stünd ja Willem Rohrbeck ! Willem was sich dit Tohoptreffen apenbar noch weniger vermoden ; he stünd da , as Eener , de in't Stet tiner Perdlotterie gewunnen hett , un ümmer noch denkt , de Sach künn nich mit rechten Dingen togahn . Minjes' , Willem , stammerte Dürt , wat is dat mit di ? Kümmst du minetwegen hierher ? Wegen de Pupp kümmt he nich , säd Anna lustig , un namm dat Puppenwunner fix unner't Schört , denn lütt Marieken kamm niegierig rin to kieken . Un de Pupp kann ok nich davær , sünnern ik , wenn 't weeten . Anna , dat is nich recht von di ! Ganz recht is 't , un Dank verdeen ik davær ! Denn hebben willst du 'n doch gern un he di ok , dat bruken ji mi nich værtoreden ! Un wiel ji ju dummerwies' ut 'n Wegen lopen , darüm heff ik dit Stück mit minen Karl Klütritz tohop utklüstert , ju hier tohop to bringen . Dürt stickt sich so roth an , as weer se mit Kirsch saft æbergaten . Nu redt ju beid ut , säd Anna wieder , mi warden ji dabi nich bruken , un damit wer da is , de na 'n Rechten süht , ward ik ju lütt Marieken hier laten . Un Anna lachte sich düchtig ens un leep af . Dat geiht mine Dage so : wenn Twee dat Herz tum Oberlopen vull is , kann de Mund dat richtge Wurt nich finnen , un 't mütt Eener totreden , de dat Spund sacht anhewt , dörch dat de Strom fleeten sall . Dat mökt 'n lütte Hand oft beter , as ne harte Fust . Tante Dürt , frög lütt Marieken in er Kinner-Un schuld , blifft Onkel Willem tum Christabend bi di ödder bi uns ? Nu was dat Spund anhaben un dat Water flöt un rönnte man so af . Dürt , ik bliew bi di ! säd Willem un dat helle Glück lacht em ut de Ogen . Dat hebben Anna un er Brut mann prächtig makt ! Hier giff mi't Hand ; wi setten uns un ik vertell di alles , wo dit mit mi kommen is , denn dat Herz löppt mi æber . Na , da künn Dürt doch gar nich seggen , dat kann 'n oll Fru mit 'n Krückstock föhlen , un Dürt dachte ok gar nich dran , denn er leep dat Herz ok all allermeist æber ; se keek Willem' ümmerdrup glück selig in't Gesicht un er Ogen glänzten bald noch mehr , as den Unteroffizier sine Uniformknöpp , ofgliek de ok nich vær de lange Wiel putzt weeren . Un Willem stra kelte er de weeken Flasshaar æber de Stirn , denn dat deed he ümmer sehr gern , ahn' dat he in geringsten Fingerklopp kreeg , un denn vertellte he Dürt'n von den irchtbaren Upstand in de Sünndagsnacht , wo he de Wirthschaftern , uter sich æber er Unverschämtheit , to Bodden schlagen hadd , un wo denn dat schlimme Uten annersetten mit sinen Vader kommen weer , so dat se sich beid von enanner entseggt hadden . He weer denn toerst na Linnenhorst to sin Mudderbroder Klütritz gahn , üm da tototöben , of sich nich en Unnerkunft vær em finnen mücht . Da hadd he denn vergangen Sünnabend mit sinen Vedder Karl 'ne Fohre Roggen to Stadt bröcht , un was da tofällig sinen ollen Wachtmeister be gegnet . De Wachtmeister hadd Willem sin herzlich Bi leed utspraken , denn de Geschicht mit em weer all in't Stadt ruchbar worden , un alle Lüd säden , wenn sin Vader sich mit Pimpel un Nathan inlaten hadd , denn würd he woll kum wat von sin Geld retten . Un as Willem up den Wachtmeister sine Frag , wat he nu antofangen dachte , klagt hadd , dat wüßt he leider sülwst noch nich , in Linnenhorst künn he nich blieben un sin Schwagerkinner dat Brod von 'n Disch weg eten , da hadd em de Wachtmeister seggt , dat Beste weer , Willem treckte vær de Hand man wedder den König sinen Rock an , un dat paßte sich prächtig , to Wihnachten güng en Serschant von de Schwadron up Civilversorgung af , un Willem künn also up de Stell de Tressen kriegen . De Wachtmeister hadd Willem ok bi de Parol den Herrn Rittmeister værstellt , de em gliek bi sinen Namen an redte , em de Hand gaff und säd , et freute em , dat he so 'n strammen Soldaten wedder in de Schwadron kreeg ; Willem künn jeden Dag kommen , un de Herr Rittmeister würd bi den Herrn Obersten davær sorgen , dat em bi't Inkleeden gliek de Sæbenviertel ) up den Kragen nähgt würden . Up dit unverhoffte un glückli che Anerbeeden hadd Willem denn mit dusend Freuden inschlagen , un so keem't , dat he hüt as königlich rassier-Unteroffizier neben sin leew Dürt seet . Un nu , säd Willem wieder , ward ik fix na dinen Vader lopen , üm em uns Sach vörtostellen un em to seggen , dat wi beiden nu erst recht nich von enanner laten . He hett mi verlöwt , dat ik wedder kommen dürft , wenn de Sach mit minen Vader un mi sich verklart hett , un he ward mi hüt sin Hus nich verseggen ! Denn komm ik gliek torügg , un wi fieern Christabend tosam men , as lütt Marieken ahnt hett ! Uns leew Dürt klüng dit lange End' Vertellsel to Ohren , as Kirchenmusik an 'n hohgen Festdag , un as Anna bi'n düchtig Wiel sacht ankloppte , da satt dat ) Zu Unteroffizier-Tressen gehören Ellen Besatz , Pærken , wat se so hinnerlistig tohop kehrt hadd , hellste Christfreud bi enanner , un Willem namm den Weg na't Dörp so hastig unner de Föt , as weer he mit Staatsdepeschen na Amerika schickt un müßt abslut noch vær Abend da intreffen . Schwesting Anna , säd lütt Marieken buten un stök er allerklökst Kinnergesicht up , ik weet wat ! Onkel Wil lem hett Tante Dürt'n in 'n Mund beten ! Klein Quackbärm , antwurt't Anna lustig . se schullen ? . Se deed 't wedder ! Dürt was wedder alleen un hadd de schöne Staats pupp up den Schoot , aber dat Nähgen wull gar nich flecken . Et was , üm den hellen Arger to kriegen . De blaue Sied to de Talljennaht weer total verkramt un as se endlich unner so un so vel Flicken lagg , stellte sich de Faden wedderstrüwsch , un wull mit alle Gewalt neben dat Nadelloch Unnerkunft söken . Denn wieste ok noch de Nadel bösen Willen un hadd mehr Lust to Dürt'n ere Finger , as to dat Puppenkleed ; de Kettel stich lagg krumm as 'n Fidelbogen un de Schleif an den Rüggenschluß hadd apenbar den Verstand verloren . Denn as Dürt de Prümerie bekeek , heel dat Schleifen ding sine rode Ennen schadenfroh tum Himmel , anstatt to Bodden , as sich dat vær jedweder ordentlich Schleif schickt . Da künn dat Dürt'n keener verdenken , dat se æber so 'n böswillig Handwerkstüg de Lust tum Puppen verlor , un Anna'n uk nich , dat se Dürt'n lustig utlachte . Se kamm rin un langte ere Fründin Kapp un Uem schlagdok in idel Hægen to un säd : Na , dit is dull ; du hest jo vær luter Verleewtheit den Fingerhot up 'n Dum staken ! Gah blos na Hus , sünst ward mi de Stuw vær de Tied kolt , denn du kiekst rein Löcher in de Fensterschieben na Willem' , un dabi is he all up'n De Sachhadd würklich ere Richtigkeit , denn Willem was den Wördenstieg lopen , üm Dürt'n mit de frohe Naricht recht to æberraschen , dat he kommen dürft . Alle Weder , wo fix was Dürt inmummelt und fertig ! De Klocken lüdten gerad den heilgen Christ in , as uns Pærken in de Schmed tradd . Mudder Hartwig hadd in Ilenhast all 'n aparten Teller mit Aeppel , Næt un Peperkoken vor Willem' unner'n Christbom stellt , un Vader Hartwig vær sinen Part en Pack Brustkanaster Nr . I dræber leggt . He böt Willem' nochmal herzlich Willkommen un säd to em : Hüt Abend bliffst du bi uns , un kannst morgen von Linnenhorst wedder kommen . Eenen Finger gew ik di , aber de Hand kannst du erst kriegen , wenn din Vader ok Ja seggt ! Säbent End' . Dröscherfru Wendtsch sall en Ehrenkranz hebben . - Angler Rohrbeck wannert as Daglöhner to Stadt . un Angelschnör . - -- Wat vær Water em Pimpel ditmal æbern Kopp gütt . De Schuldschien döcht nischt . - Rohrbek vær twee Rechts anwalts . - He fött'n schlimmen Gedanken . - Pimpel kennt alle Müslöcher in't Gesetz . Dröscherfru Wendtsch was acht Dage lang de be rühmt'st Perßon in Wullenberg un twee Mielen üm langs . Alle Lüd hægten sich æber dat dulle Stück , wat se mit de Göderschlächter upföhrt hadd , un Schmedt Hartwig seggt , de Fru gebührte 'n Ehrenkranz , wiel se sich un ere Familje so tapper von den Unnergang rett't hadd . Hartwig un de Schult Rublank weeren æbrigens fast de eenzgen Lüd in Wullenberg , de sich von den Landschwindel gänzlich fern hollen hadden ; alle annern hadden mehr ödder wenger von den Speck nascht un seeten nu mit de Finger recht schön unner de Fall . Vær Pimpel un Nathan würd dat siet de Wendtsch Geschicht unsicher in't Dörp . Keener wull mehr en nakligen Drier up ere Reden geben ; verschie den Lüd , de rinplumpst weeren , kreegen de Ogen up un dat Parzelleeren geröt in't Stocken . De Wörde güng vær veerhunnert Daler an den Scheeper Knoll furt , damit hadd dat Köpen en End' . Schnieder Güssel , de mit de schöne Sandbüss an den Tanger glücklich makt werden süll , un all dicht dabi was , up den An gelhaken to bieten , schnappte noch to rechter Tied to rügg , un ok mit de Hofgebüden bleeben de Utschlächter sitten . As dat Friebeer uphört , hörte dat Lopen na'n Krog ok up , un dree Dage vær 't Christfest verschwün nen Pimpel un Nathan eenstwielen ut Wullenberg . Aber de Schnör to de Angelhaken , de se in't Dörp utleggt hadden , nehmen se sorgfältig mit to Stadt un de erste Fisch , den se ut dat Water langten , üm em in 'n Drögen sacht utzappeln to laten , was de Buer Et sach wüst un trurig ut up den Hof . De groten Gebüden stünnen ledig ; keen Hinn ödder Ent leep up up den Meßhof ümher , keen Koh bröllte hinner de Ramp un keen Schap merrte na Futter . Je doder et buten was , desto luder was 't in de Stuw . Alle Dage weer Stried twischen Klementine'n un Mär tin Rohrbeck ; denn den Buern plagte Unruh æber dat Unrecht gegen sinen Sæhn un Großvader , un de heem liche Sorg üm den Utgang , den de Sach mit de derschlächter nehmen künn . Dat Christfest güng freudlos væræber ; der erste Januar kamm , aber keen Pimpel un Nathan bröchten Geld . De Buer töwte von eenen Dag tum annern , un na dree Wochen merkte he , dat he woll würd bis an sin Lebensend' töben mütten , wenn he sich nich sülwst ernsthaft na sin Geld ümdecd . He entschlot sich endlich , den schweren Gang to Stadt to maken , um sine Köper tum Betalen antopurren . De Gang würd Märtin Rohrbeck'n dubbelt suer . Sünft hadd he as Grotbuer de Föss anspannen laten , ödder ok mal den Wallach unner'n Sadel nahmen ; jitzt müßt he as 'n Daglöhner to Fot lopen un den Stock as Rietperd benütten Denn puckerte em dat Herz , as wenn em inwendig wat säd , dat he schlimmen Dingen entgegengüng , un je neeger he to Stadt kamm , je taghafter würd em to Moth . He leep to Nathan in't Kontor , un würd da mit den Bescheid wegschickt , de Herr weer na Berlin föhrt un keem erst in dissen Dagen torügg . De Buer hadd darup schworen , dat Nathan to Hus weer un dat mit Lægen gegen em værgahn würd , aber wat süll he maken ? He frög sich nach Pimpeln torecht un fünd dissen richtig in sin murklich Wohnung . Pimpel lachte lud , as he Rohrbeck'n neddergeschla gen ankommen sach . Eenen Stohl bot he em nich an . Na , wo hest utspannt , Rohrbeck ? frög he höhnschen . De Buer verbeet sich den Arger æber den Spott . Nathan is nich to Hus , darüm komm ik to di . Dat warden veer Wochen na Niejahr un ji bringen mi keen Geld . Damit heff ik nischt to dohn . Dat sind Nathan Sachen , antwurt''te Pimpel drög . Ik segg di jo , he is nich to Hus ! Na denn töw , bis he kümmt . Tied hest du jo Pimpel , du hest mit unnerschreben , un ik holl mi mit an di Daran deihst du recht . Holl di düchtig fest ! Stell mi up 'n Kopp un de Dalers , de mi ut de Taschen trüdeln , sælen all dine sind . Oebrigens , hesi du denn jitzt æberhaupt Geld von uns to fördern ? Pimpel , üm Gotteswillen , säd Rohrbeck un de Angstschweet tradd em up de Stirn , wat sall dat heeten ? Ik krieg to Niejahr dreedusend Daler up den Schuldschien un dreedusend up den Kontrakt ; sind söss dusend , de mi warden mütten . I , wat du nich seggst ! höhnte Pimpel . Ub den Schuldschien kriggst du keenen roden Penning , un de dreedusend ut den Kontrakt sind vær de Wechsels drup gahn . Wi kriegen sogar noch Geld ruter , wenn mi recht is , denn du hest uns mit de Angaben æber de Lasten bedragen . In Rohrbeck'n sinen Kopp drehgte sich alles rund üm . Ik heff ju bedragen ? frög he stur . Uemmerto ! säd Pimpel . Wi sind vær jitzt quitt un fertig . Min Gott , bin ik denn unner de Kosacken fallen ? Pimpel , ik gah tum Gericht , wenn ji mi nich tum we nigsten wat Geld betalen . Gegen so'n himmelschrieend Unrecht mütt doch Gerechtigkeit to finnen sind ! Kann ok sind , säd Pimpel gemächlich , aber verlat di nich so sehr darup ! Dat sind god dree Stunnen Wegs bis Wullenberg un du künnst di möde Been na de Gerechtigkeit lopen . Uterdem will ik di noch wat seggen : Tum Klagen gegen uns gehört en stramm Geld büdel , denn unner dree Instanzen dohn wit nich , keen Rechtsanwalt nimmt di an , wenn du nich'n düchtgen Kostenværschuß betalst , un mi dücht , wat du din eegen nennst , dat dröggt de Katt up 'n Schwanz weg . Spitzbow ! reep Rohrbeck uter sich . Pimpel reet de Dær nebenan up . Segg mi dat Wurt in Tügen-Gegenwart noch mal , un de Staatsan walt sall di lehren , ehrliche Lüd to beschimpen . Rut ut dat Hus ! Wo Rohrbeck de Trepp runner kamm , wüßt he sülwst nich . Blind un dow vær Wuth un Angst tum melte he up den Stratendamm . Kutscher , halt , um Himmelswillen ! schreeg en Herr ut den Schledden , de værbijagte . Der betrunkene Mensch läuft ja gerade in die Pferde hinein ! Rohrbeck prallte torügg . Jitzt besünn sich wedder up sich . De Sünn schiente hell up den blanken Schnee un welch geputzte Kinner leepen mit Schlittschoh an em vorober . Kopmann Krinolinen-Fiehn stött em an . Goden Morgen , Herr Rohrbeck ! Se willen jo woll as Rentner to Stadt trecken un von ere Gelder leben ? Ik heff en paßrecht Quartier vær Se , dree Stuben , Korridor un Tobehör ; vellicht kommen Se mit un sehen sich't an ! Rohrbeck vermünterte sich ut sinen Drom . Ik dank Se , Herr Fiehn . Vellicht späder . Ik heff en Gang na't Gericht ! He sökte sich den Notar up , wo he damals den Kontrakt unnerschreben hadd . En halw Mandel Schrie wer mit unnütte un unriepe Gesichter keek Rohrbeck'n grot un lächerlich an . Bi 'n halw Stund kamm he endlich vær . De Notar heet em sitten gahn nn bläderte den Schuldschien un den Kontrakt dörch , wieldeß he Rohr beck'n sin Reden mit anhörte . Ich kann aus der Sache nicht recht klug werden , antwurt'te der Notar denn . So viel scheint mir her vorzugehen , daß Sie stark übers Ohr gehauen sind . Pimpel un Nathan sind gewiegte Geschäftsleute . Aber Herr Justizrath ! säd Rohrbeck , ik heff doch den Kontrakt bi Se afschlaten , un ik bin darüm sicher west , dat alles in Ordnung weer ! Der Kontrakt ist auch in Ordnung . Vor mir haben Sie nur die Richtigkeit Ihrer Unterschrift aner kannt , ohne mich über den Inhalt des Vertrages um Rath zu fragen . Herr Gott , säd Rohrbeck , wat is dit ? De Schuld schien is hier up't Stüeramt stempelt , un nu seggen Se , he döcht nischt ? Der Schein ist völlig werthlos . Er bestätigt le diglich , daß Sie aus dem Kontrakte am . Januar dreitausend Thaler von Pimpel und Nathan zu fordern haben . Das ist aber überflüssig , denn der Kontrakt ergiebt es ohnedies . Wat ? Uter den Kontrakt heff ik de dreeduseud Daler to kriegen , dat is utdrücklich afmakt un steiht ok in den Schien . Nein , Sie irren , Herr Rohrbeck ; hier steht : aus dem Kontrakte ! Rohrbeck heel sich an den Stohl fest , üm nich to fallen ; da stünd richtig : aus ! Un dit eene Wurt makte em dreedusend Daler ärmer . He jappte na Luft . Herr Justizrath , rüng he helpen Se mi ! So'n Schwindelie kann doch un mæglich bestahn ! Das ist eine schlimme Geschichte . Sie behaupten also , es hätte ursprünglich hier " außer " gestanden ? Ik will 't vær den Altar beschwören ! De Anwalt heel den Schien gegen 't Licht . Das ist unbegreiflich . Eine Rasur hat nicht statt gefunden . Konnte ein Fremder zu dem Scheine ge Ik heff den Schien , Herr Jüstizrath . gliek an mi nahmen . Up't Stüeramt hett Pimpel dat Papier den Herrn ræberlangt , un ik heff't furts wedder instaken un wegschlaten , ahn' wedder rin to kieken . Wenn Ihre Erzählung richtig ist , müßte die Un terschiebung des gefälschten Scheines auf dem Steuer amte stattgefunden haben . Das ist bedenklich anzuneh schwer zu beweisen und es erscheint mir unmöglich , daraufhin ein verurtheilendes Erkenntniß zu erzielen . Ik kann 't nich faten ! Herr Justizrath , ik legg Sach in Ere Händ' . Helpen Se mi ! De Anwalt schüddelte mit 'n Kopp . Herr Rohr beck , es thut mir sehr leid , Ihren Prozeß nicht anneh zu können , aber ich will gern mit Nathan sprechen sehen , was in Güte für Sie zu erreichen ist . Rohrbeck hörkte hoch np . Se wiesen mi af , wenn ik recht verstah ? Ich sagte Ihnen bereits : ich muß die Annahme eines Klageauftrages zumeinem Bedauern ablehnen . Pimpel und Nathan haben ihre sämmtlichen Prozesse bei mir es ist eine gute Zahl und meist große Objekte das Gesetz untersagt dem Sachwalter , gleichzeitig für und gegen dieselbe Person Mandate anzunehmen . Rohrbeck stünd up . He halte deep Adem . Na , denn is't god . Geben Se mi man mine Pa pieren wedder . Gehen Sie zu meinem Kollegen Brandt ; er wird Prozeß wohl annehmen . Ik ward ok ahn' Se to em finnen , säd Rohrbeck kort . Vertheidigen Se man Pimpel un Nathan , de Lüd konen et jo bruken un betalen . He güng af , ahn' Adje to seggen . Unverständiger Mensch ! schüll de Anwalt hinner em . Reitet sich mit den Leuten fest und will hinterher Andere verantwortlich machen . Man sollte ihm eine Kostenrechnung über eine halbstündige Konferenz , Objekt Thaler , wären Thaler Sgr . , zusenden . Freilich , Pimpel und Nathan werden ihm kaum etwas Wedder stünd Rohrbeck up de Strat un bi 'ne halwe Stund vær den Rechtsanwalt Brandt . Dat was en jung Mann mit 'n dunkeln Vullbart un fründliche , brune Ogen . Wer sind Sie und was haben Sie mir vorzu Herr Rechtsauwalt , ik bin en bedragener Minsch . Nam is Märtin Rohrbeck von Wullenberg . Vær dree Stunnen hadd ik sössdusend Daler , jitzt heff ik un ik kann Se keenen Kostenværschuß geben . Wenn Se mi annehmen , denn dohn Se 't up god Glück . De brunen Ogen keeken unsen Rohrbeck sunnerbar Rohrbecks Sprak klüng ganz verännert . Setzen Sie sich . Sie scheinen sehr erregt zu sein . Herr Rechtsanwalt , wenn Eenen geschüht , wat mi hüt geschehen is , denn glöw ik , hett he en Recht dato , upgeregt to sind . Ik bin bi eenen Mann west , den ik vær ehrlich heel , un de Mann hett sich as Ur kunnenfälscher utwesen ; ik bin dann to Eren Kollegen gahn , un de hett mi sine Hülp verseggt , wiel he den Verbreker sine Prozessen föhrt un em bistahn mütt . Den Anwalt sine Ogen keeken ümmer verwunnerter . Mann , was reden Sie da zusammen ! Ik red , wat ik verantwurten kann . Jedweder höllt Uemmerto ! säd Pimpel . Wi sind vær jitzt quitt un fertig . Min Gott , bin ik denn unner de Kosacken fallen ? Pimpel , ik gah tum Gericht , wenn ji mi nich tum we- nigsten wat Geld betalen . Gegen so'n himmelschrieend Unrecht mütt doch Gerechtigkeit to finnen sind ! Kann ok sind , säd Pimpel gemächlich , aber verlat di nich so sehr darup ! Dat sind god dree Stunnen Wegs bis Wullenberg un du künnst di möde Been na de Gerechtigkeit lopen . Uterdem will ik di noch wat seggen : Tum Klagen gegen uns gehört en stramm Geld büdel , denn unner dree Instanzen dohn wi't nich , keen Rechtsanwalt nimmt di an , wenn du nich'n düchtgen Kostenværschuß betalst , un mi dücht , wat du din eegen nennst , dat dröggt de Katt up 'n Schwanz weg . Spitzbow ! reep Rohrbeck uter sich . Pimpel reet de Dær nebenan up . Segg mi dat Wurt in Tügen-Gegenwart noch mal , un de Staatsan walt sall di lehren , ehrliche Lüd to beschimpen . Rut ut dat Hus ! Wo Rohrbeck de Trepp runner kamm , wüßt he sülwst nich . Blind un dow vær Wuth un Angst tum melte he up den Stratendamm . Kutscher , halt , um Himmelswillen ! schreeg en Herr ut den Schledden , de værbijagte . Der betrunkene Mensch läuft ja gerade in die Pferde hinein ! Rohrbeck prallte torügg . Jitzt besünn sich wedder up sich . De Sünn schiente hell up den blanken Schnee un welch geputzte Kinner leepen mit Schlittschoh an em vorober . Kopmann Krinolinen-Fiehn stött em an . Goden Morgen , Herr Rohrbeck ! Se willen jo woll as Rentner to Stadt trecken un von ere Gelder leben ? Ik heff en paßrecht Quartier vær Se , dree Stuben , Korridor un Tobehör ; vellicht kommen Se mit un sehen sich't an ! Rohrbeck vermünterte sich ut sinen Drom . Ik dank Se , Herr Fiehn . Vellicht späder . Ik en Gang na't Gericht ! He sökte sich den Notar up , wo he damals den Kontrakt unnerschreben hadd . En halw Mandel Schrie wer mit unnütte un unriepe Gesichter keek Rohrbeck'n grot un lächerlich an . Bi 'n halw Stund kamm he endlich vær . De Notar heet em sitten gahn nn bläderte den Schuldschien un den Kontrakt dörch , wieldeß he Rohr beck'n sin Reden mit anhörte . Ich kann aus der Sache nicht recht klug werden , antwurt'te der Notar denn . So viel scheint mir her vorzugehen , daß Sie stark übers Ohr gehauen sind . Pimpel un Nathan sind gewiegte Geschäftsleute . Aber Herr Justizrath ! säd Rohrbeck , ik heff doch den Kontrakt bi Se afschlaten , un ik bin darüm sicher west , dat alles in Ordnung weer ! Der Kontrakt ist auch in Ordnung . Vor mir haben Sie nur die Richtigkeit Ihrer Unterschrift aner kannt , ohne mich über den Inhalt des Vertrages um zu fragen . Herr Gott , säd Rohrbeck , wat is dit ? De Schuld schien is hier up't Stüeramt stempelt , un nu seggen Se , he döcht nischt ? Der Schein ist völlig werthlos . Er bestätigt le diglich , daß Sie aus dem Kontrakte am . Januar dreitausend Thaler von Pimpel und Nathan zu fordern haben . Das ist aber überflüssig , denn der Kontrakt ergiebt es ohnedies . Wat ? Uter den Kontrakt heff ik de dreeduseud Daler to kriegen , dat is utdrücklich afmakt un steiht ok in den Schien . Nein , Sie irren , Herr Rohrbeck ; hier steht : aus dem Kontrakte ! Rohrbeck heel sich an den Stohl fest , üm nich to fallen ; da stünd richtig : aus ! Un dit eene Wurt makte em dreedusend Daler ärmer . He jappte na Luft . Herr Justizrath , rüng he helpen Se mi ! So'n Schwindelie kann doch un mæglich bestahn ! Das ist eine schlimme Geschichte . Sie behaupten also , es hätte ursprünglich hier " außer " gestanden ? Ik will 't vær den Altar beschwören ! De Anwalt heel den Schien gegen 't Licht . Das ist unbegreiflich . Eine Rasur hat nicht statt gefunden . Konnte ein Fremder zu dem Scheine ge Ik heff den Schien , Herr Jüstizrath . gliek an mi nahmen . Up't Stüeramt hett Pimpel dat Papier den Herrn ræberlangt , un ik heff't furts wedder instaken un wegschlaten , ahn' wedder rin to kieken . Wenn Ihre Erzählung richtig ist , müßte die Un terschiebung des gefälschten Scheines auf dem Steuer amte stattgefunden haben . Das ist bedenklich anzuneh schwer zu beweisen und es erscheint mir unmöglich , daraufhin ein verurtheilendes Erkenntniß zu erzielen . Ik kann 't nich faten ! Herr Justizrath , ik legg Sach in Ere Händ' . Helpen Se mi ! De Anwalt schüddelte mit 'n Kopp . Herr Rohr es thut mir sehr leid , Ihren Prozeß nicht anneh zu können , aber ich will gern mit Nathan sprechen sehen , was in Güte für Sie zu erreichen ist . Rohrbeck hörkte hoch np . Se wiesen mi af , wenn ik recht verstah ? Ich sagte Ihnen bereits : ich muß die Annahme eines Klageauftrages zu meinem Bedauern ablehnen . Pimpel und Nathan haben ihre sämmtlichen Prozesse bei mir es ist eine gute Zahl und meist große Objekte - und das Gesetz untersagt dem Sachwalter , gleichzeitig für gegen dieselbe Person Mandate anzunehmen . Rohrbeck stünd up . He halte deep Adem . Na , denn is't god . Geben Se mi man mine Pa- pieren wedder . Gehen Sie zu meinem Kollegen Brandt ; er wird Prozeß wohl annehmen . Ik ward ok ahn' Se to em finnen , säd Rohrbeck Vertheidigen Se man Pimpel un Nathan , de Lüd konen et jo bruken un betalen . He güng af , ahn' Adje to seggen . Unverständiger Mensch ! schüll de Anwalt hinner em . Reitet sich mit den Leuten fest und will hinterher Andere verantwortlich machen . Man sollte ihm eine Kostenrechnung über eine halbstündige Konferenz , Objekt Thaler , wären Thaler Sgr . , zusenden . Freilich , Pimpel und Nathan werden ihm kaum etwas Wedder stünd Rohrbeck up de Strat un bi 'ne halwe Stund vær den Rechtsanwalt Brandt . Dat was en jung Mann mit 'n dunkeln Vullbart un fründliche , brune Ogen . Wer sind Sie und was haben Sie mir vorzu Herr Rechtsanwalt , ik bin en bedragener Minsch . Min Nam is Märtin Rohrbeck von Wullenberg . Vær dree Stunnen hadd ik sössdusend Daler , jitzt heff ik un ik kann Se keenen Kostenværschuß geben . Wenn Se mi annehmen , denn dohn Se 't up god Glück . De brunen Ogen keeken unsen Rohrbeck sunnerbar Rohrbecks Sprak klüng ganz verännert . Setzen Sie sich . Sie scheinen sehr erregt zu sein . Herr Rechtsanwalt , wenn Eenen geschüht , wat mi hüt geschehen is , denn glöw ik , hett he en Recht dato , upgeregt to sind . Ik bin bi eenen Mann west , den ik vær ehrlich heel , un de Mann hett sich as Ur kunnenfälscher utwesen ; ik bin dann to Eren Kollegen gahn , un de hett mi sine Hülp verseggt , wiel he den Verbreker sine Prozessen föhrt un em bistahn mütt . Den Anwalt sine Ogen keeken ümmer verwunnerter . Mann , was reden Sie da zusammen ! Ik red , wat ik verantwurten kann . Jedweder höllt sinen Puff ut un ik min Deel sicher . Wenn ik aber ok man en dummen Buer bin , sovel seggt min Verstand mi doch : wat nich vær't Sünnenlicht bestahn kann , dat mütt ok nich vær de Gerichten bestahn kænen . Hier sind mine Papieren , sehen Se's dörch . De Rechtsanwalt las alles sorgsam dörch , frög un frög , bald schüddelköppte he , bald lachte he . Mein lieber Rohrbeck , säd he denn , an Ihnen ist allem Anscheine nach ein Meisterstück der Beschwindelei verübt worden . Es wird schwer halten , Ihnen zu hel feu , und ich gebe meinem Kollegen völlig Recht , die Ueberführung und Verurtheilung in Bezug auf den Schuld schein ist ohne weiteres Beweismaterial nicht zu errei Die Kosten werden ganz erheblich sein ; Sie können mir also keinen Gebührenvorschuß zahlen ? Rohrbeck stünd up . Ik hefft all seggt . Wenn ik gewinn , kann ik god betalen ; wenn ik verlier , bin ik arm as en Kirchenmus . Willen Se et darup wagen , god ; wenn nich , denn ok god . Ik bidd nich drüm . De Rechtsanwält weer de Stuw mit lange Schritt up un af gahn . Bi de letzten Würt' stünd he knarrsch vær den Buern still , keek em genau in de Ogen un gaff em denn de Hand . Sie haben eben einen schlimmen Gedanken gefaßt , säd he . Rohrbeck schreckte tosammen . Dat is wahr . Seh'n Se mi dat an ? De Rechtsanwalt nickköppte . Ja , das ist keine Der Ton Ihrer Stimme verräth Sie . Ik dacht , säd Rohrbeck trurig , wenn de Minschen nich mehr ehrlich sind , denn ward doch en Strick so ehrlich sind un hollen ! Wedder nickköppte de Rechtsanwalt up sine fründ liche Art . Ich wußte es , säd he , daß Ihr Kopf solch thörichtes Zeug ausbrütete . Beruhigen Sie sich nun und lassen Sie den Gedanken schwinden . Ihre Sache verspricht interessant zu werden , ich nehme Ihren Pro zeß an , auf gut Glück , wie Sie sagten . Ik dank Se , Herr Rechtsanwalt . To Se heff ik Vertrugen . Se hebben mi dit Stück ansehn , Se warden ok de Schelmenstücken to Dageslicht bringen ! Nicht zu hoffnungsvoll ! Das Ding liegt trübe für Sie , Herr Rohrbeck . Wir haben mit schlimmen und schlauen Leuten zu thun . Manche ihrer Pfiffe und Kniffe streifen wohl nahe an das Machtgebiet des Staatsanwaltes , aber sie zu fassen ist sehr schwer , denn Pimpel kennt jedes Mauseloch in der Gesetzgebung und weiß im Strafgesetzbuche besser Bescheid , als man cher Rechtsgelehrte . Indessen , es ist nichts zu fein Adje , Herr Rechtsanwalt ! Adieu , Herr Rohrbeck . Und noch eins : ich habe eben einen Blick in Ihr Gemüth gethan . Der Prozeß wird langwierig werden und Ihnen vielleicht noch manche bittere Lehre und böse Stunde vereiten . Wie es aber auch kommen möge , vertrauen Sie mir und lassen Sie sich zu keiner unrechten That hinreißen , hören Sie auf meine Warnung ! Rohrbeck wannerte den Namiddag mit ledige Händ' , aber doch ruhiger na Hus , as he Morgens to Stadt gahn weer . Acht't End' . Wo dat Fröhjahr würd . - Dürt löppt Willem' entgegen un Willem vergett sich gegen de Instruktschon . - De Büdel mit Niegigkeiten warden utpackt . - Wat Willem in sin Schnuf dok hadd . - Blitzschlag ut hellen Himmel . - Wat Nathan Rohrbeck'n vær'n schnurrigen Vergliek anbütt . - De Angel haken kommen to Dageslicht . - Wülf' un Lämmer . - -- Wulf ward still makt . Dat Winter-Is un de Schnee schmült mählich von See un Berge un Däker runner , un as de Fröhling wedder sinen fröhlichen Intog in de Welt heel , güng he ok de Uckermark un uns Dörpken Wullenberg nich værbi . - Oeberall würd et mobil . De Frösch in'n Sump reeben sich den langen Schlap ut de Glotz-Ogen un lehrten sich dat Tellen , ofgliek se dit Jahr , as alle Jahr , nischt wieder as 'ne " Acht " uterbröchten ; de Bengels spelten Langball mit Ober- un Unnermaal , dat de heelen Fensterschieben in't Dörp knapp würden ; de Frugens verleesten de Nudeln tum Planten un sökten Stangen- un Krupbohnen utenanner ; de Manns lüd treckten Streckfahr un säten Erwten un Haber ut ; de Höhner spikleerten in de Gardens herüm , of da nich all en unschüllig Worm ruttokratzen weer , un Wendtsch ere Zick hökente , leider Gotts twee Bück , denn Wendtsch wull gern en Zickenlamm tum Upföden hebben , - kort æberall dreew de Fröhling sin Wesen un bröcht nieget Leben un niege Lust to Stannen . Blos up den Rohrbeck'schen Hof wullt em nich glücken , de Winterküll ut de Herzen to jagen un hæg liche Gesichter maken to helpen . In de Oltsitterkam mer satt de oll Urgroßvader mit sine schneewitten Haar an't Fenster , üm sich an dat warme Sünnenlicht en bäten to vermüntern ; he falt'te de knækernen Händ' æber dat ingefallne Lief , un sine möden Ogen schienten so seggen : dit ward woll dat letzte Jahr sind , dat du uns Herrgotts Sünn hier unnen schienen sühst ! Märtin Rohrbeck güng vergrämt un verstört von eenen Ort tum annern . De fiewhunnert Daler erste Anta lung weeren tosammenschmulten , as de Botter up 'n heeten Steen ; Klementine was nich blöd bi't Togrie pen , denn se dacht , dit is woll de letzte Geldbüdel , den du hier to melken kriggst . Ok de Spies'vær räth güngen to Ennen , denn de Buer hadd keen Köhg mehr , de Melk to Kees un Botter geben , keen Hinn , de Eier leggt , un de Müs' füngen an , in dat ledige Brotspind vær Hunger to danzen un to piepen . - Je neeger de Noth rückte , un je vertagter Rohrbeck würd , desto driester würd Klementine ; se säd den Buern ge radenwegs , up den doden Hof un bi so'n miespetrigen Minschen bleew se nich länger . Eenes schönen Dages , as Rohrbeck Abends von de Stadt torrüggkamm , was de Kukuk ok richtig utflagen , üm sich en anner , lustiger Nest to söken . - Von Woch to Woch hadd Rohrbeck up gode Narichten von sinen Rechtsanwalt luert , aber de Niegigkeiten , de keemen , klüngen allemal schlimm . De Klag was inreekt , aber Pimpel un Nathan hadden ganz niederträchtge Inwendungen makt , so dat et den Anschien hadd , as weer mit Gewalt gar nich an er rantokommen . As Antwurt up de Klag hadd Pimpel uterdem den Buern de Wohnung up den Hof künnigt un wenn Rohrbeck ok to Stadt trecken mücht , wat süll ut den ollen Mann in de Oltsitterkammer warden ? Et was an'n Gröndunnersdag . Bi Hartwig's sach alles blitzenblank un fründlich ut , denn da hadd de Fröhling nich blos in't Hus , sünnern ok in de Her zen von de Inwohner fröhlichen Intog hollen . De Schmedt hadd de Dæren un Fenster up't frische streken un Dürt hadd ganz niege , witte Gardinen anstaken ; up Disch un Kommod un Nähgküssen leegen bunte , geplett'te Häkeldecken , un Vader Hartwig müßt de Tüffeln all an de Stubendær uttrecken , wiel Dürt fürchterlich schüert hadd , un nich lieden wull , dat de witten Deelen vær Intreffen von eren Besök wedder inschmuddelt würden . Un dat was ok en Besök , den en jung Mäken mit reine Stuw un reinen Herzen up't allerpropperste up wahren mütt , denn Willem Rohrbeck hadd schreben , dat de Herr Rittmeister von Wedell em Urlaub geben hadd , üm sine Brut to besöken , un dat he den Na middag all ankommen würd . Da was denn vær uns leew Dürt ere Österfreud god sorgt ; aber ok up Wil lem' sin Freud was allermeist Bedacht nahmen . De Schmedt hadd in't Stadt 'n extraschön Zigarrentasch ranner handelt , un se proppenvull mit echte Havannah's utfuttert , de höllschen fin röken ; Dürt aber hadd sich von ere Fründin Anna Stäge dat beste Stickmuster rutersöken laten , un inwendig in de Tasch up den finen Kannewar 'ne Rosenknupp mit blau Vergißmeinnicht rüm stickt . Ok Mudder Hartwig hadd as Kækenkom mandür dat Erige na Redlichleit dahn ; up den Kæken disch leegen sauber afgepuhlt un sengt 'n Stücker dree Höhner un Enten , un leist'ten eenen dreepündigen Helt Gesellschaft , de mit upgereten Mul na Luft jappte un gliekfalls sin letzt Stündken vær Ogen sach . Uns Dürt dat Middag-Eten vær ne Mahltied an toreknen , weer apenbar nich to verantwurten west . was lang værher all vær Unruh satt , un kaute in de Supp , as wenn ere leewe Mudder Worstprümen statt Rosinen darin brockt hadd . As dat gegen Klocker twee würd , was keen Hollen mehr in ere Föt , un se keek eren Vader so biddwies' an , dat he fründlich säd : Lop em man in Gottes Namen entgegen , denn wat Gescheidts is upstünds doch nich mit di uptostellen , un den Kaffee kriggt Mudder alleen fertig prægelt . De Lerk triddelte in de klare Luft , grön kamm de junge Saat ut de Aecker , in de Wischen blöhgten de Kohblomen un de Dusendschönken gel un roth , de Ka stanjenböm hadden all ganz dicke , fettge Knuppen , un uns Fründin leep mit hellen Leewessünnenschien in'n Herzen daræber un darunner weg ; et was , as süng un grönte un blöhgte dat alles blos vær er , un as weer de Welt un de Fröhling er Lewlang nich so schön west , as dit Jahr . Dat is nich erst nödig , lang to vertellen , dat Dürt ere Ogen nich blos neben sich un æber sich , sünnern am flietigsten værwarts brukte ; aber se müßt richtig erst den letzten Berg rupper , eh se de witte Kürassier-Uniform mit lange Schritt anwannert kommen sach . Dürt schwenkte gliek allermeist mit eren lütten Sünnenknicker , üm sich kundbar to maken , un Willem gaff de Schirmdepesch ogenblicks torügg , indem he mit sine Extramütz lustig in de Luft rümmerschwenkte , ofgliek dat ganz unmilitärsch is , denn he weer ümschnallt , un wenn de Soldat ümschnallt is , hett he de Mütz nich mal vær den König aftonehmen . Na , wenn Eener sin leew Brut na'n Vierteljahr tum ersten Mal wedder to Ogen kriggt , denn kann dabi ok woll en lütten Bummel gegen de Instruktschon mit unnerlopen , un bi eenen Bummel bleew dat nich . Denn trotzdem dat ut drücklich værschreben is : " Der Soldat hat auf der Straße in gesetzter Haltung einherzugehen und im Ver kehre mit Personen des Civilstandes die größte Zurück haltung zu bewahren , trotzdem geschach et , dat Willem dat letzt End' Wegs Marsch ! Marsch ! ahn' all Haltung unner de Föt namm , un de Civilperßon vær sich ahn Umständ un Værfrag rund üm de Tallj' fat'te , un midden up den Mund pußte . Un Dürt fatte em wedder üm un pußte ok drup los , wiel se de Instrukt schon nich kennte , un wenn se er kennt hadd , denn hadd se wahrschienlich ganz datsülwe dahn . Nu is't aber god , Willem , säd Dürt , un Willem wees sich sehr gehorsam , as dat de Brutmanns ümmer dohn , blos Dürt'n ere Hand heel he fest , un so leepen se langsam na Wullenberg , denn da was unglöwlich vel twischen de Beiden to vertellen , værut von Willem' . De Herr Oberst hadd em bi dat letzte Schwadronsrie den öffentlich lowt ( gelobt ) un de Herr Rittmeister na her seggt , Willem süll nu man gänzlich biblieben . All tolang künn dat nich mehr duern , denn güng de Wachtmeister af , un denn hadd he Willem' den Posten todacht , wiel he dat Reknen un Schrieben ut'n Grund weg hadd un sine Bokstaben un Talen ümmer so glau utseegen , as weeren se ut'n Ei pellt , bi't Militär müßt aber alles ümmer propper un ut den FF sind . As Wachtmeister künn Willem jo ok friegen un mit den Heiraths-Konsens hadd et keene Noth , wiel Dürt jo alle Dage de föftig Daler Kautschon intalen künn , de en Unteroffiziers-Brut as Vermögen hebben mütt . Dat hörte Dürt all mit lüchtend Ogen an , tum meisten , as dat End' von de tokünftge Fru Wachtmeistern vær kamm , un denn packte se eren Niegigkeitsbüdel ut , de ok proppenvull stök . Blos Dürt'n ere Narichten weeren man to Hälft god ; de anner Hälft , sowiet se Willem sinen Vader angüngen , feelen as Bitterteut in den Freudenbeker . Dürt bestünd ok utdrücklich darup , dat Willem gliek to sinen Vader gahn süll , denn so schlimm se mitennanner ok stünnen , Willem weer 't em doch schüllig , un Vader Hartwig hat ok seggt , dat Willem as Sæhn toerst de Hand tum Freden beeden müßt . Dat säd Willem denn ok gern to , as he hörte , dat de Wirthschaftern upstünds nich mehr da weer . Un as Dürt in ere Freud nu noch niegierig was , un frög , wat Willem denn in sin Schnufdok bunnen hadd , wull he 't nich seggen , aber Dürt was fix ; se würd to ge radner Tied mit'n Finger nipp in den Zippelschlitz faten , un da kamm 't ruter , dat en wunnerschön Bokett drin weer , wat Willem expree in't Sadt vær Dürt'n hadd binnen laten . So keemen de jungen Lüd froh un vergnögt in er Leewesglück bis kort vær't Dörp . Et was utmakt , dat se morgen as Brutlüd to Kirch un an den Öster sünndag tum Abendmahl gahn wullen , un Dürt dacht in eren Sinn , wenn dat mit Willem sinen Vader blos half wegs afleep , denn müßt dat en Österfest warden , as se't noch nich verlewt hadd . Aber ut hellen Himmel schleiht de Blitz mänchmal am schlimmsten nedder , un wat mit Freuden anfüng , kriggt oft en trostlos End' . De Schlag kamm ganz unvermodens . As Dürt un Willem in de Dörpstraat bögten , stört'te Gerichts mann Pietzner in helle Hast ut de Dær un sine Fru rönnte na en half Dutzend anner Wieber ræber , de 'n dull Kapitel verhanneln müßten , denn se erbarmten un schlögen de Händ' egal æber'n Kopp tosammen . Hier is wat passeert ! reep Dürt ängstlich . - -- Christ Wendt , kumm her ! De Jung kamm antorönnen . En Kürassier ! schreeg he . Herrjes' , dat is jo Willem Rohrbeck ! Christ , wat is los ? frög Willem . Na , du kümmst god ! Din Vader hett Juden Nathan mit de Meßfork vær'n Kopp schlagen , un se halen all den Schandaren , üm em intospunnen . Da was dat Unglück un schlimmer , as to denken Dürt , stött' Willem ruter , nimm minen Dok ! Gott in hohgen Himmel , ik mütt hen ! He störmte mehr , as he leep . Nathan weer vær'n Stund unverhofft bi Rohrbeck'n værföhrt , un direkt to em in de Stuw gahn . Ich will dir anbieten einen Vergleich , säd he . Rohrbeck trute sin Ogen un Ohren nich . schient em unmæglich , dat em von Pimpel un Nathan noch wat Godes to hoffen stünd . He nödigte Nathan' tum Sitten . Du hast uns ungerecht verklagt beim Rechtsan wålt und mich gemacht zum Betrüger Dato hebben ji ju sülwst makt . Min Klag is Was ? Wenn du pfeifst so , kriegst du kein Geld uud wir wissen , daß du bist Matthäi am letzten . Rohrbeck namm sich tosammen . Dat Unglück hadd sin bäten Willenskraft noch mehr braken , un he dacht daran , wat em sin Rechtsanwalt warnt un raden Ik will daræber schwiegen . Min Geld is all , dat is richtig . Ik will wat von mine Fordrung schwinnen laten , damit wi in Goden utenanner kommen , un ik wedder wat tum Leben heff . Wir werden kommen zusammen , wenn du so sprichst . Es soll sein vergessen und vergeben , was ge schehen ist zwischen mir und dir . Also zuerst : du reißt entzwei den Schuldschein über dreitausend Thaler und nimmst die Klage zurück . Rohrbeck besünn sich 'ne Wiel . De Ohrfieg weer em vor den Anfang to stark . Ik will de Hälft drangeben , säd he denn . Ganz ! Anders nicht . Der Schein ist werthlos , dein Rechtsanwalt hat dir's gesagt . Was werden wir geben Geld für werthlose Sachen ? In den Buern sin Brost krampfte sich dat , aber he leet sich nischt ut . God ! De dreedusend sælen schwinnen . Ist verständig gesagt . Wir werden einig . Dat anner Geld mütt mi aber vull warden . Halt ! säd Nathan . Wir haben Gegenforderungen , die müssen abgehen von den zweiten dreitausend Tha lern , fällig am . Januar . Du hast uns gutgesagt im § , daß auf dem Hofe nur stehen die siebenzehn tausend Thaler Hypothek . Es steht aber darauf auch ein Altentheil , im Werth von siebenzig Thalern und freie Wohnung , was anzuschlagen ist auf zehn Thaler . Dat hebben ji jo wüßt ! Aber es steht nicht im Kontrakt und das Gericht kann sich nur halten ans Geschriebene . Das Altentheil wir kapitalifirt gesetzlich mal zwölfeinhalb , macht ein tausend Thaler . welche wir haben gut . Nathan , bröcht de Buer möhsam ruter , de Reknung kannst du vær unsen Herrgott nich verantwurten . De olle Mann steiht jo all mit eenen Fot in't Graff un 't is en Wunner , dat he hüt noch lewt . Reken twee hunnert af un ik will mi tofreden geben . Es kann stehen ein Mann einen Schritt vor dem Tode und noch leben hundert Jahre . Doch sollst du sehen , daß ich nachgiebig bin ; sagen wir blos vierhun dert Thaler gut für uns ! Ok dat noch , stammerte Rohrbeck . Is't nu all ? Bis auf die Wechsel . Wir haben eingelöst deine Wechsel über zusammen zweitausend Thaler , welche du aushändigt bekommst als baar , wie's steht im § . Den Buern tradd de kolle Schweet up de Stirn . So vel Wechsels kænen dat unmæglich sind . Ik heff knapp den drütten Deel drup kregen , un ji hebben's wiet unner vull an ju bröcht . Das ist egal . Du hast unterschrieben auf zwei tausend und mußt bezahlen zweitausend Thaler . Wir leben vom Profit und verschenken nichts . Also rechne nach : vierhundert fürs Altentheil und zweitausend für Wechsel , ab von dreitausend Thalern , bleiben sechshun dert , welche ich dir bezahle baar auf der Stelle . Rohrbeck halte deep Adem , Von sössdusend sall ik sösshunnert kriegen ! Nathan , du mökst mi tonicht . De Dübel sülwst hett di reknen lehrt , denn ut'n Minschenkopp alleen kann so wat jo gar nich kommen ! Nathan grieflachte . Bedank dich bei Pimpel , der es hat ausgeklügelt und macht todt zehn Rechtsanwälte . Es geht zu alles nach Gesetz und Recht . Wer kennt die Gesetze , kann machen , daß rechts ist links , und eine Million ist werth eine Null ! Herr Gott , is't mæglich ? un in so 'n Händ' bin ik fallen ! Nathan , ik will mi ok darin fögen , damit ik ju los ward , denn mi bangt üm mine Seligkeit , wenn ik länger mit ju to dohn heff . Giff mi de söss- hunnert un de letzten dreedusendfiewhunnert Daler , de up Hypothek schreben warden süllen , un wi sind fertig . Noch nich ! reep Nathan hastig . - Es hat ge gangen schlecht mit dem Verkauf ; wir haben noch die Hofstelle und die neun Morgen Land am Tanger . Wir wollen aber zu Ende kommen und frei werden von dem Geschäfte . Wat heff ik damit to dohn ? frög de Buer . En bös' Ahnung stieg in em up , dat dat Utpressen noch wieder gahn süll . Du kaufst zurück die Hofstelle und das Land für dreitausend Thaler und bekommst die übrigen fünfhun dert baar . Rohrbeck würd kriedenwitt in't Gesicht . Nathan , wörgte he ruter , hör up ! Et kann din Ernst nich sind . Wat sall ik mit de Sandbüß , de mit hunnert Daler to düer betalt is ? Wir verschenken das Land völlig , denn die Ge bäude sind versichert billig mit sechstausend Thalern , so daß wir zugeben baares Geld , dir zum Guten bei dem Geschäfte . Geld geben ji to , mi tum Goden ! Ach min Gott , un ik mütt lieden , dat mi so'n Lægen in't Gesicht schmeten warden ! Nathan , nochmal : lat dat sind ! Wat doh ik mit Wirthschaftsgebüden , wenn ik keen Wirth schaft heff ? Du kannst halten eine Kuh auf den Garten ich weiß eine stehen ! - und hast elfhundert Thaler baar , womit du kannst ankaufen Land und vergrößern allmählich deine Wirthschaft . Nathan , säd de Buer , ik bidd di tum drütten Mal : hör up ! Ik holl nich mehr ut . Is't nich genog , dat ji mi eenmal plündert hebben ? Erst schwindeln ji mi den Hof af un nu wedder an ? Un wenn ik noch mal up den Liem gahn wull un mi vom Buern tum Bödner maken leet , - wo weer upstünds Land ( in Wullenberg to köpen ? De Göderschlächter lachte lud . Land ? So viel du haben willst und billig ! Da für laß Pimpel und Nathan sorgen ! De Buer verstünd ogenschienlich nich , wo dat ruter Verstehst du denn nicht ? Pass' auf : Die meisten , die gekauft haben von deinem Land , können nicht hal ihr Besitzthum , weil sie sind verschuldet überm Kopf und haben bezahlt , was nicht geht herauszuwirth schaften und wenn Mandeln und Rosinen drauf wachsen . Wir haben in Händen die Kontrakte , die sie machen todt , und wir ziehen zu die Schnur , wenn reif ist das und es steht schon auf dem Schnitt ! Rohrbeck keek den Utschlächter starr an , as weer't en wild Thier , wat vær em seet . Also de armen Stümpers sælen ok all ruinirt warden , as ji mir ruinirt hebben ? Un ji fürchten ju nich de Sünd' , vær de Minschen un den jüngsten Dag ? Geldnehmen ist keine Sünde . Wer dumm ist , kriegt Prügel ! Wat ! säd Rohrbeck , denn he künn den Strom in sich nich länger bändgen , wat , wer dumm is , kriggt Prügel ? Nimm di in Acht , Nathan , dat de Kloken nich ok wat kriegen . Dat Maat is vull , bring't nich tum Oberlopen ! Nathan kreeg en Schreck , as he den Buern in't Gesicht keek . Du willst mich bedrohen ? säd he ängstlich . Fürcht di nich , antwurt'te Rohrbeck un twüng sich to Ruh . Aber ik segg di ernst : Scheer di ruter un höd di , wedder to kommen ! De Göderschlächter würd wedder driester . Der Hof und die Stube ist mein und du kannst mir mein Eigenthum nicht verbieten . Aber ich werde gehen . Du hast nicht wollen hören auf meinen Ver gleich und du stößt zurück meine Hand , die dir will lassen Etwas - jetzt wasch ich meine Hände , denn du selbst wirst Schuld haben an dem , was nun kommt ! Rohrbeck hadd de Dærenklink all in't Hand , üm Nathan ruttoschmieten ; jitzt leet he's wedder los . Dat Blot stünd em still . Luerte da noch en biester Ver derben up em ? Nathan , säd he , is dit noch nich ut ? Hebben ji noch 'n Strick , an den ji mi hängen kænen un ik weet't nich ? Ja , antwurt'te de Göderschlächter , und ich will dir davonhelfen gegen Pimpels Willen , der dir ge schworen hat Rache , weil du ihn hast geschimpft Spitz bube in seiner Wohnung . Ich sage dir , ich bin schlimm , aber Pimpel ist schlimmer . Nathan nimmt die Haut , Pimpel nimmt die Knochen ! Den Buern leep en Schuer æber'n Buckel , aber he schweeg . Du sollst hören die reine Wahrheit , wie's mit dir steht , wenn du versprichst zu sein ruhig , und nicht zu vergreifen deine Hand an mir ! Min Hand sall sich nich an di versündgen , säd Rohrbeck düster . Red , Nathan , ik heff all sovel dragen , dat ik stump worden bin . Herr Gott , is dit hüt en schweren Dag ! Du kriegst keinen Pfennig von den dreitausend Thalern , wenn wir rechnen streng mit Zinsen , das hab' ich dir schon bewiesen , und du kriegst auch nichts von den dreitausendfünfhundert , wenn wir nicht wollen . Upstünds glöw ik alles . Man wieder . Du kennst Pimpel und Nathan noch nicht ganz und den Kontrakt auch nicht . Da steht § : der Rest wird auf die Hofstelle und das zu dieser zuzuschlagende Theilgut eingetragen . Wie groß das Theilgut sein soll , steht da nicht , auch nichts von erster Stelle . Nun sagen wir : die Sandbüchs soll sein das Theil gut , und lassen deine dreitausendfünfhundert Thaler hinten eintragen . Dann bringen wir aus die Sub hastation , ein Geschäftsfreund kauft's für'n Schund preis und du fällst aus . Rohrbeck satt muckenstill . Dann bist du los die Sicherheit an den Hof und kannst dich halten an uns , redte de Utschlächter wieder . Gut ! halt dich an die leere Luft ! Pimpel hat geschwo ren den Manifestationseid und schwört ihn , so oft du verlangst , und ich hab abgetreten mein Geschäft und all mein Hab und Gut an meinen Schwiegersohn , und kann beeiden , daß ich nichts hab' zurückbehalten , um dir zu werden gerecht . Rohrbeck drückte mit beid' Hännen allermeist gegen de Brost , denn dat Herz kloppte em , as schlög Eener mit'n Hammer drup . Mi is in den Ogenblick hier inwennig wat sprungen , säd he un et klüng schuerlich . Nathan , gah ! gah ! Es kommt noch Pimpels Rache gegen dich . Wechsel von dir trägt er morgen zum Justizrath und am dritten Ostertag ist hier der Gerichtsexekutor , und versiegelt Wohnung , Möbel , Kleider , Betten , denn Pim pel stellt unter Eid , daß du willst heimlich verkaufen alles und ausreißen nach Amerika ! In Märtin Rohrbecks Kopp güng alles drunner un dræber . Jitzt sprüng he up mit eenen Schrie , de nich mehr minschlich was . Na Amerika ! rüng he rut . Min Gott , wat bin ik utplündert Minsch nich da , denn sowat kann't blos in uns trurig Dütschland geben ! Un mit so'n Schand thaten un Værnehmen kænen ji ruhig up de Strat lopen , un Gotts Dunner schleiht ju nich nedder , un ji treden in'n Hus , un de Balken störten nich in un schlagen ju dod ? Nu is't aber god , Willem , säd Dürt , un Willem wees sich sehr gehorsam , as dat de Brutmanns ümmer dohn , blos Dürt'n ere Hand heel he fest , un so leepen se langsam na Wullenberg , denn da was unglöwlich vel twischen de Beiden to vertellen , værut von Willem' . De Herr Oberst hadd em bi dat letzte Schwadronsrie den öffentlich lowt ( gelobt ) un de Herr Rittmeister na her seggt , Willem süll nu man gänzlich biblieben . All tolang künn dat nich mehr duern , denn güng de Wachtmeister af , un denn hadd he Willem' den Posten todacht , wiel he dat Reknen un Schrieben ut'n Grund weg hadd un sine Bokstaben un Talen ümmer so glau utseegen , as weeren se ut'n Ei pellt , bi't Militär müßt aber alles ümmer propper un ut den FF sind . As Wachtmeister künn Willem jo ok friegen un mit den Heiraths-Konsens hadd et keene Noth , wiel Dürt jo alle Dage de föftig Daler Kautschon intalen künn , de en Unteroffiziers-Brut as Vermögen hebben mütt . Dat hörte Dürt all mit lüchtend Ogen an , tum meisten , as dat End' von de tokünftge Fru Wachtmeistern vær kamm , un denn packte se eren Niegigkeitsbüdel ut , de ok proppenvull stök . Blos Dürt'n ere Narichten weeren man to Hälft god ; de anner Hälft , sowiet se Willem sinen Vader angüngen , feelen as Bitterkrut in den Freudenbeker . Dürt bestünd ok utdrücklich darup , dat Willem gliek to sinen Vader gahn süll , denn so schlimm se mitennanner ok stünnen , Willem weer 't em doch schüllig , un Vader Hartwig hat ok seggt , dat Willem as Sæhn toerst de Hand tum Freden beeden müßt . Dat säd Willem denn ok gern to , as he hörte , dat de Wirthschaftern upstünds nich mehr da weer . Un as Dürt in ere Freud nu noch niegierig was , un frög , wat Willem denn in sin Schnufdok bunnen hadd , wull he 't nich seggen , aber Dürt was fix ; se würd to ge radner Tied mit'n Finger nipp in den Zippelschlitz faten , un da kamm 't ruter , dat en wunnerschön Bokett drin weer , wat Willem expree in't Sadt vær Dürt'n hadd binnen laten . So keemen de jungen Lüd froh un vergnögt in er Leewesglück bis kort vær't Dörp . Et was utmakt , dat se morgen as Brutlüd to Kirch un an den Öster sünndag tum Abendmahl gahn wullen , un Dürt dacht in eren Sinn , wenn dat mit Willem sinen Vader blos half wegs afleep , denn müßt dat en Österfest warden , as se't noch nich verlewt hadd . Aber ut hellen Himmel schleiht de Blitz mänchmal am schlimmsten nedder , un wat mit Freuden anfüng , kriggt oft en trostlos End' . De Schlag kamm ganz unvermodens . As Dürt un Willem in de Dörpstraat bögten , stört'te Gerichts mann Pietzner in helle Hast ut de Dær un sine Fru rönnte na en half Dutzend anner Wieber ræber , de 'n dull Kapitel verhanneln müßten , denn se erbarmten un schlögen de Händ' egal æber'n Kopp tosammen . Hier is wat passeert ! reep Dürt ängstlich . Christ Wendt , kumm her ! De Jung kamm antorönnen . En Kürassier ! schreeg he . Herrjes' , dat is jo Willem Rohrbeck ! Christ , wat is los ? frög Willem . Na , du kümmst god ! Din Vader hett Juden Nathan mit de Meßfork vær'n Kopp schlagen , un se halen all den Schandaren , üm em intospunnen . Da was dat Unglück un schlimmer , as to denken Dürt , stött' Willem ruter , nimm minen Dok ! Gott in hohgen Himmel , ik mütt hen ! He störmte mehr , as he leep . Nathan weer vær'n Stund unverhofft bi Rohrbeck'n værföhrt , un direkt to em in de Stuw gahn . Ich will dir anbieten einen Vergleich , säd he . Rohrbeck trute sin Ogen un Ohren nich . Et schient em unmæglich , dat em von Pimpel un Nathan noch wat Godes to hoffen stünd . He nödigte Nathan' tum Sitten . Du hast uns ungerecht verklagt beim Rechtsan und mich gemacht zum Betrüger Dato hebben ji ju sülwst makt . Min Klag is Was ? Wenn du pfeifst so , kriegst du kein Geld uud wir wissen , daß du bist Matthäi am letzten . Rohrbeck namm sich tosammen . Dat Unglück sin bäten Willenskraft noch mehr braken , un he dacht daran , wat em sin Rechtsanwalt warnt un raden Ik will daræber schwiegen . Min Geld is all , dat is richtig . Ik will wat von mine Fordrung schwinnen laten , damit wi in Goden utenanner kommen , un ik wedder wat tum Leben heff . Wir werden kommen zusammen , wenn du so sprichst . Es soll sein vergessen und vergeben , was ge schehen ist zwischen mir und dir . Also zuerst : du reißt entzwei den Schuldschein über dreitausend Thaler und nimmst die Klage zurück . Rohrbeck besünn sich 'ne Wiel . De Ohrfieg weer em vor den Anfang to stark . Ik will de Hälft drangeben , säd he denn . Ganz ! Anders nicht . Der Schein ist werthlos , dein Rechtsanwalt hat dir's gesagt . Was werden wir geben Geld für werthlose Sachen ? In den Buern sin Brost krampfte sich dat , aber he leet sich nischt ut . God ! De dreedusend sælen schwinnen . Ist verständig gesagt . Wir werden einig . Dat anner Geld mütt mi aber vull warden . Halt ! säd Nathan . Wir haben Gegenforderungen , die müssen abgehen von den zweiten dreitausend Tha lern , fällig am . Januar . Du hast uns gutgesagt im § , daß auf dem Hofe nur stehen die siebenzehn tausend Thaler Hypothek . Es steht aber darauf auch ein Altentheil , im Werth von siebenzig Thalern und freie Wohnung , was anzuschlagen ist auf zehn Thaler . Dat hebben ji jo wüßt ! Aber es steht nicht im Kontrakt und das Gericht kann sich nur halten ans Geschriebene . Das Altentheil wir kapitalifirt gesetzlich mal zwölfeinhalb , macht ein tausend Thaler . welche wir haben gut . Nathan , bröcht de Buer möhsam ruter , de Reknung kannst du vær unsen Herrgott nich verantwurten . De olle Mann steiht jo all mit eenen Fot in't Graff un 't is en Wunner , dat he hüt noch lewt . Reken twee hunnert af un ik will mi tofreden geben . Es kann stehen ein Mann einen Schritt vor dem Tode und noch leben hundert Jahre . Doch sollst du sehen , daß ich nachgiebig bin ; sagen wir blos vierhun dert Thaler gut für uns ! Ok dat noch , stammerte Rohrbeck . Is't nu all ? Bis auf die Wechsel . Wir haben eingelöst deine Wechsel über zusammen zweitausend Thaler , welche du aushändigt bekommst als baar , wie's steht im § . Den Buern tradd de kolle Schweet up de Stirn . So vel Wechsels kænen dat unmæglich sind . Ik heff knapp den drütten Deel drup kregen , un ji hebben's wiet unner vull an ju bröcht . Das ist egal . Du hast unterschrieben auf zwei tausend und mußt bezahlen zweitausend Thaler . Wir leben vom Profit und verschenken nichts . Also rechne nach : vierhundert fürs Altentheil und zweitausend für Wechsel , ab von dreitausend Thalern , bleiben sechshun dert , welche ich dir bezahle baar auf der Stelle . Rohrbeck halte deep Adem , Von sössdusend sall ik sösshunnert kriegen ! Nathan , du mökst mi tonicht . De Dübel sülwst hett di reknen lehrt , denn ut'n Minschenkopp alleen kann so wat jo gar nich kommen ! Nathan grieflachte . Bedank dich bei Pimpel , der es hat ausgeklügelt und macht todt zehn Rechtsanwälte . Es geht zu alles nach Gesetz und Recht . Wer kennt die Gesetze , kann machen , daß rechts ist links , und eine Million ist werth eine Null ! Herr Gott , is't mæglich ? un in so 'n Händ' bin ik fallen ! Nathan , ik will mi ok darin fögen , damit ik ju los ward , denn mi bangt üm mine Seligkeit , wenn ik länger mit ju to dohn heff . Giff mi de söss- hunnert un de letzten dreedusendfiewhunnert Daler , de up Hypothek schreben warden süllen , un wi sind fertig . Noch nich ! reep Nathan hastig . - Es hat ge gangen schlecht mit dem Verkauf ; wir haben noch die Hofstelle und die neun Morgen Land am Tanger . Wir wollen aber zu Ende kommen und frei werden von dem Geschäfte . Wat heff ik damit to dohn ? frög de Buer . En bös' Ahnung stieg in em up , dat dat Utpressen noch wieder gahn süll . Du kaufst zurück die Hofstelle und das Land für dreitausend Thaler und bekommst die übrigen fünfhun dert baar . Rohrbeck würd kriedenwitt in't Gesicht . Nathan , wörgte he ruter , hör up ! Et kann din Ernst nich sind . Wat sall ik mit de Sandbüß , de mit hunnert Daler to düer betalt is ? Wir verschenken das Land völlig , denn die Ge bäude sind versichert billig mit sechstausend Thalern , so daß wir zugeben baares Geld , dir zum Guten bei dem Geschäfte . Geld geben ji to , mi tum Goden ! Ach min Gott , un ik mütt lieden , dat mi so'n Lægen in't Gesicht schmeten warden ! Nathan , nochmal : lat dat sind ! Wat doh ik mit Wirthschaftsgebüden , wenn ik keen Wirth schaft heff ? Du kannst halten eine Kuh auf den Garten ich weiß eine stehen ! und hast elfhundert Thaler baar , womit du kannst ankaufen Land und vergrößern allmählich deine Wirthschaft . Nathan , säd de Buer , ik bidd di tum drütten Mal : hör up ! Ik holl nich mehr ut . Is't nich genog , dat ji mi eenmal plündert hebben ? Erst schwindeln ji mi den Hof af un nu wedder an ? Un wenn ik noch mal up den Liem gahn wull un mi vom Buern tum Bödner maken leet , - wo weer upstünds Land ( in Wullenberg to köpen ? De Göderschlächter lachte lud . Land ? So viel du haben willst und billig ! Da für laß Pimpel und Nathan sorgen ! De Buer verstünd ogenschienlich nich , wo dat ruter Verstehst du denn nicht ? Pass' auf : Die meisten , die gekauft haben von deinem Land , können nicht hal ten ihr Besitzthum , weil sie sind verschuldet überm Kopf und haben bezahlt , was nicht geht herauszuwirth schaften und wenn Mandeln und Rosinen drauf wachsen . Wir haben in Händen die Kontrakte , die sie machen todt , und wir ziehen zu die Schnur , wenn reif ist das und es steht schon auf dem Schnitt ! Rohrbeck keek den Utschlächter starr an , as weer't en wild Thier , wat vær em seet . Also de armen Stümpers sælen ok all ruinirt warden , as ji mir ruinirt hebben ? Un ji fürchten ju nich de Sünd' , vær de Minschen un den jüngsten Dag ? Geldnehmen ist keine Sünde . Wer dumm ist , kriegt Prügel ! Wat ! säd Rohrbeck , denn he künn den Strom in sich nich länger bändgen , wat , wer dumm is , kriggt Prügel ? Nimm di in Acht , Nathan , dat de Kloken nich ok wat kriegen . Dat Maat is vull , bring't nich tum Oberlopen ! Nathan kreeg en Schreck , as he den Buern in't Gesicht keek . Du willst mich bedrohen ? säd he ängstlich . Fürcht di nich , antwurt'te Rohrbeck un twüng sich to Ruh . Aber ik segg di ernst : Scheer di ruter un höd di , wedder to kommen ! De Göderschlächter würd wedder driester . Der Hof und die Stube ist mein und du kannst mir mein Eigenthum nicht verbieten . Aber ich werde gehen . Du hast nicht wollen hören auf meinen Ver gleich und du stößt zurück meine Hand , die dir will lassen Etwas - jetzt wasch ich meine Hände , denn du selbst wirst Schuld haben an dem , was nun kommt ! Rohrbeck hadd de Dærenklink all in't Hand , üm Nathan ruttoschmieten ; jitzt leet he's wedder los . Dat Blot stünd em still . Luerte da noch en biester Ver derben up em ? Nathan , säd he , is dit noch nich ut ? Hebben ji noch 'n Strick , an den ji mi hängen kenen un ik weet't nich ? Ja , antwurt'te de Göderschlächter , und ich will dir davonhelfen gegen Pimpels Willen , der dir ge schworen hat Rache , weil du ihn hast geschimpft Spitz bube in seiner Wohnung . Ich sage dir , ich bin schlimm , aber Pimpel ist schlimmer . Nathan nimmt die Haut , Pimpel nimmt die Knochen ! Den Buern leep en Schuer æber'n Buckel , aber he schweeg . Du sollst hören die reine Wahrheit , wie's mit dir steht , wenn du versprichst zu sein ruhig , und nicht zu vergreifen deine Hand an mir ! Min Hand sall sich nich an di versündgen , säd Rohrbeck düster . Red' , Nathan , ik heff all sovel dragen , dat ik stump worden bin . Herr Gott , is dit hüt en schweren Dag ! Du kriegst keinen Pfennig von den dreitausend Thalern , wenn wir rechnen streng mit Zinsen , das hab' ich dir schon bewiesen , und du kriegst auch nichts von den dreitausendfünfhundert , wenn wir nicht wollen . Upstünds glöw ik alles . Man wieder . Du kennst Pimpel und Nathan noch nicht ganz und den Kontrakt auch nicht . Da steht § : der Rest wird auf die Hofstelle und das zu dieser zuzuschlagende Theilgut eingetragen . Wie groß das Theilgut sein soll , steht da nicht , auch nichts von erster Stelle . Nun sagen wir : die Sandbüchs soll sein das Theil gut , und lassen deine dreitausendfünfhundert Thaler hinten eintragen . Dann bringen wir aus die Sub hastation , ein Geschäftsfreund kauft's für'n Schund preis und du fällst aus . Rohrbeck satt muckenstill . Dann bist du los die Sicherheit an den Hof und kannst dich halten an uns , redte de Utschlächter wieder . Gut ! halt dich an die leere Luft ! Pimpel hat geschwo ren den Manifestationseid und schwört ihn , so oft du verlangst , und ich hab abgetreten mein Geschäft und all mein Hab und Gut an meinen Schwiegersohn , und kann beeiden , daß ich nichts hab' zurückbehalten , um dir zu werden gerecht . Rohrbeck drückte mit beid' Hännen allermeist gegen de Brost , denn dat Herz kloppte em , as schlög Eener mit'n Hammer drup . Mi is in den Ogenblick hier inwennig wat sprungen , säd he un et klüng schuerlich . Nathan , gah ! gah ! Es kommt noch Pimpels Rache gegen dich . Die Wechsel von dir trägt er morgen zum Justizrath und am dritten Ostertag ist hier der Gerichtsexekutor , und versiegelt Wohnung , Möbel , Kleider , Betten , denn Pim pel stellt unter Eid , daß du willst heimlich verkaufen alles und ausreißen nach Amerika ! In Märtin Rohrbecks Kopp güng alles drunner un dræber . Jitzt sprüng he up mit eenen Schrie , de nich mehr minschlich was . Na Amerika ! rüng he rut . Min Gott , wat bin ik utplündert Minsch nich da , denn sowat kann't blos in uns trurig Dütschland geben ! Un mit so'n Schand thaten un Værnehmen kænen ji ruhig up de Strat lopen , un Gotts Dunner schleiht ju nich nedder , un ji treden in'n Hus , un de Balken störten nich in un schlagen ju dod ? Du wolltest sein ruhig , säd Nathan bangbüxig . Ruhig ? schreeg de Buer uter sich . Ik bin 't west , Gott weet't , aber nu is't to Ennen . Den Rock von'n Liew heff ik mi wullt trecken laten , aber dat ji ok dat Hemd runnerrieten willen , dat bringt di in 't Schweig doch ! Ich wollt ja , aber Pimpel will's nicht leiden Still ! segg ik , du Blotegel ! schreeg Rohrbeck . As de een Uhl utsüht , so let't de anner . De Wülf' sind in den Schapstall braken un mördern de Lämmer ahn Erbarmen , un de Lämmer mütten 't lieden , denn de Wülf' hebben dat Gesetz in Hännen , un maken sich lustig , wenn dat arme Veh in sin Angst schriggt . Un du steihst hier vær mi , as eener von de schlimmsten Wülf , en erbärmlichen Flickenbündel , to nischt nütt , as ut anner Lüds Schweet un Jammer Geld to schinden , un ik dumm Schap nehm nich 'n Knüppel un schlag di De Buer flög an Händ' un Föt vær Upregung . He sprüng up Nathan to . Zu Hilfe ! Zu Hilfe ! Ich werd' gemordet , schreeg Nathan in Dodesangst . He stört'te ut de Dær , Rohrbeck half in Wahn sinn hinnerher . Zu Hilfe ! Zu Rettung ! Wat , du schriggst noch ? Ik ward di still maken . Fahr tum Dübel , du bist æberriep . En Schlag un en fürchterlich Schrie würd't dodenstill up den Hof . Negent End' Wendtsch samaritert , un de Burrmanns kænen all dat Blot bespreken . - Nathan is nich ganz schlecht . - Vader un Scehn . Mannslüd mütten keen Quarrtüten sind . - Bi't Seißen maken is en Pfiff . De plattdütsch . Erbbibel . bringt warme Strümp . - Jung Hartwig un lütt Willem . Nathan lagg dodenbleek up't Bett , as Willem in sin Vaders Stuw tradd . En grot Loch leep em æber den Hinnerkopp , aber dat Bloden hadd uphört ; uns Wendtsch stünd mit natte Döker vær den Verwundten un köhlte em de Stirn . As dat gar nich anners sind kunn , was Fru Wendt'n de Erste to Stell west , un et was ordentlich verwunnerlich mit antosehn , wo ma nierlich un sanft dat robuste Wief mit de Döker un den Kranken hantierte ; er bös' Mundwerk was mit een mal törnt , un se redte so sacht , as wenn se'n lütt Gör worden weer . - Ik verget' et min Lewdag nich , ver tellte se naher öfter ; de Minsch hadd jo minen Daniel ok all beseidelt un dat Stück weer schlimm kommen , wenn ik nich den Dag wascht hadd un em dat piet schennatte Hemd üm de Ohren haute , dat he vær Seep un Laug sines Bliebens nich mehr wüßt . Aber as ik em up'n Hof in sin Blot schwemmen sach , da dacht ik doch , he is en Minsch un he blifft en Minsch , he sall hier nich in sine Sünden ümkommen un dat Unglück noch gröter warden . Darum besprök ik de Wund , denn wi Burrmanns kænen dat alltohop , un dat Blot stünd up de Stell , wiel he döpt is . Et sall ok Keener seggen , dat he ganz schlecht is , denn as ik em ut de Beschwiemniß bröcht , da was sin erst Wurt : Mein Sohn ! mein Sohn ! es kömmt Schande über meinen Sohn ! un dat güng em so jämmerlich un fiss lich af , dat et mi in't Herz schneed ; von sine Wehdage aber säd he nischt , ofwoll dat 'n Loch weer , wo eener Wull to'n Paar Kinnerstrümp rinleggen künn . Also hett he doch een minschlich Wesen leewer , as sich sülwst , un wer dat hett , de is noch nich ganz verstött't un uns Herrgott kann em dat Gewissen noch röhren . Dat is ok bis dahen ümmer geschehen , dat de kloken Lüd seggt hebben , de an keenen Gott un Jesum glöben , et weer man dumm Tüg , wat Wendtsch von den Buern un Klementine'n quackelt ; aber dissen sülben Dag hett sich utwesen , dat oll dumm Wendtsch doch Recht hadd . Denn as Schult Rublank den Buern frög , wo de böse Perßon stök , da säd he , se künn sineswegeu henlopen , wo Ossen un Perd güngen , un he wnll's nich mehr vær Ogen sehen . Un dat dürft he driest seggen , wiel dat Blot flaten weer un den Bann braken Also uns Wendtsch deed ganz wedder ere Natur un Moden an dissen Dag Samariterdeenst an Nathan sin Schmerzenslager , un se wundarzte an em rümmer , as weer se drup studirt un hadd er Lewlang nischt anners dahn . De Buer huckte up de Bank an'n Aben ; vær em stünd Schult Rublank mit den Gerichtsmann Pietzner un beid heelen Wach , ofgliek Rohrbeck mit keene Silb an Utrieten dacht . He hadd beid Händ dicht an't Gesicht drückt ; von Tied to Tied schluckste he bald noch düller , as Nathan , un de Thranen leepen em pieperlings de Backen runner . As he hörte , sin Sehn weer kommen , wull he upstahn un em entgegen wanken , aber de Knee wullen em nich dragen un he sackte machtlos up de Bank torügg . Vader ! Vader ! reep Willem ganz terschlagen un fat'te em bi't Hand , wat is dit ? Mütten wi so wedder Ik heff schlecht hannelt an di un an't ganze Dörp , bröcht de Buer möhsam ruter , un de Straf trefft mi gerecht . Flok mi nich , min Sæhn , dat ik di üm din Erw bröcht høff un du dörch mi noch en Verbrekerkind worden bist . Se hebben mi kranken Minschen to sehr verstrickt ; ik heff vel in mi freten un leden , aber wat mi de Minsch da hüt pienigt un quält hett , dat was nich mehr minschlich , un de Fork flög mi ut de Hand , wiel ik wahnsinnig weer un nich wüßt , wat ik deed . De Buer weente , as'n schwack Kind . Vader , du kannst mi so wat totrugen ? Eh' du dit dahn hest , mütt Schreckliches værgahn sind , dat weet ik . Et weer anners kommen De Buer unterbrak sinen Sæhn mit biddend Ogen . Lat dat , Willem , ik bidd di ! Et is ut un all , wenn ok to späd vær di un mi . Wenn ik weet , dat du mi nich mehr fiend bist , drag ik lichter , wat nu kommen 't is god , dat du gerad hüt kümmst , denn weeten müßt du't doch . En Bidd heff ik : lied dat nich , min Sæhn , dat din oll Vader mit Schand un Schandaren in't Gefängniß bröcht ward . Rublank ward anspannen un verlöben , dat du mi henbringen kannst ; he ödder Pietzner sall mit up'n Wagen sitten , un so will ik mi friewillig vær minen Richter stellen . Denk ok an Großvadern ; ik heff bis jitzt na em sehn , dat he keene Noth leed . In't Stadt löppst du tum Rechtsanwalt Brandt , un dröggst em de trurig Geschicht vær ; he is'n goden Mann un ward retten , wat vær di an Geld un vær mi an Ehr to retten is . Aber sinen Kollegen kiek nich an ; de höllt de Maschen in't Gesetz up , dat de Schliekers dörchkrupen kænen ! Dat sall kommen , as du willst , säd de Schult bewegt . Ik ward gliek na'n Fohrwerk schicken . Willem gifft mi sin Ehrenwurt as Mann un Soldat , dat he di nich weghelpen will ; denn setten wi dree uns up'n Wagen un keen Minsch unnerwegs sall weeten , wo wi leider Gotts hen mütten . Dürt kamm mit verweente Ogen to Hus . Værbi was de schöne Österfreud in de Schmed' , un de Sünnen schien weer von de Gesichter wehgt , as hadd 'n de Storm wegpust't . De leew Dürt hadd dat Schnufdok vær't Gesicht un schluckste in't Eck ; Vader Hartwig wunnerwerkte in't Stuw rümmer , un schmeet mit Spitz boben un anner schlimm Gesindel üm sich , dat nich de Hälft in't Hus Platz hadd un Mudder Hartwig hadd eren Termeß vullstännig verloren . Se göt dat Afwaschwater in de Melkkann , un de Melk in de Drank bütt , un schlög sich denn vær'n Kopp , wo'n grot Minsch so wat Unklokes maken künn . De afpuhlten Höhner up den Kækendisch luerten ümsünst , dat Eener er utneh men süll , un de dreepündig Hekt lagg ganz weekmödig in sine Schöttel ; de Ogen treeden em ümmer erbärm licher ut'n Kopp , aber Keener kamm un gaff em den Gnadenstoß , de em ut sine Angst hülp . Dat schöne Bokett lagg noch inbündelt up de Kommod ; Willem wüßt nischt von de Zigarrentasch mit Rosenknupp un Vergißmeinnicht up den Kannewar , un Dürt wüßt nischt von de Perlmutterbrosch , de in Siedenpapier unnen in dat Schnufdok lagg . Endlich kamm Willem ræber un Dürt flög em allermeist entgegen , denn he sach to vertagt ut . He vertellte , dat he gliek mit sinen Vader to Stadt müßt . Et is to schlimm , säd he wieder , un ik weet nich , wat darut warden mag ; of mi de Herr Rittmeister noch wieder in de Schwadron behollen ward , nadem dat Unglück minen Vader tum Verbreker makt hett , ödder of mi disse Karrjär' nu nich afschneden is . Un wat Se , Herr Hartwig , un Ere Fru un Dürt dohn , un gode Nam un Geld bi uns egal hen sind , kann nischt seggen , wenn Se mi de Dær verschluten ! As Dürt dit hörte , weer 't mit de Kadangß in er Köppken værbi . Se föt Willem' wiß üm , un säd , wo he bleew , da bleew se ok , dat mücht nu kommen , as't wull ; se wull 't up disse Welt gar nich beter hebben , as he . Dabi weente se ludhals , un as ere leewe Mudder de Wehdag von er Döchting sach , künn se dat Soltwater ok nich purren , un se kreeg de kenschört vær'n Kopp , üm sich dat Gesicht drög to hollen . Bi diss dubbelt Værlag' würd ok sülwst Vader Hartwig ungewiß æber sine Ogen ; he sökte mit den Rockzippel na wat Nattes darin rümmer , un wischte richtig ut jeder Eck 'n jädlichen Druppen ruter . Aber he gaff sich en ruhgen Anschien , denn Mannslüd mütten keen Quarrtüten sind , un he säd : nu fehlte ja blos , dat Willem ok noch den Thranenbüdel upbünd , un denn künn he as Oellster jo woll mit de Leckbütt antreden un Soltwater upfängen . Nu is't genog , Mudder , seggt he wieder , sorg leewer , dat fix wat up'n Disch kümmt . Un du , Dürt , süllst Willem' dat Herz nich unnödig weeker un schwerer maken . Kiek mal hier up de Kommod ; wat kænen de armen Blomen davær , dat Pimpel un Nathan so' ne schlechten Minschen sind ? Stell leewer dat Bokett in't Water , damit makst du Willem' mehr Freud , as wenn du em de Uniform natt plüns'st . So bröcht Hartwig up sine Manier wedder Ruh un Appell in de Gemöther , un to Willem säd he : Dat is hübsch von di , dat du in de Bedrängniß fest to dinen Vader steihst , so vel du ok to klagen hest . Un ik heff ja ok woll in de letzte Jahren mit em ka rangßett stahn , sietdem dat Stück Unglück up ju'n Hof weer , aber jitzt gah ik mit ræber un gew dinen Vader de Hand , denn in't Unglück schieden sich de wahren Fründen von de falschen , un Jeder weet , wo he to Hus is . Din Rittmeister ward jo en verstännig Mann sind ; wenn aber alle Sträng rieten , denn is in mine Schmed' ok noch vær twee Mann to arbeiten un to eten . De Hartwig'schen Seißen von Wullenberg hebben goden Rop in't Uckermark , denn unner tein Schmedt meister is noch nich Eener , de 'n Seiß richtig to Schnied bringen kann , wiel da en Pfiff in't Utglöhgen bi is , un den will ik up di vererben . - Von hüt ab seggst du ok nich mehr Herr Hartwig to mi , sünnern Vader , un lat di't nich gereuen , dat du twee Vaders hest . Denn Vadersegen is en Glück , dat Eener woll dubbelt bruken kann . Nu kumm , et ward Tied , dat wi ræbergahn . Vader , ik dank Se herzlich , un Se , Mudder , un di , leew Dürt ok . En Bitt aber heff ik noch an Se alltosammen , min oll Urgroßvader kann unmæglich jitzt dræben blieben Herrjes' , ik heff ok all daran dacht ! stött Mudder Hartwig'n ruter , un de Schmedt schlög sich vær'n Kopp . An sich denkt man , säd he , aber de Annern ver gett man , dat is ümmer so ; un an di , Mudder , kenn ik't ok all lang ; du kriggst all mine Dage de goden Værgedanken erst naher . De olle Mann kümmt hierher , daræber ward wieder nich redt , un du , Dürt , mökst em de kleine Stuw na den Garden rut torecht , dat he gliek ümmer de Morgensünn kriggt , denn dat sall ja sin Leewstet up disse Welt sind . De Manns güngen ræber , un as se wedder keemen , hadd Willem sinen Urgroßvader up'n Arm , as'n klein Kind , un up den Schoot lagg den Greis de Erbbibel , wovon de Lüd in't Dörp so vel redten , un de as eben so'n Wunner acht würd , as de olle Mann sülwst . De Bibel was en kostbar Familjenstück ; den Greis sin Værvader hadd's all hadd , un up de værdersten Sieden was mit vergilbte un grawe Schrift de Stammfolg von de Rohrbecks von Vader tum Sæhn siet tweehun nert Jahren indragen . - Blatt vær Blatt in de Bibel weeren merkwürdig Biller von Meister Lucas Cranach enthollen , un drückt was se noch to Luthers Tieden , aber in uns plattdütsch Mundart . Denn damals , as de grote Gottesmann de heilgen Schriften so wun derbar schön in dat Meißnische Hochdütsch æbersettte , würd in uns Gegend un in den ganzen Norden von Dütschland blos dat Sassische Platt redt un verstahn . Ja , as uns ehrwürdig Doctor Martin Luther sich den Treptowschen Rektor Johannes Bugenhagen tum Mit arbeiter bi de Reformation na Sachsen kommen leet , da müßt de Doctor Pomeranus , as Bugenhagen in de latinschen Schriften öfter nömt ward , de erste Tied in Wittenberg plattdütsch predgen , wiel de hochgelehrte Mann de hochdütsche Sprak gar nich reden künn . Dar im hadd Johannes Bugenhagen , unner Doctor un Meister Martin Luthers Ogen un Tostimmung , de Bibel vær sine Landslüd ut de Luthersprak unverfälscht in uns Platt æberdragen , up dat ok uns Væröllern Deel an dat reine Gotteswurt hebben künnen . Na diss Bugenhagensch Bibel , de upstünds sehr selten is , sind twee Jahrhunnert lang in Pommerland un Ucker mark Predigten un Sakramenten hollen worden , denn de erste hochdütsche Bibel in Pommern hett erst Anno de Generalsuperintendent Meyer in Griepswald Willem sett'te sin Last sacht up'n Sorgenstohl nedder , un Vader Harwig rückte gliek sinen Schlaprock ruter , damit de Greis jo recht warm sitten süll . De Rock was woll dreemal to wiet , aber et was doch up'n Flecken nischt anners to Stell . Un Dürt hadd ok up paßt ; se kamm mit'n Paar Pumpuschen ( Filzschuhe ) to Platz un säd : Herrjes' , hier is woll gar en Loch in'n Strump ! Da leep se fix to Kommod , un leggt en Paar von er eegen , week Strümp von hiesige Hammelwull in't Röhr , wiel up'n Lannen bis up den Dag vær Jo hannen inböt't ward . De olle Mann beannte dat alles ganz richtig ; sin Ogen würden ümmer heller , un as Dürt nedderkneete un de anwärmten Strümp sacht an treckte , da grabbelte he er mit sin knækern Finger molig in dat Flasshaar ; et flög as'n lichten Schic æber sin Gesicht , de Lippen bewegten sich un sehr schwack un langsam , aber doch vernehmlich kamm et Ik kenn ju woll ; 't is jung Hartwig , un uns lütt Willem , un sin Brut . Min Kind , et sall di god gahn , wiel du god bist . Denn keek he's all nochmal an un säd möd un ganz lies' : To Bett ! Teint End . Een Lichtstriepen . - -- Hartwig'n juckt dat linke Og . - Dürt mökt 'n Knoten in er Schnufdok un lett sich dat Gesicht af nehmen . - De tokünftge Fru Wachtmeistern . - Nathan in Berlin . - Uns Herrgott leggt Pimpel'n dat Handwerk . Worüm de Breew von Dürt'n so schwer weegen . - De Kalitenpost . - Urgroßvadern sin Geburtsdagswunsch . Dat is so inricht't up de Welt , un 't is woll inricht't , dat et so inricht't is : an keenen Minschen gahn Möhfal un Wehdage ganz væræber ; of König ödder Kohjung , sin Päckchen mütt jedweder dragen , un mit unner recht hart un schwer . Aber wenn 't em bald nedderdrückt und he denkt , dissen Storm un dit Unweder æberkümmst du nich ! - denn blinkt mit eenmal in hell Lichtstriepen in de Düsterniß up un wiest den Weg to Hoffnung un Beterung . Willem kamm na all de schlimmen Værfäll doch mit Narichten torügg , de as so helle Lichtstriepen vær wärts lücht'ten . De Herr Gerichtspräsident hadd Willem' mitsamst sinen Vader de Hand geben un seggt , de Ge rechtigkeit müßt eren Lop hebben , aber up't Schlimmste künnt in keenen Fall kommen , denn Nathan lewte jo un he wull Rohrbeck'n de Haft na Möglichkeit linnern . Willem süll ok een vær alle Mal Verlöwniß hebben , sinen Vader in't Gefängniß to besöken . Denn hadd Willem an'n Charfriedag fröh sinen Herrn Rittmeister de trurig Sach værstellt , aber da weeren all sine Sorgen schwunnen . Herr von Wedell hadd sich dat Stück von vorn bis hinnen utführlich und richtig ver tellen laten , un denn en bösen Flok utstött , so lang , dat 'n keen Schnieder mit de Ell afmäten künn , un hadd seggt : He kennte de Sippschaften , un dat weeren lieksterwelt de nämlichen Kunststücken , dörch de sin leew Herr Vader üm Rittergod mit Wald un Schloß bröcht weer . Da seeten de Pracher jitzt ok drup , as de Mad up den Speck , un se wullen sich woll gar von den türkschen Sultan den Baronstitel köpen , wiel uns König vær so'ne Baronschaften un Edellüd dankte . - , da süll Willem sich man nich in geringsten bangen , dat em de Sach tum Schaden gereeken mücht ; he weer un bleew sin Wachtmeister-Kandedat un sünst Keener . De Herr Rittmeister würd ok sinen goden Fründ , den Rechts anwalt Brandt , anstöten , dat he alles in Bewegung sett'te , üm Willem' sinen Vader to retten , un dat Ge wew to terrieten , womit Rohrbeck un den annern Land köper ümspunnen weeren . Bi den Rechtsanwalt was Willem ok west ; de hadd fest verspraken , sich de Sach na alle Kräften an tonehmen , un Willem' updragen , sich æber Fest genan ümtodohn un alle Lüd in Wullenberg utfindig to maken , de von de Göderschlächter Land köfft hadden , ödder as Andrieber un Männkenmaker datwischen stöken . Da hadd Willem denn seggt , dat Beste würd sind , Schult Rublank un Vader Hartwig keemen mit to Stadt un vertellten den Herrn Rechtsanwalt de Sach von Grund ut , denn de Beiden hadden sich bi dat ganze Geschäft neutral hollen , un künnen angeben , wat de Utsegg von Jeden werth weer . - Dat würd denn mit den Schulten afmakt un Rublank säd gern to , æber Fest sine Wahrnehmungen to Papier to bringen . Den drütten Österdag , wenn Willem' sin Urlaub to End' weer , wullen se all dree to Stadt föhren un den Rechts anwalt de ganze Kundschaft æbergeben . Dürt mökt en wehleedig Gesicht , as von Stadt föhren de Red was , un er Vader merkte woll , wat de Klocken lüden wullen . He günnte sin Döchting er Freudendeel gern , aber na sine Moden müßt he dat Stück von hinnen rüm to Schick bringen un he säd : Dürt , min Dochter , mi juckt dat linke Og . Lop mal na'n Schulten ræber un bidd em , he mücht doch to morgen eenen Strohsack mehr stoppen laten , denn mi weer dat , as würd sich noch en Passagier anfinden , de ahn' Betalung mit will . - Da feel Dürt eren Vader in helle Freud üm den Hals , un denn mök se sich gliek 'n Knoten in er Schnufdok ; aber worüm , dat wull se Keenen seggen un verböd ok Willem' den Mund . Denn brütten Osterdag föhrten de twee ollen Lüd un de twee jungen Lüd richtig to Stadt , un Willem gung kasch un steidel mit sin Brut an'n Arm up dat Trittowar . Hinner er folgten Hartwig un de Schult , un uns Schmedt keek alle Lüd flietig an , of se ok merk ten , dat et sine Dochter weer , de da mit den schmucken Unteroffizier güng . To allen Glück müßt et noch treffen , dat de Heir Rittmeister uns Wullenbergsch Kolonn be gegnet . As sich dat hört , leet Willem sin Brut ilig los , un stünd stramm in de Front ; aber Herr von Wedell winkte hastig af un Dürt dacht sich in alle Himmel , as he fründlich säd : Ach , das ist wohl meine zukünftige Frau Wacht Zu Befehl , antwurt't Willem , meine Braut , Fräu- lein Dorothee Hartwig ! Gratulire herzlich ! säd de Rittmeister un wull wieder gahn , aber uns Schmedt müßt absolut ok noch sin per ßönlich Ehren-Andeel hebben . De militärsch Geist in em brök dörch , as in'n oll Kavallerieperd , wenn 't de Schwadronsmusik hört ; he hadd as dat Weder de Finger an de Hosennaht , namm de Knaken tosammen un meldte sich to Stell : Mine Dochter , Herr Rittmeister , alt Soldatenblut ; Füsilier Hartwig , Kompanie Leibregiments ! Danke , Papa Hartwig , Sie haben bei einem braven Regiment gestanden , gratulire nochmals Zu Befehl ! leggt uns Schmedt ahn' Upenhalt wedder los , Ihr Herr Vader hat sogar uns Batalljon bei'n großen Kaisermanöver Anno kummandirt , und wo ich mir recht besinne Danke , danke , Papa Hartwig , säd de Herr Ritt meister un mök sich mit nochmalgen Gruß dünn , denn sünst hadd em uns Fründ de ganze Manövergeschicht von Anno mit Grot- un Kleingewehrfüer utführlich Rublank un Vader Hartwig güngen tum Rechts anwalt Brandt , de mit den Schulten schon lang up It beste bekannt weer und de beiden Landlüd sehr fründ lich upnamm . Ich habe ein doppeltes Bedauern auszusprechen , säd de Herr Rechtsanwalt ernst . Meine Bemühungen haben bisher kaum einen Erfolg für Rohrbeck aufzu weisen , und auch meine Warnung hat die unheilvolle Wendung der Sache nicht verhüten können . Seit dem ersten Tage , da Martin Rohrbeck zu mir kam , befürch tete ich einen traurigen Ausgang . Solche gutmüthigen , schwachen Naturen dulden Unrecht auf Unrecht , Schlag auf Schlag , ohne gegen das Schicksal zu murren , oder sich zum Widerstand gegen den dreisten Arm auf zuraffen , der ihnen den Nacken krümmt . Aber gerade in dem trägen Ertragen der Unbill liegt das Gefähr liche dieser Naturen . Sie sammeln alles Gift , von dem der energische Geist sich befreit , in ihrer Brust ; noch ein schwacher Tropfen , die Leidenschaft bricht mit jäher Gewalt hervor und ras't blind und vernichtend gegen sich selbst oder den kecken Bedränger . Derwiel de beiden ollen Lüd mit den Rechtsanwalt verhannelten , leepen de beiden jungen Lüd en bäten int Stadt spazeeren : Willem wees Dürt'n , wo de Herr Oberst un de Herr Rittmeister wohnte , un hülp er bi Kopmann Fiehn'n Knöpnadeln köpen ; Dürt aber be reknete , mit wovel Wirthschaftsgeld se woll as Fru Wachtmeister utkommen künn , un se säd , 'ne Zick müßt se sich hollen , sünst trute se sich nich , mit acht Gröschen den Dag æber to reeken . Daræber lachte denn Willem un säd , eenen Gröschen von sin Traktement wull he noch toleggen , aber Dürt wull von so'n Geldverschwenden nischt weeten , un bleew dabi , mit 'ne Zick in 'n Hus stand weer vel sparsamer to wirthschaften ; se wull ok morgen gliek mit Dröscher Wendtsch reden , dat se in 't Fröhjahr een Höken liggen leet , wiel de Wendtschen Zicken de besten Melkgeber in Wullenberg weeren . Bi dit Wirthschaftsinrichten redte sich uns Dürt ordentlich warm , un as se nu fix dat Schnufdok namm , da würd er de Knoten von gistern verdreetlich unter de lütte Näs fuschern . Nu kamm et ok ruter , worüm Dürt den Knoten rinbunnen hadd un worüm dat to Hus Keener weeten süll . Dürt wull mit eren Brutmann tum Fotografisten lopen , un sich da mit Willem to sammen dat Gesicht afnehmen laten . Een't von de Bilder süll Willem sin Vater hebben , wiel em dat in sin Eensamkeit trösten würd , un mit dat anner Bild wull Dürt er leew Mudder to'n Geburtsdag 'ne Ober raschung maken . Na da stimmte Willem denn nu mit Händ' und Föt in , un dat geschah ganz na uns Frün din eren Willen , blos dat se sich æber den dummen Fotografisten noch gründlich ärgern müßt , wiel de olle Kerl ümmerto an Dürt'n er Gesicht un Stellung rüm monierte un denn noch dollpatschig frog , ob he er vellicht as Brustbild afnehmen süll ? So 'ne dumme Anspelung leet sich Dürt natürlich nich beeden ; se säd em kort un tücksch , dat Gesicht süll drup stahn un dat anner't güng em gar nischt an . Dat würd Pingsten , as dat Östern worden weer . De Böm wurden grön von Bläder , denn witt von Blöthen , un endlich roth von Früchten ; dat Korn würd länger , de Ahren vüller , un de Akten bi'n Rechtsan walt Brandt ümmer dicker , denn nagradens weer dat halwe Dörp verhört , un et hadd sich ruterstellt , dat de meisten Lüd , de Kop-Kontrakten afschlaten hadden , in de Mus'fall seeten ; en beten Muschelie lagg æberall to Dage , blos nich genog , um de Muschler bi de Ge richten to faten . Ok in de Fäll , wolt gar nicht afto sehn weer , wat de krummen Wege nütten süllen , wi bi den rieken Buer Bitterling , hadden Pimpel un Nathan doch nich den geraden Weg nalopen künnt , gerad up de Art , as de Illing sich dörch dat enge Muerloch in 'n Höhnerstall quetscht , un wenn ok de Dæren sperrangel wiet upstahn . Nathan hadd lange Tied up'n Dod nedderlegen un noch nich tum Verhör bracht warden künnt , denn de Doktors hadden beschienigt , dat he irrsinnig worden weet . Unner de Lüd güng aber dat Gered , Nathan weer den Dübel dull , und sine Verwandten leeten em blos davær utgeben , damit de schlimmen Ding' , de he int Feeber to Dage bröcht , nich vær de Gerichten un den Staatsanwalt keemen . Upstünds was Nathan von sinen Sæhn , de een von de ersten un klöksten Doktors in Berlin sind süll , to sich nahmen , un so hadd et mit sin Tügniß gegen Rohrbeck'n na alle Utsichten lange Been . Noch en anner Ursach hülp dato , dat et mit den Prozeß nich værwarts gahn wull . Pimpel'n hadd dat Strafgericht to faten kregen , aber up en böser Art , as he sich dat hadd drömen laten . He hat tosammen mit eenen annern Partner bi en Wittfru in Linnenhorst 'ne niege Utschlächterie unnernahmen , un de beiden hadden dat Stück da bald noch ärger dreben , as bi Rohrbeck'n . Pimpeln sin Sündenmaat müßt damit aber woll bis tum Oeberlopen vull worden sind , denn uns Herrgott sülwst hadd em dat Handwerk leggt . Denn as he up den Schünflor stünd un furchtbar flokte , wiel sich dat Trietztau verheddert hadd , da lös'te sich baben de Schleif un de Trietzkopp schlög von'n Hahnbalken nedder up Pimpeln sin rechten Arm , so dat de Arm brök un de Hand , de Pimpel all so oft meineidig tum Himmel haben hadd , gliek machtlos runnerbammelte . De Arm müßt em ok an de Schuller afnahmen warden , wiel de Brand toschlagen wull ; aber all de Weh dage un dat ogenschienliche Strafgericht bröchten Pim peln nich to Inkehr ; he flokte un lästerte up Klemen tine'n , de jitzt bi em wirthschaft'te , un ok dahen gehörte , denn Quark un Kees sind ut eenen Pott to Hus , so dat sülwst disse Perßon von em leep . Bi Hartwigs güng alles sinen egalen Gang . Dürt süng un sprüng un dacht blos an eren Brutmann . Wenn de Soldatenbreew' Porto kost'ten , denn hadd de Post damals en schönen Gröschen Geld ut Wullenberg treckt , denn alle acht Dage hadd Dürt en frischen Breef fertig , un wenn all drunner stünd : " Mit tausend Küssen Deine treue Dorothee " , denn feel er fix noch wat Nieges in , 'ne lütte Unducht von Christ Wendt'n ödder dat er Päthenkind Hänsken Sperling 'n Tähn kriggt hadd , ödder sünst wat ganz Nothwennigs . Dat müßt denn , sülbstverstännig mit wedder dusend Küss' , hinnerher rin , un wenn de Siegellack all brennte , was abslut noch wat vergeten , un jedesmal kamm 'n frisch dusend Küss'to , so dat de Schwadrons-Ordonnanz all ümmer an't Gewicht merkte , wenn he 'n Breef von Dürt'n bi hadd . Dat uns Unteroffizier un Brutmann ok de Tint nich schonte , un den Breefdräger alle Woch mitn düchtgen Packen Küss' na Wullenberg buckeln leet , bruken wie grote Kinner nich erst to vertellen . - Neben diss Breefpost mit eren söten Inhalt leep æbrigens noch en anner däftig Post her , de ok nich von schlechte Oellern was un Eenen nich minder leckmülig maken künn . Dat was Mudder Hartwig'n er Kalitenpost , de alle Sünn dag mit den Wullenberg'schen Melkmatrosen to Stadt güng un mit Schinken , Worst , Botter un so wieder proppenvull spickt was . Und wer je den Kohfot ödder Pallasch dragen hett , un möd un mit quarrigen Magen von den Exeerplatz kommen is , de weet , wat vær 'n herrlich Sach un Segen denn so'ne Kalit ) is , un wo wunnerschön sich dat in so'n Spickgans un Bratworst von to Hus satt pappt . Von Tied to Tied kamm Willem ok up Urlaub , un denn was grote Freud in de ganze Hartwigsche Familj' , den schlohwitten Urgroßvader nich to vergeten . Et was en eegen Ding mit den Greis ; he hadd de Sprak nu ganz verloren , un hört keen Klockenschlag un Sterbenswurt ; aber sine klaren Ogen folgten Jeden sin Reden un Bewegen , un et weer , as verstünd un wüßt he alles , wat üm em værgüng . Un mit Dürt'n unner heel he sich ok . Wenn se morgens sinen Sorgenstohl an den Sünnenschien rückte , un de Bibel vær em lagg , denn bläderten sine Hännen langsam drin rüm , un mit eenmal wees he mit fründlich un hell Gesicht up'n Vers , de to wat paßte , wat in't Hus geschehen weer ödder geschach . Dat was toerst ruter kommen , as Dürt Ge burtsdag hadd , un he dat woll an de Breew' un de Blomen merkte ; da was he den Værmiddag so unruhig west , as wenn de abslut wat seggen wull un müßt , un he hadd ümmerdrup up sin Bibel wesen , bis Dürt endlich nakeck un sinen Finger up de Stell in Tobias " Myn kindt hebbe Godt vor Ogen un ym Herten , alle dyn lewedage . Vnd wahre dy . dat du in keene sünde vorwilligest , und döst wedder Gades geboth . Dat süll sin Geburtsdagswunsch vær sin Plegerin un en betern hadd Keener finnen künnt . ) Kalit heißt ein geflochtener Kober , den man über die Schulter gehängt trägt . ) Tobias , V . . Wat Dürt un Eener ut dat Hus den Greis an de Ogen afsehen künnen , dat deeden se em to Leew . De Schmedt säd , et weer , as of en Segen von den ollen Mann utgüng ; wenn sin Ogen up wen ruhten , de kün nischt Schlechtes begahn . Dat spürte he an sich sülwst : he hadd jo ok woll gern en lütt Narrerie makt , un sin leew Endelbutt von Fru tum besten hollen , aber siet de Oller da weer , trute he t sich gar nich mehr recht . Denn düftelte Hartwig , womit he den Greis woll 'ne Freud maken kunn , un he kreeg richtig wat utfindig : he schmed'te lütte Rad' ( Räder ) unner de Föt von den Sorgenstohl , so dat Dürt em in'n Sommer in den Garden schuben künn . Da spelte de Greis in'n Sünnenschien mit Blomen un Bläder un hægte sich un lachte , as 'n klein Kind . Du wolltest sein ruhig , säd Nathan bangbüxig . Ruhig ? schreeg de Buer uter sich . Ik bin 't west , Gott weet't , aber nu is't to Ennen . Den Rock von'n Liew heff ik mi wullt trecken laten , aber dat ji ok dat Hemd runnerrieten willen , dat bringt di in 't Schweig doch ! Ich wollt ja , aber Pimpel will's nicht leiden Still ! segg ik , du Blotegel ! schreeg Rohrbeck . As de een Uhl utsüht , so let't de anner . De Wülf sind in den Schapstall braken un mördern de Lämmer ahn Erbarmen , un de Lämmer mütten 't lieden , denn de Wülf' hebben dat Gesetz in Hännen , un maken sich lustig , wenn dat arme Veh in sin Angst schriggt . Un du steihst hier vær mi , as eener von de schlimmsten Wülf' , en erbärmlichen Flickenbündel , to nischt nütt , as ut anner Lüds Schweet un Jammer Geld to schinden , un ik dumm Schap nehm nich 'n Knüppel un schlag di De Buer flög an Händ' un Föt vær Upregung . He sprüng up Nathan to . Zu Hilfe ! Zu Hilfe ! Ich werd' gemordet , schreeg Nathan in Dodesangst . He stört'te ut de Dær , Rohrbeck half in Wahn Zu Hilfe ! Zu Rettung ! Wat , du schriggst noch ? Ik ward di still maken . Fahr tum Dübel , du bist æberriep . En Schlag un en fürchterlich Schrie - denn würd't dodenstill up den Hof . Negent End' . Wendtsch samaritert , un de Burrmanns kænen all dat Blot bespreken . - Nathan is nich ganz schlecht . - Vader un Sæhn . Mannslüd mütten keen Quarrtüten sind . - Bi't Seißen maken is en Pfiff . - De plattdütsch . Erbbibel . - Dürt bringt warme Strümp . - Jung Hartwig un lütt Willem . Nathan lagg dodenbleek up't Bett , as Willem in sin Vaders Stuw tradd . En grot Loch leep em æber den Hinnerkopp , aber dat Bloden hadd uphört ; uns Wendtsch stünd mit natte Döker vær den Verwundten un köhlte em de Stirn . As dat gar nich anners sind kunn , was Fru Wendt'n de Erste to Stell west , un et was ordentlich verwunnerlich mit antosehn , wo ma nierlich un sanft dat robuste Wief mit de Döker un den Kranken hantierte ; er bös' Mundwerk was mit een mal törnt , un se redte so sacht , as wenn se'n lütt Gör worden weer . - Ik verget' et min Lewdag nich , ver tellte se naher öfter ; de Minsch hadd jo minen Daniel ok all beseidelt un dat Stück weer schlimm kommen , wenn ik nich den Dag wascht hadd un em dat piet schennatte Hemd üm de Ohren haute , dat he vær Seep un Laug sines Bliebens nich mehr wüßt . Aber as ik em up'n Hof in sin Blot schwemmen sach , da dacht ik doch , he is en Minsch un he blifft en Minsch , he sall hier nich in sine Sünden ümkommen un dat Unglück noch gröter warden . Darum besprök ik de Wund , denn wi Burrmanns kænen dat alltohop , un dat Blot stünd up de Stell , wiel he döpt is . Et sall Nu is't aber god , Willem , säd Dürt , un Willem wees sich sehr gehorsam , as dat de Brutmanns ümmer dohn , blos Dürt'n ere Hand heel he fest , un so leepen se langsam na Wullenberg , denn da was unglöwlich vel twischen de Beiden to vertellen , værut von Willem' . De Herr Oberst hadd em bi dat letzte Schwadronsrie den öffentlich lowt ( gelobt ) un de Herr Rittmeister na her seggt , Willem süll nu man gänzlich biblieben . All tolang künn dat nich mehr duern , denn güng de Wachtmeister af , un denn hadd he Willem' den Posten todacht , wiel he dat Reknen un Schrieben ut'n Grund weg hadd un sine Bokstaben un Talen ümmer so glau utseegen , as weeren se ut'n Ei pellt , bi't Militär müßt aber alles ümmer propper un ut den FF sind . As Wachtmeister künn Willem jo ok friegen un mit den Heiraths-Konsens hadd et keene Noth , wiel Dürt jo alle Dage de föftig Daler Kautschon intalen künn , de en Unteroffiziers-Brut as Vermögen hebben mütt . Dat hörte Dürt all mit lüchtend Ogen an , tum meisten , as dat End' von de tokünftge Fru Wachtmeistern vær kamm , un denn packte se eren Niegigkeitsbüdel ut , de ok proppenvull stök . Blos Dürt'n ere Narichten weeren man to Hälft god ; de anner Hälft , sowiet se Willem sinen Vader angüngen , feelen as Bitterkrut in den Freudenbeker . Dürt bestünd ok utdrücklich darup , dat Willem gliek to sinen Vader gahn süll , denn so schlimm se mitennanner ok stünnen , Willem weer 't em doch schüllig , un Vader Hartwig hat ok seggt , dat Willem as Sæhn toerst de Hand tum Freden beeden müßt . Dat säd Willem denn ok gern to , as he hörte , dat de Wirthschaftern upstünds nich mehr da weer . Un as Dürt in ere Freud nu noch niegierig was , un frög , wat Willem denn in sin Schnufdok bunnen hadd , wull he 't nich seggen , aber Dürt was fix ; se würd to ge radner Tied mit'n Finger nipp in den Zippelschlitz faten , un da kamm 't ruter , dat en wunnerschön Bokett drin weer , wat Willem expree in't Sadt vær Dürt'n hadd binnen laten . So keemen de jungen Lüd froh un vergnögt in er Leewesglück bis kort vær't Dörp . Et was utmakt , dat se morgen as Brutlüd to Kirch un an den Öster sünndag tum Abendmahl gahn wullen , un Dürt dacht in eren Sinn , wenn dat mit Willem sinen Vader blos half wegs afleep , denn müßt dat en Österfest warden , as se't noch nich verlewt hadd . Aber ut hellen Himmel schleiht de Blitz mänchmal am schlimmsten nedder , un wat mit Freuden anfüng , kriggt oft en trostlos End' . De Schlag kamm ganz unvermodens . As Dürt un Willem in de Dörpstraat bögten , stört'te Gerichts mann Pietzner in helle Hast ut de Dær un sine Fru rönnte na en half Dutzend anner Wieber ræber , de 'n dull Kapitel verhanneln müßten , denn se erbarmten un schlögen de Händ' egal æber'n Kopp tosammen . Hier is wat passeert ! reep Dürt ängstlich . - -- Christ Wendt , kumm her ! De Jung kamm antorönnen . En Kürassier ! schreeg he . Herrjes' , dat is jo Willem Rohrbeck ! Christ , wat is los ? frög Willem . Na , du kümmst god ! Din Vader hett Juden Nathan mit de Meßfork vær'n Kopp schlagen , un se halen all den Schandaren , üm em intospunnen . Da was dat Unglück un schlimmer , as to denken Dürt , stött' Willem ruter , nimm minen Dok ! Gott in hohgen Himmel , ik mütt hen ! He störmte mehr , as he leep . Nathan weer vær'n Stund unverhofft bi Rohrbeck'n værföhrt , un direkt to em in de Stuw gahn . Ich will dir anbieten einen Vergleich , säd he . Rohrbeck trute sin Ogen un Ohren nich . Et schient em unmæglich , dat em von Pimpel un Nathan noch wat Godes to hoffen stünd . He nödigte Nathan' tum Sitten . Du hast uns ungerecht verklagt beim Rechtsan wålt und mich gemacht zum Betrüger Dato hebben ji ju sülwst makt . Min Klag is Was ? Wenn du pfeifst so , kriegst du kein Geld uud wir wissen , daß du bist Matthäi am letzten . Rohrbeck namm sich tosammen . Dat Unglück sin bäten Willenskraft noch mehr braken , un he dacht daran , wat em sin Rechtsanwalt warnt un raden Ik will daræber schwiegen . Min Geld is all , dat is richtig . Ik will wat von mine Fordrung schwinnen laten , damit wi in Goden utenanner kommen , un ik wedder wat tum Leben heff . Wir werden kommen zusammen , wenn du so sprichst . Es soll sein vergessen und vergeben , was ge schehen ist zwischen mir und dir . Also zuerst : du reißt entzwei den Schuldschein über dreitausend Thaler und nimmst die Klage zurück . Rohrbeck besünn sich 'ne Wiel . De Ohrfieg weer em vær den Anfang to stark . Ik will de Hälft drangeben , säd he denn . Ganz ! Anders nicht . Der Schein ist werthlos , dein Rechtsanwalt hat dir's gesagt . Was werden wir geben Geld für werthlose Sachen ? In den Buern sin Brost krampfte sich dat , aber he leet sich nischt ut . God ! De dreedusend sælen schwinnen . Ist verständig gesagt . Wir werden einig . Dat anner Geld mütt mi aber vull warden . Halt ! säd Nathan . Wir haben Gegenforderungen , die müssen abgehen von den zweiten dreitausend Tha lern , fällig am . Januar . Du hast uns gutgesagt im § , daß auf dem Hofe nur stehen die siebenzehn tausend Thaler Hypothek . Es steht aber darauf auch ein Altentheil , im Werth von siebenzig Thalern und freie Wohnung , was anzuschlagen ist auf zehn Thaler . Dat hebben ji jo wüßt ! Aber es steht nicht im Kontrakt und das Gericht sich nur halten ans Geschriebene . Das Altentheil wir kapitalifirt gesetzlich mal zwölfeinhalb , macht ein tausend Thaler , welche wir haben gut . Nathan , bröcht de Buer möhsam ruter , de Reknung kannst du vær unsen Herrgott nich verantwurten . De olle Mann steiht jo all mit eenen Fot in't Graff un 't is en Wunner , dat he hüt noch lewt . Reken twee hunnert af un ik will mi tofreden geben . Es kann stehen ein Mann einen Schritt vor dem Tode und noch leben hundert Jahre . Doch sollst du sehen , daß ich nachgiebig bin ; sagen wir blos vierhun dert Thaler gut für uns ! Ok dat noch , stammerte Rohrbeck . Is't nu all ? Bis auf die Wechsel . Wir haben eingelöst deine Wechsel über zusammen zweitausend Thaler , welche du aushändigt bekommst als baar , wie's steht im § . Den Buern tradd de kolle Schweet up de Stirn . So vel Wechsels kænen dat unmæglich sind . Ik heff knapp den drütten Deel drup kregen , un ji hebben's wiet unner vull an ju bröcht . Das ist egal . Du hast unterschrieben auf zwei tausend und mußt bezahlen zweitausend Thaler . Wir leben vom Profit und verschenken nichts . Also rechne nach : vierhundert fürs Altentheil und zweitausend für Wechsel , ab von dreitausend Thalern , bleiben sechshun dert , welche ich dir bezahle baar auf der Stelle . Rohrbeck halte deep Adem , Von sössdusend sall ik sösshunnert kriegen ! Nathan , du mökst mi tonicht . De Dübel sülwst hett di reknen lehrt , denn ut'n Minschenkopp alleen kann so wat jo gar nich kommen ! Nathan grieflachte . Bedank dich bei Pimpel , der es hat ausgeklügelt und macht todt zehn Rechtsanwälte . Es geht zu alles nach Gesetz und Recht . Wer kennt die Gesetze , kann machen , daß rechts ist links , und eine Million ist werth eine Null ! Herr Gott , is't mæglich ? un in so 'n Händ' bin ik fallen ! Nathan , ik will mi ok darin fögen , damit ik ju los ward , denn mi bangt üm mine Seligkeit , wenn ik länger mit ju to dohn heff . Giff mi de söss- hunnert un de letzten dreedusendfiewhunnert Daler , de up Hypothek schreben warden süllen , un wi sind fertig . Noch nich ! reep Nathan hastig . - Es hat ge gangen schlecht mit dem Verkauf ; wir haben noch die Hofstelle und die neun Morgen Land am Tanger . Wir wollen aber zu Ende kommen und frei werden von dem Geschäfte . Wat heff ik damit to dohn ? frög de Buer . En bös' Ahnung stieg in em up , dat dat Utpressen noch wieder gahn süll . Du kaufst zurück die Hofstelle und das Land für dreitausend Thaler und bekommst die übrigen fünfhun dert baar . Rohrbeck würd kriedenwitt in't Gesicht . Nathan , wörgte he ruter , hör up ! Et kann din Ernst nich sind . Wat sall ik mit de Sandbüß , de mit hunnert Daler to düer betalt is ? Wir verschenken das Land völlig , denn die Ge bäude sind versichert billig mit sechstausend Thalern , so daß wir zugeben baares Geld , dir zum Guten bei dem Geschäfte . Geld geben ji to , mi tum Goden ! Ach min Gott , un ik mütt lieden , dat mi so'n Lægen in't Gesicht schmeten warden ! Nathan , nochmal : lat dat sind ! Wat doh ik mit Wirthschaftsgebüden , wenn ik keen Wirth schaft heff ? Du kannst halten eine Kuh auf den Garten ich weiß eine stehen ! - und hast elfhundert Thaler baar , womit du kannst ankaufen Land und vergrößern allmählich deine Wirthschaft . Nathan , säd de Buer , ik bidd di tum drütten Mal : hör up ! Ik holl nich mehr ut . Is't nich genog , dat ji mi eenmal plündert hebben ? Erst schwindeln ji mi den Hof af un nu wedder an ? Un wenn ik noch mal up den Liem gahn wull un mi vom Buern tum Bödner maken leet , - wo weer upstünds Land ( in Wullenberg to köpen ? De Göderschlächter lachte lud . Land ? So viel du haben willst und billig ! Da für laß Pimpel und Nathan sorgen De Buer verstünd ogenschienlich nich , wo dat ruter Verstehst du denn nicht ? Pass' auf : Die meisten , die gekauft haben von deinem Land , können nicht hal ihr Besitzthum , weil sie sind verschuldet überm Kopf und haben bezahlt , was nicht geht herauszuwirth schaften und wenn Mandeln und Rosinen drauf wachsen . Wir haben in Händen die Kontrakte , die sie machen todt , und wir ziehen zu die Schnur , wenn reif ist das Korn - und es steht schon auf dem Schnitt ! Rohrbeck keek den Utschlächter starr an , as weer't en wild Thier , wat vær em seet . Also de armen Stümpers sælen ok all ruinirt warden , as ji mir ruinirt hebben ? Un ji fürchten ju nich de Sünd' , vær de Minschen un den jüngsten Dag ? Geldnehmen ist keine Sünde . Wer dumm ist , kriegt Prügel ! Wat ! säd Rohrbeck , denn he künn den Strom in sich nich länger bändgen , wat , wer dumm is , kriggt Prügel ? Nimm di in Acht , Nathan , dat de Kloken nich ok wat kriegen . Dat Maat is vull , bring't nich tum Oberlopen ! Nathan kreeg en Schreck , as he den Buern in't Gesicht keek . Du willst mich bedrohen ? säd he ängstlich . Fürcht di nich , antwurt'te Rohrbeck un twüng sich to Ruh . Aber ik segg di ernst : Scheer di ruter un höd di , wedder to kommen ! De Göderschlächter würd wedder driester . Der Hof und die Stube ist mein und du kannst mir mein Eigenthum nicht verbieten . Aber ich werde gehen . Du hast nicht wollen hören auf meinen Ver gleich und du stößt zurück meine Hand , die dir will lassen Etwas jetzt wasch ich meine Hände , denn du selbst wirst Schuld haben an dem , was nun kommt ! Rohrbeck hadd de Dærenklink all in't Hand , üm Nathan ruttoschmieten ; jitzt leet he's wedder los . Dat Blot stünd em still . Luerte da noch en biester Ver derben up em ? Nathan , säd he , is dit noch nich ut ? Hebben ji noch 'n Strick , an den ji mi hängen konen un ik weet't nich ? Ja , antwurt'te de Göderschlächter , und ich will dir davonhelfen gegen Pimpels Willen , der dir ge schworen hat Rache , weil du ihn hast geschimpft Spitz bube in seiner Wohnung . Ich sage dir , ich bin schlimm , aber Pimpel ist schlimmer . Nathan nimmt die Haut , Pimpel nimmt die Knochen ! Den Buern leep en Schuer æber'n Buckel , aber he schweeg . Du sollst hören die reine Wahrheit , wie's mit dir steht , wenn du versprichst zu sein ruhig , und nicht zu vergreifen deine Hand an mir ! Min Hand sall sich nich an di versündgen , säd Rohrbeck düster . Red' , Nathan , ik heff all sovel dragen , dat ik stump worden bin . Herr Gott , is dit hüt en schweren Dag ! Du kriegst keinen Pfennig von den dreitausend Thalern , wenn wir rechnen streng mit Zinsen , das hab' ich dir schon bewiesen , und du kriegst auch nichts von den dreitausendfünfhundert , wenn wir nicht wollen . Upstünds glöw ik alles . Man wieder . Du kennst Pimpel und Nathan noch nicht ganz und den Kontrakt auch nicht . Da steht § : der Rest wird auf die Hofstelle und das zu dieser zuzuschlagende Theilgut eingetragen . Wie groß das Theilgut sein soll , steht da nicht , auch nichts von erster Stelle . Nun sagen wir : die Sandbüchs soll sein das Theil gut , und lassen deine dreitausendfünfhundert Thaler hinten eintragen . Dann bringen wir aus die Sub hastation , ein Geschäftsfreund kauft's für'n Schund preis und du fällst aus . Rohrbeck satt muckenstill . Dann bist du los die Sicherheit an den Hof und kannst dich halten an uns , redte de Utschlächter wieder . Gut ! halt dich an die leere Luft ! Pimpel hat geschwo ren den Manifestationseid und schwört ihn , so oft du verlangst , und ich hab abgetreten mein Geschäft und all mein Hab und Gut an meinen Schwiegersohn , und kann beeiden , daß ich nichts hab' zurückbehalten , um dir zu werden gerecht . Rohrbeck drückte mit beid' Hännen allermeist gegen de Brost , denn dat Herz kloppte em , as schlög Eener mit'n Hammer drup . Mi is in den Ogenblick hier inwennig wat sprungen , säd he un et klüng schuerlich . Nathan , gah ! gah ! Es kommt noch Pimpels Rache gegen dich . Die Wechsel von dir trägt er morgen zum Justizrath und am dritten Ostertag ist hier der Gerichtsexekutor , und versiegelt Wohnung , Möbel , Kleider , Betten , denn Pim pel stellt unter Eid , daß du willst heimlich verkaufen alles und ausreißen nach Amerika ! In Märtin Rohrbecks Kopp güng alles drunner un dræber . Jitzt sprüng he up mit eenen Schrie , de nich mehr minschlich was . Na Amerika ! rüng he rut . Min Gott , wat bin ik utplündert Minsch nich da , denn sowat kann't blos in uns trurig Dütschland geben ! Un mit so'n Schand thaten un Værnehmen kænen ji ruhig up de Strat lopen , un Gotts Dunner schleiht ju nich nedder , un ji treden in'n Hus , un de Balken störten nich in un schlagen ju dod ? Du wolltest sein ruhig , säd Nathan bangbüxig . Ruhig ? schreeg de Buer uter sich . Ik bin 't west , Gott weet't , aber nu is't to Ennen . Den Rock von'n Liew heff ik mi wullt trecken laten , aber dat ji ok dat Hemd runnerrieten willen , dat bringt di in 't Schweig doch ! Ich wollt ja , aber Pimpel will's nicht leiden Still ! segg ik , du Blotegel ! schreeg Rohrbeck . As de een Uhl utsüht , so let't de anner . De Wülf sind in den Schapstall braken un mördern de Lämmer ahn Erbarmen , un de Lämmer mütten 't lieden , denn de Wülf' hebben dat Gesetz in Hännen , un maken sich lustig , wenn dat arme Veh in sin Angst schriggt . Un du steihst hier vær mi , as eener von de schlimmsten Wülf' , en erbärmlichen Flickenbündel , to nischt nütt , as ut anner Lüds Schweet un Jammer Geld to schinden un ik dumm Schap nehm nich 'n Knüppel un schlag di De Buer flög an Händ' un Föt vær Upregung . He sprüng up Nathan to . Zu Hilfe ! Zu Hilfe ! Ich werd' gemordet , schreeg Nathan in Dodesangst . He stört'te ut de Dær , Rohrbeck half in Wahn Zu Hilfe ! Zu Rettung ! Wat , du schriggst noch ? Ik ward di still maken . Fahr tum Dübel , du bist æberriep . En Schlag un en fürchterlich Schrie würd't dodenstill up den Hof . Negent End' . Wendtsch samaritert , un de Burrmanns kænen all dat Blot bespreken . - Nathan is nich ganz schlecht . -- Vader un Soehn . Mannslüd mütten keen Quarrtüten sind . - Bi't Seißen maken is en Pfiff . - De plattdütsch . Erbbibel . - Dürt bringt warme Strümp . - Jung Hartwig un lütt Willem . Nathan lagg dodenbleek up't Bett , as Willem in sin Vaders Stuw tradd . En grot Loch leep em æber den Hinnerkopp , aber dat Bloden hadd uphört ; uns Wendtsch stünd mit natte Döker vær den Verwundten un köhlte em de Stirn . As dat gar nich anners sind kunn , was Fru Wendt'n de Erste to Stell west , un et was ordentlich verwunnerlich mit antosehn , wo ma nierlich un sanft dat robuste Wief mit de Döker un den Kranken hantierte ; er bös' Mundwerk was mit een mal törnt , un se redte so sacht , as wenn se'n lütt Gör worden weer . - Ik verget' et min Lewdag nich , ver tellte se naher öfter ; de Minsch hadd jo minen Daniel ok all beseidelt un dat Stück weer schlimm kommen , wenn ik nich den Dag wascht hadd un em dat piet schennatte Hemd üm de Ohren haute , dat he vær Seep un Laug sines Bliebens nich mehr wüßt . Aber as ik em up'n Hof in sin Blot schwemmen sach , da dacht ik doch , he is en Minsch un he blifft en Minsch , he sall hier nich in sine Sünden ümkommen un dat Unglück noch gröter warden . Darum besprök ik de Wund , denn wi Burrmanns kænen dat alltohop , un dat Blot stünd up de Stell , wiel he döpt is . Et sall ok Keener seggen , dat he ganz schlecht is , denn as ik em ut de Beschwiemniß bröcht , da was sin erst Wurt : Mein Sohn ! mein Sohn ! es kömmt Schande über meinen Sohn ! un dat güng em so jämmerlich un fiss lich af , dat et mi in't Herz schneed ; von sine Wehdage aber säd he nischt , ofwoll dat 'n Loch weer , wo eener Wull to'n Paar Kinnerstrümp rinleggen künn . Also hett he doch een minschlich Wesen leewer , as sich sülwst , un wer dat hett , de is noch nich ganz verstött't un uns Herrgott kann em dat Gewissen noch röhren . Dat is ok bis dahen ümmer geschehen , dat de kloken Lüd seggt hebben , de an keenen Gott un Jesum glöben , et weer man dumm Tüg , wat Wendtsch von den Buern un Klementine'n quackelt ; aber dissen sülben Dag hett sich utwesen , dat oll dumm Wendtsch doch Recht hadd . Denn as Schult Rublank den Bueru frög , wo de böse Perßon stök , da säd he , se künn sineswegen henlopen , wo Ossen un Perd güngen , un he wull's nich mehr vær Ogen sehen . Un dat dürft he driest seggen , wiel dat Blot flaten weer un den Bann braken Also uns Wendtsch deed ganz wedder ere Natur un Moden an dissen Dag Samariterdeenst an Nathan sin Schmerzenslager , un se wundarzte an em rümmer , as weer se drup studirt un hadd er Lewlang nischt anners dahn . De Buer huckte up de Bank an'n Aben ; vær em stünd Schult Rublank mit den Gerichtsmann Pietzner un beid heelen Wach , ofgliek Rohrbeck mit keene Silb an Utrieten dacht . He hadd beid Händ dicht an't Gesicht drückt ; von Tied to Tied schluckste he bald noch düller , as Nathan , un de Thranen leepen em pieperlings de Backen runner . As he hörte , sin Sehn weer kommen , wull he upstahn un em entgegen wanken , aber de Knee wullen em nich dragen un he sackte machtlos up de Bank torügg . Vader ! Vader ! reep Willem ganz terschlagen un fat'te em bi't Hand , wat is dit ? Mütten wi so wedder Ik heff schlecht hannelt an di un an't ganze Dörp , bröcht de Buer möhsam ruter , un de Straf trefft mi gerecht . Flok mi nich , min Sæhn , dat ik di üm din Erw bröcht heff un du dörch mi noch en Verbrekerkind worden bist . Se hebben mi kranken Minschen to sehr verstrickt ; ik heff vel in mi freten un leden , aber wat mi de Minsch da hüt pienigt un quält hett , dat was nich mehr minschlich , un de Fork flög mi ut de Hand , wiel ik wahnsinnig weer un nich wüßt , wat ik deed . De Buer weente , as'n schwack Kind . Vader , du kannst mi so wat totrugen ? Eh' du dit dahn hest , mütt Schreckliches værgahn sind , dat weet ik . Et weer anners kommen De Buer unterbrak sinen Sæhn mit biddend Ogen . Lat dat , Willem , ik bidd di ! Et is ut un all , wenn ok to späd vær di un mi . Wenn ik weet , dat du mi nich mehr fiend bist , drag ik lichter , wat nu kommen mütt . 't is god , dat du gerad hüt kümmst , denn weeten müßt du't doch . En Bidd heff ik : lied dat nich , min Sæhn , dat din oll Vader mit Schand un Schandaren in't Gefängniß bröcht ward . Rublank ward anspannen un verlöben , dat du mi henbringen kannst ; he ödder Pietzner sall mit up'n Wagen sitten , un so will ik mi friewillig vær minen Richter stellen . Denk ok an Großvadern ; ik heff bis jitzt na em sehn , dat he keene Noth leed . In't Stadt löppst du tum Rechtsanwalt Brandt , un dröggst em de trurig Geschicht vær ; he is'n goden Mann un ward retten , wat vær di an Geld un vær mi an Ehr to retten is . sinen Kollegen kiek nich an ; de höllt de Maschen in't Gesetz up , dat de Schliekers dörchkrupen kænen ! Dat sall kommen , as du willst , säd de Schult bewegt . Ik ward gliek na'n Fohrwerk schicken . Willem gifft mi sin Ehrenwurt as Mann un Soldat , dat he di nich weghelpen will ; denn setten wi dree uns up'n Wagen un keen Minsch unnerwegs sall weeten , wo wi leider Gotts hen mütten . Dürt kamm mit verweente Ogen to Hus . Værbi was de schöne Österfreud in de Schmed' , un de Sünnen schien weer von de Gesichter wehgt , as hadd 'n de Storm wegpust't . De leew Dürt hadd dat Schnufdok vær't Gesicht un schluckste in't Eck ; Vader Hartwig wunnerwerkte in't Stuw rümmer , un schmeet mit Spitz boben un anner schlimm Gesindel üm sich , dat nich de Hälft in't Hus Platz hadd un Mudder Hartwig hadd eren Termeß vullstännig verloren . Se göt dat Afwaschwater in de Melkkann , un de Melk in de Drank bütt , un schlög sich denn vær'n Kopp , wo'n grot Minsch so wat Unklokes maken künn . De afpuhlten Höhner up den Kækendisch luerten ümsünst , dat Eener er utneh men süll , un de dreepündig Hekt lagg ganz weekmödig in sine Schöttel ; de Ogen treeden em ümmer erbärm licher ut'n Kopp , aber Keener kamm un gaff em den Gnadenstoß , de em ut sine Angst hülp . Dat schöne Bokett lagg noch inbündelt up de Kommod ; Willem wüßt nischt von de Zigarrentasch mit Rosenknupp un Vergißmeinnicht up den Kannewar , un Dürt wüßt nischt von de Perlmutterbrosch , de in Siedenpapier unnen in dat Schnufdok lagg . Endlich kamm Willem ræber un Dürt flög em allermeist entgegen , denn he sach to vertagt ut . He vertellte , dat he gliek mit sinen Vader to Stadt müßt . Et is to schlimm , säd he wieder , un ik weet nich , wat darut warden mag ; of mi de Herr Rittmeister noch wieder in de Schwadron behollen ward , nadem dat Unglück minen Vader tum Verbreker makt hett , ödder of mi disse Karrjär' nu nich afschneden is . Un wat Se , Herr Hartwig , un Ere Fru un Dürt dohn , un gode Nam un Geld bi uns egal hen sind , kann nischt seggen , wenn Se mi de Der verschluten ! As Dürt dit hörte , weer 't mit de Kadangß in er Köppken værbi . Se föt Willem' wiß üm , un säd , wo he bleew , da bleew se ok , dat mücht nu kommen , as't wull ; se wull 't up disse Welt gar nich beter hebben , as he . Dabi weente se ludhals , un as ere leewe Mudder de Wehdag' von er Döchting sach , künn se dat Soltwater ok nich purren , un se kreeg de kenschört vær'n Kopp , üm sich dat Gesicht drög to hollen . Bi diss dubbelt Værlag' würd ok sülwst Vader Hartwig ungewiß æber sine Ogen ; he sökte mit den Rockzippel na wat Nattes darin rümmer , un wischte richtig ut jeder Eck 'n jädlichen Druppen ruter . Aber he gaff sich en ruhgen Anschien , denn Mannslüd mütten keen Quarrtüten sind , un he säd : nu fehlte ja blos , dat Willem ok noch den Thranenbüdel upbünd , un denn künn he as Oellster jo woll mit de Leckbütt antreden un Soltwater upfängen . Nu is't genog , Mudder , seggt he wieder , sorg leewer , dat fix wat up'n Disch kümmt . Un du , Dürt , süllst Willem' dat Herz nich unnödig weeker un schwerer maken . Kiek mal hier up de Kommod ; wat kænen de armen Blomen davær , dat Pimpel un Nathan so' ne schlechten Minschen sind ? Stell leewer dat Bokett in't Water , damit makst du Willem' mehr Freud , as wenn du em de Uniform natt plüns'st . So bröcht Hartwig up sine Manier wedder Ruh un Appell in de Gemöther , un to Willem säd he : Dat is hübsch von di , dat du in de Bedrängniß fest to dinen Vader steihst , so vel du ok to klagen hest . Un ik heff ja ok woll in de letzte Jahren mit em ka- rangßett stahn , sietdem dat Stück Unglück up ju'n Hof weer , aber jitzt gah ik mit ræber un gew dinen Vader de Hand , denn in't Unglück schieden sich de wahren Fründen von de falschen , un Jeder weet , wo he to Hus is . Din Rittmeister ward jo en verstännig Mann sind ; wenn aber alle Sträng rieten , denn is in mine Schmed' ok noch vær twee Mann to arbeiten un to eten . De Hartwig'schen Seißen von Wullenberg hebben goden Rop in't Uckermark , denn unner tein Schmedt meister is noch nich Eener , de 'n Seiß richtig to Schnied bringen kann , wiel da en Pfiff in't Utglöhgen bi is , un den will ik up di vererben . - Von hüt ab seggst du ok nich mehr Herr Hartwig to mi , sünnern Vader , un lat di't nich gereuen , dat du twee Vaders hest . Denn Vadersegen is en Glück , dat Eener woll dubbelt bruken kann . Nu kumm , et ward Tied , dat wi ræbergahn . Vader , ik dank Se herzlich , un Se , Mudder , un di , leew Dürt ok . En Bitt aber heff ik noch an Se alltosammen , min oll Urgroßvader kann unmæglich jitzt dræben blieben Herrjes' , ik heff ok all daran dacht ! stött Mudder Hartwig'n ruter , un de Schmedt schlög sich vær'n Kopp . An sich denkt man , säd he , aber de Annern ver gett man , dat is ümmer so ; un an di , Mudder , kenn ik't ok all lang ; du kriggst all mine Dage de goden Værgedanken erst naher . - De olle Mann kümmt hierher , daræber ward wieder nich redt , un du , Dürt , mökst em de kleine Stuw na den Garden rut torecht , dat he gliek ümmer de Morgensünn kriggt , denn dat sall ja sin Leewstet up disse Welt sind . De Manns güngen ræber , un as se wedder keemen , hadd Willem sinen Urgroßvader up'n Arm , as'n klein Kind , un up den Schoot lagg den Greis de Erbbibel , wovon de Lüd in't Dörp so vel redten , un de as eben so'n Wunner acht würd , as de olle Mann sülwst . De Bibel was en kostbar Familjenstück ; den Greis sin Værvader hadd's all hadd , un up de værdersten Sieden was mit vergilbte un grawe Schrift de Stammfolg von de Rohrbecks von Vader tum Sæhn siet tweehun nert Jahren indragen . - Blatt vær Blatt in de Bibel weeren merkwürdig Biller von Meister Lucas Cranach enthollen , un drückt was se noch to Luthers Tieden , in uns plattdütsch Mundart . Denn damals , de grote Gottesmann de heilgen Schriften so wun Herbar schön in dat Meißnische Hochdütsch æbersettte , würd in uns Gegend un in den ganzen Norden von Dütschland blos dat Sassische Platt redt un verstahn . Ja , as uns ehrwürdig Doctor Martin Luther sich den Treptowschen Rektor Johannes Bugenhagen tum Mit arbeiter bi de Reformation na Sachsen kommen leet , da müßt de Doctor Pomeranus , as Bugenhagen in de latinschen Schriften öfter nömt ward , de erste Tied in Wittenberg plattdütsch predgen , wiel de hochgelehrte Mann de hochdütsche Sprak gar nich reden künn . Dar um hadd Johannes Bugenhagen , unner Doctor un Meister Martin Luthers Ogen un Tostimmung , de Bibel vær sine Landslüd ut de Luthersprak unverfälscht in uns Platt æberdragen , up dat ok uns Væröllern Deel an dat reine Gotteswurt hebben künnen . Na diss Bugenhagensch Bibel , de upstünds sehr selten is , sind twee Jahrhunnert lang in Pommerland un Ucker mark Predigten un Sakramenten hollen worden , denn de erste hochdütsche Bibel in Pommern hett erst Anno de Generalsuperintendent Meyer in Griepswald Willem sett'te sin Last sacht up'n Sorgenstohl nedder , un Vader Harwig rückte gliek sinen Schlaprock ruter , damit de Greis jo recht warm sitten süll . De Rock was woll dreemal to wiet , aber et was doch up'n Flecken nischt anners to Stell . Un Dürt hadd ok up paßt ; se kamm mit'n Paar Pumpuschen ( Filzschuhe ) to Platz un säd : Herrjes' , hier is woll gar en Loch in'n Strump ! Da leep se fix to Kommod , un leggt en Paar von er eegen , week Strümp von hiesige Hammelwull in't Röhr , wiel up'n Lannen bis up den Dag vær Jo hannen inböt't ward . De olle Mann beannte dat alles ganz richtig ; sin Ogen würden ümmer heller , un as Dürt nedderkneete un de anwärmten Strümp sacht an treckte , da grabbelte he er mit sin knækern Finger . molig in dat Flasshaar ; et flög as'n lichten Schiec , æber sin Gesicht , de Lippen bewegten sich un sehrt schwack un langsam , aber doch vernehmlich kamm et Ik kenn ju woll ; - 't is jung Hartwig , un uns lütt Willem , un sin Brut . Min Kind , et sall di god gahn , wiel du god bist . Denn keek he's all nochmal an un säd möd un ganz lies' : To Bett ! Teint End . Een Lichtstriepen . Hartwig'n juckt dat linke Og . - Dürt mökt 'n Knoten in er Schnufdok un lett sich dat Gesicht af nehmen . - De tokünftge Fru Wachtmeistern . - Nathan in Berlin . - Uns Herrgott leggt Pimpel'n dat Handwerk . Worüm de Breew von Dürt'n so schwer weegen . - De Kalitenpost . - Urgroßvadern sin Geburtsdagswunsch . Dat is so inricht't up de Welt , un 't is woll inricht't , dat et so inricht't is : an keenen Minschen gahn Möhsal un Wehdage ganz væræber ; of König ödder Kohjung , sin Päckchen mütt jedweder dragen , un mit unner recht hart un schwer . Aber wenn 't em bald nedderdrückt und he denkt , dissen Storm un dit Unweder eberkümmst du nich ! - denn blinkt mit eenmal in hell Lichtstriepen in de Düsterniß up un wiest den Weg to Hoffnung un Beterung . Willem kamm na all de schlimmen Værfäll doch mit Narichten torügg , de as so helle Lichtstriepen vær wärts lücht'ten . De Herr Gerichtspräsident hadd Willem mitsamst sinen Vader de Hand geben un seggt , de Ge rechtigkeit müßt eren Lop hebben , aber up't Schlimmste künnt in keenen Fall kommen , denn Nathan lewte jo un he wull Rohrbeck'n de Haft na Möglichkeit linnern . Willem süll ok een vær alle Mal Verlöwniß hebben , sinen Vader in't Gefängniß to besöken . Denn hadd Willem an'n Charfriedag fröh sinen Herrn Rittmeister de trurig Sach værstellt , aber da weeren all sine Sorgen schwunnen . Herr von Wedell hadd sich dat Stück von vorn bis hinnen utführlich und richtig ver tellen laten , un denn en bösen Flok utstött , so lang , dat 'n keen Schnieder mit de Ell afmäten künn , un hadd seggt : He kennte de Sippschaften , un dat weeren lieksterwelt de nämlichen Kunststücken , dörch de sin leew Herr Vader üm Rittergod mit Wald un Schloß bröcht weer . Da seeten de Pracher jitzt ok drup , as de Mad up den Speck , un se wullen sich woll gar von den türkschen Sultan den Baronstitel köpen , wiel uns König vær so'ne Baronschaften un Edellüd dankte . - , da süll Willem sich man nich in geringsten bangen , dat em de Sach tum Schaden gereeken mücht ; he weer un bleew sin Wachtmeister-Kandedat un sünst Keener . De Herr Rittmeister würd ok sinen goden Fründ , den Rechts anwalt Brandt , anstöten , dat he alles in Bewegung sett'te , üm Willem' sinen Vader to retten , un dat Ge wew to terrieten , womit Rohrbeck un den annern Land köper ümspunnen weeren . Bi den Rechtsanwalt was Willem ok west ; de hadd fest verspraken , sich de Sach na alle Kräften an tonehmen , un Willem' updragen , sich æber Fest genau ümtodohn un alle Lüd in Wullenberg utfindig to maken , de von de Göderschlächter Land köfft hadden . ödder as Andrieber un Männkenmaker datwischen stöken . Da hadd Willem denn seggt , dat Beste würd sind , Schult Rublank un Vader Hartwig keemen mit to Stadt un vertellten den Herrn Rechtsanwalt de Sach von Grund ut , denn de Beiden hadden sich bi dat ganze Geschäft neutral hollen , un künnen angeben , wat de Utsegg von Jeden werth weer . - Dat würd denn mit den Schulten afmakt un Rublank säd gern to , æber Fest sine Wahrnehmungen to Papier to bringen . Den drütten Österdag , wenn Willem' sin Urlaub to End' weer , wullen se all dree to Stadt föhren un den Rechts anwalt de ganze Kundschaft æbergeben . Dürt mökt en wehleedig Gesicht , as von Stadt föhren de Red was , un er Vader merkte woll , wat de Klocken lüden wullen . He günnte sin Döchting er Freudendeel gern , aber na sine Moden müßt he dat Stück von hinnen rüm to Schick bringen un he säd : Dürt , min Dochter , mi juckt dat linke Og . Lop mal na'n Schulten ræber un bidd em , he mücht doch to morgen eenen Strohsack mehr stoppen laten , denn mi weer dat , as würd sich noch en Passagier anfinden , de ahn' Betalung mit will . - Da feel Dürt eren Vader in helle Freud üm den Hals , un denn mök se sich gliek 'n Knoten in er Schnufdok ; aber worüm , dat wull se Keenen seggen un verböd ok Willem' den Mund . Denn drütten Österdag föhrten de twee ollen Lüd un de twee jungen Lüd richtig to Stadt , un Willem gung kasch un steidel mit sin Brut an'n Arm up dat Trittowar . Hinner er folgten Hartwig un de Schult , un uns Schmedt keek alle Lüd flietig an , of se ok merk ten , dat et sine Dochter weer , de da mit den schmucken Unteroffizier güng . To allen Glück müßt et noch treffen , dat de Herr Rittmeister uns Wullenbergsch Kolonn be gegnet . As sich dat hört , leet Willem sin Brut ilig los , un stünd stramm in de Front ; aber Herr von Wedell winkte hastig af un Dürt dacht sich in alle Himmel , as he fründlich säd : Ach , das ist wohl meine zukünftige Frau Wacht Zu Befehl , antwurt't Willem , meine Braut , Fräu lein Dorothee Hartwig ! Gratulire herzlich ! säd de Rittmeister un wull wieder gahn , aber uns Schmedt müßt absolut ok noch sin per ßönlich Ehren-Andeel hebben . De militärsch Geist in em brök dörch , as in'n oll Kavallerieperd , wenn 't de Schwadronsmusik hört ; he hadd as dat Weder de Finger an de Hosennaht , namm de Knaken tosammen un meldte sich to Stell : Mine Dochter , Herr Rittmeister , alt Soldatenblut ; Füsilier Hartwig , Kompanie Leibregiments ! Danke , Papa Hartwig , Sie haben bei einem braven Regiment gestanden , gratulire nochmals Zu Befehl ! leggt uns Schmedt ahn' Upenhalt wedder los , Ihr Herr Vader hat sogar uns Batalljon bei'n großen Kaisermanöver Anno kummandirt , und wo ich mir recht besinne Danke , danke , Papa Hartwig , säd de Herr Ritt meister un mök sich mit nochmalgen Gruß dünn , denn sünst hadd em uns Fründ de ganze Manövergeschicht von Anno mit Grot- un Kleingewehrfüer utführlich Rublank un Vader Hartwig güngen tum Rechts anwalt Brandt , de mit den Schulten schon lang up t beste bekannt weer und de beiden Landlüd sehr fründ lich upnamm . Ich habe ein doppeltes Bedauern auszusprechen , säd de Herr Rechtsanwalt ernst . Meine Bemühungen für Rohrbeck aufzu haben bisher kaum einen Erfolg weisen , und auch meine Warnung hat die unheilvolle Wendung der Sache nicht verhüten können . Seit dem ersten Tage , da Martin Rohrbeck zu mir kam , befürch tete ich einen traurigen Ausgang . Solche gutmüthigen , schwachen Naturen dulden Unrecht auf Unrecht , Schlag auf Schlag , ohne gegen das Schicksal zu murren , oder sich zum Widerstand gegen den dreisten Arm auf zuraffen , der ihnen den Nacken krümmt . Aber gerade in dem trägen Ertragen der Unbill liegt das Gefähr liche dieser Naturen . Sie sammeln alles Gift , von dem der energische Geist sich befreit , in ihrer Brust ; noch ein schwacher Tropfen , die Leidenschaft bricht mit jäher Gewalt hervor und ras't blind und vernichtend gegen sich selbst oder den kecken Bedränger . Derwiel de beiden ollen Lüd mit den Rechtsanwalt verhannelten , leepen de beiden jungen Lüd en bäten in 't Stadt spazeeren : Willem wees Dürt'n , wo de Herr Oberst un de Herr Rittmeister wohnte , un hülp er bi Kopmann Fiehn'n Knöpnadeln köpen ; Dürt aber be reknete , mit wovel Wirthschaftsgeld se woll as Fru Wachtmeister utkommen künn , un se säd , ne Zick müßt se sich hollen , sünst trute se sich nich , mit acht Gröschen den Dag æber to reeken . Daræber lachte denn Willem un säd , eenen Gröschen von sin Traktement wull he noch toleggen , aber Dürt wull von so'n Geldverschwenden nischt weeten , un bleew dabi , mit ne Zick in 'n Hus stand weer vel sparsamer to wirthschaften ; se wull ok morgen gliek mit Dröscher Wendtsch reden , dat se in 't Fröhjahr een Höken liggen leet , wiel de Wendtschen Zicken de besten Melkgeber in Wullenberg weeren . Bi dit Wirthschaftsinrichten redte sich uns Dürt ordentlich warm , un as se nu fix dat Schnufdok namm , da würd er de Knoten von gistern verdreetlich unter de lütte Näs fuschern . Nu kamm et ok ruter , worüm Dürt den Knoten rinbunnen hadd un worüm dat to Hus Keener weeten süll . Dürt wull mit eren Brutmann tum Fotografisten lopen , un sich da mit Willem to- sammen dat Gesicht afnehmen laten . Een't von de Bilder süll Willem sin Vater hebben , wiel em dat in sin Eensamkeit trösten würd , un mit dat anner Bild wull Dürt er leew Mudder to'n Geburtsdag 'ne Ober raschung maken . Na da stimmte Willem denn nu mit Händ' und Föt in , un dat geschah ganz na uns Frün din eren Willen , blos dat se sich æber den dummen Fotografisten noch gründlich ärgern müßt , wiel de olle Kerl ümmerto an Dürt'n er Gesicht un Stellung rüm monierte un denn noch dollpatschig frog , ob he er vellicht as Brustbild afnehmen süll ? So 'ne dumme Anspelung leet sich Dürt natürlich nich beeden ; se säd em kort un tücksch , dat Gesicht süll drup stahn un dat anner't güng em gar nischt an . Dat würd Pingsten , as dat Östern worden weer . De Böm wurden grön von Bläder , denn witt von Blöthen , un endlich roth von Früchten ; dat Korn würd länger , de Ahren vüller , un de Akten bi'n Rechtsan walt Brandt ümmer dicker , denn nagradens weer dat halwe Dörp verhört , un et hadd sich ruterstellt , dat de meisten Lüd , de Kop-Kontrakten afschlaten hadden , in de Mus'fall seeten ; en beten Muschelie lagg øberall to Dage , blos nich genog , um de Muschler bi de Ge richten to faten . Ok in de Fäll , wo't gar nicht afto sehn weer , wat de krummen Wege nütten süllen , wi bi den rieken Buer Bitterling , hadden Pimpel un Nathan doch nich den geraden Weg nalopen künnt , gerad up de Art , as de Illing sich dörch dat enge Muerloch in 'n Höhnerstall quetscht , un wenn ok de Dæren sperrangel wiet upstahn . Nathan hadd lange Tied up'n Dod nedderlegen un noch nich tum Verhör bracht warden künnt , denn de Doktors hadden beschienigt , dat he irrsinnig worden weet . Unner de Lüd güng aber dat Gered , Nathan weer den Dübel dull , und sine Verwandten leeten em blos davær utgeben , damit de schlimmen Ding' , de he in't Feeber to Dage bröcht , nich ver de Gerichten un den Staatsanwalt keemen . Upstünds was Nathan von sinen Sæhn , de een von de ersten un klöksten Doktors in Berlin sind süll , to sich nahmen , un so hadd et mit sin Tügniß gegen Rohrbeck'n na alle Utsichten lange Been . Noch en anner Ursach hülp dato , dat et mit den Prozeß nich værwarts gahn wull . Pimpel'n hadd dat Strafgericht to faten kregen , aber up en böser Art , as he sich dat hadd drömen laten . He hat tosammen mit eenen annern Partner bi en Wittfru in Linnenhorst ne niege Utschlächterie unnernahmen , un de beiden hadden dat Stück da bald noch ärger dreben , as bi Rohrbeck'n . Pimpeln sin Sündenmaat müßt damit aber woll bis tum Oeberlopen vull worden sind , denn uns Herrgott sülwst hadd em dat Handwerk leggt . Denn as he up den Schünflor stünd un furchtbar flokte , wiel sich dat Trietztau verheddert hadd , da lös'te sich baben de Schleif un de Trietzkopp schlög von'n Hahnbalken nedder up Pimpeln sin rechten Arm , so dat de Arm brök un de Hand , de Pimpel all so oft meineidig tum Himmel haben hadd , gliek machtlos runnerbammelte . De Arm müßt em ok an de Schuller afnahmen warden , wiel de Brand toschlagen wull ; aber all de Weh dage un dat ogenschienliche Strafgericht bröchten Pim peln nich to Inkehr ; he flokte un lästerte up Klemen- tine'n , de jitzt bi em wirthschaft'te , un ok dahen gehörte , denn Quark un Kees sind ut eenen Pott to Hus , so dat sülwst disse Perßon von em leep . Bi Hartwigs güng alles sinen egalen Gang . Dürt süng un sprüng un dacht blos an eren Brutmann . Wenn de Soldatenbreew' Porto kost'ten , denn hadd de Post damals en schönen Gröschen Geld ut Wullenberg treckt , denn alle acht Dage hadd Dürt en frischen Breef fertig , un wenn all drunner stünd : " Mit tausend Küssen Deine treue Dorothee " , denn feel er fix noch wat Nieges in , 'ne lütte Unducht von Christ Wendt'n ödder dat er Päthenkind Hänsken Sperling 'n Tähn kriggt hadd , ödder sünst wat ganz Nothwennigs . Dat müßt denn sülbstverstännig mit wedder dusend Küss' , hinnerher rin , un wenn de Siegellack all brennte , was abslut noch wat vergeten , un jedesmal kamm 'n frisch dusend Küss'to , so dat de Schwadrons-Ordonnanz all ümmer an't Gewicht merkte , wenn he 'n Breef von Dürt'n bi hadd . Dat uns Unteroffizier un Brutmann ok de Tint nich schonte , un den Breefdräger alle Woch mit'n düchtgen Packen Küss' na Wullenberg buckeln leet , bruken wie grote Kinner nich erst to vertellen . - Neben diss Breefpost mit eren söten Inhalt leep æbrigens noch en anner däftig Post her , de ok nich von schlechte Oellern was un Eenen nich minder leckmülig maken künn . Dat was Mudder Hartwig'n er Kalitenpost , de alle Sünn dag mit den Wullenberg'schen Melkmatrosen to Stadt güng un mit Schinken , Worst , Botter un so wieder proppenvull spickt was . Und wer je den Kohfot ödder Pallasch dragen hett , un möd un mit quarrigen Magen von den Exeerplatz kommen is , de weet , wat vær 'n herrlich Sach un Segen denn so'ne Kalit ) is , un wo wunnerschön sich dat in so'n Spickgans un Bratworst von to Hus satt pappt . Von Tied to Tied kamm Willem ok up Urlaub , un denn was grote Freud in de ganze Hartwigsche Familj' , den schlohwitten Urgroßvader nich to vergeten . Et was en eegen Ding mit den Greis ; he hadd de Sprak nu ganz verloren , un hört keen Klockenschlag un Sterbenswurt ; aber sine klaren Ogen folgten Jeden sin Reden un Bewegen , un et weer , as verstünd un wüßt he alles , wat üm em værgüng . Un mit Dürt'n unner heel he sich ok . Wenn se morgens sinen Sorgenstohl an den Sünnenschien rückte , un de Bibel vær em lagg , denn bläderten sine Hännen langsam drin rüm , un mit eenmal wees he mit fründlich un hell Gesicht up'n Vers , de to wat paßte , wat in't Hus geschehen weer ödder geschach . Dat was toerst ruter kommen , as Dürt Ge burtsdag hadd , un he dat woll an de Breew' un de Blomen merkte ; da was he den Værmiddag so unruhig west , as wenn de abslut wat seggen wull un müßt , un he hadd ümmerdrup up sin Bibel wesen , bis Dürt endlich nakeek un sinen Finger up de Stell in Tobias " Myn kindt hebbe Godt vor Ogen un ym Herten , alle dyn lewedage . Vnd wahre dy . dat du in keene sünde vorwilligest , und döst wedder Gades geboth . Dat süll sin Geburtsdagswunsch vær sin Plegerin un en betern hadd Keener finnen künnt . ) Kalit heißt ein geflochtener Kober , den man über die Schulter gehängt trägt . ) Tobias , V . . Wat Dürt un Eener ut dat Hus den Greis an de Ogen afsehen künnen , dat deeden se em to Leew . De Schmedt säd , et weer , as of en Segen von den ollen Mann utgüng ; wenn sin Ogen up wen ruhten , de kün nischt Schlechtes begahn . Dat spürte he an sich sülwst : he hadd jo ok woll gern en lütt Narrerie makt , un sin leew Endelbutt von Fru tum besten hollen , aber siet de Oller da weer , trute he t sich gar nich mehr recht . Denn düftelte Hartwig , womit he den Greis woll ne Freud maken künn , un he kreeg richtig wat utfindig : he schmed'te lütte Rad' ( Räder ) unner de Föt von den Sorgenstohl , so dat Dürt em in'n Sommer in den Garden schuben künn . Da spelte de Greis in'n Sünnenschien mit Blomen un Bläder un hægte sich un lachte , as 'n klein Kind . Elft End' Krieg un Sieg . - Wat Urgroßvader ut de Bibel wüßt . Bödner Kluth'n steiht dat Strick an'n Hals . - Se hebben em . - Wendtsch rieten de Haken un Oesen un Kopmann Krinolinen-Jiehn hett 'n Bandworm in'n Kopp . - -- Wendtsch üm Napoljon lieden müßt un wo se em futtern will . - Schnieder Güssel mit Napoljon up eenen Piepenkopp . Dat Korn riepte in de Julihitt , de Halm bögten sich unner de vullen Ahren , un alle Landlüd rüst'ten sich , um de Frucht to mähgen un intobringen . Aber an'n' Himmel treckte en düster Gewülk æber uns Vader land up , un en anner Mähgen kamm , as de friedlich Minschheit sich dat vermoden weer . De Dod würd Schnitter ; he mähgte ahn' Erbarmen ut Gewehr- un Kanonenschlünd uns best jung Lüd up Frankrieks Bodden nedder , un vel , vel dusend Minschen müßten sich up de fremde Erd verbloden , damit Dütschland endlich to Eenigkeit kommen künn . Dürt was ganz vertagt . Twee Dage vær den Utmarsch von Willem' sin Regiment weer se mit er Oellern to Stadt west , üm Afschied to nehmen . Hart wig hadd de jungen Lüd tröst't , so god he künn un to Willem' seggt : Bang di nich , min Sæhn , de leew Gott ward di gesund dörchhelpen . Aber Willem hadd schüddelköppt un up de niege , witte Uniform wesen , de se all ankriggt hadden : Uns Dodenkleed hebben wi an ! Wer weet , wer wedderkümmt ; mi liggt dat as'n Ah nung up de Brost , dat et mi nich voræber gahn ward . De Schmedt schüll woll , dat Willem sich mit so düster Gedanken dat Herz noch schwerer mök , un er all in gröter Unruh bröcht , aber he weer sülwst schwackglöbig worden , wiel de Zeitungen von de Fran zosen er furchtbar Gewehr un Kanonbüssen un von de Turkos mit 'n wild Katt in'n Tornister ganz grülich berichtten . Un de oll Urgroßvader , bi den Dürt Trost in er Bekümmerniß sökte , hadd ditmal ok keenen vær er . Dürt hadd em dörch Teeken düdlich makt , wat Schlimmes vorgüng un de Greis verstünd er woll un wüßt , gegen welchen Fiend et güng ; he bläderte hastig un ernst in dat eenzig Bok , ut dat he las un lewte , un wees Dürt'n den Vers ut de Offenbarung : Und hadden äver syk einen Königk , einen Engel uth den Affgrundt , des name heet up Hebreisch Abbadon , unde up Grekisch hefft he den namen Apolyon . Ein Wee ys henwech , Süh , dar kamen noch twee Wee na deme . Dump un schwer lagg dat Weh æber uns in de schwölen Juli- un Augustdag , un alles keek bang na Frankriek ræber , wo de Hunnertdusend von Minschen un Füerschlünd sich tohopschöben , nn wo dat schrecklich Unweder utbreken müßt , wat uns Vaderland in't Ver derben rieten un Jedweden den neegsten Verwandten un Fründ up ümmer furtnehmen künn . Un dat Un weder brök los ; de Hunnertdusenden platzten up enan ner , un wer feel , æber den sin blodig Knaken güng Perd un Minsch unminschlich weg , aber en hell Sünnen strahl drüng dörch de Nacht un den Jammer üm uns hengeschlacht'ten Landskinner : De preußsche Adler breitte sin Flüchten ut , ümmer gröter un gewaltger , un wo sine Fäng inschlögen , da kamm de Freudenpost : Sieg ! ) Offenbarung V . . - Diss Stell is Anno un späder von vel Lüd up Napoljon utdüd't worden . un wedder Sieg ! bi Weißenburg un Wörth , bi Mars latour un Gravelotte , jede Depesch von unsen König meldte niege Eroberung , un reep niegen Jubel un Dank gegen den Welt- un Schlachtenlenker hervær . Ok in de Wullenbergsch Schmed was de Angst schwunnen un Toversicht inkehrt , denn Willem hadd von Sankt Marie aux Chenes en langen Breef an Dürt'n schreben : he weer bis jitzt gesund un woll un leeg upstünds mit den Prinzen Friedrich Karl vær Metz . Se paßten da blos up , damit de französche Marschall mit sin Armee nich utkniepen künn , un bi dit Geschäft weer recht wat Schlimmes nich to befürchten , denn de Brandenburger un Pommern hadden de roden Bück schen an den achtteinten August so düchtig utkloppt , dat dat Franzosenvolk sich ut dat Mus'loch von Festung ruter trute . Hinner de anner Armee aber weer uns König sülwst mit sinen Sæhn un sinen Moltke un so un so vel Schwadronen un Regimenter up de Jagd , un würd se sich neegster Dags köpen . Se hofften all , dat de ganze Kriegsgeschicht bald to Ennen keem , gerad so , as 't in Oestreich gahn weer . Noth hadd Willem' sin Schwadron sünst nich to lieden , aber mit dat Quartier seeg et schlecht ut ; se leegen reinweg in den Modder , un müßten blos daran denken , sich un de Perd dat græwste von'n Liew to hollen . An sinen Vader hadd Willem apart schreben ; Hartwig mücht em aber ok dissen Breef geben , un wenn Dürt Antwurt schreew , worup Willem allermeist luerte , denn mücht Vader Hartwig doch 'n paar vernünftig Zigarren bi packen , denn dat Krut , wat se in Frankriek vær Tobak verköfften , un ok dat Tügs , wat se körtlings von Ber lin as Liebesgaben kriggt hadden , dat weer nich to be leben , un mök sülwst de Perd schu , wenn se er mit den Schmok to nah keemen . Schmedt Hartwig namm up dissen Breef up de Stell sine Been in't Hand un leep na den Krog , üm sich en Dutzend von de besten Vierradener inwickeln to laten , de da to hebben weeren . Bi dit Geschäft keemen unsen Fründ twee Niegigkeiten to Ohren , wovon em de een in hellen Arger un de anner in de Folg in helle Freud bröcht . Tum ersten jammerte Bödner Kluth ganz erbärmlich , dat em dat Strick an'n Hals stünd , denn Pimpel hadd de Hypothek up dat togeköffte Land up'n Plutz künnigt , wiel Kluth de Halfjahrszinsen twee Dage to späd betalt hadd ; un tum tweeten , as Hartwig ut den Krog tradd , was dat Dörp in vullen Upruhr . Alles reet Fenster un Dæren up un störtte up de Straat , un Dröscher Wendtsch was de Anstiftern von den Spektakel ; se müßt na alle minschliche Insicht den Verstand verloren hebben , denn se börst'te krewtenroth de Dörpstrat entlang un schreeg uter Luft un Adem Se hebben em ! Se hebben em ! Se hebben em ! Uns Schmedt stünd still un füng Wendtsch mit beide Arm up , denn de gode Fru jappte man noch un de Schlagfluß künn jeden Ogenblick intreden . leet sich willig von Hartwig'n to Stuw bringen sackte da machtlos up'n Stohl nedder . Fru Wendt'n , üm Gotteswillen , wat is los ? frög de Schmedt mit de Wiel . Se hebben em ! Se hebben em ! krieschte Wendtsch . Un ik bin de Erste , de 't in Wullenberg utbröcht hett . Mudder , seggt Hartwig , bring en Glas Kovent ( Hausbier ) vær Fru Wendt'n , dat se wat Nattes unner de Tung kriggt ; - un nu , leew Fru , reden's dütsch , wat bröcht Se ut alle Pust ? Se hebben em ! bleew Wendtsch bi . Un wenn't min Dod is , ik bin doch de Erste west . Ut Er ward de Dübel klok , säd Hartwig ärger lich . Wen hebben's ? Töben's man blos en Ogenblick , dat ik en bäten to Ruh komm , denn mi steckt de Lung , as würd mi mit dusend Knöpnadeln rin peekt . Na god , ik töw , aber maken Se 't kort , säd Hart- wig , denn he kennte Wendtsch ere Tung un Moden . Wendtsch halte deep Adem . So , säd se , nu ward et gahn un Se sælen dat Stück bi Heller un Penning hören . Also ik lop hüt fröh to Stadt , wiel ik nothwennig Hemdentüg bruk , un ik uterdem en paar Ellen Kattun hebben mütt , denn de Ellbogen in min Daniel sin Unnerjack sind beid dörch , un ik heff abslut keen Flicken mehr in't Hus ; ik steck mi ok noch fiew Daler in , üm's vær uns lütt Stina to Sparkass' to dragen , damit dat Mäken wat in't Wirthschaft hett , wenn se sich mal verfriegen deiht , un so lop ik værfötsch los Fru Wendt'n , unnerbrök Hartwig dat Tungenge fäll , hollen Se den Adem eenen Ogenblick an , un seg gen's kort , wat is los , dat Se so unvernünftig rönnt Ik bin jo allermeist bi , säd Wendtsch un verhalte sich tosehens bi dat Reden . Also ik lop værfötsch los un will eben ut de Schossee in de Bahnhofsstrat in bögen , da kümmt mi de verflixte Schnieder Güssel ent gegen un löppt ümmer gangwies torügg na Wullen berg , so sehr as dat sine Elster-Ogen un Oeberbeen man verlöben . He kiekt mi noch so recht hinnerlisti an un grieflacht , lett mi aber ganz driest værbilopen un ik denk mi ok nischt dabi ; ik lop rin in't Stadt tum Kopmann Fiehn in de Botterstrat , de se jitzt Willemsstrat ümdöpt hebben . Allerwärts stahn Lüd un schlagen de Händ' æber'n Kopp tosammen ; ik merk aber noch nischt , ik gah in'n Laden rinner un segg to de jung Drektris' : Aber leew Fru , de Tung löppt Se jo weg . Seggen's blos dit Wurt : Wat is los ? Na , hören Se denn nich ? Ik segg jo : Ik lop in 'n Laden rinner , un segg to de jung Drektris' : Frölen segg ik , mäten's mi doch sæben Ellen Linnwand af , von datsülwe Stück , wo min Schwägern Zickmannsch vergangen Friedag en Prow mitbröcht hett , aber be dreegen Se mi nich wedder , as dat letzte Mal , wo ik ok 'n halw Ell Unnermaat hadd , wiel Se dat End' unner Eren Dum ümmer dubbelt mäten . Un seggen Se mi gliek den genäusten Pries , dat ik nich erst en Stund lang drüm hanneln mütt , denn de Herren up de Sparkass' spritzen Punkt Klock twölben de Feder ut un ik will noch fiew Daler ver min lütt Stina hindragen , damit dat Mäken wat in de Wirthschaft hett , wenn se sich mal versriegt , as man doch hoffen deiht . Un eh ikt verget' , Frölen , ik mütt noch en paar Ellen Kattun vær minen Daniel köpen , denn de Ellbogen in sin Unnerjack sind beid dörch un ik heff abslut keen Flicken mehr in't Hus Verlöben's eenen Ogenblick , Fru Wendt'n , Hartwig , den dat Stück nagerad hægte . Ik will mi erst de Piep anböten , denn de Geschicht schient sich to Se laten mi jo ok nich to Wurt kommen . bin all ganz dicht ran , un ik segg herrjes' , wo weer ik ? Bi de Flicken , antwurt'te de Schmedt . So wiet weeren wi vær'n Stund ok all . Min Gott , ik kann doch nich mehr as reden , un dat doh ik doch , wenn Se mi ranlaten . Also ik heff keen Flicken , segg ik . Gerad , as ik dit Wurt segg , störmt oll Fiehn mit Hurrah ! Hurrah ! in'n Laden , un as he mi to Gesicht kriggt , los up mi , fött mi üm un danzt mit mi olle Perßon von föftig Jahren 'n Galopp in'n Laden , ik segg Se , en richtgen Lungen pietscher , wat kannst , wat willst ; na , ik komm ok in'n Schwung un bruk mine Been Um Gotteswillen ! Dabi schriggt he ümmerdrup : Hurrah ! Hurrah ! un ik weet gar nich , wo ik bekehrt bin ; ik segg , Herr Fiehn , segg ik , seggen's blos , hebben Se en Bandworm in'n Kopp , ödder ritt Se de Dübel , dat Se mit mi olle Perßon von föftig Jahren ründ rüm in 'n Laden marachen , dat mi Haken un Oesen rieten un ik mi dat Schenbeen an 'n Disch stöten mütt . . . Da nimmt oll Krinolinen-Fiehn , - denn so nömen em jo de Lüd tum Unnerschied von sinen Broder , de in de Steen strat mit Branntwien handelt un deswegen Terpentin Fiehn hitt - da nimmt oll Fiehn en Knippdok ut 't Schapp ruter un seggt : Fru Wendt'n , seggt he , hüt is de größte Freudendag in ganz Preussenland un Dütsch land , von den noch Kind ün Kinneskinner reden warden , un dit Knippdok schenk ik Se vær Ere Stina , dat set tum Andenken an dissen Dag dröggt , denn se hebben em , den Racker , den Blothund , den Minschenschlächter , den Gottbewahruns , den Napoljon ! Wat ? reep Hartwig un sprüng vær Upregung up , wat seggen Se , den Kaiser Napoljon hebben's kriggt ? Na natürlich ! seggt Wendtsch ganz verwunnert . Ik heff 't jo all vær'n Stund in't Dörp utropen un vertell sietdem ümmerdrup von nischt anners , un nu dohn Se , as of't schniet ? Fru Wendt'n , dit krüppt in keen Strekfahr , seggt Hartwig un lachte ut vullen Herzen . Se mütten De peschendrägern warden ! - Dürt , spring fix na'n Keller runner , da mütt rechts in de Eck noch ne Flasch Roth spohn stahn , de drinken wi up de Freudenbotschaft ut , un Se nehmen ok en Glas to sich , Fru Wendt'n , denn Se hebben dat mit Been un Tung redlich verdeent ! Dat doh ik un dat heff ik , seggt Wendtsch stolt . Se hebben em , un as mi Fiehn dit Wurt seggt , da schütt mi dat dörch den Kopp , worüm Schnieder Güssel mi so angrient hett Uns König Wilhelm sall leben ! reep de Schmedt Un Willem Rohrbeck gesund torüggkammen ! feel Mudder Hartwig'n in , un de Gläser klüngen hell to Da stöt ik up Beides mit an , säd Wendtsch un leggt ahn' Upenthalt wedder los : Da schütt mi dat dörch den Kopp , wenn de lahme Güssel ok all 'n halw Miel værut is , dat sall den Kerl doch nich glücken , dat he mit'n geburen Burrmannsch wettlopen will , denn de Burrmanns kænen all furchtbar lopen . Ik lat also Köpen Köpen un Sparkass' Sparkass' sind un schörtel mi vært Dor up De Schmedt greep sich an de Ohren . Aber Fru Wendt'n , dit belewt ja keen Minsch . Is de Geschicht noch nich ut ? , mag jo ! Se weeten woll , dat se em hebben , aber wat ik damit heff to dohn kriggt , un wo ik mi üm de beiden Kanalljenvægel von Napoljon un Güssel bina heff dod bædeln müßt , dat weeten Se noch nich , un deræber süll ik schwiegen ? Dat kænen Se von'n geburen Burrmannsch nich verlangen ! Gott bewahr uns , säd Hartwig verdutzt , Fru Wendt'n , wat hebben Se denn mit Napoljon to dohn ? Ik vertell't jo ümmer düller , aber wenn Se mi nich dree Würt hinner enanner reden laten De Schmedt leet de Arm sacken . Na , denn man to ! Ik will von nu af muckenstill sind , aber de Stebel treck ik mi erst ut , denn vær'n Tobettgahn ward dit End' woll nich utkommen . Dat kümmt ganz up Se an , säd Wendtsch . Mi schütt dat also dörch den Kopp , de Schnieder denkt , mi mit de Niegigkeit in Wullenberg værtokommen ; ik nehm den Weg driest unner de Föt , un draff un draff , aber ik kann det lahme Gestell nich inkriegen , wiel de hinnerlistig Kerl von Lehmsdörp af den Fotstieg nahmen hett , woran ik in mine Rawasch nich denken mütt . As ik endlich up den letzten Berg bin , is he richtig all hinner de Möll , kiekt sich lächerlich na mi üm un ward mi 'n lang Näs maken , wiel ikt nu doch nich schafft Na , da stiggt mi dat Blot to Kopp ; ik denk : halt ! rop du man nich eher Fisch , als bis du 's in de Rus hest ; een Lung kann 't man kosten - un so nehm ik mine Kleedasch tosammen un schäf' un bædel ümmer vær Gewalt den Berg runner , dat ik jeden Ogenblick denk , ik scheet kopphäster un min letzt Stund is kommen . Dat Bügel-Isen füng nu ok woll an to rönnen , aber dat hülp em nischt ; dree Schritt vært Dörpschild hadd ik dat Flickenbündel weg un reep de Botschaft ut . So heff ik üm Napoljon wettrönnen müßt un de Ruhm mütt Wendtsch blieben , dat se 't doch toerst in Wullen berg utbröcht hett , dat de scheewschnütge , französche Galgenvagel in'n Burken sitt ! Den Ruhm sall Se Keener nehmen , Fru Wendt'n , davær stah ik as Tüg' in ! säd Hartwig ganz ehrlich . Ik bidd Se ok alles af , wat ik Se værhen unverständger wies' unnerbraken heff , denn dat is jo unerhört , wat Se mit Been un Tung üm Napoljon hebben utstahn müßt . De Kerl hett all sovel Unglück in de Welt an richt't un nu fehlt nich vel , denn bröcht he Se ok vær de Tied in den Näsenquetscher , denn Se weeren keen halw Ell vær'n Schlaganfall . Wendtsch stünd up . De infame Minschenschinner ! zausterte se ingrimmsch . Hadd ik em man jitzt in min Gewalt , ik würd futtern ! Morgens Ekelkaffee , Middags kolle Klüt Abends warme Haselnæt ! Nachts 'n Stebelknecht Koppküssen , bi Dag' müßt he junge Gäns' höden , un weh em , wenn een afburrt ! Adje , Herr Hartwig ! Adje , Fru Wendt'n , lacht de Schmedt . Schlapen's woll , denn Se mütten jo tum Uemfallen sind . Schlapen ? frög Wendsch torügg . t is jo knapp Vespertied . , hüt kann ik mi keen Ruh günnen . Erst mütt ik doch dit Stück richtig in't Dörp rümbringen , un tum Abend kriggt Schnieder Güssel sin gründlich Upgebot vær de lange Näs , denn de Kerl is ebenso schlecht , as Napoljon un gehört mit em up eenen Hartwig lacht , dat em de Buk wackelte . Wendtsch , Se sind en Hauptwief ! De leewe Gott bewahr Se vær den Tungenkrewt , un lat mi hüt nich dat Abendbrod mit Schnieder Güsseln deelen ! , dat wünsch ik Se ok nich , denn dat kann licht kommen , dat ik em Ohrwörm un Tüffelleder dran brad , säd Wendtsch un leep af . Twölft End . In't Schwurgericht . Wendtsch sitt nich neben Spitzboben . Pimpel mit'n isern Stirn . - Bi't Uppassen kümmt doch mal wat rut . Pimpel ward entlarvt . - Wendtsch ere Tung löppt Galopp un sieiht in vullen Damp still . - Stabs- arzt Dr . Nathan . Urgroßvader tröst't Dürt'n . - Wendt'n sin eenzigst Spickgans . Wedder kamm de Christmonat ran un bröcht den Schneemann un'n düchtgen Sack vull Küll mit , so dat de Torfmieker un Schneeschipper ere helle Freud an em hadden . De Wind pietschte mit den finen , isigen Schnee krüz un quer dörch de Straten un keen Minsch känn mehr de Dagdeew' von de flietigen Lüd un de Wiendrinker von de Waterfründen unnerscheiden , denn beid Art Lüd rönnten egal vær Küll , un de Näsen weeren ok all egal roth un blau anlopen . De Lüd , de an dissen Mittwoch Værmiddag in de Stadt unner wegs weeren , leepen æbrigens meist desülwe Tur un brukten dat Beenwerk apartig fix . Alles ilte na't Gerichtsgebüd , üm jo'n Platz tum Tohören wiß to kriegen . Denn Buer Rohrbeck kamm hüt wegen ver sökten Mord vær de Geschwornen . En Trupp Landlüd stünd vær't Kreisgerichtshus un peddelte sich den dicksten Schnee von de Stebel . De Lüd sind gode Bekannte von uns . Sind wi alle tohop ? frög Daniel Wendt . Na , denn kommt man rinner . Wi stellen uns hinnen in de Eck , säd Kohknecht Töwt man noch beten , reep Knoll un wischte mit 'n Fusthandschen den Druppen unner de Näs weg , da drin darf Keener schnuben ! Worüm is denn Kluth nich mitkommen ? frög Schnieder Güssel . He kiekt sich to Hus de ledigen Wänd' an , de em de Exkuter laten hett , vertellte Kossäth Sperling . Kluth'n hebben de Göderschlächter ok up er Gewissen . Mi ok , säd Quarrmann un drünk fix Eenen . He hadd noch en lütten Stich von gistern . Na hör mal , Schwager , redte Burrmann dagegen . alles wat Recht is , du bist jo all waterschu west , eh an Pimpel un Nathan to denken weer . Ik taxeer , seggt Wendt , wenn Quarrmann sterwt , ward de Spirtus billger . Se wräuschten sich in den Saal rinner . De Buer satt möd un terbraken up de Anklage De Haupt-Tüg' Nathan fehlte , aber wiel Rohr beck gestännig was , künn ahn' sin Tügniß afurtelt Uns' Wullenbergschen Fründ stünden up en dichten Hümpel tosammen . Lüd , kiekt doch , flüsterte Wendt , wo driest un un verfroren Pimpel da sitt . Ik dacht , ik müßt in de Erd sinken , wenn so mit Finger up mi wesen würd . Jitzt kümmt Rechtsanwalt Brandt , seggt Güssel bimunds . De Mann da mit dat Pack Akten unner'n Arm , dat is he ! Ik taxeer , he handelt Rohrbeck'n bis up een Jahr runner , meente Wendt . En kloken Mann , säd Güssel , aber ik hefft gliek seggt , gegen Pimpeln kann he nischt uthecken , de is em in de Paragrafen æber . Nana ! wedderredte Sperling . Kiek , wo em de brunen Ogen lüchten ! Ii sælen sehen , he hett 'n groten Trumpf in't Hand un spelt 'n hüt ut , darup wett ik ! Kinner , wett't , ik drink mit , säd Quarrmann . Pst ! Stille da ! reep de Gerichtsdiener . De Saal was all gepeddelt vull . Da satt vorn an Jochen Klütritz von Linnenhorst , de riekste Buer in de Uckermark , Schult Rublank un anner hochangesehen Landlüd , un noch ümmer keemen niege Tohörer . De Richter güngen still up ere Plätz ; de Präsident , den mant all an sin würdig Wesen un fin Gesicht ansach , dat he hier de Oeberste was , bläderte ernst in de As de Tügen in den Saal führt würden , gaff dat en lütten Upstand , denn uns Fru Wendt'n wull den Gerichtsdeener nich Order pareeren , as he er to Platz wees . Neben den Minschen sett ik mi nich , flüsterte se up er bekannte Manier . De Präsident keek unwillig von sin Akten up . Wer schreit da so ungehörig ? Ik red man ganz bimunds , entschüldigte sich Es ist eine Zeugin aus Wullenberg , erklärte de So setzen Sie sich auf den Zeugenstand und schweigen Sie , bis Sie aufgerufen werden ! Diß Vermahnung hadd nu woll jeden Annern in schüchtert , aber uns Wendtsch nich . Herr Gerichtshof , säd se , un wenn Se mi up de Stell inspunnen , ik doh't nich ! Ik bin 'n ehrlich Dröscherfru un en geburen Burrmannsch un de sitten nich mit Spitzboben up een Bank . Un dit hier is een von de schlimmste Sort . Pimpel satt muckenstill . Alle Lüd keeken na den Präsidenten un dachten , wat dit woll warden mücht . Aber wedder all Vermoden säd de olle Herr blos kort : Lassen Sie die Frau auf einen Stuhl setzen ! Un Wendtsch kreeg richtig en aparten Stohl , up den se sich preislich henplant'te un denn ümkeck , of ok de Lüd seegen , wat se ntheckt hadd . Dat Verhören güng an . De Staatsanwalt gaff de Geschwornen sülwst an't Hand , mildernd Umständ vær den Angeklagten to bewillgen . Denn kamm Rechts anwalt Brandt tum Wurt . He säd kort un bündig , de beste Vertheidgung vær Rohrbeck'n würd sind , wenn he sin Unglück wahrheitstrü vertellte . Dat würd de Geschwornen mehr vær em stimmen , as wenn twee Rechts anwält Reden heelen un Utslucht möken . De Buer stünd up . He füng von vorn an , gestünd ok , dat sin Unglück nich unverschuldt æber em kommen weer un dat he de Straf gerecht leed . He weer in schlechte Händ' geraden ; Pimpel un Nathan haddenem Geld un Kredit rein mit Gewalt updrängt und as heerst den ersten Wechsel unnerschreben hadd , weer keen Retten mehr west . As Rohrbeck denn vertellte , wo höhnsch em Pimpel sin Recht afstreden hadd , wo jämmer lich em Nathan an den Gröndunnerstag pienigt , un em dat Hemd von'n Liew hadd rieten wullt , so dat em de Meßfork half in Wahnsinn ut de Hand flagen weer , da würd dat Bewegen unner de Tohörer so stark , dat de Präsident draute , he würd den Saal rümen laten , wenn dat Publikum den Richterspruch vergriepen wull . Alles keek up Pimpeln , de nu tum Verhör kamm . He satt da mit 'n isern Stirn . As de Buer sin Leed so beweglich klagte , hadd he dahn , as güng em dat all gar nischt an . Kolt un drög antwurt'te he den Präsidenten , he wüßt nich , wat he mit diss Sach süll to dohn hebben . He hadd mit Nathan en rechtsgülligen Kopkontrakt æber Rohrbecks Wirthschaft afschlaten , un dabi hadden se beid eren Vorthel wahrt . Dat künn er Keener verdenken ; jeder müßt verdeenen un de Herren Gerichtsräth arbeit'ten jo den Staat ok nich ümsünst . Von den Værfall mit Nathan un den Buern wüßt he nich dat mindste un he müßt sich wunnern , dat he da mang bröcht würd . Wedder würd dat unruhig in'n Saal , aber en Wink von den Präsidenten schaffte Still . Es kommt in dieser Sache wohl auf Ihr Zeug niß an , säd he sehr ernst . Die Art und Weise , wie der Angeklagte durch den Handel mit Ihnen und Na than um sein Vermögen gekommen ist , erklärt es , daß der ruhige Mann zum Verbrecher werden konnte . Der Angeklagte behauptet unter Anderm , Sie hätten ihn um einen Kaufgeldertheil von dreitausend Thalern ge bracht , indem Sie den Schuldschein durch Unterschiebung gefälschten werthlos machten . Ist das richtig ? Driest un gliekgüllig antwurtte Pimpel , he hadd all beschworen , dat dit 'ne Erfindung weer . Wo hadd he dat künnt ? Rohrbeck hadd jo den Schien æber Nacht inschlaten un sülwst stempeln laten . Und Sie wollen diesen Eid vor Ihrem zeitlichen und ewigen Richter aufrecht erhalten ? frög de Präsi Ruhe da hinten ! Ja ! säd Pimpel . Meineidige Schurk ! reep plötzlich ne starke Stimm ut de Tohörer , wo dat letzte Geräusch herkommen Et würd dodenstill un Alles keek sich üm . Da stünd uns Hartwig , un de kräftge Mann zitterte vær Upregung an'n ganzen Liew . Wer sprach da ? frög de Präsident . Ik , Schmedt Hartwig ut Wullenberg , antwurtte disser un drängte sich vær . Zeuge Pimpel , treten Sie zurück und machen Sie dem Herrn da Platz . - Herr Hartwig , Sie behaupten , Kenntniß von der Fälschung zu haben und treten erst jetzt mit Ihrem Zeugniß hervor ? Ja , säd de Schmedt . Herr Präsident , ik hefft sülwst nich eher wüßt , aber nu ik de Stimm hör , föllt et mi as Schuppen von de Ogen . Ik stünd - -- Können Sie nicht Hochdeutsch sprechen ? , ik heff't nich recht lehrt , un et ward min Dage nischt Gescheidts . Nun gut , es wird auch so gehen . Erzählen Sie Ik stünd an den Abend , wo de Kop schlaten is , unner den Löwering an min Hus , un twars hinner en Stiel un den Schurrmurr , de da tum Torechtmaken lagg , wiel ik - na , ik mütt et jo seggen un ik kann't ok ahn' Schand' dohn , denn se sind jitzt Brutlüd , wiel ik min Dochter in 'n Verdacht von'n heemlich Leewschaft hadd , un se damit affaten wull . Et was was all düster ; ik hörte twee Lüd kommen un verheel mi rein still , wiel ik dacht , dat sind's ; et weeren aber twee Fremden un de Eener säd im Værbigahn halflud : een Wurt mökt dreedusend , un morgen leet he den annern Schien stempeln . Un dat is desülwe heis're Stimm west , de ik eben von Pimpeln hört heff , dat beschwör ik . In den Saal hat alles ademlos tohört . Pimpel kriedenwiit worden . De Präsident frög wieder : Sie kannten Pimpels Stimme nicht und haben sie nie gehört , trotzdem Pimpel tagelang in Wullen berg war ? , Herr Präsident ; ik heff Pimpeln woll öfter aber nie reden hört . Ik lop nich na 'n Krog tum Drinken un heff mi von de ganze Utschlächterie Schulze Rublank von Wullenberg ! reep de Prä sident un Rublank tradd vær . Ist Ihnen der Zeuge Hartwig als guten Rufes treckte , da grabbelte he er mit sin knækern Finger molig in dat Flasshaar ; et flög as'n lichten Schic æber sin Gesicht , de Lippen bewegten sich un sehr schwack un langsam , aber doch vernehmlich kamm et Ik kenn ju woll ; - 't is jung Hartwig , un uns lütt Willem , un sin Brut . Min Kind , et sall di god gahn , wiel du jod bist . Denn keek he's all nochmal an un säd möd un ganz lies' : To Bett ! Teint End . Een Lichtstriepen . - -- Hartwig'n juckt dat linke Og . - Dürt mökt 'n Knoten in er Schnufdok un lett sich dat Gesicht af nehmen . - De tokünftge Fru Wachtmeistern . - Nathan in Berlin . - Uns Herrgott leggt Pimpel'n dat Handwerk . Worüm de Breew von Dürt'n so schwer weegen . - De Kalitenpost . - Urgroßvadern sin Geburtsdagswunsch . Dat is so inricht't up de Welt , un 't is woll inricht't , dat et so inricht't is : an keenen Minschen gahn Möhfal un Wehdage ganz væræber ; of König ödder Kohjung , sin Päckchen mütt jedweder dragen , un mit unner recht hart un schwer . Aber wenn 't em bald nedderdrückt und he denkt , dissen Storm un dit Unweder æberkümmst du nich ! - denn blinkt mit eenmal in hell Lichtstriepen in de Düsterniß up un wiest den Weg to Hoffnung un Beterung . Willem kamm na all de schlimmen Værfäll doch mit Narichten torügg , de as so helle Lichtstriepen vær wärts lücht'ten . De Herr Gerichtspräsident hadd Willem mitsamst sinen Vader de Hand geben un seggt , de Ge rechtigkeit müßt eren Lop hebben , aber up't Schlimmste künnt in keenen Fall kommen , denn Nathan lewte jo un he wull Rohrbeck'n de Haft na Möglichkeit linnern . Willem süll ok een vær alle Mal Verlöwniß hebben , sinen Vader in't Gefängniß to besöken . Denn hadd Willem an'n Charfriedag fröh sinen Herrn Rittmeister de trurig Sach værstellt , aber da weeren all sine Sorgen schwunnen . Herr von Wedell hadd sich dat Stück von vorn bis hinnen utführlich und richtig ver tellen laten , un denn en bösen Flok utstött , so lang , dat 'n keen Schnieder mit de Ell afmäten künn , un hadd seggt : He kennte de Sippschaften , un dat weeren lieksterwelt de nämlichen Kunststücken , dörch de sin leew Herr Vader üm Rittergod mit Wald un Schloß bröcht weer . Da seeten de Pracher jitzt ok drup , as de Mad up den Speck , un se wullen sich woll gar von den türkschen Sultan den Baronstitel köpen , wiel uns König vær so'ne Baronschaften un Edellüd dankte . - , da süll Willem sich man nich in geringsten bangen , dat em de Sach tum Schaden gereeken mücht ; he weer un bleew sin Wachtmeister-Kandedat un sünst Keener . De Herr Rittmeister würd ok sinen goden Fründ , den Rechts anwalt Brandt , anstöten , dat he alles in Bewegung sett'te , üm Willem' sinen Vader to retten , un dat Ge wew to terrieten , womit Rohrbeck un den annern Land köper ümspunnen weeren . Bi den Rechtsanwalt was Willem ok west ; de hadd fest verspraken , sich de Sach na alle Kräften an tonehmen , un Willem' updragen , sich æber Fest genau ümtodohn un alle Lüd in Wullenberg utfindig to maken , de von de Göderschlächter Land köfft hadden , ödder as Andrieber un Männkenmaker datwischen stöken . Da hadd Willem denn seggt , dat Beste würd sind , Schult Rublank un Vader Hartwig keemen mit to Stadt un vertellten den Herrn Rechtsanwalt de Sach von Grund ut , denn de Beiden hadden sich bi dat ganze Geschäft neutral hollen , un künnen angeben , wat de Utsegg von Jeden werth weer . - Dat würd denn mit den Schulten afmakt un Rublank säd gern to , æber Fest sine Wahrnehmungen to Papier to bringen . Den drütten Osterdag , wenn Willem' sin Urlaub to End' weer , wullen se all dree to Stadt föhren un den Rechts anwalt de ganze Kundschaft æbergeben . Dürt mökt en wehleedig Gesicht , as von Stadt föhren de Red was , un er Voder merkte woll , wat de Klocken lüden wullen . He günnte sin Döchting er Freudendeel gern , aber na sine Moden müßt he dat Stück von hinnen rüm to Schick bringen un he säd : Dürt , min Dochter , mi juckt dat linke Og . Lop mal na'n Schulten ræber un bidd em , he mücht doch to morgen eenen Strohsack mehr stoppen laten , denn mi weer dat , as würd sich noch en Passagier anfinden , de ahn' Betalung mit will . - Da feel Dürt eren Vader in helle Freud üm den Hals , un denn mök se sich gliek 'n Knoten in er Schnufdok ; aber worüm , dat wull se Keenen seggen un verböd ok Willem' den Mund . Denn drütten Österdag föhrten de twee ollen Lüd un de twee jungen Lüd richtig to Stadt , un Willem gung kasch un steidel mit sin Brut an'n Arm up dat Trittowar . Hinner er folgten Hartwig un de Schult , un uns Schmedt keek alle Lüd flietig an , of se ok merk ten , dat et sine Dochter weer , de da mit den schmucken Unteroffizier güng . To allen Glück müßt et noch treffen , dat de Herr Rittmeister uns Wullenbergsch Kolonn be gegnet . As sich dat hört , leet Willem sin Brut ilig aber He los , un stünd stramm in de Front ; sich in alle von Wedell winkte hastig af un Dürt dacht Himmel , as he fründlich säd : Ach , das ist wohl meine zukünftige Frau Wacht Zu Befehl , antwurt't Willem , meine Braut , Fräu- lein Dorothee Hartwi Gratulire herzlich ! säd de Rittmeister un wull wieder gahn , aber uns Schmedt müßt absolut ok noch sin per ßönlich Ehren-Andeel hebben . De militärsch Geist in em brök dörch , as in'n oll Kavallerieperd , wenn 't de Schwadronsmusik hört ; he hadd as dat Weder de Finger an de Hosennaht , namm de Knaken tosammen un meldte sich to Stell : Mine Dochter , Herr Rittmeister , alt Soldatenblut ; Füsilier Hartwig , Kompanie Leibregiments ! Danke , Papa Hartwig , Sie haben bei einem braven Regiment gestanden , gratulire nochmals Zu Befehl ! leggt uns Schmedt ahn' Upenhalt wedder los , Ihr Herr Vader hat sogar uns Batalljon bei'n großen Kaisermanöver Anno kummandirt , und wo ich mir recht besinne Danke , danke , Papa Hartwig , säd de Herr Ritt meister un mök sich mit nochmalgen Gruß dünn , denn sünst hadd em uns Fründ de ganze Manövergeschicht von Anno mit Grot- un Kleingewehrfüer utführlich Rublank un Vader Hartwig güngen tum Rechts anwalt Brandt , de mit den Schulten schon lang up ! t beste bekannt weer und de beiden Landlüd sehr fründ lich upnamm . Ich habe ein doppeltes Bedauern auszusprechen , säd de Herr Rechtsanwalt ernst . Meine Bemühungen haben bisher kaum einen Erfolg für Rohrbeck aufzu weisen , und auch meine Warnung hat die unheilvolle Wendung der Sache nicht verhüten können . Seit dem ersten Tage , da Martin Rohrbeck zu mir kam , befürch tete ich einen traurigen Ausgang . Solche gutmüthigen , schwachen Naturen dulden Unrecht auf Unrecht , Schlag auf Schlag , ohne gegen das Schicksal zu murren , oder sich zum Widerstand gegen den dreisten Arm auf zuraffen , der ihnen den Nacken krümmt . Aber gerade in dem trägen Ertragen der Unbill liegt das Gefähr liche dieser Naturen . Sie sammeln alles Gift , von dem der energische Geist sich befreit , in ihrer Brust ; noch ein schwacher Tropfen , die Leidenschaft bricht mit jäher Gewalt hervor und ras't blind und vernichtend gegen sich selbst oder den kecken Bedränger . Derwiel de beiden ollen Lüd mit den Rechtsanwalt verhannelten , leepen de beiden jungen Lüd en bäten in 't Stadt spazeeren : Willem wees Dürt'n , wo de Herr Oberst un de Herr Rittmeister wohnte , un hülp er bi Kopmann Fiehn'n Knöpnadeln köpen ; Dürt aber be reknete , mit wovel Wirthschaftsgeld se woll as Fru Wachtmeister utkommen künn , un se säd , ne Zick müßt se sich hollen , sünst trute se sich nich , mit acht Gröschen den Dag æber to reeken . Daræber lachte denn Willem un säd , eenen Gröschen von sin Traktement wull he noch toleggen , aber Dürt wull von so'n Geldverschwenden nischt weeten , un bleew dabi , mit 'ne Zick in 'n Hus stand weer vel sparsamer to wirthschaften ; se wull ok morgen gliek mit Dröscher Wendtsch reden , dat se in 't Fröhjahr een Höken liggen leet , wiel de Wendtschen Zicken de besten Melkgeber in Wullenberg weeren . Bi dit Wirthschaftsinrichten redte sich uns Dürt ordentlich warm , un as se nu fix dat Schnufdok namm , da würd er de Knoten von gistern verdreetlich unter de lütte Näs fuschern . Nu kamm et ok ruter , worüm Dürt den Knoten rinbunnen hadd un worüm dat to Hus Keener weeten süll . Dürt wull mit eren Brutmann tum Fotografisten lopen , un sich da mit Willem to- sammen dat Gesicht afnehmen laten . Een't von de Bilder süll Willem sin Vater hebben , wiel em dat in sin Eensamkeit trösten würd , un mit dat anner Bild wull Dürt er leew Mudder to'n Geburtsdag 'ne Ober raschung maken . Na da stimmte Willem denn nu mit Händ' und Föt in , un dat geschah ganz na uns Frün din eren Willen , blos dat se sich æber den dummen Fotografisten noch gründlich ärgern müßt , wiel de olle Kerl ümmerto an Dürt'n er Gesicht un Stellung rüm monierte un denn noch dollpatschig frog , ob he er vellicht as Brustbild afnehmen süll ? So 'ne dumme Anspelung leet sich Dürt natürlich nich beeden ; se säd em kort un tücksch , dat Gesicht süll drup stahn un dat anner't güng em gar nischt an . Dat würd Pingsten , as dat Östern worden weer . De Böm wurden grön von Bläder , denn witt von Blöthen , un endlich roth von Früchten ; dat Korn würd länger , de Ahren vüller , un de Akten bi'n Rechtsan walt Brandt ümmer dicker , denn nagradens weer dat halwe Dörp verhört , un et hadd sich ruterstellt , dat de meisten Lüd , de Kop-Kontrakten afschlaten hadden , in de Mus'fall seeten ; en beten Muschelie lagg æberall to Dage , blos nich genog , um de Muschler bi de Ge richten to faten . Ok in de Fäll , wo't gar nicht afto sehn weer , wat de krummen Wege nütten süllen , wi bi den rieken Buer Bitterling , hadden Pimpel un Nathan doch nich den geraden Weg nalopen künnt , gerad up de Art , as de Illing sich dörch dat enge Muerloch in 'n Höhnerstall quetscht , un wenn ok de Dæren sperrangel wiet upstahn . Nathan hadd lange Tied up'n Dod nedderlegen un noch nich tum Verhör bracht warden künnt , denn de Doktors hadden beschienigt , dat he irrsinnig worden weet . Unner de Lüd güng aber dat Gered , Nathan weer den Dübel dull , und sine Verwandten leeten em blos davær utgeben , damit de schlimmen Ding' , de he in't Feeber to Dage bröcht , nich vær de Gerichten un den Staatsanwalt keemen . Upstünds was Nathan von sinen Sæhn , de een von de ersten un klöksten Doktors in Berlin sind süll , to sich nahmen , un so hadd et mit sin Tügniß gegen Rohrbeck'n na alle Utsichten lange Been . Noch en anner Ursach hülp dato , dat et mit den Prozeß nich værwarts gahn wull . Pimpel'n hadd dat Strafgericht to faten kregen , aber up en böser Art , as he sich dat hadd drömen laten . He hat tosammen mit eenen annern Partner bi en Wittfru in Linnenhorst 'ne niege Utschlächterie unnernahmen , un de beiden hadden dat Stück da bald noch ärger dreben , as bi Rohrbeck'n . Pimpeln sin Sündenmaat müßt damit aber woll bis tum Oeberlopen vull worden sind , denn uns Herrgott sülwst hadd em dat Handwerk leggt . Denn as he up den Schünflor stünd un furchtbar flokte , wiel sich dat Trietztau verheddert hadd , da lös'te sich baben de Schleif un de Trietzkopp schlög von'n Hahnbalken nedder up Pimpeln sin rechten Arm , so dat de Arm brök un de Hand , de Pimpel all so oft meineidig tum Himmel haben hadd , gliek machtlos runnerbammelte . De Arm müßt em ok an de Schuller afnahmen warden , wiel de Brand toschlagen wull ; aber all de Weh dage un dat ogenschienliche Strafgericht bröchten Pim peln nich to Inkehr ; he flokte un lästerte up Klemen- tine'n , de jitzt bi em wirthschaft'te , un ok dahen gehörte , denn Quark un Kees sind ut eenen Pott to Hus , so dat sülwst disse Perßon von em leep . Bi Hartwigs güng alles sinen egalen Gang . Dürt süng un sprüng un dacht blos an eren Brutmann . Wenn de Soldatenbreew' Porto kost'ten , denn hadd de Post damals en schönen Gröschen Geld ut Wullenberg treckt , denn alle acht Dage hadd Dürt en frischen Breef fertig , un wenn all drunner stünd : " Mit tausend Küssen Deine treue Dorothee " , denn feel er fix noch wat Nieges in , 'ne lütte Unducht von Christ Wendt'n ödder dat er Päthenkind Hänsken Sperling 'n Tähn kriggt hadd , ödder sünst wat ganz Nothwennigs . Dat müßt denn , sülbstverstännig mit wedder dusend Küss' , hinnerher rin , un wenn de Siegellack all brennte , was abslut noch wat vergeten , un jedesmal kamm 'n frisch dusend Küss'to , so dat de Schwadrons-Ordonnanz all ümmer an't Gewicht merkte , wenn he 'n Breef von Dürt'n bi hadd . Dat uns Unteroffizier un Brutmann ok de Tint nich schonte , un den Breefdräger alle Woch mit'n düchtgen Packen Küss' na Wullenberg buckeln leet , bruken wie grote Kinner nich erst to vertellen . - Neben diss Breefpost mit eren söten Inhalt leep æbrigens noch en anner däftig Post her , de ok nich von schlechte Oellern was un Eenen nich minder leckmülig maken künn . Dat was Mudder Hartwig'n er Kalitenpost , de alle Sünn dag mit den Wullenberg'schen Melkmatrosen to Stadt güng un mit Schinken , Worst , Botter un so wieder proppenvull spickt was . Und wer je den Kohfot ödder Pallasch dragen hett , un möd un mit quarrigen Magen von den Exeerplatz kommen is , de weet , wat vær 'n herrlich Sach un Segen denn so'ne Kalit ) is , un wo wunnerschön sich dat in so'n Spickgans un Bratworst von to Hus satt pappt . Von Tied to Tied kamm Willem ok up Urlaub , un denn was grote Freud in de ganze Hartwigsche Familj' , den schlohwitten Urgroßvader nich to vergeten . Et was en eegen Ding mit den Greis ; he hadd de Sprak nu ganz verloren , un hört keen Klockenschlag un Sterbenswurt ; aber sine klaren Ogen folgten Jeden sin Reden un Bewegen , un et weer , as verstünd un wüßt he alles , wat üm em værgüng . Un mit Dürt'n unner heel he sich ok . Wenn se morgens sinen Sorgenstohl an den Sünnenschien rückte , un de Bibel vær em lagg , denn bläderten sine Hännen langsam drin rüm , un mit eenmal wees he mit fründlich un hell Gesicht up'n Vers , de to wat paßte , wat in't Hus geschehen weer ödder geschach . Dat was toerst ruter kommen , as Dürt Ge burtsdag hadd , un he dat woll an de Breew' un de Blomen merkte ; da was he den Værmiddag so unruhig west , as wenn de abslut wat seggen wull un müßt , un he hadd ümmerdrup up sin Bibel wesen , bis Dürt endlich nakeek un sinen Finger up de Stell in Tobias " Myn kindt hebbe Godt vor Ogen un ym Herten , alle dyn lewedage . Vnd wahre dy . dat du in keene sünde vorwilligest , und döst wedder Gades geboth . Dat süll sin Geburtsdagswunsch vær sin Plegerin sind , un en betern hadd Keener finnen künnt . ) Kalit heißt ein geflochtener Kober , den man über die Schulter gehängt trägt . ) Tobias , V . . Wat Dürt un Eener ut dat Hus den Greis an de Ogen afsehen künnen , dat deeden se em to Leew . De Schmedt säd , et weer , as of en Segen von den ollen Mann utgüng ; wenn sin Ogen up wen ruhten , de kün nischt Schlechtes begahn . Dat spürte he an sich sülwst : he hadd jo ok woll gern en lütt Narrerie makt , un sin leew Endelbutt von Fru tum besten hollen , aber siet de Oller da weer , trute he t sich gar nich mehr recht . Denn düftelte Hartwig , womit he den Greis woll ne Freud maken künn , un he kreeg richtig wat utfindig : he schmed'te lütte Rad' ( Räder ) unner de Föt von den Sorgenstohl , so dat Dürt em in'n Sommer in den Garden schuben künn . Da spelte de Greis in'n Sünnenschien mit Blomen un Bläder un hægte sich un lachte , as 'n klein Kind . Elft End' . Krieg un Sieg . - Wat Urgroßvader ut de Bibel wüßt . - -- Bödner Kluth'n steiht dat Strick an'n Hals . - Se hebben em . - Wendtsch rieten de Haken un Oesen un Kopmann Krinolinen-Jiehn hett 'n Bandworm in'n Kopp . - Wat Wendtsch üm Napoljon lieden müßt un wo se em futtern will . - Schnieder Güssel mit Napoljon up eenen Piepenkopp . Dat Korn riepte in de Julihitt , de Halm bögten sich unner de vullen Ahren , un alle Landlüd rüst'ten sich , um de Frucht to mähgen un intobringen . Aber an'n' Himmel treckte en düster Gewülk æber uns Vader land up , un en anner Mähgen kamm , as de friedlich Minschheit sich dat vermoden weer . De Dod würd Schnitter ; he mähgte ahn' Erbarmen ut Gewehr- un Kanonenschlünd uns best jung Lüd up Frankrieks Bodden nedder , un vel , vel dusend Minschen müßten sich up de fremde Erd verbloden , damit Dütschland endlich to Eenigkeit kommen künn . Dürt was ganz vertagt . Twee Dage vær den Utmarsch von Willem' sin Regiment weer se mit er Oellern to Stadt west , üm Afschied to nehmen . Hart wig hadd de jungen Lüd tröst't , so god he künn un to Willem' seggt : Bang di nich , min Sæhn , de leew Gott ward di gesund dörchhelpen . Aber Willem hadd schüddelköppt un up de niege , witte Uniform wesen , de se all ankriggt hadden : Uns Dodenkleed hebben wi an ! Wer weet , wer wedderkümmt ; mi liggt dat as'n Ah nung up de Brost , dat et mi nich voræber gahn ward . De Schmedt schüll woll , dat Willem sich mit so düster Gedanken dat Herz noch schwerer mök , un er all in gröter Unruh bröcht , aber he weer sülwst schwackglöbig worden , wiel de Zeitungen von de Fran zosen er furchtbar Gewehr un Kanonbüssen un von de Turkos mit 'n wild Katt in'n Tornister ganz grülich bericht'ten . Un de oll Urgroßvader , bi den Dürt Trost in er Bekümmerniß sökte , hadd ditmal ok keenen vær er . Dürt hadd em dörch Teeken düdlich makt , wat Schlimmes vorgüng un de Greis verstünd er woll un wüßt , gegen welchen Fiend et güng ; he bläderte hastig un ernst in dat eenzig Bok , ut dat he las un lewte , un wees Dürt'n den Vers ut de Offenbarung : Und hadden äver syk einen Königk , einen Engel uth den Affgrundt , des name heet up Hebreisch Abbadon , unde up Grekisch hefft he den namen Apolyon . Ein Wee ys henwech , Süh , dar kamen noch twee Wee na deme . ) Dump un schwer lagg dat Weh æber uns in de schwölen Juli- un Augustdag , un alles keek bang na Frankriek ræber , wo de Hunnertdusend von Minschen un Füerschlünd sich tohopschöben , nn wo dat schrecklich Unweder utbreken müßt , wat uns Vaderland in't Ver derben rieten un Jedweden den neegsten Verwandten un Fründ up ümmer furtnehmen künn . Un dat Un weder brök los ; de Hunnertdusenden platzten up enan ner , un wer feel , æber den sin blodig Knaken güng Perd un Minsch unminschlich weg , aber en hell Sünnen strahl drüng dörch de Nacht un den Jammer üm uns hengeschlacht'ten Landskinner : De preußsche Adler breit te sin Flüchten ut , ümmer gröter un gewaltger , un wo sine Fäng inschlögen , da kamm de Freudenpost : Sieg ! ) Offenbarung V . . - -- Diss Stell is Anno un späder von vel Lüd up Napoljon utdüd't worden . un wedder Sieg ! bi Weißenburg un Wörth , bi Mars latour un Gravelotte , - jede Depesch von unsen König meldte niege Eroberung , un reep niegen Jubel un Dank gegen den Welt- un Schlachtenlenker hervær . Ok in de Wullenbergsch Schmed' was de Angst schwunnen un Toversicht inkehrt . denn Willem hadd von Sankt Marie aux Chenes en langen Breef an Dürt'n schreben : he weer bis jitzt gesund un woll un leeg upstünds mit den Prinzen Friedrich Karl vær Metz . Se paßten da blos up , damit de französche Marschall mit sin Armee nich utkniepen künn , un bi dit Geschäft weer recht wat Schlimmes nich to befürchten , denn de Brandenburger un Pommern hadden de roden Bück schen an den achtteinten August so düchtig utkloppt , dat dat Franzosenvolk sich ut dat Mus'loch von Festung ruter trute . Hinner de anner Armee aber weer uns König sülwst mit sinen Sæhn un sinen Moltke un so un so vel Schwadronen un Regimenter up de Jagd , un würd se sich neegster Dags köpen . Se hofften all , dat de ganze Kriegsgeschicht bald to Ennen keem , gerad so , as 't in Oestreich gahn weer . Noth hadd Willem' sin Schwadron sünst nich to lieden , aber mit dat Quartier seeg et schlecht ut ; se leegen reinweg in den Modder , un müßten blos daran denken , sich un de Perd dat græwste von'n Liew to hollen . An sinen Vader hadd Willem apart schreben ; Hartwig mücht em aber ok dissen Breef geben , un wenn Dürt Antwu schreew , worup Willem allermeist luerte , denn mücht Vader Hartwig doch 'n paar vernünftig Zigarren bi packen , denn dat Krut , wat se in Frankriek vær Tobak verköfften , un ok dat Tügs , wat se körtlings von Ber lin as Liebesgaben kriggt hadden , dat weer nich to be leben , un mök sülwst de Perd schu , wenn se er mit den Schmok to nah keemen . Schmedt Hartwig namm up dissen Breef up de Stell sine Been in't Hand un leep na den Krog , üm sich en Dutzend von de besten Vierradener inwickeln to laten , de da to hebben weeren . Bi dit Geschäft keemen unsen Fründ twee Niegigkeiten to Ohren , wovon em de een in hellen Arger un de anner in de Folg in helle Freud bröcht . Tum ersten jammerte Bödner Kluth ganz erbärmlich , dat em dat Strick an'n Hals stünd , denn Pimpel hadd de Hypothek up dat togeköffte Land up'n Plutz künnigt , wiel Kluth de Halfjahrszinsen twee Dage to späd betalt hadd ; un tum tweeten , as Hartwig ut den Krog tradd , was dat Dörp in vullen Upruhr . Alles reet Fenster un Dæren up un störtte up de Straat , un Dröscher Wendtsch was de Anstiftern von den Spektakel ; se müßt na alle minschliche Insicht den Verstand verloren hebben , denn se börst'te krewtenroth de Dörpstrat entlang un schreeg uter Luft un Adem Se hebben em ! Se hebben em ! Se hebben em ! Uns Schmedt stünd still un füng Wendtsch mit beide Arm up , denn de gode Fru jappte man noch so un de Schlagfluß künn jeden Ogenblick intreden . leet sich willig von Hartwig'n to Stuw bringen un sackte da machtlos up'n Stohl nedder . Fru Wendt'n , üm Gotteswillen , wat is los ? frög de Schmedt mit de Wiel . Se hebben em ! Se hebben em ! krieschte Wendtsch . Un ik bin de Erste , de 't in Wullenberg utbröcht hett . Mudder , seggt Hartwig , bring en Glas Kovent ( Hausbier ) vær Fru Wendt'n , dat se wat Nattes unner de Tung kriggt ; - un nu , leew Fru , reden's dütsch , wat bröcht Se ut alle Pust ? Se hebben em ! bleew Wendtsch bi . Un wenn't min Dod is , ik bin doch de Erste west . Ut Er ward de Dübel klok , säd Hartwig ärger lich . Wen hebben's ? Töben's man blos en Ogenblick , dat ik en bäten to Ruh komm , denn mi steckt de Lung , as würd mi mit dusend Knöpnadeln rin peekt . Na god , ik töw , aber maken Se 't kort , säd Hart- wig , denn he kennte Wendtsch ere Tung un Moden . Wendtsch halte deep Adem . So , säd se , nn ward et gahn un Se sælen dat Stück bi Heller un Penning hören . Also ik lop hüt fröh to Stadt , wiel ik nothwennig Hemdentüg bruk , un ik uterdem en paar Ellen Kattun hebben mütt , denn de Ellbogen in min Daniel sin Unnerjack sind beid dörch , un ik heff abslut keen Flicken mehr in't Hus ; ik steck mi ok noch fiew Daler in , üm's vor uns lütt Stina to Sparkass' to dragen , damit dat Mäken wat in't Wirthschaft hett , wenn se sich mal verfriegen deiht , un so lop ik værfötsch los Fru Wendt'n , unnerbrök Hartwig dat Tungenge fäll , hollen Se den Adem eenen Ogenblick an , un seg gen's kort , wat is los , dat Se so unvernünftig rönnt Ik bin jo allermeist bi , säd Wendtsch un verhalte sich tosehens bi dat Reden . Also ik lop værfötsch los un will eben ut de Schossee in de Bahnhofsstrat in bögen , da kümmt mi de verflixte Schnieder Güssel ent gegen un löppt ümmer gangwies torügg na Wullen berg , so sehr as dat sine Elster-Ogen un Oeberbeen man verlöben . He kiekt mi noch so recht hinnerlistig an un grieflacht , lett mi aber ganz driest værbilopen un ik denk mi ok nischt dabi ; ik lop rin in't Stadt tum Kopmann Fiehn in de Botterstrat , de se jitzt Willemsstrat ümdöpt hebben . Allerwärts stahn Lüd un schlagen de Händ' æber'n Kopp tosammen ; ik merk aber noch nischt , ik gah in'n Laden rinner un segg to de jung Drektris' : Aber leew Fru , de Tung löppt Se jo weg . Seggen's blos dit Wurt : Wat is los ? Na , hören Se denn nich ? Ik segg jo : Ik lop in 'n Laden rinner , un segg to de jung Drektris' : Frölen segg ik , mäten's mi doch sæben Ellen Linnwand af , von datsülwe Stück , wo min Schwägern Zickmannsch vergangen Friedag en Prow mitbröcht hett , aber be dreegen Se mi nich wedder , as dat letzte Mal , wo ik ok 'n halw Ell Unnermaat hadd , wiel Se dat End' unner Eren Dum ümmer dubbelt mäten . Un seggen Se mi gliek den genäusten Pries , dat ik nich erst en Stund lang drüm hanneln mütt , denn de Herren up de Sparkass' spritz Punkt Klock twölben de Feder ut un ik will noch fiew Daler ver min lütt Stina hindragen , damit dat Mäken wat in de Wirthschaft hett , wenn se sich mal verfriegt , as man doch hoffen deiht . Un eh ik't verget' , Frölen , ik mütt noch en paar Ellen Kattun vær minen Daniel köpen , denn de Ellbogen in sin Unnerjack sind beid dörch un ik heff abslut keen Flicken mehr in't Hus Verlöben's eenen Ogenblick , Fru Wendt'n , Hartwig , den dat Stück nagerad hægte . Ik will mi erst de Piep anböten , denn de Geschicht schient sich to Se laten mi jo ok nich to Wurt kommen . Ik bin all ganz dicht ran , un ik segg herrjes' , wo weer ik ? Bi de Flicken , antwurt'te de Schmedt . So wiet weeren wi vær'n Stund ok all . Min Gott , ik kann doch nich mehr as reden , un dat doh ik doch , wenn Se mi ranlaten . Also ik heff keen Flicken , segg ik . Gerad , as ik dit Wurt segg , störmt oll Fiehn mit Hurrah ! Hurrah ! in'n Laden , un as he mi to Gesicht kriggt , los up mi , fött mi üm un danzt mit mi olle Perßon von föftig Jahren 'n Galopp in'n Laden , ik segg Se , en richtgen Lungen pietscher , wat kannst , wat willst ; na , ik komm ok in'n Schwung un bruk mine Been Um Gotteswillen ! Dabi schriggt he ümmerdrup : Hurrah ! Hurrah ! un ik weet gar nich , wo ik bekehrt bin ; ik segg , Herr Fiehn , segg ik , seggen's blos , hebben Se en Bandworm in'n Kopp , ödder ritt Se de Dübel , dat Se mit mi olle Perßon von föftig Jahren ründ rüm in 'n Laden marachen , dat mi Haken un Oesen rieten un ik mi dat Schenbeen an 'n Disch stöten mütt . . . Da nimmt oll Krinolinen-Fiehn , - denn so nömen em jo de Lüd tum Unnerschied von sinen Broder , de in de Steen strat mit Branntwien handelt un deswegen Terpenti Fiehn hitt - da nimmt oll Fiehn en Knippdok ut 't Schapp ruter un seggt : Fru Wendt'n , seggt he , hüt is de größte Freudendag in ganz Preussenland un Dütsch land , von den noch Kind ün Kinneskinner reden warden , un dit Kuippdok schenk ik Se vær Ere Stina , dat se't tum Andenken an dissen Dag dröggt , denn se hebben em , den Racker , den Blothund , den Minschenschlächter , den Gottbewahruns , den Napoljon ! Wat ? reep Hartwig un sprüng vær Upregung up , wat seggen Se , den Kaiser Napoljon hebben's kriggt ? Na natürlich ! seggt Wendtsch ganz verwunnert . Ik heff 't jo all vær'n Stund in't Dörp utropen un vertell sietdem ümmerdrup von nischt anners , un nu dohn Se , as oft schniet ? Fru Wendt'n , dit krüppt in keen Strekfahr , seggt Hartwig un lachte ut vullen Herzen . Se mütten De peschendrägern warden ! - Dürt , spring fix na'n Keller runner , da mütt rechts in de Eck noch 'ne Flasch Roth spohn stahn , de drinken wi up de Freudenbotschaft ut , un Se nehmen ok en Glas to sich , Fru Wendt'n , denn Se hebben dat mit Been un Tung redlich verdeent ! Dat doh ik un dat heff ik , seggt Wendtsch stolt . Se hebben em , un as mi Fiehn dit Wurt seggt , da schütt mi dat dörch den Kopp , worüm Schnieder Güssel mi so angrient hett Uns König Wilhelm sall leben ! reep de Schmedt Un Willem Rohrbeck gesund torüggkammen ! feel Mudder Hartwig'n in , un de Gläser klüngen hell to Da stöt ik up Beides mit an , säd Wendtsch un leggt ahn' Upenthalt wedder los : Da schütt mi dat dörch den Kopp , wenn de lahme Güssel ok all 'n halw Miel værut is , dat sall den Kerl doch nich glücken , dat he mit'n geburen Burrmannsch wettlopen will , denn de Burrmanns kænen all furchtbar lopen . Ik lat also Köpen Köpen un Sparkass' Sparkass' sind un schörtel mi vært Dor up De Schmedt greep sich an de Ohren . Aber Fru Wendt'n , dit belewt ja keen Minsch . Is de Geschicht noch nich ut ? , mag jo ! Se weeten woll , dat se em hebben , aber wat ik damit heff to dohn kriggt , un wo ik mi üm de beiden Kanalljenvægel von Napoljon un Güssel bina heff dod bædeln müßt , dat weeten Se noch nich , un deræber süll ik schwiegen ? Dat kænen Se von'n geburen Burrmannsch nich verlangen ! Gott bewahr uns , säd Hartwig verdutzt , Fru Wendt'n , wat hebben Se denn mit Napoljon to dohn ? Ik vertellt jo ümmer düller , aber wenn Se mi nich dree Würt hinner enanner reden laten De Schmedt leet de Arm sacken . Na , denn man to ! Ik will von nu af muckenstill sind , aber de Stebel treck ik mi erst ut , denn vær'n Tobettgahn ward dit End' woll nich utkommen . Dat kümmt ganz up Se an , säd Wendtsch . Mi schütt dat also dörch den Kopp , de Schnieder denkt , mi mit de Niegigkeit in Wullenberg værtokommen ; ik nehm den Weg driest unner de Föt , un draff un draff , aber ik kann det lahme Gestell nich inkriegen , wiel de hinnerlistig Kerl von Lehmsdörp af den Fotstieg nahmen hett , woran ik in mine Rawasch nich denken mütt . As ik endlich up den letzten Berg bin , is he richtig all hinner de Möll , kiekt sich lächerlich na mi üm un ward mi 'n lang Näs maken , wiel ik't nu doch nich schafft heff . Na , da stijgt mi dat Blot to Kopp ; ik deuk : halt ! rop du man nich eher Fisch , als bis du 's in de Rüs' hest ; een Lung kann t man kosten - un so nehm ik mine Kleedasch tosammen un schäf' un bædel ümmer ver Gewalt den Berg runner , dat ik jeden Ogenblick denk , ik scheet kopphäster un min letzt Stund is kommen . Dat Bügel-Isen füng nu ok woll an to rönnen , aber dat hülp em nischt ; dree Schritt vært Dörpschild hadd ik dat Flickenbündel weg un reep de Botschaft ut . So heff ik üm Napoljon wettrönnen müßt un de Ruhm mütt Wendtsch blieben , dat se 't doch toerst in Wullen berg utbröcht hett , dat de scheewschnütge , französche Galgenvagel in'n Burken sitt ! Den Ruhm sall Se Keener nehmen , Fru Wendt'n , davær stah ik as Tüg' in ! säd Hartwig ganz ehrlich . Ik bidd Se ok alles af , wat ik Se værhen unverständger wies' unnerbraken heff , denn dat is jo unerhört , wat Se mit Been un Tung üm Napoljon hebben utstahn müßt . De Kerl hett all sovel Unglück in de Welt an richt't un nu fehlt nich vel , denn bröcht he Se ok vær de Tied in den Näsenquetscher , denn Se weeren keen halw Ell vær'n Schlaganfall . Wendtsch stünd up . De infame Minschenschinner ! zausterte se ingrimmsch . Hadd ik em man jitzt in min Gewalt , ik würd futtern ! Morgens Ekelkaffee , Middags kolle Klüt Abends warme Haselnæt ! Nachts 'n Stebelknecht Koppküssen , bi Dag' müßt he junge Gäns' höden , un weh em , wenn een afburrt ! Adje , Herr Hartwig ! Adje , Fru Wendt'n , lacht de Schmedt . Schlapen's denn Se mütten jo tum Uemfallen sind . Schlapen ? frög Wendsch torügg . t is jo knapp Vespertied . , hüt kann ik mi keen Ruh günnen . Erst mütt ik doch dit Stück richtig in't Dörp rümbringen , un tum Abend kriggt Schnieder Güssel sin gründlich Upgebot vær de lange Näs , denn de Kerl is ebenso schlecht , as Napoljon un gehört mit em up eenen Hartwig lacht , dat em de Buk wackelte . Wendtsch , Se sind en Hauptwief ! De leewe Gott bewahr Se vær den Tungenkrewt , un lat mi hüt nich dat Abendbrod mit Schnieder Güsseln deelen ! , dat wünsch ik Se ok nich , denn dat kann licht kommen , dat ik em Ohrwörm un Tüffelleder dran brad , säd Wendtsch un leep af . Twölft End . In't Schwurgericht . Wendtsch sitt nich neben Spitzboben . Pimpel mit'n isern Stirn . - Bi't Uppassen kümmt doch mal wat rut . Pimpel ward entlarvt . - Wendtsch ere Tung löppt Galopp un sieiht in vullen Damp still . - Stabs- arzt Dr . Nathan . - Urgroßvader tröst't Dürt'n . - Wendt'n sin eenzigst Spickgans . Wedder kamm de Christmonat ran un bröcht den Schneemann un'n düchtgen Sack vull Küll mit , so dat de Torfmieker un Schneeschipper ere helle Freud an em hadden . De Wind pietschte mit den finen , isigen Schnee krüz un quer dörch de Straten un keen Minsch kann mehr de Dagdeew' von de flietigen Lüd nn de Wiendrinker von de Waterfründen unnerscheiden , denn beid Art Lüd rönnten egal vær Küll , un de Näsen weeren ok all egal roth un blau anlopen . De Lüd de an dissen Mittwoch Værmiddag in de Stadt unner wegs weeren , leepen æbrigens meist desülwe Tur un brukten dat Beenwerk apartig fix . Alles ilte na't Gerichtsgebüd , üm jo'n Platz tum Tohören wiß to kriegen . Denn Buer Rohrbeck kamm hüt wegen ver sökten Mord vær de Geschwornen . En Trupp Landlüd stünd vær't Kreisgerichtshus un peddelte sich den dicksten Schnee von de Stebel . De Lüd sind gode Bekannte von uns . Sind wi alle tohop ? frög Daniel Wendt . Na , denn kommt man rinner . Wi stellen uns hinnen in de Eck , säd Kohknecht Töwt man noch beten , reep Knoll un wischte mit 'n Fusthandschen den Druppen unner de Näs weg , da drin darf Keener schnuben ! Worüm is denn Kluth nich mitkommen ? frög Schnieder Güssel . He kiekt sich to Hus de ledigen Wänd' an , de em de Exkuter laten hett , vertellte Kossäth Sperling . Kluth'n hebben de Göderschlächter ok up er Gewissen . Mi ok , säd Quarrmann un drünk fix Eenen . He hadd noch en lütten Stich von gistern . Na hör mal , Schwager , redte Burrmann dagegen , alles wat Recht is , du bist jo all waterschu west , eh an Pimpel un Nathan to denken weer . Ik taxeer , seggt Wendt , wenn Quarrmann sterwt , ward de Spirtus billger . Se wräuschten sich in den Saal rinner . De Buer satt möd un terbraken up de Anklage De Haupt-Tüg' Nathan fehlte , aber wiel Rohr gestännig was , künn ahn' sin Tügniß afurtelt Uns' Wullenbergschen Fründ stünden up en dichten Hümpel tosammen . Lüd , kiekt doch , flüsterte Wendt , wo driest un un verfroren Pimpel da sitt . Ik dacht , ik müßt in de Erd sinken , wenn so mit Finger up mi wesen würd . Jitzt kümmt Rechtsanwalt Brandt , seggt Güssel bimunds . De Mann da mit dat Pack Akten unner'n Arm , dat is he ! Ik taxeer , he handelt Rohrbeck'n bis up een Jahr runner , meente Wendt . En kloken Mann , säd Güssel , aber ik heff't gliek seggt , gegen Pimpeln kann he nischt uthecken , de is em in de Paragrafen æber . Nana ! wedderredte Sperling . Kiek , wo em de brunen Ogen lüchten ! Ii sælen sehen , he hett 'n groten Trumpf in't Hand un spelt 'n hüt ut , darup wett ik ! Kinner , wett't , ik drink mit , säd Quarrmann . Pst ! Stille da ! reep de Gerichtsdiener . De Saal was all gepeddelt vull . Da satt vorn an Jochen Klütritz von Linnenhorst , de riekste Buer in de Uckermark , Schult Rublank un anner hochangesehen Landlüd , un noch ümmer keemen niege Tohörer . Richter güngen still up ere Plätz ; de Präsident , den man't all an sin würdig Wesen un fin Gesicht ansach , dat he hier de Oeberste was , bläderte ernst in de As de Tügen in den Saal führt würden , gaff dat en lütten Upstand , denn uns Fru Wendt'n wull den Gerichtsdeener nich Order pareeren , as he er to Platz wees . Neben den Minschen sett ik mi nich , flüsterte se up er bekannte Manier . De Präsident keek unwillig von sin Akten up . Wer schreit da so ungehörig ? Ik red man ganz bimunds , entschüldigte sich Es ist eine Zeugin aus Wullenberg , erklärte de So setzen Sie sich auf den Zeugenstand und schweigen Sie , bis Sie aufgerufen werden ! Diß Vermahnung hadd nu woll jeden Annern in schüchtert , aber uns Wendtsch nich . Herr Gerichtshof , säd se , un wenn Se mi up de Stell inspunnen , ik doh't nich ! Ik bin 'n ehrlich Dröscherfru un en geburen Burrmannsch un de sitten nich mit Spitzboben up een Bank . Un dit hier is een von de schlimmste Sort . Pimpel satt muckenstill . Alle Lüd keeken na den Präsidenten un dachten , wat dit woll warden mücht . Aber wedder all Vermoden säd de olle Herr blos kort : Lassen Sie die Frau auf einen Stuhl setzen ! Un Wendtsch kreeg richtig en aparten Stohl , up den se sich preislich henplant'te un denn ümkeek , of ok de Lüd seegen , wat se ntheckt hadd . Dat Verhören güng an . De Staatsanwalt gaff de Geschwornen sülwst an't Hand , mildernd Umständ ver den Angeklagten to bewillgen . Denn kamm Rechts anwalt Brandt tum Wurt . He säd kort un bündig , de beste Vertheidgung vær Nohrbeck'n würd sind , wenn he sin Unglück wahrheitstrü vertellte . Dat würd de Geschwornen mehr vær em stimmen , as wenn twee Rechts anwält Reden heelen un Utflucht möken . De Buer stünd up . He füng von vorn an , gestünd ok , dat sin Unglück nich unverschuldt æber em kommen weer un dat he de Straf gerecht leed . He weer in schlechte Händ' geraden ; Pimpel un Nathan haddenem Geld un Kredit rein mit Gewalt updrängt und as heerst den ersten Wechsel unnerschreben hadd , weer keen Retten mehr west . As Rohrbeck denn vertellte , wo höhnsch em Pimpel sin Recht afstreden hadd , wo jämmer lich em Nathan an den Gröndunnerstag pienigt , un em dat Hemd von'n Liew hadd rieten wullt , so dat em de Meßfork half in Wahnsinn ut de Hand flagen weer , da würd dat Bewegen unner de Tohörer so stark , dat de Präsident draute , he würd den Saal rümen laten , wenn dat Publikum den Richterspruch værgriepen wull . Alles keek up Pimpeln , de nu tum Verhör kamm . He satt da mit 'n isern Stirn . As de Buer sin Leed so beweglich klagte , hadd he dahn , as güng em dat all gar nischt an . Kolt un drög antwurt'te he den Präsidenten , he wüßt nich , wat he mit diss Sach süll to dohn hebben . He hadd mit Nathan en rechtsgülligen Kopkontrakt øber Rohrbecks Wirthschaft afschlaten , un dabi hadden se beid eren Vorthel wahrt . Dat künn er Keener verdenken ; jeder müßt verdeenen un de Herren Gerichtsräth arbeit'ten jo den Staat ok nich ümsünst . Von den Værfall mit Nathan un den Buern wüßt he nich dat mindste un he müßt sich wunnern , dat he da mang bröcht würd . Wedder würd dat unruhig in'n Saal , aber en Wink von den Präsidenten schaffte Still . Es kommt in dieser Sache wohl auf Ihr Zeug niß an , säd he sehr ernst . Die Art und Weise , der Angeklagte durch den Handel mit Ihnen und Na than um sein Vermögen gekommen ist , erklärt es , daß der ruhige Mann zum Verbrecher werden konnte . Der Angeklagte behauptet unter Anderm , Sie hätten ihn um einen Kaufgeldertheil von dreitausend Thalern ge bracht , indem Sie den Schuldschein durch Unterschiebung eines gefälschten werthlos machten . Ist das richtig ? Driest un gliekgüllig antwurtte Pimpel , he hadd all beschworen , dat dit 'ne Erfindung weer . Wo hadd he dat künnt ? Rohrbeck hadd jo den Schien æber Nacht inschlaten un sülwst stempeln laten . Und Sie wollen diesen Eid vor Ihrem zeitlichen und ewigen Richter aufrecht erhalten ? frög de Präsi Ruhe da hinten ! Ja ! säd Pimpel . Meineidige Schurk ! reep plötzlich ne starke Stimm ut de Tohörer , wo dat letzte Geräusch herkommen Et würd dodenstill un Alles keek sich üm . Da stünd uns Hartwig , un de kräftge Mann zitterte vær Upregung an'n ganzen Liew . Wer sprach da ? frög de Präsident . Ik , Schmedt Hartwig ut Wullenberg , antwurt'te un drängte sich vær . Zeuge Pimpel , treten Sie zurück und machen Sie dem Herrn da Platz . - Herr Hartwig , Sie behaupten , Kenntniß von der Fälschung zu haben und treten erst jetzt mit Ihrem Zeugniß hervor ? Ja , säd de Schmedt . Herr Präsident , ik hefft sülwst nich eher wüßt , aber nu ik de Stimm hör , föllt et mi as Schuppen von de Ogen . Ik stünd Können Sie nicht Hochdeutsch sprechen ? , ik heff't nich recht lehrt , un et ward min Dage nischt Gescheidts . Nun gut , es wird auch so gehen . Erzählen Sie Ik stünd an den Abend , wo de Kop schlaten is , unner den Löwering an min Hus , un twars hinner en Stiel un den Schurrmurr , de da tum Torechtmaken lagg , wiel ik - na , ik mütt et jo seggen un ik kann't ok ahn' Schand' dohn , denn se sind jitzt Brutlüd , wiel ik min Dochter in 'n Verdacht von'n heemlich Leewschaft hadd , un se damit affaten wull . Et was was all düster ; ik hörte twee Lüd kommen un verheel mi rein still , wiel ik dacht , dat sind's ; et weeren aber twee Fremden un de Eener säd im Værbigahn halflud : een Wurt mökt dreedusend , un morgen leet he den annern Schien stempeln . Un dat is desülwe heis're Stimm west , de ik eben von Pimpeln hört heff , dat beschwör ik . In den Saal hat alles ademlos tohört . Pimpel kriedenwiit worden . De Präsident frög wieder : Sie kannten Pimpels Stimme nicht und haben sie nie gehört , trotzdem Pimpel tagelang in Wullen berg war ? , Herr Präsident ; ik heff Pimpeln woll öfter aber nie reden hört . Ik lop nich na 'n Krog tum Drinken un heff mi von de ganze Utschlächterie fern hollen . Schulze Rublank von Wullenberg ! reep de Prä sident un Rublank tradd vær . Ist Ihnen der Zeuge Hartwig als guten Rufes Es ist einer der achtungswerthesten und zuverlässig sten Leute meiner Gemeinde , säd Rublank . Ich halte den Mann einer Lüge für unfähig . De Präsident winkte de annern Richter , üm sich bimunds mit er to bespreken , da geschach wat Nieges . Rechtsanwalt Brandt stünd all lang up de Luer un meld'te sich tum Wurt . Meine Herren , säd he , seit acht Tagen bin ich im Besitze eines untrüglichen Beweises , daß der Zeuge Pimpel die Unterschiebung und Fälschung begangen hat . Aber ich glaubte , dem Interesse meines Klienten am besten zu dienen , wenn ich meine Wissenschaft vor erst zurückhielt und den Verbrecher vor versammelten Gerichte gerade in dem Augenblick entlarvte , wo er , wie von ihm nicht anders zu erwarten , von neuem vor Ihnen die Hand zum Meineid erhob . Da ist mir jener brave Mann unvermuthet zuvorgekommen , aber dies Papier , das ich Ihnen , Herr Präsident , über reiche , ergänzt seine Aussage und beseitigt den letzten Es ist ein Theil des Originalschuldscheins , geschrieben auf demselben Papier und mit derselben Tinte , wie der Kaufkontrakt , während auf dem unter schobenen Schein die Färbung der Tinte und das Format des Papiers erheblich abweichen . Die Unter schriften sind auf diesem Bruchtheile kurz hinter dem Datum abgerissen . Die frühere Haushälterin des Pimpel , Klementine Falk , hat diese Urkunde , deren Werth sie kannte , nnter alten Papieren desselben , wie sie behauptet , gefunden , und sie aus weiblichem Haß gegen Pimpel mir zum Gebrauch gegen ihn überlassen . Se hett's stahlen ! schreeg Pimpel , uter sich æber dissen Schlag , de em den Gnadenstoß gaff . Schweigen Sie ! gebot de Präsident . dienec , führen Sie den Kommissionär Pimpel sofort ins Gefängniß ab ; er ist wegen Meineides , Urkundenfälschung und Betruges hiermit verhaftet ! Herr Gerichtshof , reep Dröscher Wendtsch , un stünd steidel da , heff ik dat nich gliek seggt , he is 'n Spitz bow , un mütt up anner Bänk sitten , as ehrlich Lüd ? Noch eenmal gaff dat na dissen Twischenfall ne Upregung in'n Saal , aber ditmal nich blot-ernst , sünnern in't vulle Gegendeel , un dat was , as uns Fru Wendt'n tum Tügniß upropen würd . Se behaupt'te ok , dat se nich hochdütsch sprichen künn , un as er de Präsident darup verlöwt , up ere Art to reden , da würd't schlimm . Se leggt de grote Rönn an un kamm von 't Hunnertst in ''t Dusendst . De Würt rönnten er æber de Tung , as wenn de Möller dat Wehr nptreckt , un dat Water schütt kopphäster unner dat Möllenräder dörch . Un as dat End' rankamm , wo de Göderschlächter eren Daniel up den Liem lockt hadden und Wendtsch in ere Angst dat Stück mit dat seepig Hemd utöwt hadd , üm ere Familj' to retten , da was keen Hollen mehr bi Tohörer , Geschwornen un Richter ; se müßten all von Herzen lachen un mit't Gesicht hinner't Schnufdok krupen , blos räsident heel sich ernsthaft , aber ok man mit de Herr P knapper Noth , indem he fix en Federhalter in 'n Mund namm un sich daran dat Lachen verbeet . Un de Rohr becksch Prozeß künn hüt noch schweben , denn uns' Wendtsch fünd keen End' ; se kehrte sich an keen Winken un Purren von den Präsidenten , un lett ere Tung ümmer drup Galopp lopen , bis Hartwig een utergewöhnlich Stück mök . He tradd unvermodens hinner Wendtsch un leggt er sin beid breed Händ' quer æber dat Spundloch , wo dat Sprekwater rut rönnte , so dat de Maschin in vullen Damp stahn bleew . Da sett'e sich Wendtsch beschämt un müskenstill nedder . Rohrbeck hörte dat mit an as'n Mann , de weet , wat em beværsteiht , dat he to anderthalf Jahr Ge fängniß verurtelt weer , wovon en half Jahr up de Unnersökungshaft anrekent warden süll . In dat Urtel würd utdrücklich utspraken , de Richter un Geschwornen hadden de Oebertügung gewunnen , dat de Buer dat Verbreken half untorekensfähig begahn hadd , un dat unner de Umständ , wie se værleegen , von't Gericht ut en Gnadengesök an unsen König afschickt warden süll . Rechtsanwalt Brandt tröst'te Rohrbeck'n , he süll dat korte End' nu man noch gedüldig uthollen ; de Prozeß wegen sin Geld-Ansprüch hadd jo hüt ok so'n god Wendung kriggt , dat Rohrbeck hoffen dürft , dat meiste von dat Sienige to retten . Schmedt Hartwig föhrte mit den Schulten goden Moths æber den Utgang von den Prozeß torügg un hadd noch Größ von Rohrbeckn an sine Fru un Dürt'n to bestellen , aber as he to Hus ankeem , weer da wiel- deß en Unglücksbot inkehrt . Dürt weente un rüng de Händ' , un ere Mudder vermüchts nich to trösten , denn ut Tours in Frankriek was en Breef ankommen , an Fräulein Dorothee Hartwig in Wullenberg von'n wild fremd Hand , dörchweg zierlich mit latinsche Bokstaben schreben , un darin stünd : Willem Rohrbeck weer up de Patrullj' von 'ne französche Kugel in de Siet truffen wurden . Aber sin Brut süll sich nich to sehr ängsten ; wat minschlich Kunst vermücht , weer geschehn un dat Schlimmste æberstahn , so dat to hoffen stünd , em gänz lich wedder hertostellen . De Breefschrieber kennte Willem sin hüslich un anner Verhältnissen ganz genau , denn de Verwundte hadd in sin Feeberfantasien ümmerto von sin Brut un sinen Vader redt . De Herr Ritt meister von Wedell leet Dürt'n sin herzlich Bileed ut spreken , un se mitsamst eren Herrn Vader schön größen , denn he wüßt sich up den strammen , soldatschen Mann noch recht god to besinnen . Tum Schluß stünd , Dürt mücht baldmæglichst an Willem' in't Feldlazgreth schrie ben , dat würd den Kranken so god as de beste Medi zin kuriren helpen . Von den Breefschrieber würden se sünst noch wieder to hören kriegen . Unnerschreben was : Dr . Nathan , Stabsarzt . Hartwig las den Breef in grote Sorg un Unruh dörch . Dürt was weenend ruter lopen , un as he na er sach , kneete se vær eren schlohwitten Fründ in de Gardenstuw . Den Greis sin Ogen keeken wehleidig up Dürt'n nedder , as weer em woll vertrut , wat er Herz sich bangt und ängstigt ; he wees er wedder up den heilgen Schatz , de vær em lagg un et kamm as'n lichten Trost æber Dürt'n , as se den Greis sin Finger up den Vers fünd : " Weene nich , unse Söhne wert frisch un gesund hen un wedder her theen , und dyne Ogen werden en sehen . Denn ik glöve , dath de gude Engel Gades em beleyde , un alle Dink woll schicken wert , also dath he mit Freuden wert wedder tho uns kamen . De trurig Naricht von Willem Rohrbeck'n leep in Umsehn dörch dat Dörp , un Alles tamm , üm Dürt un er Oellern trösten to helpen . An'n Abend , as Diirt schreew un Vader Hartwig en paar Würt æber den goden Termins-Utgang upsett'te , güng de Dær nochmal up , Daniel Wendt kamm rin un leggt en lütt Packet up'n Disch . Dat schickt Se mine Fru , säd he , wieldeß he allen de Hand drückte , un lett Se bitten , dat Se 't Willem Rohrbeck'n tum Christfest mitschicken . Wenn wi de Adreß wüßten , hadden wi sülwst von unsen Christ 'n Breef tohop stümpern laten , aber so mütten wi Se damit beschweren . Schrieben Se Willem' man jo , dat Wendts an em in sin Unglück dacht hebben , un dat wi em von Herzen bald Gesundheit wünschen . Dat Pack wull Hartwig toerst nich annehmen un he säd , schreben süll gern warden , aber de Spickgans dürft Wendt sin Kinner nich enttrecken un et weer doch god meint . Aber Daniel schüddelköppte un wull da von nischt weeten . ) Tobias , V . . . Töben's man blos en Ogenblick , dat ik en bäten to Ruh komm , denn mi steckt de Lung , as würd mi mit dusend Knöpnadeln rin peekt . Na god , ik töw , aber maken Se 't kort , säd Hart- wig , denn he kennte Wendtsch ere Tung un Moden . Wendtsch halte deep Adem . So , säd se , nu ward et gahn un Se sælen dat Stück bi Heller un Penning hören . Also ik lop hüt fröh to Stadt , wiel ik nothwennig Hemdentüg bruk , un ik uterdem en paar Ellen Kattun hebben mütt , denn de Ellbogen in min Daniel sin Unnerjack sind beid dörch , un ik heff abslut keen Flicken mehr in't Hus ; ik steck mi ok noch fiew Daler in , üm's vær uns lütt Stina to Sparkass' to dragen , damit dat Mäken wat in't Wirthschaft hett , wenn se sich mal verfriegen un so lop ik verfötsch los Fru Wendt'n , unnerbrök Hartwig dat Tungenge fäll , hollen Se den Adem eenen Ogenblick an , un seg gen's kort , wat is los , dat Se so unvernünftig rönnt Ik bin jo allermeist bi , säd Wendtsch un verhalte sich tosehens bi dat Reden . Also ik lop værfötsch los un will eben ut de Schossee in de Bahnhofsstrat in bögen , da kümmt mi de verflixte Schnieder Güssel ent gegen un löppt ümmer gangwies torügg na Wullen berg , so sehr as dat sine Elster-Ogen un Oeberbeen man verlöben . He kiekt mi noch so recht hinnerlistig an un grieflacht , lett mi aber ganz driest værbilopen un ik denk mi ok nischt dabi ; ik lop rin in't Stadt tum Kopmann Fiehn in de Botterstrat , de se jitzt Willemsstrat ümdöpt hebben . Allerwärts stahn Lüd un schlagen de Händ' æber'n Kopp tosammen ; ik merk aber noch nischt , ik gah in'n Laden rinner un segg to de jung Drektris' : Aber leew Fru , de Tung löppt Se jo weg . Seggen's blos dit Wurt : Wat is los ? Na , hören Se denn nich ? Ik segg jo : Ik lop in 'n Laden rinner , un segg to de jung Drektris' : Frölen segg ik , mäten's mi doch sæben Ellen Linnwand af , von datsülwe Stück , wo min Schwägern Zickmannsch vergangen Friedag en Prow mitbröcht hett , aber be dreegen Se mi nich wedder , as dat letzte Mal , wo ik ok 'n halw Ell Unnermaat hadd , wiel Se dat End' unner Eren Dum ümmer dubbelt mäten . Un seggen Se mi gliek den genäusten Pries , dat ik nich erst en Stund lang drüm hanneln mütt , denn de Herren up de Sparkass' spritzen Punkt Klock twölben de Feder ut un ik will noch fiew Daler vær min lütt Stina hindragen , damit dat Mäken wat in de Wirthschaft hett , wenn se sich mal verfriegt , as man doch hoffen deiht . Un eh ikt verget , Frölen , ik mütt noch en paar Ellen Kattun vær minen Daniel köpen , denn de Ellbogen in sin Unnerjack sind beid dörch un ik heff abslut keen Flicken mehr in't Hus Verlöben's eenen Ogenblick , Fru Wendt'n , säd Hartwig , den dat Stück nagerad hægte . Ik will mi erst de Piep anböten , denn de Geschicht schient sich to Se laten mi jo ok nich to Wurt kommen . Ik bin all ganz dicht ran , un ik segg - herrjes' , wo weer ik ? Bi de Flicken , antwurt'te de Schmedt . So wiet weeren wi vær'n Stund ok all . Min Gott , ik kann doch nich mehr as reden , un dat doh ik doch , wenn Se mi ranlaten . Also ik heff keen Flicken , segg ik . Gerad , as ik dit Wurt segg , störmt oll Fiehn mit Hurrah ! Hurrah ! in'n Laden , un as he mi to Gesicht kriggt , los up mi , fött mi üm un danzt mit mi olle Perßon von föftig Jahren 'n Galopp in'n Laden , ik segg Se , en richtgen Lungen pietscher , wat kannst , wat willst ; na , ik komm ok in'n Schwung un bruk mine Been Um Gotteswillen ! Blöthen , un endlich roth von Feuaten : dat Korn würd länger , de Ahren vüller , un de Akten bin Rechtsan walt Brandt ümmer dicker , denn nagrader weer dat halwe Dörp verhört , un et hadd sich rurestellt , dat de meisten Lüd , de Kop-Kontrakten afschlaten hadden , in de Musfall seeten ; en beten Muschelie lagg øberall to Dage , blos nich genog , um de Muschler bi de Ge richten to faten . Ok in de Fäll , wolt gar nicht afto sehn weer , wat de krummen Wege nütten süllen , wi bi den rieken Buer Bitterling , hadden Pimpel un Nathan doch nich den geraden Weg nalopen künnt , gerad up de Art , as de Illing sich dörch dat enge Muerloch in n Höhnerstall quetscht , un wenn ok de Dæren sperrangel wiet upstahn . Nathan hadd lange Tied up'n Dod nedderlegen un noch nich tum Verhör bracht warden künnt , denn de Doktors hadden beschienigt , dat he irrsinnig worden weet . Unner de Lüd güng aber dat Gered , Nathan weer den Dübel dull , und sine Verwandten leeten em blos davær utgeben , damit de schlimmen Ding' , de he in't Feeber to Dage bröcht , nich vær de Gerichten un den Staatsanwalt keemen . Upstünds was Nathan von sinen Sæhn , de een von de ersten un klöksten Doktors in Berlin sind süll , to sich nahmen , un so hadd et mit sin Tügniß gegen Rohrbeck'n na alle Utsichten lange Been . Noch en anner Ursach hülp dato , dat et mit den Prozeß nich værwarts gahn wull . Pimpel'n hadd dat Strafgericht to faten kregen , aber up en böser Art , as he sich dat hadd drömen laten . He hat tosammen mit eenen annern Partner bi en Wittfru in Linnenhorst ne niege Utschlächterie unnernahmen , un de beiden hadden dat Stück da bald noch ärger dreben , as bi Rohrbeck'n . Pimpeln sin Sündenmaat müßt damit aber woll bis tum Oeberlopen vull worden sind , denn uns Herrgott sülwst hadd em dat Handwerk leggt . Denn as he up den Schünflor stünd un furchtbar flokte , wiel sich dat Trietztau verheddert hadd , da lös'te sich baben de Schleif un de Trietzkopp schlög von'n Hahnbalken nedder up Pimpeln sin rechten Arm , so dat de Arm brök un de Hand , de Pimpel all so oft meineidig tum Himmel haben hadd , gliek machtlos runnerbammelte . De Arm müßt em ok an de Schuller afnahmen warden , wiel de Brand toschlagen wull ; aber all de Weh dage un dat ogenschienliche Strafgericht bröchten Pim peln nich to Inkehr ; he flokte un lästerte up Klemen- tine'n , de jitzt bi em wirthschaft'te , un ok dahen gehörte , denn Quark un Kees sind ut eenen Pott to Hus , so dat sülwst disse Perßon von em leep . Bi Hartwigs güng alles sinen egalen Gang . Dürt süng un sprüng un dacht blos an eren Brutmann . Wenn de Soldatenbreew' Porto kost'ten , denn hadd de Post damals en schönen Gröschen Geld ut Wullenberg treckt , denn alle acht Dage hadd Dürt en frischen Breef fertig , un wenn all drunner stünd : " Mit tausend Küssen Deine treue Dorothee " , denn feel er fix noch wat Nieges in , 'ne lütte Unducht von Christ Wendt'n ödder dat er Päthenkind Hänsken Sperling ''n Tähn kriggt hadd , ödder sünst wat ganz Nothwennigs . Dat müßt denn , sülbstverstännig mit wedder dusend Küss' , hinnerher rin , un wenn de Siegellack all brennte , was abslut noch wat vergeten , un jedesmal kamm 'n frisch dusend Küss'to , so dat de Schwadrons-Ordonnanz all ümmer an't Gewicht merkte , wenn he 'n Breef von Dürt'n bi hadd . Dat uns Unteroffizier un Brutmann ok de Tint nich schonte , un den Breefdräger alle Woch mit'n düchtgen Packen Küss' na Wullenberg buckeln leet , bruken wie grote Kinner nich erst to vertellen . - Neben diss Breefpost mit eren söten Inhalt leep æbrigens noch en anner däftig Post her , de ok nich von schlechte Oellern was un Eenen nich minder leckmülig maken künn . Dat was Mudder Hartwig'n er Kalitenpost , de alle Sünn dag mit den Wullenberg'schen Melkmatrosen to Stadt güng un mit Schinken , Worst , Botter un so wieder proppenvull spickt was . Und wer je den Kohfot ödder Pallasch dragen hett , un möd un mit quarrigen Magen von den Exeerplatz kommen is , de weet , wat vær 'n herrlich Sach un Segen denn so'ne Kalit ) is , un wo wunnerschön sich dat in so'n Spickgans un Bratworst von to Hus satt pappt . Von Tied to Tied kamm Willem ok up Urlaub , un denn was grote Freud in de ganze Hartwigsche Familj' , den schlohwitten Urgroßvader nich to vergeten . Et was en eegen Ding mit den Greis ; he hadd de Sprak nu ganz verloren , un hört keen Klockenschlag un Sterbenswurt ; aber sine klaren Ogen folgten Jeden sin Reden un Bewegen , un et weer , as verstünd un wüßt he alles , wat üm em værgüng . Un mit Dürt'n unner heel he sich ok . Wenn se morgens sinen Sorgenstohl an den Sünnenschien rückte , un de Bibel vær em lagg , denn bläderten sine Hännen langsam drin rüm , un mit eenmal wees he mit fründlich un hell Gesicht up'n Vers de to wat paßte , wat in't Hus geschehen weer ödder geschach . Dat was toerst ruter kommen , as Dürt Ge burtsdag hadd , un he dat woll an de Breew' un de Blomen merkte ; da was he den Værmiddag so unruhig west , as wenn de abslut wat seggen wull un müßt , un he hadd ümmerdrup up sin Bibel wesen , bis Dürt endlich nakeek un sinen Finger up de Stell in Tobias " Myn kindt hebbe Godt vor Ogen un ym Herten , alle dyn lewedage . Vnd wahre dy . dat du in keene sünde vorwilligest , und döst wedder Gades geboth . Dat süll sin Geburtsdagswunsch vær sin Plegerin sind , un en betern hadd Keener finnen künnt . ) Kalit heißt ein geflochtener Kober , den man über die Schulter gehängt trägt . ) Tobias , V . . Wat Dürt un Eener ut dat Hus den Greis an de Ogen afsehen künnen , dat deeden se em to Leew . De Schmedt säd , et weer , as of en Segen von den ollen Mann utgüng ; wenn sin Ogen up wen ruhten , de kün nischt Schlechtes begahn . Dat spürte he an sich sülwst : he hadd jo ok woll gern en lütt Narrerie makt , un sin leew Endelbutt von Fru tum besten hollen , aber siet de Oller da weer , trute he t sich gar nich mehr recht . Denn düftelte Hartwig , womit he den Greis woll 'ne Freud maken künn , un he kreeg richtig wat utfindig : he schmed'te lütte Rad' ( Räder ) unner de Föt von den Sorgenstohl , so dat Dürt em in'n Sommer in den Garden schuben künn . Da spelte de Greis in'n Sünnenschien mit Blomen un Bläder un hægte sich un lachte , as 'n klein Kind . Elft End' . Krieg un Sieg . - Wat Urgroßvader ut de Bibel wüßt . Bödner Kluth'n steiht dat Strick an'n Hals . - Se hebben em . - Wendtsch rieten de Haken un Oesen un Kopmann Krinolinen-Ziehn hett 'n Bandworm in'n Kopp . - Wat Wendtsch üm Napoljon lieden müßt un wo se em futtern will . - Schnieder Güssel mit Napoljon up eenen Piepenkopp . Dat Korn riepte in de Julihitt , de Halm bögten sich unner de vullen Ahren , un alle Landlüd rüst'ten sich , um de Frucht to mähgen un intobringen . Aber an'n' Himmel treckte en düster Gewülk æber uns Vader land up , un en anner Mähgen kamm , as de friedlich Minschheit sich dat vermoden weer . De Dod würd Schnitter ; he mähgte ahn' Erbarmen ut Gewehr- un Kanonenschlünd uns best jung Lüd up Frankrieks Bodden nedder , un vel , vel dusend Minschen müßten sich up de fremde Erd verbloden , damit Dütschland endlich to Eenigkeit kommen künn . Dürt was ganz vertagt . Twee Dage vær den Utmarsch von Willem' sin Regiment weer se mit er Oellern to Stadt west , üm Afschied to nehmen . Hart wig hadd de jungen Lüd tröst't , so god he künn un to Willem' seggt : Bang di nich , min Sæhn , de leew Gott ward di gesund dörchhelpen . Aber Willem hadd schüddelköppt un up de niege , witte Uniform wesen , de se all ankriggt hadden : Uns Dodenkleed hebben wi an ! Wer weet , wer wedderkümmt ; mi liggt dat as'n Ah nung up de Brost , dat et mi nich voræber gahn ward . De Schmedt schüll woll , dat Willem sich mit so düster Gedanken dat Herz noch schwerer mök , un er all in gröter Unruh bröcht , aber he weer sülwst schwackglöbig worden , wiel de Zeitungen von de Fran zosen er furchtbar Gewehr un Kanonbüssen un von de Turkos mit 'n wild Katt in'n Tornister ganz grülich bericht'ten . Un de oll Urgroßvader , bi den Dürt Trost in er Bekümmerniß sökte , hadd ditmal ok keenen vær er . Dürt hadd em dörch Teeken düdlich makt , wat Schlimmes vorgüng un de Greis verstünd er woll un wüßt , gegen welchen Fiend et güng ; he bläderte hastig un ernst in dat eenzig Bok , ut dat he las un lewte , un wees Dürt'n den Vers ut de Offenbarung : Und hadden äver syk einen Königk , einen Engel uth den Affgrundt , des name heet up Hebreisch Abbadon , unde up Grekisch hefft he den namen Apolyon . Ein Wee ys henwech , Süh , dar kamen noch twee Wee na deme . Dump un schwer lagg dat Weh æber uns in de schwölen Juli- un Augustdag , un alles keek bang na Frankriek ræber , wo de Hunnertdusend von Minschen un Füerschlünd sich tohopschöben , nn wo dat schrecklich Unweder utbreken müßt , wat uns Vaderland in't Ver derben rieten un Jedweden den neegsten Verwandten un Fründ up ümmer furtnehmen künn . Un dat Un weder brök los ; de Hunnertdusenden platzten up enan ner , un wer feel , æber den sin blodig Knaken güng Perd un Minsch unminschlich weg , aber en hell Sünnen strahl drüng dörch de Nacht un den Jammer üm uns hengeschlacht'ten Landskinner : De preußsche Adler breit te sin Flüchten ut , ümmer gröter un gewaltger , un wo sine Fäng inschlögen , da kamm de Freudenpost : Sieg ! ) Offenbarung V . . - Diss Stell is Anno un späder von vel Lüd up Napoljon utdüd't worden . un wedder Sieg ! bi Weißenburg un Wörth , bi Mars latour un Gravelotte , - jede Depesch von unsen König meldte niege Eroberung , un reep niegen Jubel un Dank gegen den Welt- un Schlachtenlenker hervær . Ok in de Wullenbergsch Schmed' was de Angst schwunnen un Toversicht inkehrt , denn Willem hadd von Sankt Marie aux Chenes en langen Breef an Dürt'n schreben : he weer bis jitzt gesund un woll un leeg upstünds mit den Prinzen Friedrich Karl vær Metz . Se paßten da blos up , damit de französche Marschall mit sin Armee nich utkniepen künn , un bi dit Geschäft weer recht wat Schlimmes nich to befürchten , denn de Brandenburger un Pommern hadden de roden Bück schen an den achtteinten Angust so düchtig utkloppt , dat dat Franzosenvolk sich ut dat Mus'loch von Festung ruter trute . Hinner de anner Armee aber weer uns König sülwst mit sinen Sæhn un sinen Moltke un so un so vel Schwadronen un Regimenter up de Jagd , un würd se sich neegster Dags köpen . Se hofften all , dat de ganze Kriegsgeschicht bald to Ennen keem , gerad so , as 't in Oestreich gahn weer . Noth hadd Willem' sin Schwadron sünst nich to lieden , aber mit dat Quartier seeg et schlecht ut ; se leegen reinweg in den Modder , un müßten blos daran denken , sich un de Perd dat græwste von'n Liew to hollen . An sinen Vader hadd Willem apart schreben ; Hartwig mücht em aber ok dissen Breef geben , un wenn Dürt Antwurt schreew , worup Willem allermeist luerte , denn mücht Vader Hartwig doch 'n paar vernünftig Zigarren bi packen , denn dat Krut , wat se in Frankriek vær Tobak verköfften , un ok dat Tügs , wat se körtlings von Ber lin as Liebesgaben kriggt hadden , dat weer nich to be leben , un mök sülwst de Perd schu , wenn se er mit den Schmok to nah keemen . Schmedt Hartwig namm up dissen Breef up de Stell sine Been in't Hand un leep na den Krog , üm sich en Dutzend von de besten Vierradener inwickeln to laten , de da to hebben weeren . Bi dit Geschäft keemen unsen Fründ twee Niegigkeiten to Ohren , wovon em de een in hellen Arger un de anner in de Folg in helle Freud bröcht . Tum ersten jammerte Bödner Kluth ganz erbärmlich , dat em dat Strick an'n Hals stünd , denn Pimpel hadd de Hypothek up dat togeköffte Land up'n Plutz künnigt , wiel Kluth de Halfjahrszinsen twee Dage to späd betalt hadd ; un tum tweeten , as Hartwig ut den Krog tradd , was dat Dörp in vullen Upruhr . Alles reet Fenster un Dæren up un störtte up de Straat , un Dröscher Wendtsch was de Anstiftern von den Spektakel ; se müßt na alle minschliche Insicht den Verstand verloren hebben , denn se börst'te krewtenroth de Dörpstrat entlang un schreeg uter Luft un Adem Se hebben em ! Se hebben em ! Se hebben em ! Uns Schmedt stünd still un füng Wendtsch mit beide Arm up , denn de gode Fru jappte man noch so un de Schlagfluß künn jeden Ogenblick intreden . leet sich willig von Hartwig'n to Stuw bringen un sackte da machtlos up'n Stohl nedder . Fru Wendt'n , üm Gotteswillen , wat is los ? frög de Schmedt mit de Wiel . Se hebben em ! Se hebben em ! krieschte Wendtsch . Un ik bin de Erste , de 't in Wullenberg utbröcht hett . Mudder , seggt Hartwig , bring en Glas Kovent ( Hausbier ) vær Fru Wendt'n , dat se wat Nattes unner de Tung kriggt ; - un nu , leew Fru , reden's dütsch , wat bröcht Se ut alle Pust ? Se hebben em ! bleew Wendtsch bi . Un wenn't min Dod is , ik bin doch de Erste west . Ut Er ward de Dübel klok , säd Hartwig ärger lich . Wen hebben's ? Töben's man blos en Ogenblick , dat ik en bäten to Ruh komm , denn mi steckt de Lung , as würd mi mit dusend Knöpnadeln rin peekt . Na god , ik töw , aber maken Se 't kort , säd Hart- wig , denn he kennte Wendtsch ere Tung un Moden . Wendtsch halte deep Adem . So , säd se , un ward et gahn un Se sælen dat Stück bi Heller un Penning hören . Also ik lop hüt fröh to Stadt , wiel ik nothwennig Hemdentüg bruk , un ik uterdem en paar Ellen Kattun hebben mütt , denn de Ellbogen in min Daniel sin Unnerjack sind beid dörch , un ik heff abslut keen Flicken mehr in't Hus ; ik steck mi ok noch fiew Daler in , üm's vær uns lütt Stina to Sparkass' to dragen , damit dat Mäken wat in't Wirthschaft hett , wenn se sich mal verfriegen deiht , un so lop ik værfötsch los - -- Fru Wendt'n , unnerbrök Hartwig dat Tungenge fäll , hollen Se den Adem eenen Ogenblick an , un seg gen's kort , wat is los , dat Se so unvernünftig rönnt Ik bin jo allermeist bi , säd Wendtsch un verhalte sich tosehens bi dat Reden . Also ik lop værfötsch los un will eben ut de Schossee in de Bahnhofsstrat in bögen , da kümmt mi de verflixte Schnieder Güssel ent gegen un löppt ümmer gangwies torügg na Wullen berg , so sehr as dat sine Elster-Ogen un Oeberbeen man verlöben . He kiekt mi noch so recht hinnerlistig an un grieflacht , lett mi aber ganz driest værbilopen un ik denk mi ok nischt dabi ; ik lop rin int Stadt tum Kopmann Fiehn in de Botterstrat , de se jitzt Willemsstrat ümdöpt hebben . Allerwärts stahn Lüd un schlagen de Händ' æber'n Kopp tosammen ; ik merk aber noch nischt , ik gah in'n Laden rinner un segg to de jung Drektris' : Aber leew Fru , de Tung löppt Se jo weg . Seggen's blos dit Wurt : Wat is los ? Na , hören Se denn nich ? Ik segg jo : Ik lop in 'n Laden rinner , un segg to de jung Drektris' : Frölen segg ik , mäten's mi doch sæben Ellen Linnwand af , von datsülwe Stück , wo min Schwägern Zickmannsch vergangen Friedag en Prow mitbröcht hett , aber be dreegen Se mi nich wedder , as dat letzte Mal , wo ik ok 'n halw Ell Unnermaat hadd , wiel Se dat End' unner Eren Dum ümmer dubbelt mäten . Un seggen Se mi gliek den genäusten Pries , dat ik nich erst en Stund lang drüm hanneln mütt , denn de Herren up de Sparkass' spritzen Punkt Klock twölben de Feder ut un ik will noch ficw Daler vær min lütt Stina hindragen , damit dat Mäken wat in de Wirthschaft hett , wenn se sich mal verfriegt , as man doch hoffen deiht . Un eh ik't verget' , Frölen , ik mütt noch en paar Ellen Kattun vær minen Daniel köpen , denn de Ellbogen in sin Unnerjack sind beid dörch un ik heff abslut keen Flicken mehr in't Hus Verlöben's eenen Ogenblick , Fru Wendt'n , säd Hartwig , den dat Stück nagerad hægte . Ik will mi erst de Piep anböten , denn de Geschicht schient sich to Se laten mi jo ok nich to Wurt kommen . Ik bin all ganz dicht ran , un ik segg herrjes' , wo weer ik ? Bi de Flicken , antwurt'te de Schmedt . So wiet weeren wi vær'n Stund ok all . Min Gott , ik kann doch nich mehr as reden , un dat doh ik doch , wenn Se mi ranlaten . Also ik heff keen Flicken , segg ik . Gerad , as ik dit Wurt segg , störmt oll Fiehn mit Hurrah ! Hurrah ! in'n Laden , un as he mi to Gesicht kriggt , los up mi , fött mi üm un danzt mit mi olle Perßon von föftig Jahren 'n Galopp in'n Laden , ik segg Se , en richtgen Lungen pietscher , wat kannst , wat willst ; na , ik komm ok in'n Schwung un bruk mine Been Um Gotteswillen ! Dabi schriggt he ümmerdrup : Hurrah ! Hurrah ! un ik weet gar nich , wo ik bekehrt bin ; ik segg , Herr Fiehn , segg ik , seggen's blos , hebben Se en Bandworm in'n Kopp , ödder ritt Se de Dübel , dat Se mit mi olle Perßon von föftig Jahren ründ rüm in 'n Laden marachen , dat mi Haken un Oesen rieten un ik mi dat Schenbeen an 'n Disch stöten mütt . . . Da nimmt oll Krinolinen-Fiehn , - denn so nömen em jo de Lüd tum Unnerschied von sinen Broder , de in de Steen strat mit Branntwien handelt un deswegen Terpentin Fiehn hitt - da nimmt oll Fiehn en Knippdok ut 't Schapp ruter un seggt : Fru Wendtn , seggt he , hüt is de größte Freudendag in ganz Preussenland un Dütsch land , von den noch Kind ün Kinneskinner reden warden , un dit Knippdok schenk ik Se vær Ere Stina , dat se't tum Andenken an dissen Dag dröggt , denn se hebben em , den Racker , den Blothund , den Minschenschlächter , den Gottbewahruns , den Napoljon ! Wat ? reep Hartwig un sprüng vær Upregung up , wat seggen Se , den Kaiser Napoljon hebben's kriggt ? Na natürlich ! seggt Wendtsch ganz verwunnert . Ik heff 't jo all vær'n Stund in't Dörp utropen un vertell sietdem ümmerdrup von nischt anners , un nu dohn Se , as of't schniet ? Fru Wendt'n , dit krüppt in keen Strekfahr , seggt Hartwig un lachte ut vullen Herzen . Se mütten De peschendrägern warden ! - Dürt , spring fix na'n Keller runner , da mütt rechts in de Eck noch 'ne Flasch Roth spohn stahn , de drinken wi up de Freudenbotschaft ut , un Se nehmen ok en Glas to sich , Fru Wendt'n , denn Se hebben dat mit Been un Tung redlich verdeent ! Dat doh ik un dat heff ik , seggt Wendtsch stolt . Se hebben em , un as mi Fiehn dit Wurt seggt , da schütt mi dat dörch den Kopp , worüm Schnieder Güssel mi so angrient hett Uns König Wilhelm sall leben ! reep de Schmedt Un Willem Rohrbeck gesund torüggkammen ! feel Mudder Hartwig'n in , un de Gläser klüngen hell to Da stöt ik up Beides mit an , säd Wendtsch un leggt ahn' Upenthalt wedder los : Da schütt mi dat dörch den Kopp , wenn de lahme Güssel ok all 'n halw Miel værut is , dat sall den Kerl doch nich glücken , dat he mit'n geburen Burrmannsch wettlopen will , denn de Burrmanns kænen all furchtbar lopen . Ik lat also Köpen Köpen un Sparkass' Sparkass' sind un schörtel mi vært Dor up De Schmedt greep sich an de Ohren . Aber Fru Wendt'n , dit belewt ja keen Minsch . Is de Geschicht noch nich ut ? , mag jo ! Se weeten woll , dat se em hebben , aber wat ik damit heff to dohn kriggt , un wo ik mi üm de beiden Kanalljenvægel von Napoljon un Güssel bina heff dod bædeln müßt , dat weeten Se noch nich , un deræber süll ik schwiegen ? Dat kænen Se von'n geburen Burrmannsch nich verlangen ! Gott bewahr uns , säd Hartwig verdutzt , Fru Wendt'n , wat hebben Se denn mit Napoljon to dohn ? Ik vertell't jo ümmer düller , aber wenn Se mi nich dree Würt hinner enanner reden laten De Schmedt leet de Arm sacken . Na , denn man to ! Ik will von nu af muckenstill sind , aber de Stebel treck ik mi erst ut , denn vær'n Tobettgahn ward dit End' woll nich utkommen . Dat kümmt ganz up Se an , säd Wendtsch . Mi schütt dat also dörch den Kopp , de Schnieder denkt , nii mit de Niegigkeit in Wullenberg værtokommen ; ik nehm den Weg driest unner de Föt , un draff un draff , aber ik kann det lahme Gestell nich inkriegen , wiel de hinnerlistig Kerl von Lehmsdörp af den Fotstieg nahmen hett , woran ik in mine Rawasch nich denken mütt . As ik endlich up den letzten Berg bin , is he richtig all hinner de Möll , kiekt sich lächerlich na mi üm un ward mi 'n lang Näs maken , wiel ikt nu doch nich schafft heff . Na , da stijgt mi dat Blot to Kopp ; ik denk : halt ! rop du man nich eher Fisch , als bis du 's in de Rüs' hest ; een Lung kann 't man kosten - un so nehm ik mine Kleedasch tosammen un schäf' un bædel ümmer vær Gewalt den Berg runner , dat ik jeden Ogenblick denk , ik scheet kopphäster un min letzt Stund is kommen . Dat Bügel-Isen füng nu ok woll an to rönnen , aber dat hülp em nischt ; dree Schritt vært Dörpschild hadd ik dat Flickenbündel weg un reep de Botschaft ut . So heff ik üm Napoljon wettrönnen müßt un de Ruhm mütt Wendtsch blieben , dat se 't doch toerst in Wullen berg utbröcht hett , dat de scheewschnütge , französche Galgenvagel in'n Burken sitt ! Den Ruhm sall Se Keener nehmen , Fru Wendt'n , davær stah ik as Tüg' in ! säd Hartwig ganz ehrlich . Ik bidd Se ok alles af , wat ik Se værhen unverständger wies' unnerbraken heff , denn dat is jo unerhört , wat Se mit Been un Tung üm Napoljon hebben utstahn müßt . De Kerl hett all sovel Unglück in de Welt an richt't un nu fehlt nich vel , denn bröcht he Se ok vær de Tied in den Näsenquetscher , denn Se weeren keen halw Ell vær'n Schlaganfall . Wendtsch stünd up . De infame Minschenschinner ! zausterte se ingrimmsch . Hadd ik em man jitzt in min Gewalt , ik würd em futtern ! Morgens Ekelkaffee , Middags kolle Klüt Abends warme Haselnæt ! Nachts 'n Stebelknecht Koppküssen , bi Dag' müßt he junge Gäns' höden , un weh em , wenn een afburrt ! Adje , Herr Hartwig ! Adje , Fru Wendt'n , lacht de Schmedt . Schlapen's woll , denn Se mütten jo tum Uemfallen sind . Schlapen ? frög Wendsch torügg . t is jo knapp Vespertied . , hüt kann ik mi keen Ruh günnen . Erst mütt ik doch dit Stück richtig in't Dörp rümbringen , un tum Abend kriggt Schnieder Güssel sin gründlich Upgebot vær de lange Näs , denn de Kerl is ebenso schlecht , as Napoljon un gehört mit em up eenen Hartwig lacht , dat em de Buk wackelte . Wendtsch , Se sind en Hauptwief ! De leewe Gott bewahr Se vær den Tungenkrewt , un lat mi hüt nich dat Abendbrod mit Schnieder Güsseln deelen ! , dat wünsch ik Se ok nich , denn dat kann licht kommen , dat ik em Ohrwörm un Tüffelleder dran brad , säd Wendtsch un leep af . Twölft End . In't Schwurgericht . Wendtsch sitt nich neben Spitzboben . Pimpel mit'n isern Stirn . - Bi't Uppassen kümmt doch mal wat rut . Pimpel ward entlarvt . - Wendtsch ere Tung löppt Galop ! un sieiht in vullen Damp still . - Stabs- arzt Dr . Nathan . Urgroßvader tröst't Dürt'n . - Wendt'n sin eenzigst Spickgans . Wedder kamm de Christmonat ran un bröcht den Schneemann un'n düchtgen Sack vull Küll mit , so dat de Torfmieker un Schneeschipper ere helle Freud an em hadden . De Wind pietschte mit den finen , isigen Schnee krüz un quer dörch de Straten un keen Minsch kann mehr de Dagdeew' von de flietigen Lüd un de Wiendrinker von de Waterfründen unnerscheiden , denn beid Art Lüd rönnten egal vær Küll , un de Näsen weeren ok all egal roth un blau anlopen . De Lüd , de an dissen Mittwoch Værmiddag in de Stadt unner wegs weeren , leepen æbrigens meist desülwe Tur un brukten dat Beenwerk apartig fix . Alles ilte na't Gerichtsgebüd , üm jo'n Platz tum Tohören wiß to kriegen . Denn Buer Rohrbeck kamm hüt wegen ver sökten Mord vær de Geschwornen . En Trupp Landlüd stünd vær't Kreisgerichtshus un peddelte sich den dicksten Schnee von de Stebel . De Lüd sind gode Bekannte von uns . Sind wi alle tohop ? frög Daniel Wendt . Na , denn kommt man rinner . Wi stellen uns hinnen in de Eck , säd Kohknecht Töwt man noch beten , reep Knoll un wischte mit 'n Fusthandschen den Druppen unner de Näs weg , da drin darf Keener schnuben ! Worüm is denn Kluth nich mitkommen ? frög Schnieder Güssel . He kiekt sich to Hus de ledigen Wänd' an , de em de Exkuter laten hett , vertellte Kossäth Sperling . Kluth'n hebben de Göderschlächter ok up er Gewissen . Mi ok , säd Quarrmann un drünk fix Eenen . He hadd noch en lütten Stich von gistern . Na hör mal , Schwager , redte Burrmann dagegen . alles wat Recht is , du bist jo all waterschu west , eh an Pimpel un Nathan to denken weer . Ik taxeer , seggt Wendt , wenn Quarrmann sterwt , ward de Spirtus billger . Se wräuschten sich in den Saal rinner . De Buer satt möd un terbraken up de Anklage bank . De Haupt-Tüg' Nathan fehlte , aber wiel Rohr beck gestännig was , künn ahn sin Tügniß afurtelt Uns' Wullenbergschen Fründ stünden up en dichten Hümpel tosammen . Lüd , kiekt doch , flüsterte Wendt , wo driest un un verfroren Pimpel da sitt . Ik dacht , ik müßt in de rd sinken , wenn so mit Finger up mi wesen würd . Jitzt kümmt Rechtsanwalt Brandt , seggt Güssel bimunds . De Mann da mit dat Pack Akten unner'n Arm , dat is he ! Ik taxeer , he handelt Rohrbeck'n bis up een Jahr runner , meente Wendt . En kloken Mann , säd Güssel , aber ik hefft gliek seggt , gegen Pimpeln kann he nischt uthecken , de is em in de Paragrafen æber . Nana ! wedderredte Sperling . Kiek , wo em de brunen Ogen lüchten ! Ii sælen sehen , he hett 'n groten rumpf in't Hand un spelt 'n hüt ut , darup wett ik ! Kinner , wett't , ik drink mit , säd Quarrmann . Pst ! Stille da ! reep de Gerichtsdiener . De Saal was all gepeddelt vull . Da satt vorn an Jochen Klütritz von Linnenhorst , de rickste Buer in de Uckermark , Schult Rublank un anner hochangesehen Landlüd , un noch ümmer keemen niege Tohörer . De Richter güngen still up ere Plätz ; de Präsident , den man't all an sin würdig Wesen un fin Gesicht ansach , dat he hier de Oeberste was , bläderte ernst in de As de Tügen in den Saal führt würden , gaff dat en lütten Upstand , denn uns Fru Wendt'n wull den Gerichtsdeener nich Order pareeren , as he er to Platz wees . Neben den Minschen sett ik mi nich , flüsterte se up er bekannte Manier . De Präsident keek unwillig von sin Akten up . Wer schreit da so ungehörig ? Ik red man ganz bimunds , entschüldigte sich Es ist eine Zeugin aus Wullenberg , erklärte de So setzen Sie sich auf den Zeugenstand und schweigen Sie , bis Sie aufgerufen werden ! Diß Vermahnung hadd nu woll jeden Annern in schüchtert , aber uns Wendtsch nich . rr Gerichtshof , säd se , un wenn Se mi up de Stell inspunnen , ik doh't nich ! Ik bin 'n ehrlich Dröscherfru un en geburen Burrmannsch un de sitten nich mit Spitzboben up een Bank . Un dit hier is een von de schlimmste Sort . Pimpel satt muckenstill . Alle Lüd keeken na den Präsidenten un dachten , wat dit woll warden mücht . Aber wedder all Vermoden säd de olle Herr blos kort : Lassen Sie die Fran auf einen Stuhl setzen ! Un Wendtsch kreeg richtig en aparten Stohl , up se sich preislich henplantte un denn ümkeek , of ok de Lüd seegen , wat se utheckt hadd . Dat Verhören güng an . De Staatsanwalt gaff de Geschwornen sülwst an't Hand , mildernd Umständ ver den Angeklagten to bewillgen . Denn kamm Rechts anwalt Brandt tum Wurt . He säd kort un bündig , de beste Vertheidgung vær Nohrbeck'n wurd sind , wenn he sin Unglück wahrheitstrü vertellte . Dat würd de Geschwornen mehr vær em stimmen , as wenn twee Rechts anwält Reden heelen un Utflucht möken . De Buer stünd up . He füng von vorn an , gestünd ok , dat sin Unglück nich unverschuldt æber em kommen weer un dat he de Straf gerecht leed . He weer in schlechte Händ' geraden ; Pimpel un Nathan haddenem Geld un Kredit rein mit Gewalt updrängt und as heerst den weer keen ersten Wechsel unnerschreben hadd , Retten mehr west . As Rohrbeck denn vertellte , wo höhnsch em Pimpel sin Recht afstreden hadd , wo jämmer lich em Nathan an den Gröndunnerstag pienigt , un em dat Hemd von'n Liew hadd rieten wullt , so dat em de Meßfork half in Wahnsinn ut de Hand flagen weer , da würd dat Bewegen unner de Tohörer so stark , dat de Präsident drante , he würd den Saal rümen laten . wenn dat Publikum den Richterspruch værgriepen wull . Alles keek up Pimpeln , de nu tum Verhör kamm . He satt da mit 'n isern Stirn . As de Buer sin Leed so beweglich klagte , hadd he dahn , as güng em dat all gar nischt an . Kolt un drög antwurt'te he den Präsidenten , he wüßt nich , wat he mit diss Sach süll to dohn hebben . He hadd mit Nathan en rechtsgülligen Kopkontrakt øber Rohrbecks Wirthschaft afschlaten , un dabi hadden se beid eren Vorthel wahrt . Dat künn er Keener verdenken ; jeder müßt verdeenen un de Herren Gerichtsräth arbeit'ten jo den Staat ok nich ümsünst . Von den Værfall mit Nathan un den Buern wüßt he nich dat mindste un he müßt sich wunnern , dat he da mang bröcht würd . Wedder würd dat unruhig in'n Saal , aber en Wink von den Präsidenten schaffte Still . Es kommt in dieser Sache wohl auf Ihr Zeug niß an , säd he sehr ernst . Die Art und Weise , wie der Angeklagte durch den Handel mit Ihnen und Na than um sein Vermögen gekommen ist , erklärt es , daß der ruhige Mann zum Verbrecher werden konnte . Der Angeklagte behauptet unter Anderm , Sie hätten ihn um einen Kaufgeldertheil von dreitausend Thalern ge bracht , indem Sie den Schuldschein durch Unterschiebung eines gefälschten werthlos machten . Ist das richtig ? Driest un gliekgüllig antwurtte Pimpel , he hadd all beschworen , dat dit 'ne Erfindung weer . Wo hadd he dat künnt ? Rohrbeck hadd jo den Schien æber Nacht inschlaten un sülwst stempeln laten . Und Sie wollen diesen Eid vor Ihrem zeitlichen ewigen Richter aufrecht erhalten ? frög de Präsi Ruhe da hinten ! Ja ! säd Pimpel . Meineidige Schurk ! reep plötzlich ne starke Stimm ut de Tohörer , wo dat letzte Geräusch herkommen Et würd dodenstill un Alles keek sich üm . Da uns Hartwig , un de kräftge Mann zitterte vær Upregung an'n ganzen Liew . Wer sprach da ? frög de Präsident . Ik , Schmedt Hartwig ut Wullenberg , antwurt'te un drängte sich vær . Zeuge Pimpel , treten Sie zurück und machen Sie dem Herrn da Platz . - Herr Hartwig , Sie behaupten , Kenntniß von der Fälschung zu haben und treten erst jetzt mit Ihrem Zeugniß hervor ? Ja , säd de Schmedt . Herr Präsident , ik hefft sülwst nich eher wüßt , aber nu ik de Stimm hör , föllt et mi as Schuppen von de Ogen . Ik stünd Können Sie nicht Hochdeutsch sprechen ? , ik heff't nich recht lehrt , un et ward min Dage nischt Gescheidts . Nun gut , es wird auch so gehen . Erzählen Sie Ik stünd an den Abend , wo de Kop schlaten is , unner den Löwering an min Hus , un twars hinner en Stiel un den Schurtmurr , de da tum Torechtmaken lagg , wiel ik - na , ik mütt et jo seggen un ik kann't ok ahn' Schand' dohn , denn se sind jitzt Brutlüd , wiel ik min Dochter in 'n Verdacht von'n heemlich Leewschaft hadd , un se damit affaten wull . Et was was all düster ; ik hörte twee Lüd kommen un verheel mi rein still , wiel ik dacht , dat sind's ; et weeren aber twee Fremden un de Eener säd im Værbigahn halflud : een Wurt mökt dreedusend , un morgen leet he den annern Schien stempeln . Un dat is desülwe heis're Stimm west , de ik eben von Pimpeln hört heff , dat beschwör ik . In den Saal hat alles ademlos tohört . Pimpel weer kriedenwiit worden . De Präsident frög wieder : Stimme nicht und haben Sie kannten Pimpels sie nie gehört , trotzdem Pimpel tagelang in Wullen berg war ? , Herr Präsident ; ik heff Pimpeln woll öfter aber nie reden hört . Ik lop nich na 'n Krog tum Drinken un heff mi von de ganze Utschlächterie Schulze Rublank von Wullenberg ! reep de Prä sident un Rublank tradd vær . Ist Ihnen der Zeuge Hartwig als guten Rufes Dabi schriggt he ümmerdrup : Hurrah ! Hurrah ! un ik weet gar nich , wo ik bekehrt bin ; ik segg , Herr Fiehn , segg ik , seggen's blos , hebben Se en Bandworm in'n Kopp , ödder ritt Se de Dübel , dat Se mit mi olle Perßon von föftig Jahren ründ rüm in 'n Laden marachen , dat mi Haken un Oesen rieten un ik mi dat Schenbeen an 'n Disch stöten mütt . . . Da nimmt oll Krinolinen-Fiehn , - denn so nömen em jo de Lüd tum Unnerschied von sinen Broder , de in de Steen strat mit Branntwien handelt un deswegen Terpentin Fiehn hitt - da nimmt oll Fiehn en Knippdok ut 't Schapp ruter un seggt : Fru Wendt'n , seggt he , hüt is de größte Freudendag in ganz Preussenland un Dütsch land , von den noch Kind ün Kinneskinner reden warden , un dit Knippdok schenk ik Se vær Ere Stina , dat se't tum Andenken an dissen Dag dröggt , denn se hebben em , den Racker , den Blothund , den Minschenschlächter , den Gottbewahruns , den Napoljon ! Wat ? reep Hartwig un sprüng vær Upreguug up , wat seggen Se , den Kaiser Napoljon hebben's kriggt ? Na natürlich ! seggt Wendtsch ganz verwunnert . Ik heff 't jo all vær'n Stund in't Dörp utropen un vertell sietdem ümmerdrup von nischt anners , un nu dohn Se , as of't schniet ? Fru Wendt'n , dit krüppt in keen Strekfahr , seggt Hartwig un lachte ut vullen Herzen . Se mütten De peschendrägern warden ! - Dürt , spring fix na'n Keller runner , da mütt rechts in de Eck noch ne Flasch Roth spohn stahn , de drinken wi up de Freudenbotschaft ut , un Se nehmen ok en Glas to sich , Fru Wendt'n , denn Se hebben dat mit Been un Tung redlich verdeent ! Dat doh ik un dat heff ik , seggt Wendtsch stolt . Se hebben em , un as mi Fiehn dit Wurt seggt , da schütt mi dat dörch den Kopp , worüm Schnieder Güssel mi so angrient hett Uns König Wilhelm sall leben ! reep de Schmedt Un Willem Rohrbeck gesund torüggkammen ! feel Mudder Hartwig'n in , un de Gläser klüngen hell to Da stöt ik up Beides mit an , säd Wendtsch un leggt ahn' Upenthalt wedder los : Da schütt mi dat dörch den Kopp , wenn de lahme Güssel ok all 'n halw Miel værut is , dat sall den Kerl doch nich glücken , dat he mit'n geburen Burrmannsch wettlopen will , denn de Bulrmanns kænen all furchtbar lopen . Ik lat also Köpen Köpen un Sparkass' Sparkass' sind un schörtel mi vært Dor up De Schmedt greep sich an de Ohren . Aber Fru Wendt'n , dit belewt ja keen Minsch . Is de Geschicht noch nich ut ? , mag jo ! Se weeten woll , dat se em hebben , aber wat ik damit heff to dohn kriggt , un wo ik mi üm de beiden Kanalljenvægel von Napoljon un Güssel bina heff dod bædeln müßt , dat weeten Se noch nich , un deræber süll ik schwiegen ? Dat kænen Se von'n geburen Burrmannsch nich verlangen ! Gott bewahr uns , säd Hartwig verdutzt , Fru Wendt'n , wat hebben Se denn mit Napoljon to dohn ? Ik vertellt jo ümmer düller , aber wenn Se mi nich dree Würt hinner enanner reden laten De Schmedt leet de Arm sacken . Na , denn man to ! Ik will von nu af muckenstill sind , aber de Stebel treck ik mi erst ut , denn vær'n Tobettgahn ward dit End' woll nich utkommen . Dat kümmt ganz up Se an , säd Wendtsch . Mi schütt dat also dörch den Kopp , de Schnieder denkt , mi mit de Niegigkeit in Wullenberg værtokommen ; ik nehm den Weg driest unner de Föt , un draff un draff , Dabi schriggt he ümmerdrup : Hurrah ! Hurrah ! un ik weet gar nich , wo ik bekehrt bin ; ik segg , Herr Fiehn , segg ik , seggen's blos , hebben Se en Bandworm in'n Kopp , ödder ritt Se de Dübel , dat Se mit mi olle Perßon von föftig Jahren ründ rüm in 'n Laden marachen , dat mi Haken un Oesen rieten un ik mi dat Schenbeen an 'n Disch stöten mütt . . . Da nimmt oll Krinolinen-Fiehn , - denn so nömen em jo de Lüd tum Unnerschied von sinen Broder , de in de Steen strat mit Branntwien handelt un deswegen Terpentin Fiehn hitt - da nimmt oll Fiehn en Knippdok ut 't Schapp ruter un seggt : Fru Wendt'n , seggt he , hüt is de größte Freudendag in ganz Preussenland un Dütsch land , von den noch Kind ün Kinneskinner reden warden , un dit Kuippdok schenk ik Se vær Ere Stina , dat set tum Andenken an dissen Dag dröggt , denn se hebben em , den Racker , den Blothund , den Minschenschlächter , den Gottbewahruns , den Napoljon ! Wat ? reep Hartwig un sprüng vær Upregung up , wat seggen Se , den Kaiser Napoljon hebben's kriggt ? Na natürlich ! seggt Wendtsch ganz verwunnert . Ik heff 't jo all vær'n Stund in't Dörp utropen un vertell sietdem ümmerdrup von nischt anners , un nu dohn Se , as of't schniet ? Fru Wendt'n , dit krüppt in keen Strekfahr , seggt Hartwig un lachte ut vullen Herzen . Se mütten De peschendrägern warden ! - Dürt , spring fix na'n Keller runner , da mütt rechts in de Eck noch ne Flasch Roth spohn stahn , de drinken wi up de Freudenbotschaft ut , un Se nehmen ok en Glas to sich , Fru Wendt'n , denn Se hebben dat mit Been un Tung redlich verdeent ! Dat doh ik un dat heff ik , seggt Wendtsch stolt . Se hebben em , un as mi Fiehn dit Wurt seggt , da schütt mi dat dörch den Kopp , worüm Schnieder Güssel mi so angrient hett Uns König Wilhelm sall leben ! reep de Schmedt Un Willem Rohrbeck gesund torüggkammen ! feel Mudder Hartwig'n in , un de Gläser klüngen hell to Da stöt ik up Beides mit an , säd Wendtsch un leggt ahn' Upenthalt wedder los : Da schütt mi dat dörch den Kopp , wenn de lahme Güssel ok all 'n halw Miel værut is , dat sall den Kerl doch nich glücken , dat he mitn geburen Burrmannsch wettlopen will , denn de Burrmanns kænen all furchtbar lopen . Ik lat also Köpen Köpen un Sparkass' Sparkass' sind un schörtel mi vær't Dor up De Schmedt greep sich an de Ohren . Aber Fru Wendt'n , dit belewt ja keen Minsch . Is de Geschicht noch nich ut ? , mag jo ! Se weeten woll , dat se em hebben , aber wat ik damit heff to dohn kriggt , un wo ik mi üm de beiden Kanalljenvægel von Napoljon un Güssel bina heff dod bædeln müßt , dat weeten Se noch nich , un deræber süll ik schwiegen ? Dat kænen Se von'n geburen Burrmannsch nich verlangen ! Gott bewahr uns , säd Hartwig verdutzt , Fru Wendt'n , wat hebben Se denn mit Napoljon to dohn ? Ik vertellt jo ümmer düller , aber wenn Se mi nich dree Würt hinner enanner reden laten De Schmedt leet de Arm sacken . Na , denn man to ! Ik will von nu af muckenstill sind , aber de Stebel treck ik mi erst ut , denn vær'n Tobettgahn ward dit End' woll nich utkommen . Dat kümmt ganz up Se an , säd Wendtsch . Mi schütt dat also dörch den Kopp , de Schnieder denkt , mi mit de Niegigkeit in Wullenberg værtokommen ; ik nehm den Weg driest unner de Föt , un draff un draff , Dabi schriggt he ümmerdrup : Hurrah ! Hurrah ! un ik weet gar nich , wo ik bekehrt bin ; ik segg , Herr Fiehn , segg ik , seggen's blos , hebben Se en Bandworm in'n Kopp , ödder ritt Se de Dübel , dat Se mit mi olle Perßon von föftig Jahren ründ rüm in 'n Laden marachen , dat mi Haken un Oesen rieten un ik mi dat Schenbeen an 'n Disch stöten mütt . . . Da nimmt oll Krinolinen-Fiehn , - denn so nömen em jo de Lüd tum Unnerschied von sinen Broder , de in de Steen strat mit Branntwien handelt un deswegen Terpentin Fiehn hitt - da nimmt oll Fiehn en Knippdok ut 't Schapp ruter un seggt : Fru Wendt'n , seggt he , hüt is de größte Freudendag in ganz Preussenland un Dütsch land , von den noch Kind ün Kinneskinner reden warden , un dit Knippdok schenk ik Se vær Ere Stina , dat se't tum Andenken an dissen Dag dröggt , denn se hebben em , den Racker , den Blothund , den Minschenschlächter , den Gottbewahruns , den Napoljon ! Wat ? reep Hartwig un sprüng vær Upregung up , wat seggen Se , den Kaiser Napoljon hebben's kriggt ? Na natürlich ! seggt Wendtsch ganz verwunnert . Ik heff 't jo all vær'n Stund in't Dörp utropen un vertell sietdem ümmerdrup von nischt anners , un nu dohn Se , as of't schniet ? Fru Wendt'n , dit krüppt in keen Strekfahr , seggt Hartwig un lachte ut vullen Herzen . Se mütten De peschendrägern warden ! - Dürt , spring fix na'n Keller runner , da mütt rechts in de Eck noch 'ne Flasch Roth spohn stahn , de drinken wi up de Freudenbotschaft ut , un Se nehmen ok en Glas to sich , Fru Wendt'n , denn Se hebben dat mit Been un Tung redlich verdeent ! Dat doh ik un dat heff ik , seggt Wendtsch stolt . Se hebben em , un as mi Fiehn dit Wurt seggt , da schütt mi dat dörch den Kopp , worüm Schnieder Güssel mi so angrient hett Uns König Wilhelm sall leben ! reep de Schmedt Un Willem Rohrbeck gesund torüggkammen ! feel Mudder Hartwig'n in , un de Gläser klüngen hell to Da stöt ik up Beides mit an , säd Wendtsch un leggt ahn' Upenthalt wedder los : Da schütt mi dat dörch den Kopp , wenn de lahme Güssel ok all 'n halw Miel værut is , dat sall den Kerl doch nich glücken , dat he mit'n geburen Burrmannsch wettlopen will , denn de Burrmanns kænen all furchtbar lopen . Ik lat also Köpen Köpen un Sparkass' Sparkass' sind un schörtel mi vært Dor up De Schmedt greep sich an de Ohren . Aber Fru Wendt'n , dit belewt ja keen Minsch . Is de Geschicht noch nich ut ? , mag jo ! Se weeten woll , dat se em hebben , aber wat ik damit heff to dohn kriggt , un wo ik mi üm de beiden Kanalljenvægel von Napoljon un Güssel bina heff dod bædeln müßt , dat weeten Se noch nich , un deræber süll ik schwiegen ? Dat kænen Se von'n geburen Burrmannsch nich verlangen ! Gott bewahr uns , säd Hartwig verdutzt , Fru Wendt'n , wat hebben Se denn mit Napoljon to dohn ? Ik vertellt jo ümmer düller , aber wenn Se mi nich dree Würt hinner enanner reden laten De Schmedt leet de Arm sacken . Na , denn man to ! Ik will von nu af muckenstill sind , aber de Stebel treck ik mi erst ut , denn vær'n Tobettgahn ward dit End' woll nich utkommen . Dat kümmt ganz up Se an , säd Wendtsch . Mi schütt dat also dörch den Kopp , de Schnieder denkt , mi mit de Niegigkeit in Wullenberg værtokommen ; ik nehm den Weg driest unner de Föt , un draff un draff , aber ik kann det lahme Gestell nich inkriegen , wiel de hinnerlistig Kerl von Lehmsdörp af den Fotstieg nahmen hett , woran ik in mine Rawasch nich denken mütt . As ik endlich up den letzten Berg bin , is he richtig all nner de Möll , kiekt sich lächerlich na mi üm un ward mi 'n lang Nås maken , wiel ik't nu doch nich schafft heff . Na , da stiggt mi dat Blot to Kopp ; ik denk : halt ! rop du man nich eher Fisch , als bis du 's in de Rus hest ; een Lung kann 't man kosten - un so nehm ik mine Kleedasch tosammen un schäs' un bædel ümmer vær Gewalt den Berg runner , dat ik jeden Ogenblick denk , ik scheet kopphäster un min letzt Stund is kommen . Dat Bügel-Isen füng nu ok woll an to rönnen , aber dat hülp em nischt ; dree Schritt vær't Dörpschild hadd ik dat Flickenbündel weg un reep de Botschaft ut . So jeff ik üm Napoljon wettrönnen müßt un de Ruhm mütt Wendtsch blieben , dat se 't doch toerst in Wullen berg utbröcht hett , dat de scheewschnütge , französche Galgenvagel in'n Burken sitt ! Den Ruhm sall Se Keener nehmen , Fru Wendt'n , davær stah ik as Tüg' in ! säd Hartwig ganz ehrlich . Ik bidd Se ok alles af , wat ik Se værhen unverständger wies' unnerbraken heff , denn dat is jo unerhört , wat Se mit Been un Tung üm Napoljon hebben utstahn müßt . De Kerl hett all sovel Unglück in de Welt an htt un nu fehlt nich vel , denn bröcht he Se ok vær de Tied in den Näsenquetscher , denn Se weeren keen halw Ell vær'n Schlaganfall . Wendtsch stünd up . De infame Minschenschinner ! zausterte se ingrimmsch . Hadd ik em man jitzt in min Gewalt , ik würd futtern ! Morgens Ekelkaffee , Middags kolle Klüt Abends warme Haselnæt ! Nachts 'n Stebelknecht Koppküssen , bi Dag' müßt he junge Gäns' höden , un weh em , wenn een afburrt ! Adje , Herr Hartwig ! Adje , Fru Wendt'n , lacht de Schmedt . Schlapen's woll , denn Se mütten jo tum Uemfallen sind . Schlapen ? frög Wendsch torügg . t is jo knapp Vespertied . , hüt kann ik mi keen Ruh günnen . Erst mütt ik doch dit Stück richtig in't Dörp rümbringen , un tum Abend kriggt Schnieder Güssel sin gründlich Upgebot vær de lange Näs , denn de Kerl is ebenso schlecht , as Napoljon un gehört mit em up eenen Hartwig lacht , dat em de Buk wackelte . Wendtsch , Se sind en Hauptwief ! De leewe Gott bewahr Se vær den Tungenkrewt , un lat mi hüt nich dat Abendbrod mit Schnieder Güsseln deelen ! , dat wünsch ik Se ok nich , denn dat kann licht kommen , dat ik em Ohrwörm un Tüffelleder dran brad , säd Wendtsch un leep af . Elft End' . Krieg un Sieg . - Wat Urgroßvader ut de Bibel wüßt . Bödner Kluth'n steiht dat Strick an'n Hals . - Se hebben em . - Wendtsch rieten de Haken un Oesen un Kopmann Krinolinen-Ziehn hett 'n Bandworm in'n Kopp . - Wat Wendtsch üm Napoljon lieden müßt un wo se em futtern will . - Schnieder Güssel mit Napoljon up eenen Piepenkopp . Dat Korn riepte in de Julihitt , de Halm bögten sich unner de vullen Ahren , un alle Landlüd rüst'ten sich , um de Frucht to mähgen un intobringen . Aber an'n' Himmel treckte en düster Gewülk æber uns Vader land up , un en anner Mähgen kamm , as de friedlich Minschheit sich dat vermoden weer . De Dod würd Schnitter ; he mähgte ahn' Erbarmen ut Gewehr- un Kanonenschlünd uns best jung Lüd up Frankrieks Bodden nedder , un vel , vel dusend Minschen müßten sich up de fremde Erd verbloden , damit Dütschland endlich to Eenigkeit kommen künn . Dürt was ganz vertagt . Twee Dage vær den Utmarsch von Willem' sin Regiment weer se mit er Oellern to Stadt west , üm Afschied to nehmen . Hart wig hadd de jungen Lüd tröst't , so god he künn un to Willem' seggt : Bang di nich , min Sæhn , de leew Gott ward di gesund dörchhelpen . Aber Willem hadd schüddelköppt un up de niege , witte Uniform wesen , de se all ankriggt hadden : Uns Dodenkleed hebben wi an ! Wer weet , wer wedderkümmt ; mi liggt dat as'n Ah nung up de Brost , dat et mi nich voræber gahn ward . De Schmedt schüll woll , dat Willem sich mit so düster Gedanken dat Herz noch schwerer mök , un er all in gröter Unruh bröcht , aber he weer sülwst schwackglöbig worden , wiel de Zeitungen von de Fran zosen er furchtbar Gewehr un Kanonbüssen un von de Turkos mit 'n wild Katt in'n Tornister ganz grülich berichtten . Un de oll Urgroßvader , bi den Dürt Trost in er Bekümmerniß sökte , hadd ditmal ok keenen vær er . Dürt hadd em dörch Teeken düdlich makt , wat Schlimmes vorgüng un de Greis verstünd er woll un wüßt , gegen welchen Fiend et güng ; he bläderte hastig un ernst in dat eenzig Bok , ut dat he las un lewte , un wees Dürt'n den Vers ut de Offenbarung : Und hadden äver syk einen Königk , einen Engel uth den Affgrundt , des name heet up Hebreisch Abbadon , unde up Grekisch hefft he den namen Apolyon . Ein Wee ys henwech , Süh , dar kamen noch twee Wee na deme . ) Dump un schwer lagg dat Weh æber uns in de schwölen Juli- un Augustdag , un alles keek bang na Frankriek ræber , wo de Hunnertdusend von Minschen Füerschlünd sich tohopschöben , nn wo dat schrecklich Unweder utbreken müßt , wat uns Vaderland int Ver derben rieten un Jedweden den neegsten Verwandten un Fründ up ümmer furtnehmen künn . Un dat Un weder brök los ; de Hunnertdusenden platzten up enan ner , un wer feel , æber den sin blodig Knaken güng Perd un Minsch unminschlich weg , aber en hell Sünnen strahl drüng dörch de Nacht un den Jammer üm uns hengeschlacht'ten Landskinner : De preußsche Adler breitte sin Flüchten ut , ümmer gröter un gewaltger , un wo sine Fäng inschlögen , da kamm de Freudenpost : Sieg ! ) Offenbarung V . . - Diss Stell is Anno un späder von vel Lüd up Napoljon utdüd't worden . Sorgen schwunnen . Herr von Wedell hadd sich dat Stück von vorn bis hinnen utführlich und richtig ver tellen laten , un denn en bösen Flok utstött , so lang , dat 'n keen Schnieder mit de Ell afmäten künn , un hadd seggt : He kennte de Sippschaften , un dat weeren lieksterwelt de nämlichen Kunststücken , dörch de sin leew Herr Vader üm Rittergod mit Wald un Schloß bröcht weer . Da seeten de Pracher jitzt ok drup , as de Mad up den Speck , un se wullen sich woll gar von den türkschen Sultan den Baronstitel köpen , wiel uns König vær so'ne Baronschaften un Edellüd dankte . - , da süll Willem sich man nich in geringsten bangen , dat em de Sach tum Schaden gereeken mücht ; he weer un bleew sin Wachtmeister-Kandedat un sünst Keener . De Herr Rittmeister würd ok sinen goden Fründ , den Rechts anwalt Brandt , anstöten , dat he alles in Bewegung sett'te , üm Willem' sinen Vader to retten , un dat Ge wew to terrieten , womit Rohrbeck un den annern Land köper ümspunnen weeren . Bi den Rechtsanwalt was Willem ok west ; de hadd fest verspraken , sich de Sach na alle Kräften an tonehmen , un Willem' updragen , sich æber Fest genan ümtodohn un alle Lüd in Wullenberg utfindig to maken , de von de Göderschlächter Land köfft hadden . ödder as Andrieber un Männkenmaker datwischen stöken . Da hadd Willem denn seggt , dat Beste würd sind , Schult Rublank un Vader Hartwig keemen mit to Stadt un vertellten den Herrn Rechtsanwalt de Sach von Grund ut , denn de Beiden hadden sich bi dat ganze Geschäft neutral hollen , un künnen angeben , wat de Utsegg von Jeden werth weer . - Dat würd denn mit den Schulten afmakt un Rublank säd gern to , æber Fest sine Wahrnehmungen to Papier to bringen . Den drütten Österdag , wenn Willem' sin Urlaub to End weer , wullen se all dree to Stadt föhren un den Rechts anwalt de ganze Kundschaft æbergeben . Dürt mökt en wehleedig Gesicht , as von Stadt föhren de Red was , un er Vader merkte woll , wat de Klocken lüden wullen . He günnte sin Döchting er Freudendeel gern , aber na sine Moden müßt he dat Stück von hinnen rüm to Schick bringen un he säd : Dürt , min Dochter , mi juckt dat linke Og . Lop mal na'n Schulten ræber un bidd em , he mücht doch to morgen eenen Strohsack mehr stoppen laten , denn mi weer dat , as würd sich noch en Passagier anfinden , de ahn' Betalung mit will . - Da feel Dürt eren Vader in helle Freud üm den Hals , un denn mök se sich gliek 'n Knoten in er Schnufdok ; aber worüm , dat wull se Keenen seggen un verböd ok Willem' den Mund . Denn drütten Österdag föhrten de twee ollen Lüd un de twee jungen Lüd richtig to Stadt , un Willem gung kasch un steidel mit sin Brut an'n Arm up dat Trittowar . Hinner er folgten Hartwig un de Schult , un uns Schmedt keek alle Lüd flietig an , of se ok merk ten , dat et sine Dochter weer , de da mit den schmucken Unteroffizier güng . To allen Glück müßt et noch treffen , dat de Herr Rittmeister uns Wullenbergsch Kolonn be gegnet . As sich dat hört , leet Willem sin Brut ilig los , un stünd stramm in de Front ; aber Herr von Wedell winkte hastig af un Dürt dacht sich in alle Himmel , as he fründlich säd : Ach , das ist wohl meine zukünftige Frau Wacht Zu Befehl , antwurt't Willem , meine Braut , Fräu- lein Dorothee Hartwig ! Gratulire herzlich ! säd de Rittmeister un wull wieder gahn , aber uns Schmedt müßt absolut ok noch sin per ßönlich Ehren-Andeel hebben . De militärsch Geist in em brök dörch , as in'n oll Kavallerieperd , wenn 't de Schwadronsmusik hört ; he hadd as dat Weder de Finger an de Hosennaht , namm de Knaken tosammen un meldte sich to Stell : Mine Dochter , Herr Rittmeister , alt Soldatenblut ; Füsilier Hartwig , Kompanie Leibregiments ! Danke , Papa Hartwig , Sie haben bei einem braven Regiment gestanden , gratulire nochmals Zu Befehl ! leggt uns Schmedt ahn' Upenhalt wedder los , Ihr Herr Vader hat sogar uns Batalljon bein großen Kaisermanöver Anno kummandirt , und wo ich mir recht besinne Danke , danke , Papa Hartwig , säd de Herr Ritt meister un mök sich mit nochmalgen Gruß dünn , denn sünst hadd em uns Fründ de ganze Manövergeschicht von Anno mit Grot- un Kleingewehrfüer utführlich Rublank un Vader Hartwig güngen tum Rechts anwalt Brandt , de mit den Schulten schon lang up it beste bekannt weer und de beiden Landlüd sehr fründ lich upnamm . Ich habe ein doppeltes Bedauern auszusprechen , säd de Herr Rechtsanwalt ernst . Meine Bemühungen haben bisher kaum einen Erfolg für Rohrbeck aufzu weisen , und auch meine Warnung hat die unheilvolle Wendung der Sache nicht verhüten können . Seit dem ersten Tage , da Martin Rohrbeck zu mir kam , befürch tete ich einen traurigen Ausgang . Solche gutmüthigen , schwachen Naturen dulden Unrecht auf Unrecht , Schlag auf Schlag , ohne gegen das Schicksal zu murren , oder sich zum Widerstand gegen den dreisten Arm auf zuraffen , der ihnen den Nacken krümmt . Aber gerade ragen der Unbill liegt das Gefähr in dem trägen E liche dieser Naturen . Sie sammeln alles Gift , von dem der energische Geist sich befreit , in ihrer Brust ; noch ein schwacher Tropfen , die Leidenschaft bricht mit jäher Gewalt hervor und ras't blind und vernichtend gegen sich selbst oder den kecken Bedränger . Derwiel de beiden ollen Lüd mit den Rechtsanwalt verhannelten , leepen de beiden jungen Lüd en bäten in 't Stadt spazeeren : Willem wees Dürt'n , wo de Herr Oberst un de Herr Rittmeister wohnte , un hülp er bi Kopmann Fiehn'n Knöpnadeln köpen ; Dürt aber be reknete , mit wovel Wirthschaftsgeld se woll as Fru Wachtmeister utkommen künn , un se säd , ne Zick müßt se sich hollen , sünst trute se sich nich , mit acht Gröschen den Dag æber to reeken . Daræber lachte denn Willem un säd , eenen Gröschen von sin Traktement wull he noch toleggen , aber Dürt wull von so'n Geldverschwenden nischt weeten , un bleew dabi , mit 'ne Zick in 'n Hus stand weer vel sparsamer to wirthschaften ; se wull ok morgen gliek mit Dröscher Wendtsch reden , dat se in 't Fröhjahr een Höken liggen leet , wiel de Wendtschen Zicken de besten Melkgeber in Wullenberg weeren . Bi dit Wirthschaftsinrichten redte sich uns Dürt ordentlich warm , un as se nu fix dat Schnufdok namm , da würd er de Knoten von gistern verdreetlich unter de lütte Näs fuschern . Nu kamm et ok ruter , worüm Dürt den Knoten rinbunnen hadd un worüm dat to Hus Keener weeten süll . Dürt wull mit eren Brutmann tum Fotografisten lopen , un sich da mit Willem to sammen dat Gesicht afnehmen laten . Een't von de Bilder süll Willem sin Vater hebben , wiel em dat in sin Eensamkeit trösten würd , un mit dat anner Bild wull Dürt er leew Mudder to'n Geburtsdag 'ne Ober raschung maken . Na da stimmte Willem denn nu mit Händ' und Föt in , un dat geschah ganz na uns Frün din eren Willen , blos dat se sich æber den dummen Fotografisten noch gründlich ärgern müßt , wiel de olle Kerl ümmerto an Dürt'n er Gesicht un Stellung rüm monierte un denn noch dollpatschig frog , ob he er vellicht as Brustbild afnehmen süll ? So 'ne dumme Anspelung leet sich Dürt natürlich nich beeden ; se säd em kort un tücksch , dat Gesicht süll drup stahn un dat anner't güng em gar nischt an . Dat würd Pingsten , as dat Östern worden weer . De Böm wurden grön von Bläder , denn witt von Blöthen , un endlich roth von Früchten ; dat Korn würd länger , de Ahren vüller , un de Akten bi'n Rechtsan walt Brandt ümmer dicker , denn nagradens weer dat halwe Dörp verhört , un et hadd sich ruterstellt , dat de meisten Lüd , de Kop-Kontrakten afschlaten hadden , in de Musfall seeten ; en beten Muschelie lagg æberall to Dage , blos nich genog , um de Muschler bi de Ge richten to faten . Ok in de Fäll , wo't gar nicht afto sehn weer , wat de krummen Wege nütten süllen , wi bi den rieken Buer Bitterling , hadden Pimpel un Nathan doch nich den geraden Weg nalopen künnt , gerad up de Art , as de Illing sich dörch dat enge Muerloch in 'n Höhnerstall quetscht , un wenn ok de Dæren sperrangel wiet upstahn . Nathan hadd lange Tied up'n Dod nedderlegen un noch nich tum Verhör bracht warden künnt , denn de Doktors hadden beschienigt , dat he irrsinnig worden weet . Unner de Lüd güng aber dat Gered , Nathan weer den Dübel dull , und sine Verwandten leeten em blos davær utgeben , damit de schlimmen Ding' , de he in't Feeber to Dage bröcht , nich vær de Gerichten un den Staatsanwalt keemen . Upstünds was Nathan von sinen Sæhn , de een von de ersten un klöksten Doktors in Berlin sind süll , to sich nahmen , un so hadd et mit sin Tügniß gegen Rohrbeck'n na alle Utsichten lange Been . Noch en anner Ursach hülp dato , dat et mit den Prozeß nich værwarts gahn wull . Pimpel'n hadd dat Strafgericht to faten kregen , aber up en böser Art , as he sich dat hadd drömen laten . He hat tosammen mit eenen annern Partner bi en Wittfru in Linnenhorst 'ne niege Utschlächterie unnernahmen , un de beiden hadden dat Stück da bald noch ärger dreben , as bi Rohrbeck'n . Pimpeln sin Sündenmaat müßt damit aber woll bis tum Oeberlopen vull worden sind , denn uns Herrgott sülwst hadd em dat Handwerk leggt . Denn as he up den Schünflor stünd un furchtbar flokte , wiel sich dat Trietztau verheddert hadd , da lös'te sich baben de Schleif un de Trietzkopp schlög von'n Hahnbalken nedder up Pimpeln sin rechten Arm , so dat de Arm brök un de Hand , de Pimpel all so oft meineidig tum Himmel haben hadd , gliek machtlos runnerbammelte . De Arm müßt ein ok an de Schuller afnahmen warden , wiel de Brand toschlagen wull ; aber all de Weh dage un dat ogenschienliche Strafgericht bröchten Pim peln nich to Inkehr ; he flokte un lästerte up Klemen- tine'n , de jitzt bi em wirthschaft'te , un ok dahen gehörte , denn Quark un Kees sind ut eenen Pott to Hus , so dat sülwst disse Perßon von em leep . Bi Hartwigs güng alles sinen egalen Gang . Dürt süng un sprüng un dacht blos an eren Brutmann . Wenn de Soldatenbreew' Porto kost'ten , denn hadd de Post damals en schönen Gröschen Geld ut Wullenberg treckt , denn alle acht Dage hadd Dürt en frischen Breef fertig , un wenn all drunner stünd : " Mit tausend Küssen Deine treue Dorothee " , denn feel er fix noch wat Nieges in , 'ne lütte Unducht von Christ Wendt'n ödder dat er Päthenkind Hänsken Sperling 'n Tähn kriggt hadd , ödder sünst wat ganz Nothwennigs . Dat müßt denn , sülbstverstännig mit wedder dusend Küss' , hinnerher rin , un wenn de Siegellack all brennte , was abslut noch wat vergeten , un jedesmal kamm 'n frisch dusend Küss'to , so dat de Schwadrons-Ordonnanz all ümmer an't Gewicht merkte , wenn he 'n Breef von Dürt'n bi hadd . Dat uns Unteroffizier un Brutmann ok de Tint nich schonte , un den Breefdräger alle Woch mitn düchtgen Packen Küss' na Wullenberg buckeln leet , bruken wie grote Kinner nich erst to vertellen . - Neben diss Breefpost mit eren söten Inhalt leep æbrigens noch en anner däftig Post her , de ok nich von schlechte Oellern was un Eenen nich minder leckmülig maken künn . Dat was Mudder Hartwig'n er Kalitenpost , de alle Sünn dag mit den Wullenberg'schen Melkmatrosen to Stadt güng un mit Schinken , Worst , Botter un so wieder proppenvull spickt was . Und wer je den Kohfot ödder Pallasch dragen hett , un möd un mit quarrigen Magen von den Exeerplatz kommen is , de weet , wat vær 'n herrlich Sach un Segen denn so'ne Kalit ) is , un wo wunnerschön sich dat in so'n Spickgans un Bratworst von to Hus satt pappt . Von Tied to Tied kamm Willem ok up Urlaub , un denn was grote Freud in de ganze Hartwigsche Familj' , den schlohwitten Urgroßvader nich to vergeten . Et was en eegen Ding mit den Greis ; he hadd de Sprak nu ganz verloren , un hört keen Klockenschlag un Sterbenswurt ; aber sine klaren Ogen folgten Jeden sin Reden un Bewegen , un et weer , as verstünd un wüßt he alles , wat üm em værgüng . Un mit Dürt'n unner heel he sich ok . Wenn se morgens sinen Sorgenstohl an den Sünnenschien rückte , un de Bibel vær em lagg , denn bläderten sine Hännen langsam drin rüm , un mit eenmal wees he mit fründlich un hell Gesicht up'n Vers , de to wat paßte , wat in't Hus geschehen weer ödder geschach . Dat was toerst ruter kommen , as Dürt Ge burtsdag hadd , un he dat woll an de Breew' un de Blomen merkte ; da was he den Værmiddag so unruhig west , as wenn de abslut wat seggen wull un müßt , un he hadd ümmerdrup up sin Bibel wesen , bis Dürt endlich nakeek un sinen Finger up de Stell in Tobias " Myn kindt hebbe Godt vor Ogen un ym Herten , alle dyn lewedage . Vnd wahre dy . dat du in keene sünde vorwilligest , und döst wedder Gades geboth . Dat süll sin Geburtsdagswunsch vær sin Plegerin sind , un en betern hadd Keener finnen künnt . ) Kalit heißt ein geflochtener Kober , den man über die Schulter gehängt trägt . ) Tobias , V . . Wat Dürt un Eener ut dat Hus den Greis an de Ogen afsehen künnen , dat deeden se em to Leew . De Schmedt säd , et weer , as of en Segen von den ollen Mann utgüng ; wenn sin Ogen up wen ruhten , de kün nischt Schlechtes begahn . Dat spürte he an sich sülwst : he hadd jo ok woll gern en lütt Narrerie makt , un sin leew Endelbutt von Fru tum besten hollen , aber siet de Oller da weer , trute he t sich gar nich mehr recht . Denn düftelte Hartwig , womit he den Greis woll 'ne Freud maken kunn , un he kreeg richtig wat utfindig : he schmed'te lütte Rad' ( Räder ) unner de Föt von den Sorgenstohl , so dat Dürt em in'n Sommer in den Garden schuben künn . Da spelte de Greis in'n Sünnenschien mit Blomen un Bläder un hægte sich un lachte , as 'n klein Kind . treckte , da grabbelte he er mit sin knækern Finger Schmedt- an molig in dat Flasshaar ; et flög as'n lichten Schie , æber sin Gesicht , de Lippen bewegten sich un sehrs to schwack un langsam , aber doch vernehmlich kamm et Gen 't is jung Hartwig , un uns Ik kenn ju woll ; lütt Willem , un sin Brut . Min Kind , et sall di god gahn , wiel du god bist . Denn keek he's all nochmal an un säd möd un ganz lies' : To Bett ! Teint End . Een Lichtstriepen . - Hartwig'n juckt dat linke Og . - Dürt mökt 'n Knoten in er Schnufdok un lett sich dat Gesicht af nehmen . - De tokünftge Fru Wachtmeistern . - Nathan in Berlin . - Uns Herrgott leggt Pimpel'n dat Handwerk . Worüm de Breew von Dürt'n so schwer weegen . - De Kalitenpost . - Urgroßvadern sin Geburtsdagswunsch . Dat is so inricht't up de Welt , un 't is woll inricht't , dat et so inricht't is : an keenen Minschen gahn Möhfal un Wehdage ganz væræber ; of König ödder Kohjung , sin Päckchen mütt jedweder dragen , un mit unner recht hart un schwer . Aber wenn 't em bald nedderdrückt und he denkt , dissen Storm un dit Unweder eberkümmst du nich ! - denn blinkt mit eenmal in hell Lichtstriepen in de Düsterniß up un wiest den Weg to Hoffnung un Beterung . Willem kamm na all de schlimmen Værfäll doch mit Narichten torügg , de as so helle Lichtstriepen vær wärts lücht'ten . De Herr Gerichtspräsident hadd Willem' mitsamst sinen Vader de Hand geben un seggt , de Ge rechtigkeit müßt eren Lop hebben , aber up't Schlimmste künnt in keenen Fall kommen , denn Nathan lewte jo un he wull Rohrbeck'n de Haft na Möglichkeit linnern . Willem süll ok een vær alle Mal Verlöwniß hebben , sinen Vader in't Gefängniß to besöken . Denn hadd Willem an'n Charfriedag fröh sinen Herrn Rittmeister de trurig Sach værstellt , aber da weeren all sine Du wolltest sein ruhig , säd Nathan bangbüxig . Ruhig ? schreeg de Buer uter sich . Ik bin 't west , Gott weet't , aber nu is't to Ennen . Den Rock von'n Liew heff ik mi wullt trecken laten , aber dat ji ok dat Hemd runnerrieten willen , dat bringt di in 't Schweig doch ! Ich wollt ja , aber Pimpel will's nicht leiden Still ! segg ik , du Blotegel ! schreeg Rohrbeck . As de een Uhl utsüht , so let't de anner . De Wülf sind in den Schapstall braken un mördern de Lämmer ahn Erbarmen , un de Lämmer mütten 't lieden , denn de Wülf' hebben dat Gesetz in Hännen , un maken sich lustig , wenn dat arme Veh in sin Angst schriggt . Un du steihst hier vær mi , as eener von de schlimmsten Wülf' , en erbärmlichen Flickenbündel , to nischt nütt , as ut anner Lüds Schweet un Jammer Geld to schinden un ik dumm Schap nehm nich 'n Knüppel un schlag di De Buer flög an Händ' un Föt vær Upregung . He sprüng up Nathan to . Zu Hilfe ! Zu Hilfe ! Ich werd' gemordet , schreeg Nathan in Dodesangst . He stört'te ut de Dær , Rohrbeck half in Wahn sinn hinnerher . Zu Hilfe ! Zu Rettung ! Wat , du schriggst noch ? Ik ward di still maken . Fahr tum Dübel , du bist æberriep . En Schlag un en fürchterlich Schrie - denn würd't dodenstill up den Hof . Negent End' . Wendtsch samaritert , un de Burrmanns kænen all dat Blot bespreken . - Nathan is nich ganz schlecht . -- Vader un Scehn . Mannslüd mütten keen Quarrtüten sind . - Bi't Seißen maken is en Pfiff . De plattdütsch . Erbbibel . - -- bringt warme Strümp . - Jung Hartwig un lütt Willem . Nathan lagg dodenbleek up't Bett , as Willem in sin Vaders Stuw tradd . En grot Loch leep em æber den Hinnerkopp , aber dat Bloden hadd uphört ; uns Wendtsch stünd mit natte Döker vær den Verwundten un köhlte em de Stirn . As dat gar nich anners sind kunn , was Fru Wendt'n de Erste to Stell west , un et was ordentlich verwunnerlich mit antosehn , wo ma nierlich un sanft dat robuste Wief mit de Döker un den Kranken hantierte ; er bös' Mundwerk was mit een mal törnt , un se redte so sacht , as wenn se'n lütt Gör worden weer . - Ik verget' et min Lewdag nich , ver tellte se naher öfter ; de Minsch hadd jo minen Daniel ok all beseidelt un dat Stück weer schlimm kommen , wenn ik nich den Dag wascht hadd un em dat piet schennatte Hemd üm de Ohren haute , dat he vær Seep un Laug sines Bliebens nich mehr wüßt . Aber as ik em up'n Hof in sin Blot schwemmen sach , da dacht ik doch , he is en Minsch un he blifft en Minsch , he sall hier nich in sine Sünden ümkommen un dat Unglück noch gröter warden . Darum besprök ik de Wund , denn wi Burrmanns kænen dat alltohop , un dat Blot stünd up de Stell , wiel he döpt is . Et sall ok Keener seggen , dat he ganz schlecht is , denn as ik em ut de Beschwiemniß bröcht , da was sin erst Wurt : Mein Sohn ! mein Sohn ! es kömmt Schande über meinen Sohn ! un dat güng em so jämmerlich un fiss lich af , dat et mi in't Herz schneed ; von sine Wehdage aber säd he nischt , ofwoll dat 'n Loch weer , wo eener Wull to'n Paar Kinnerstrümp rinleggen künn . Also hett he doch een minschlich Wesen leewer , as sich sülwst , un wer dat hett , de is noch nich ganz verstött't un uns Herrgott kann em dat Gewissen noch röhren . Dat is ok bis dahen ümmer geschehen , dat de kloken Lüd seggt hebben , de an keenen Gott un Jesum glöben , et weer man dumm Tüg , wat Wendtsch von den Buern un Klementine'n quackelt ; aber dissen sülben Dag hett sich utwesen , dat oll dumm Wendtsch doch Recht hadd . Denn as Schult Rublank den Buern frög , wo de böse Perßon stök , da säd he , se künn sineswegeu henlopen , wo Ossen un Perd güngen , un he wull's nich mehr vær Ogen sehen . Un dat dürft he driest seggen , wiel dat Blot flaten weer un den Bann braken Also uns Wendtsch deed ganz wedder ere Natur un Moden an dissen Dag Samariterdeenst an Nathan' sin Schmerzenslager , un se wundarzte an em rümmer , as weer se drup studirt un hadd er Lewlang nischt anners dahn . De Buer huckte up de Bank an'n Aben ; vær em stünd Schult Rublank mit den Gerichtsmann Pietzner un beid heelen Wach , ofgliek Rohrbeck mit keene Silb an Utrieten dacht . He hadd beid Händ' dicht an't Gesicht drückt ; von Tied to Tied schluckste he bald noch düller , as Nathan , un de Thranen leepen em pieperlings de Backen runner . As he hörte , sin Sæhn weer kommen , wull he upstahn un em entgegen wanken , aber de Knee wullen em nich dragen un he sackte machtlos up de Bank torügg . Vader ! Vader ! reep Willem ganz terschlagen un fat'te em bit Hand , wat is dit ? Mütten wi so wedder Ik heff schlecht hannelt an di un an't ganze Dörp , bröcht de Buer möhsam ruter , un de Straf trefft mi gerecht . Flok mi nich , min Sæhn , dat ik di üm din Erw bröcht høff un du dörch mi noch en Verbrekerkind worden bist . Se hebben mi kranken Minschen to sehr verstrickt ; ik heff vel in mi freten un leden , aber wat mi de Minsch da hüt pienigt un quält hett , dat was nich mehr minschlich , un de Fork flög mi ut de Hand , wiel ik wahnsinnig weer un nich wüßt , wat ik deed . De Buer weente , as'n schwack Kind . Vader , du kannst mi so wat totrugen ? Eh' du dit dahn hest , mütt Schreckliches værgahn sind , dat weet ik . Et weer anners kommen De Buer unterbrak sinen Sæhn mit biddend Ogen . Lat dat , Willem , ik bidd di ! Et is ut un all , wenn ok to späd vær di un mi . Wenn ik weet , dat du mi nich mehr fiend bist , drag ik lichter , wat nu kommen mütt . 't is god , dat du gerad hüt kümmst , denn weeten müßt du't doch . En Bidd heff ik : lied dat nich , min Sæhn , dat din oll Vader mit Schand un Schandaren in't Gefängniß bröcht ward . Rublank ward anspannen un verlöben , dat du mi henbringen kannst ; he ödder Pietzner sall mit up'n Wagen sitten , un so will ik mi friewillig vær minen Richter stellen . Denk ok an Großvadern ; ik heff bis jitzt na em sehn , dat he keene Noth leed . In't Stadt löppst du tum Rechtsanwalt Brandt , un dröggst em de trurig Geschicht vær ; he is'n goden Mann un ward retten , wat vær di an Geld un vær mi an Ehr to retten is . Aber sinen Kollegen kiek nich an ; de höllt de Maschen in't Gesetz up , dat de Schliekers dörchkrupen konen ! Dat sall kommen , as du willst , säd de Schult bewegt . Ik ward gliek na'n Fohrwerk schicken . Willem gifft mi sin Ehrenwurt as Mann un Soldat , dat he di nich weghelpen will ; denn setten wi dree uns up'n Wagen un keen Minsch unnerwegs sall weeten , wo wi leider Gotts hen mütten . Dürt kamm mit verweente Ogen to Hus . Vorbi was de schöne Österfreud in de Schmed' , un de Sünnen schien weer von de Gesichter wehgt , as hadd 'n de Storm wegpust't . De leew Dürt hadd dat Schnufdok vær't Gesicht un schluckste in't Eck ; Vader Hartwig wunnerwerkte in't Stuw rümmer , un schmeet mit Spitz boben un anner schlimm Gesindel üm sich , dat nich de Hälft in't Hus Platz hadd un Mudder Hartwig hadd eren Termeß vullstännig verloren . Se göt dat Afwaschwater in de Melkkann , un de Melk in de Drank bütt , un schlög sich denn vær'n Kopp , wo'n grot Minsch so wat Unklokes maken künn . De afpuhlten Höhner up den Kækendisch luerten ümsünst , dat Eener er utneh men süll , un de dreepündig Hekt lagg ganz weekmödig in sine Schöttel ; de Ogen treeden em ümmer erbärm licher ut'n Kopp , aber Keener kamm un gaff em den Gnadenstoß , de em ut sine Angst hülp . Dat schöne Bokett lagg noch inbündelt up de Kommod ; Willem wüßt nischt von de Zigarrentasch mit Rosenknupp un Vergißmeinnicht up den Kannewar , un Dürt wüßt nischt von de Perlmutterbrosch , de in Siedenpapier unnen in dat Schnufdok lagg . Endlich kamm Willem ræber un Dürt flög em allermeist entgegen , denn he sach to vertagt ut . He vertellte , dat he gliek mit sinen Vader to Stadt müßt . Et is to schlimm , säd he wieder , un ik weet nich , wat darut warden mag ; of mi de Herr Rittmeister noch wieder in de Schwadron behollen ward , nadem dat Unglück minen Vader tum Verbreker makt hett , ödder of mi disse Karrjär' nu nich afschneden is . Un wat Se , Herr Hartwig , un Ere Fru un Dürt dohn , un gode Nam un Geld bi uns egal hen sind , kann nischt seggen , wenn Se mi de Dær verschluten ! As Dürt dit hörte , weer 't mit de Kadangß in er Köppken værbi . Se föt Willem' wiß üm , un säd , wo he bleew , da bleew se ok , dat mücht nu kommen , as't wull ; se wull 't up disse Welt gar nich beter hebben , as he . Dabi weente se ludhals , un as ere leewe Mudder de Wehdag von er Döchting sach , künn se dat Soltwater ok nich purren , un se kreeg de kenschört vær'n Kopp , üm sich dat Gesicht drög to hollen . Bi diss dubbelt Værlag' würd ok sülwst Vader Hartwig ungewiß æber sine Ogen ; he sökte mit den Rockzippel na wat Nattes darin rümmer , un wischte richtig ut jeder Eck 'n jädlichen Druppen ruter . Aber he gaff sich en ruhgen Anschien , denn Mannslüd mütten keen Quarrtüten sind , un he säd : nu fehlte ja blos , dat Willem ok noch den Thranenbüdel upbünd , un denn künn he as Oellster jo woll mit de Leckbütt antreden un Soltwater upfängen . Nu is't genog , Mudder , seggt he wieder , sorg leewer , dat fix wat up'n Disch kümmt . Un du , Dürt , süllst Willem' dat Herz nich unnödig weeker un schwerer maken . Kiek mal hier up de Kommod ; wat kænen de armen Blomen davær , dat Pimpel un Nathan so' ne schlechten Minschen sind ? Stell leewer dat Bokett in't Water , damit makst du Willem' mehr Freud , as wenn du em de Uniform natt plüns'st . So bröcht Hartwig up sine Manier wedder Ruh un Appell in de Gemöther , un to Willem säd he : Dat is hübsch von di , dat du in de Bedrängniß fest to dinen Vader steihst , so vel du ok to klagen hest . Un ik heff ja ok woll in de letzte Jahren mit em ka rangßett stahn , sietdem dat Stück Unglück up ju'n Hof weer , aber jitzt gah ik mit ræber un gew dinen Vader de Hand , denn in't Unglück schieden sich de wahren Fründen von de falschen , un Jeder weet , wo he to Hus is . Din Rittmeister ward jo en verstännig Mann sind ; wenn aber alle Sträng rieten , denn is in mine Schmed' ok noch vær twee Mann to arbeiten un to eten . De Hartwig'schen Seißen von Wullenberg hebben goden Rop in't Uckermark , denn unner tein Schmedt meister is noch nich Eener , de 'n Seiß richtig to Schnied bringen kann , wiel da en Pfiff in't Utglöhgen bi is , un den will ik up di vererben . - Von hüt ab seggst du ok nich mehr Herr Hartwig to mi , sünnern Vader , un lat di't nich gereuen , dat du twee Vaders hest . Denn Vadersegen is en Glück , dat Eener woll dubbelt bruken kann . Nu kumm , et ward Tied , dat wi ræbergahn . Vader , ik dank Se herzlich , un Se , Mudder , un di , leew Dürt ok . En Bitt aber heff ik noch an Se alltosammen , min oll Urgroßvader kann unmæglich jitzt dræben blieben Herrjes' , ik heff ok all daran dacht ! stött Mudder Hartwig'n ruter , un de Schmedt schlög sich vær'n Kopp . An sich denkt man , säd he , aber de Annern ver gett man , dat is ümmer so ; un an di , Mudder , kenn ik't ok all lang ; du kriggst all mine Dage de goden Værgedanken erst naher . - De olle Mann kümmt hierher , daræber ward wieder nich redt , un du , Dürt , mökst em de kleine Stuw na den Garden rut torecht , dat he gliek ümmer de Morgensünn kriggt , denn dat sall ja sin Leewstet up disse Welt sind . De Manns güngen ræber , un as se wedder keemen , hadd Willem sinen Urgroßvader up'n Arm , as'n klein Kind , un up den Schoot lagg den Greis de Erbbibel , wovon de Lüd in't Dörp so vel redten , un de as eben so'n Wunner acht würd , as de olle Mann sülwst . De Bibel was en kostbar Familjenstück ; den Greis sin Værvader hadd's all hadd , un up de værdersten Sieden was mit vergilbte un grawe Schrift de Stammfolg von de Rohrbecks von Vader tum Sæhn siet tweehun nert Jahren indragen . - Blatt vær Blatt in de Bibel weeren merkwürdig Biller von Meister Lucas Cranach enthollen , un drückt was se noch to Luthers Tieden , in uns plattdütsch Mundart . Denn damals , de grote Gottesmann de heilgen Schriften so wun Herbar schön in dat Meißnische Hochdütsch æbersett'te , / würd in uns Gegend un in den ganzen Norden von Dütschland blos dat Sassische Platt redt un verstahn . Ja , as uns ehrwürdig Doctor Martin Luther sich den Treptowschen Rektor Johannes Bugenhagen tum Mit arbeiter bi de Reformation na Sachsen kommen leet , da müßt de Doctor Pomeranus , as Bugenhagen in de latinschen Schriften öfter nömt ward , de erste Tied in Wittenberg plattdütsch predgen , wiel de hochgelehrte Mann de hochdütsche Sprak gar nich reden künn . Dar im hadd Johannes Bugenhagen , unner Doctor un Meister Martin Luthers Ogen un Tostimmung , de Bibel vær sine Landslüd ut de Luthersprak unverfälscht in uns Platt æberdragen , up dat ok uns Væröllern Deel an dat reine Gotteswurt hebben künnen . Na diss Bugenhagensch Bibel , de upstünds sehr selten is , sind twee Jahrhunnert lang in Pommerland un Ucker mark Predigten un Sakramenten hollen worden , denn de erste hochdütsche Bibel in Pommern hett erst Anno de Generalsuperintendent Meyer in Griepswald Willem settte sin Last sacht up'n Sorgenstohl nedder , un Vader Harwig rückte gliek sinen Schlaprock ruter , damit de Greis jo recht warm sitten süll . De Rock was woll dreemal to wiet , aber et was doch up'n Flecken nischt anners to Stell . Un Dürt hadd ok up paßt ; se kamm mit'n Paar Pumpuschen ( Filzschuhe ) to Platz un säd : Herrjes' , hier is woll gar en Loch in'n Strump ! Da leep se fix to Kommod , un leggt en Paar von er eegen , week Strümp von hiesige Hammelwull in't Röhr , wiel up'n Lannen bis up den Dag vær Jo hannen inböt't ward . De olle Mann beannte dat alles ganz richtig ; sin Ogen würden ümmer heller , un as Dürt nedderkneete un de anwärmten Strümp sacht an treckte , da grabbelte he er mit sin knækern Finger dedt molig in dat Flasshaar ; et flög as'n lichten Schierto æber sin Gesicht , de Lippen bewegten sich un sehr schwack un langsam , aber doch vernehmlich kamm et 't is jung Hartwig , un uns Ik kenn ju woll ; lütt Willem , un sin Brut . Min Kind , et sall di god gahn , wiel du god bist . Denn keek he's all nochmal an un säd möd un ganz lies' : To Bett ! Teint End . Een Lichtstriepen . - Hartwig'n juckt dat linke Og . - Dürt mökt 'n Knoten in er Schnufdok un lett sich dat Gesicht af nehmen . - De tokünftge Fru Wachtmeistern . - Nathan in Berlin . - Uns Herrgott leggt Pimpel'n dat Handwerk . Worüm de Breew von Dürt'n so schwer weegen . - De Kalitenpost . - Urgroßvadern sin Geburtsdagswunsch . Dat is so inricht't up de Welt , un 't is woll inricht't , dat et so inricht't is : an keenen Minschen gahn Möhfal un Wehdage ganz væræber ; of König ödder Kohjung , sin Päckchen mütt jedweder dragen , un mit unner recht hart un schwer . Aber wenn 't em bald nedderdrückt und he denkt , dissen Storm un dit Unweder æberkümmst du nich ! - denn blinkt mit eenmal in hell Lichtstriepen in de Düsterniß up un wiest den Weg to Hoffnung un Beterung . Willem kamm na all de schlimmen Værfäll doch mit Narichten torügg , de as so helle Lichtstriepen ver wärts lücht'ten . De Herr Gerichtspräsident hadd Willem mitsamst sinen Vader de Hand geben un seggt , de Ge rechtigkeit müßt eren Lop hebben , aber up't Schlimmste künnt in keenen Fall kommen , denn Nathan lewte jo un he wull Rohrbeck'n de Haft na Möglichkeit linnern . Willem süll ok een vær alle Mal Verlöwniß hebben , sinen Vader in't Gefängniß to besöken . Denn hadd Willem an'n Charfriedag fröh sinen Herrn Rittmeister de trurig Sach værstellt , aber da weeren all sine Sorgen schwunnen . Herr von Wedell hadd sich dat Stück von vorn bis hinnen utführlich und richtig ver tellen laten , un denn en bösen Flok utstött , so lang , dat 'n keen Schnieder mit de Ell afmäten künn , un hadd seggt : He kennte de Sippschaften , un dat weeren lieksterwelt de nämlichen Kunststücken , dörch de sin leew Herr Vader üm Rittergod mit Wald un Schloß bröcht weer . Da seeten de Pracher jitzt ok drup , as de Mad up den Speck , un se wullen sich woll gar von den türkschen Sultan den Baronstitel köpen , wiel uns König vær so'ne Baronschaften un Edellüd dankte . , da süll Willem sich man nich in geringsten bangen , dat em de Sach tum Schaden gereeken mücht ; he weer un bleew sin Wachtmeister-Kandedat un sünst Keener . De ünd , den Rechts Herr Rittmeister würd ok sinen goden F anwalt Brandt , anstöten , dat he alles in Bewegung sett'te , üm Willem' sinen Vader to retten , un dat Ge wew to terrieten , womit Rohrbeck un den annern Land köper ümspunnen weeren . Bi den Rechtsanwalt was Willem ok west ; de hadd fest verspraken , sich de Sach na alle Kräften an tonehmen , un Willem' updragen , sich æber Fest genau ümtodohn un alle Lüd in Wullenberg utfindig to maken , de von de Göderschlächter Land köfft hadden . ödder as Andrieber un Männkenmaker datwischen stöken . Da hadd Willem denn seggt , dat Beste würd sind , Schult Rublank un Vader Hartwig keemen mit to Stadt un vertellten den Herrn Rechtsanwalt de Sach von Grund ut , denn de Beiden hadden sich bi dat ganze Geschäft neutral hollen , un künnen angeben , wat de Utsegg von Jeden werth weer . - Dat würd denn mit den Schulten afmakt un Rublank säd gern to , æber Fest sine Wahrnehmungen to Papier to bringen . Den drütten Osterdag , wenn Willem' sin Urlaub to End' weer , wullen se all dree to Stadt föhren un den Rechts anwalt de ganze Kundschaft æbergeben . Dürt mökt en wehleedig Gesicht , as von Stadt föhren de Red was , un er Vader merkte woll , wat de Klocken lüden wullen . He günnte sin Döchting er Freudendeel gern , aber na sine Moden müßt he dat Stück von hinnen rüm to Schick bringen un he säd : Dürt , min Dochter , mi juckt dat linke Og . Lop mal na'n Schulten ræber un bidd em , he mücht doch to morgen eenen Strohsack mehr stoppen laten , denn mi weer dat , as würd sich noch en Passagier anfinden , de ahn' Betalung mit will . - Da feel Dürt eren Vader in helle Freud üm den Hals , un denn mök se sich gliek 'n Knoten in er Schnufdok ; aber worüm , dat wull se Keenen seggen un verböd ok Willem' den Mund . Denn brütten Österdag föhrten de twee ollen Lüd un de twee jungen Lüd richtig to Stadt , un Willem gung kasch un steidel mit sin Brut an'n Arm up dat Trittowar . Hinner er folgten Hartwig un de Schult , un uns Schmedt keek alle Lüd flietig an , of se ok merk ten , dat et sine Dochter weer , de da mit den schmucken Unteroffizier güng . To allen Glück müßt et noch treffen , dat de Herr Rittmeister uns Wullenbergsch Kolonn be gegnet . As sich dat hört , leet Willem sin Brut ilig los , un stünd stramm in de Front ; aber Herr von Wedell winkte hastig af un Dürt dacht sich in alle Himmel , as he fründlich säd : Ach , das ist wohl meine zukünftige Frau Wacht Zu Befehl , antwurt't Willem , meine Braut , Fräu lein Dorothee Hartwig ! Gratulire herzlich ! säd de Rittmeister un wull wieder gahn , aber uns Schmedt müßt absolut ok noch sin per ßönlich Ehren-Andeel hebben . De militärsch Geist in em brök dörch , as in'n oll Kavallerieperd , wenn 't de Schwadronsmusik hört ; he hadd as dat Weder de Finger an de Hosennaht , namm de Knaken tosammen un meldte sich to Stell : Mine Dochter , Herr Rittmeister , alt Soldatenblut ; Füsilier Hartwig , Kompanie Leibregiments ! Danke , Papa Hartwig , Sie haben bei einem braven Regiment gestanden , gratulire nochmals Zu Befehl ! leggt uns Schmedt ahn' Upenhalt wedder los , Ihr Herr Vader hat sogar uns Batalljon bei'n großen Kaisermanöver Anno kummandirt , und wo ich mir recht besinne Danke , danke , Papa Hartwig , säd de Herr Ritt meister un mök sich mit nochmalgen Gruß dünn , denn sünst hadd em uns Fründ de ganze Manövergeschicht von Anno mit Grot- un Kleingewehrfüer utführlich Rublank un Vader Hartwig güngen tum Rechts anwalt Brandt , de mit den Schulten schon lang up ! t beste bekannt weer und de beiden Landlüd sehr fründ lich upnamm . Ich habe ein doppeltes Bedauern auszusprechen , säd de Herr Rechtsanwalt ernst . Meine Bemühungen haben bisher kaum einen Erfolg für Rohrbeck aufzu weisen , und auch meine Warnung hat die unheilvolle Wendung der Sache nicht verhüten können . Seit dem ersten Tage , da Martin Rohrbeck zu mir kam , befürch tete ich einen traurigen Ausgang . Solche gutmüthigen , schwachen Naturen dulden Unrecht auf Unrecht , Schlag auf Schlag , ohne gegen das Schicksal zu murren , oder sich zum Widerstand gegen den dreisten Arm auf zuraffen , der ihnen den Nacken krümmt . Aber gerade in dem trägen Ertragen der Unbill liegt das Gefähr liche dieser Naturen . Sie sammeln alles Gift , von dem der energische Geist sich befreit , in ihrer Brust ; noch ein schwacher Tropfen , die Leidenschaft bricht mit jäher Gewalt hervor und ras't blind und vernichtend gegen sich selbst oder den kecken Bedränger . Derwiel de beiden ollen Lüd mit den Rechtsanwalt verhannelten , leepen de beiden jungen Lüd en bäten in 't Stadt spazeeren : Willem wees Dürt'n , wo de Herr Oberst un de Herr Rittmeister wohnte , un hülp er bi Kopmann Fiehn'n Knöpnadeln köpen ; Dürt aber be reknete , mit wovel Wirthschaftsgeld se woll as Fru Wachtmeister utkommen künn , un se säd , ne Zick müßt se sich hollen , sünst trute se sich nich , mit acht Gröschen den Dag æber to reeken . Daræber lachte denn Willem un säd , eenen Gröschen von sin Traktement wull he noch toleggen , aber Dürt wull von so'n Geldverschwenden nischt weeten , un bleew dabi , mit 'ne Zick in 'n Hus stand weer vel sparsamer to wirthschaften ; se wull ok morgen gliek mit Dröscher Wendtsch reden , dat se in 't Fröhjahr een Höken liggen leet , wiel de Wendtschen Zicken de besten Melkgeber in Wullenberg weeren . Bi dit Wirthschaftsinrichten redte sich uns Dürt ordentlich warm , un as se nu fix dat Schnufdok namm , da würd er de Knoten von gistern verdreetlich unter de lütte Näs fuschern . Nu kamm et ok ruter , worüm Dürt den Knoten rinbunnen hadd un worüm dat to Hus Keener weeten süll . Dürt wull mit eren Brutmann tum Fotografisten lopen , un sich da mit Willem to sammen dat Gesicht afnehmen laten . Een't von de Bilder süll Willem sin Vater hebben , wiel em dat in sin Eensamkeit trösten würd , un mit dat anner Bild wull Dürt er leew Mudder to'n Geburtsdag 'ne Ober raschung maken . Na da stimmte Willem denn nu mit Händ' und Föt in , un dat geschah ganz na uns Frün din eren Willen , blos dat se sich æber den dummen Fotografisten noch gründlich ärgern müßt , wiel de olle Kerl ümmerto an Dürt'n er Gesicht un Stellung rüm monierte un denn noch dollpatschig frog , ob he er vellicht as Brustbild afnehmen süll ? So 'ne dumme Anspelung leet sich Dürt natürlich nich beeden ; se säd em kort un tücksch , dat Gesicht süll drup stahn un dat anner't güng em gar nischt an . Dat würd Pingsten , as dat Östern worden weer . De Böm wurden grön von Bläder , denn witt von Blöthen , un endlich roth von Früchten ; dat Korn würd länger , de Ahren vüller , un de Akten bi'n Rechtsan walt Brandt ümmer dicker , denn nagradens weer dat halwe Dörp verhört , un et hadd sich ruterstellt , dat de meisten Lüd , de Kop-Kontrakten afschlaten hadden , in de Musfall seeten ; en beten Muschelie lagg æberall to Dage , blos nich genog , um de Muschler bi de Ge richten to faten . Ok in de Fäll , wo't gar nicht afto sehn weer , wat de krummen Wege nütten süllen , wi bi den rieken Buer Bitterling , hadden Pimpel un Nathan doch nich den geraden Weg nalopen künnt , gerad up de Art , as de Illing sich dörch dat enge Muerloch in 'n Höhnerstall quetscht , un wenn ok de Dæren sperrangel wiet upstahn . Nathan hadd lange Tied up'n Dod nedderlegen un noch nich tum Verhör bracht warden künnt , denn de Doktors hadden beschienigt , dat he irrsinnig worden weet . Unner de Lüd güng aber dat Gered , Nathan weer den Dübel dull , und sine Verwandten leeten em blos davær utgeben , damit de schlimmen Ding' , de he in't Feeber to Dage bröcht , nich vær de Gerichten un den Staatsanwalt keemen . Upstünds was Nathan von sinen Sæhn , de een von de ersten un klöksten Doktors in Berlin sind süll , to sich nahmen , un so hadd et mit sin Tügniß gegen Rohrbeck'n na alle Utsichten lange Been . Noch en anner Ursach hülp dato , dat et mit den Prozeß nich værwarts gahn wull . Pimpel'n hadd dat Strafgericht to faten kregen , aber up en böser Art , as he sich dat hadd drömen laten . He hat tosammen mit eenen annern Partner bi en Wittfru in Linnenhorst ne niege Utschlächterie unnernahmen , un de beiden hadden dat Stück da bald noch ärger dreben , as bi Rohrbeck'n . Pimpeln sin Sündenmaat müßt damit aber woll bis tum Oeberlopen vull worden sind , denn uns Herrgott sülwst hadd em dat Handwerk leggt . Denn as he up den Schünflor stünd un furchtbar flokte , wiel sich dat Trietztau verheddert hadd , da löste sich baben de Schleif un de Trietzkopp schlög von'n Hahnbalken nedder up Pimpeln sin rechten Arm , so dat de Arm brök un de Hand , de Pimpel all so oft meineidig tum Himmel haben hadd , gliek machtlos runnerbammelte . De Arm müßt em ok an de Schuller afnahmen warden , wiel de Brand toschlagen wull ; aber all de Weh dage un dat ogenschienliche Strafgericht bröchten Pim peln nich to Inkehr ; he flokte un lästerte up Klemen- tine'n , de jitzt bi em wirthschaftte , un ok dahen gehörte , denn Quark un Kees sind ut eenen Pott to Hus , so dat sülwst disse Perßon von em leep . Bi Hartwigs güng alles sinen egalen Gang . Dürt süng un sprüng un dacht blos an eren Brutmann . Wenn de Soldatenbreew' Porto kost'ten , denn hadd de Post damals en schönen Gröschen Geld ut Wullenberg treckt , denn alle acht Dage hadd Dürt en frischen Breef fertig , un wenn all drunner stünd : " Mit tausend Küssen Deine treue Dorothee " , denn feel er fix noch wat Nieges in , 'ne lütte Unducht von Christ Wendt'n ödder dat er Päthenkind Hänsken Sperling 'n Tähn kriggt hadd , ödder sünst wat ganz Nothwennigs . Dat müßt denn , sülbstverstännig mit wedder dusend Küss' , hinnerher rin , un wenn de Siegellack all brennte , was abslut noch wat vergeten , un jedesmal kamm 'n frisch dusend Küss'to , so dat de Schwadrons-Ordonnanz all ümmer an't Gewicht merkte , wenn he 'n Breef von Dürt'n bi hadd . Dat uns Unteroffizier un Brutmann ok de Tint nich schonte , un den Breefdräger alle Woch mitn düchtgen Packen Küss' na Wullenberg buckeln leet , bruken wie grote Kinner nich erst to vertellen . - Neben diss Breefpost mit eren söten Inhalt leep æbrigens noch en anner däftig Post her , de ok nich von schlechte Oellern was un Eenen nich minder leckmülig maken künn . Dat was Mudder Hartwig'n er Kalitenpost , de alle Sünn dag mit den Wullenberg'schen Melkmatrosen to Stadt güng un mit Schinken , Worst , Botter un so wieder proppenvull spickt was . Und wer je den Kohfot ödder Pallasch dragen hett , un möd un mit quarrigen Magen von den Exeerplatz kommen is , de weet , wat vær 'n herrlich Sach un Segen denn so'ne Kalit ) is , un wo wunnerschön sich dat in so'n Spickgans un Bratworst von to Hus satt pappt . Von Tied to Tied kamm Willem ok up Urlaub , un denn was grote Freud in de ganze Hartwigsche Familj' , den schlohwitten Urgroßvader nich to vergeten . Et was en eegen Ding mit den Greis ; he hadd de Sprak nu ganz verloren , un hört keen Klockenschlag un Sterbenswurt ; aber sine klaren Ogen folgten Jeden sin Reden un Bewegen , un et weer , as verstünd un wüß he alles , wat üm em værgüng . Un mit Dürt'n unner heel he sich ok . Wenn se morgens sinen Sorgenstohl an den Sünnenschien rückte , un de Bibel vær em lagg , denn bläderten sine Hännen langsam drin rüm , un mit eenmal wees he mit fründlich un hell Gesicht up'n Vers de to wat paßte , wat in't Hus geschehen weer ödder geschach . Dat was toerst ruter kommen , as Dürt Ge burtsdag hadd , un he dat woll an de Breew' un de Blomen merkte ; da was he den Værmiddag so unruhig west , as wenn de abslut wat seggen wull un müßt , un he hadd ümmerdrup up sin Bibel wesen , bis Dürt endlich nakeek un sinen Finger up de Stell in Tobias " Myn kindt hebbe Godt vor Ogen un ym Herten , alle dyn lewedage . Vnd wahre dy . dat du in keene sünde vorwilligest , und döst wedder Gades geboth . Dat süll sin Geburtsdagswunsch vær sin Plegerin sind , un en betern hadd Keener finnen künnt . ) Kalit heißt ein geflochtener Kober , den man über die Schulter gehängt trägt . ) Tobias , V . . Wat Dürt un Eener ut dat Hus den Greis an de Ogen afsehen künnen , dat deeden se em to Leew . De Schmedt säd , et weer , as of en Segen von den ollen Mann utgüng ; wenn sin Ogen up wen ruhten , de kün nischt Schlechtes begahn . Dat spürte he an sich sülwst : he hadd jo ok woll gern en lütt Narrerie makt , un sin leew Endelbutt von Fru tum besten hollen , aber siet de Oller da weer , trute he t sich gar nich mehr recht . Denn düftelte Hartwig , womit he den Greis woll 'ne Freud maken künn , un he kreeg richtig wat utfindig : he schmed'te lütte Rad' ( Räder ) unner de Föt von den Sorgenstohl , so dat Dürt em in'n Sommer in den Garden schuben künn . Da spelte de Greis in'n Sünnenschien mit Blomen un Bläder un hægte sich un lachte , as 'n klein Kind . Elft End' . Krieg un Sieg . - Wat Urgroßvader ut de Bibel wüßt . Bödner Kluth'n steiht dat Strick an'n Hals . - Se hebben em . - Wendtsch rieten de Haken un Oesen un Kopmann Krinolinen-Jiehn hett 'n Bandworm in'n Kopp . - -- Wendtsch üm Napoljon lieden müßt un wo se em futtern will . - Schnieder Güssel mit Napoljon up eenen Piepenkopp . Dat Korn riepte in de Julihitt , de Halm bögten sich unner de vullen Ahren , un alle Landlüd rüst'ten sich , um de Frucht to mähgen un intobringen . Aber an'n' Himmel treckte en düster Gewülk æber uns Vader land up , un en anner Mähgen kamm , as de friedlich Minschheit sich dat vermoden weer . De Dod würd Schnitter ; he mähgte ahn' Erbarmen ut Gewehr- un Kanonenschlünd uns best jung Lüd up Frankrieks Bodden nedder , un vel , vel dusend Minschen müßten sich up de fremde Erd verbloden , damit Dütschland endlich to Eenigkeit kommen künn . Dürt was ganz vertagt . Twee Dage vær den Utmarsch von Willem' sin Regiment weer se mit er Oellern to Stadt west , üm Afschied to nehmen . Hart wig hadd de jungen Lüd tröst't , so god he künn un to Willem' seggt : Bang di nich , min Sæhn , de leew Gott ward di gesund dörchhelpen . Aber Willem hadd schüddelköppt un up de niege , witte Uniform wesen , de se all ankriggt hadden : Unf Dodenkleed hebben wi an ! Wer weet , wer wedderkümmt ; mi liggt dat as'n Ah nung up de Brost , dat et mi nich voræber gahn ward . De Schmedt schüll woll , dat Willem sich mit so düster Gedanken dat Herz noch schwerer mök , un er all in gröter Unruh bröcht , aber he weer sülwst schwackglöbig worden , wiel de Zeitungen von de Fran zosen er furchtbar Gewehr un Kanonbüssen un von de Turkos mit 'n wild Katt in'n Tornister ganz grülich bericht'ten . Un de oll Urgroßvader , bi den Dürt Trost in er Bekümmerniß sökte , hadd ditmal ok keenen vær er . Dürt hadd em dörch Teeken düdlich mnakt , wat Schlimmes vorgüng un de Greis verstünd er woll un wüßt , gegen welchen Fiend et güng ; he bläderte hastig un ernst in dat eenzig Bok , ut dat he las un lewte , un wees Dürt'n den Vers ut de Offenbarung : Und hadden äver syk einen Königk , einen Engel uth den Affgrundt , des name heet up Hebreisch Abbadon , unde up Grekisch hefft he den namen Apolyon . Ein Wee ys henwech , Süh , dar kamen noch twee Wee na deme . ) Dump un schwer lagg dat Weh æber uns in de schwölen Juli- un Augustdag , un alles keek bang na Frankriek ræber , wo de Hunnertdusend von Minschen Füerschlünd sich tohopschöben , nn wo dat schrecklich Unweder utbreken müßt , wat uns Vaderland in't Ver derben rieten un Jedweden den neegsten Verwandten un Fründ up ümmer furtnehmen künn . Un dat Un weder brök los ; de Hunnertdusenden platzten up enan ner , un wer feel , æber den sin blodig Knaken güng Perd un Minsch unminschlich weg , aber en hell Sünnen strahl drüng dörch de Nacht un den Jammer üm uns hengeschlacht'ten Landskinner : De preußsche Adler breitte sin Flüchten ut , ümmer gröter un gewaltger , un wo sine Fäng inschlögen , da kamm de Freudenpost : Sieg ! ) Offenbarung V . . - Diss Stell is Anno un späder von vel Lüd up Napoljon utdüd't worden . un wedder Sieg ! bi Weißenburg un Wörth , bi Mars latour un Gravelotte , - jede Depesch von unsen König meldte niege Eroberung , un reep niegen Jubel un Dank gegen den Welt- un Schlachtenlenker hervær . Ok in de Wullenbergsch Schmed' was de Angst schwunnen un Toversicht inkehrt , denn Willem hadd von Sankt Marie aux Chenes en langen Breef an Dürt'n schreben : he weer bis jitzt gesund un woll un leeg upstünds mit den Prinzen Friedrich Karl vær Metz . Se paßten da blos up , damit de französche Marschall mit sin Armee nich utkniepen künn , un bi dit Geschäft weer recht wat Schlimmes nich to befürchten , denn de Brandenburger un Pommern hadden de roden Bück schen an den achtteinten August so düchtig utkloppt , dat dat Franzosenvolk sich ut dat Mus'loch von Festung ruter trute . Hinner de anner Armee aber weer uns König sülwst mit sinen Sæhn un sinen Moltke un so un so vel Schwadronen un Regimenter up de Jagd , un würd se sich neegster Dags köpen . Se hofften all , dat de ganze Kriegsgeschicht bald to Ennen keem , gerad so , as 't in Oestreich gahn weer . Noth hadd Willem' sin Schwadron sünst nich to lieden , aber mit dat Quartier seeg et schlecht ut ; se leegen reinweg in den Modder , un müßten blos daran denken , sich un de Perd dat græwste von'n Liew to hollen . An sinen Vader hadd Willem apart schreben ; Hartwig mücht em aber ok dissen Breef geben , un wenn Dürt Antwurt schreew , worup Willem allermeist luerte , denn mücht Vader Hartwig doch 'n paar vernünftig Zigarren bi packen , denn dat Krut , wat se in Frankriek vær Tobak verköfften , un ok dat Tügs , wat se körtlings von Ber lin as Liebesgaben kriggt hadden , dat weer nich to be leben , un mök sülwst de Perd schu , wenn se er mit den Schmok to nah keemen . Schmedt Hartwig namm up dissen Breef up de Stell sine Been in't Hand un leep na den Krog , üm sich en Dutzend von de besten Vierradener inwickeln to laten , de da to hebben weeren . Bi dit Geschäft keemen unsen Fründ twee Niegigkeiten to Ohren , wovon em de een in hellen Arger un de anner in de Folg in helle Freud bröcht . Tum ersten jammerte Bödner Kluth ganz erbärmlich , dat em dat Strick an'n Hals stünd , denn Pimpel hadd de Hypothek up dat togeköffte Land up'n Plutz künnigt , wiel Kluth de Halfjahrszinsen twee Dage to späd betalt hadd ; un tum tweeten , as Hartwig ut den Krog tradd , was dat Dörp in vullen Upruhr . Alles reet Fenster un Dæren up un störtte up de Straat , un Dröscher Wendtsch was de Anstiftern von den Spektakel ; se müßt na alle minschliche Insicht den Verstand verloren hebben , denn se börstte krewtenroth de Dörpstrat entlang un schreeg uter Luft un Adem Se hebben em ! Se hebben em ! Se hebben em ! Uns Schmedt stünd still un füng Wendtsch mit beide Arm up , denn de gode Fru jappte man noch so un de Schlagfluß künn jeden Ogenblick intreden . Se leet sich willig von Hartwig'n to Stuw bringen un sackte da machtlos up'n Stohl nedder . Fru Wendt'n , üm Gotteswillen , wat is los ? frög de Schmedt mit de Wiel . Se hebben em ! Se hebben em ! krieschte Wendtsch . Un ik bin de Erste , de 't in Wullenberg utbröcht hett . Mudder , seggt Hartwig , bring en Glas Kovent ( Hausbier ) vær Fru Wendt'n , dat se wat Nattes unner de Tung kriggt ; - un nu , leew Fru , reden's dütsch wat bröcht Se ut alle Pust ? Se hebben em ! bleew Wendtsch bi . Un wenn't min Dod is , ik bin doch de Erste west . Ut Er ward de Dübel klok , säd Hartwig ärger lich . Wen hebben's ? Töben's man blos en Ogenblick , dat ik en bäten to Ruh komm , denn mi steckt de Lung , as würd mi mit dusend Knöpnadeln rin peekt . Na god , ik töw , aber maken Se 't kort , säd Hart- wig , denn he kennte Wendtsch ere Tung un Moden . Wendtsch halte deep Adem . So , säd se , nu ward et gahn un Se sælen dat Stück bi Heller un Penning hören . Also ik lop hüt fröh to Stadt , wiel ik nothwennig Hemdentüg bruk , un ik uterdem en paar Ellen Kattun hebben mütt , denn de Ellbogen in min Daniel sin Unnerjack sind beid dörch , un ik heff abslut keen Flicken mehr in't Hus ; ik steck mi ok noch fiew Daler in , üm's vær uns lütt Stina to Sparkass' to dragen , damit dat Mäken wat in't Wirthschaft hett , wenn se sich mal verfriegen deiht , un so lop ik verfötsch los Fru Wendt'n , unnerbrök Hartwig dat Tungenge fäll , hollen Se den Adem eenen Ogenblick an , un seg gen's kort , wat is los , dat Se so unvernünftig rönnt Ik bin jo allermeist bi , säd Wendtsch un verhalte sich tosehens bi dat Reden . Also ik lop værfötsch los un will eben ut de Schossee in de Bahnhofsstrat in bögen , da kümmt mi de verflixte Schnieder Güssel ent gegen un löppt ümmer gangwies torügg na Wullen berg , so sehr as dat sine Elster-Ogen un Oeberbeen man verlöben . He kiekt mi noch so recht hinnerlistig an un grieflacht , lett mi aber ganz driest værbilopen un ik denk mi ok nischt dabi ; ik lop rin in't Stadt tum Kopmann Fiehn in de Botterstrat , de se jitzt Willemsstrat ümdöpt hebben . Allerwärts stahn Lüd un schlagen de Händ' æber'n Kopp tosammen ; ik merk aber noch nischt , ik gah in'n Laden rinner un segg to de jung Drektris' : Aber leew Fru , de Tung löppt Se jo weg . Seggen's blos dit Wurt : Wat is los ? Na , hören Se denn nich ? Ik segg jo : Ik lop in 'n Laden rinner , un segg to de jung Drektris' : Frölen segg ik , mäten's mi doch sæben Ellen Linnwand af , von datsülwe Stück , wo min Schwägern Zickmannsch vergangen Friedag en Prow mitbröcht hett , aber be dreegen Se mi nich wedder , as dat letzte Mal , wo ik ok 'n halw Ell Unnermaat hadd , wiel Se dat End' unner Eren Dum ümmer dubbelt mäten . Un seggen Se mi gliek den genäusten Pries , dat ik nich erst en Stund lang drüm hanneln mütt , denn de Herren up de Sparkass' spritzen Punkt Klock twölben de Feder ut un ik will noch fiew Daler vær min lütt Stina hindragen , damit dat Mäken wat in de Wirthschaft hett , wenn se sich mal verfriegt , as man doch hoffen deiht . Un eh ikt verget' , Frölen , ik mütt noch en paar Ellen Kattun vær minen Däniel köpen , denn de Ellbogen in sin Unnerjack sind beid dörch un ik heff abslut keen Flicken mehr in't Hus Verlöben's eenen Ogenblick , Fru Wendt'n , säd Hartwig , den dat Stück nagerad hægte . Ik will mi erst de Piep anböten , denn de Geschicht schient sich to Se laten mi jo ok nich to Wurt kommen . Ik bin all ganz dicht ran , un ik segg - herrjes' , wo weer ik ? Bi de Flicken , antwurt'te de Schmedt . So wiet weeren wi vær'n Stund ok all . Min Gott , ik kann doch nich mehr as reden , un dat doh ik doch , wenn Se mi ranlaten . Also ik heff keen Flicken , segg ik . Gerad , as ik dit Wurt segg , störmt oll Fiehn mit Hurrah ! Hurrah ! in'n Laden , un as he mi to Gesicht kriggt , los up mi , fött mi üm un danzt mit mi olle Perßon von föftig Jahren 'n Galopp in'n Laden , ik segg Se , en richtgen Lungen pietscher , wat kannst , wat willst ; na , ik komm ok in'n Schwung un bruk mine Been Um Gotteswillen ! Dabi schriggt he ümmerdrup : Hurrah ! Hurrah ! un ik weet gar nich , wo ik bekehrt bin ; ik segg , Herr Fiehn , segg ik , seggen's blos , hebben Se en Bandworm in'n Kopp , ödder ritt Se de Dübel , dat Se mit mi olle Perßon von föftig Jahren ründ rüm in 'n Laden marachen , dat mi Haken un Oesen rieten un ik mi dat Schenbeen an 'n Disch stöten mütt . . . Da nimmt oll Krinolinen-Fiehn , - denn so nömen em jo de Lüd tum Unnerschied von sinen Broder , de in de Steen strat mit Branntwien handelt un deswegen Terpentin Fiehn hitt - da nimmt oll Fiehn en Knippdok ut t Schapp ruter un seggt : Fru Wendt'n , seggt he , hüt is de größte Freudendag in ganz Preussenland un Dütsch land , von den noch Kind ün Kinneskinner reden warden , un dit Knippdok schenk ik Se vær Ere Stina , dat se't tum Andenken an dissen Dag dröggt , denn se hebben em , den Racker , den Blothund , den Minschenschlächter , den Gottbewahruns , den Napoljon ! Wat ? reep Hartwig un sprüng vær Upregung up , wat seggen Se , den Kaiser Napoljon hebben's kriggt ? Na natürlich ! seggt Wendtsch ganz verwunnert . Ik heff 't jo all vær'n Stund in't Dörp utropen un vertell sietdem ümmerdrup von nischt anners , un nu dohn Se , as of't schniet ? Fru Wendt'n , dit krüppt in keen Strekfahr , seggt Hartwig un lachte ut vullen Herzen . Se mütten De peschendrägern warden ! - Dürt , spring fix na'n Keller runner , da mütt rechts in de Eck noch 'ne Flasch Roth spohn stahn , de drinken wi up de Freudenbotschaft ut , un Se nehmen ok en Glas to sich , Fru Wendt'n , denn Se hebben dat mit Been un Tung redlich verdeent ! Dat doh ik un dat heff ik , seggt Wendtsch stolt . Se hebben em , un as mi Fiehn dit Wurt seggt , da schütt mi dat dörch den Kopp , worüm Schnieder Güssel mi so angrient hett Uns König Wilhelm sall leben ! reep de Schmedt Un Willem Rohrbeck gesund torüggkammen ! feel Mudder Hartwig'n in , un de Gläser klüngen hell to Da stöt ik up Beides mit an , säd Wendtsch un leggt ahn' Upenthalt wedder los : Da schütt mi dat dörch den Kopp , wenn de lahme Güssel ok all 'n halw Miel værut is , dat sall den Kerl doch nich glücken , dat he mit'n geburen Burrmannsch wettlopen will , denn de Burrmanns kænen all furchtbar lopen . Ik lat also Köpen Köpen un Sparkass' Sparkass' sind un schörtel mi vært Dor up De Schmedt greep sich an de Ohren . Aber Fru Wendt'n , dit belewt ja keen Minsch . Is de Geschicht noch nich ut ? , mag jo ! Se weeten woll , dat se em hebben , aber wat ik damit heff to dohn kriggt , un wo ik mi üm de beiden Kanalljenvægel von Napoljon un Güssel bina heff dod bædeln müßt , dat weeten Se noch nich , un deræber süll ik schwiegen ? Dat kænen Se von'n geburen Burrmannsch nich verlangen ! Gott bewahr uns , säd Hartwig verdutzt , Fru Wendt'n , wat hebben Se denn mit Napoljon to dohn ? Ik vertellt jo ümmer düller , aber wenn Se mi nich dree Würt hinner enanner reden laten De Schmedt leet de Arm sacken . Na , denn man to ! Ik will von nu af muckenstill sind , aber de Stebel treck ik mi erst ut , denn vær'n Tobettgahn ward dit End' woll nich utkommen . Dat kümmt ganz up Se an , säd Wendtsch . Mi schütt dat also dörch den Kopp , de Schnieder denkt , mi mit de Niegigkeit in Wullenberg værtokommen ; ik nehm den Weg driest unner de Föt , un draff un draff , aber ik kann det lahme Gestell nich inkriegen , wiel de hinnerlistig Kerl von Lehmsdörp af den Fotstieg nahmen hett , woran ik in mine Rawasch nich denken mütt . As ik endlich up den letzten Berg bin , is he richtig all hinner de Möll , kiekt sich lächerlich na mi üm un ward mi 'n lang Näs maken , wiel ikt nu doch nich schafft Na , da stijgt mi dat Blot to Kopp ; ik denk : halt ! rop du man nich eher Fisch , als bis du 's in de Rüs' hest ; een Lung kann 't man kosten - un so nehm ik mine Kleedasch tosammen un schäf' un bædel ümmer vær Gewalt den Berg runner , dat ik jeden Ogenblick denk , ik scheet kopphäster un min letzt Stund is kommen . Dat Bügel-Isen füng nu ok woll an to rönnen , aber dat hülp em nischt ; dree Schritt vært Dörpschild hadd ik dat Flickenbündel weg un reep de Botschaft ut . So heff ik üm Napoljon wettrönnen müßt un de Ruhm mütt Wendtsch blieben , dat se 't doch toerst in Wullen berg utbröcht hett , dat de scheewschnütge , französche Galgenvagel in'n Burken sitt ! Den Ruhm sall Se Keener nehmen , Fru Wendt'n , davær stah ik as Tüg in ! säd Hartwig ganz ehrlich . Ik bidd Se ok alles af , wat ik Se værhen unverständger wies' unnerbraken heff , denn dat is jo unerhört , wat Se mit Been un Tung üm Napoljon hebben utstahn müßt . De Kerl hett all sovel Unglück in de Welt an richt't un nu fehlt nich vel , denn bröcht he Se ok vær de Tied in den Näsenquetscher , denn Se weeren keen halw Ell vær'n Schlaganfall . Wendtsch stünd up . De infame Minschenschinner ! zausterte se ingrimmsch . Hadd ik em man jitzt in min Gewalt , ik würd futtern ! Morgens Ekelkaffee , Middags kolle Klüt Abends warme Haselnæt ! Nachts 'n Stebelknecht Koppküssen , bi Dag' müßt he junge Gäns' höden , weh em , wenn een afburrt ! Adje , Herr Hartwig ! Adje , Fru Wendt'n , lacht de Schmedt . Schlapen's woll , denn Se mütten jo tum Uemfallen sind . Schlapen ? frög Wendsch torügg . 't is jo knapp Vespertied . , hüt kann ik mi keen Ruh günnen . Erst mütt ik doch dit Stück richtig in't Dörp rümbringen un tum Abend kriggt Schnieder Güssel sin gründlich Upgebot vær de lange Näs , denn de Kerl is ebenso schlecht , as Napoljon un gehört mit em up eenen Hartwig lacht , dat em de Buk wackelte . Wendtsch , Se sind en Hauptwief ! De leewe Gott bewahr Se vær den Tungenkrewt , un lat mi hüt nich dat Abendbrod mit Schnieder Güsseln deelen ! , dat wünsch ik Se ok nich , denn dat kann licht kommen , dat ik em Ohrwörm un Tüffelleder dran brad , säd Wendtsch un leep af . Twölft End . In't Schwurgericht . Wendtsch sitt nich neben Spitzboben . Pimpel mit'n isern Stirn . - Bi't Uppassen kümmt doch mal wat rut . Pimpel ward entlarvt . - Wendtsch ere Tung löppt Galopp un steiht in vullen Damp still . - Stabs- arzt Dr . Nathan . Urgroßvader tröst't Dürt'n . - Wendt'n sin eenzigst Spickgans . Wedder kamm de Christmonat ran un bröcht den Schneemann un'n düchtgen Sack vull Küll mit , so dat de Torfmieker un Schneeschipper ere helle Freud an em hadden . De Wind pietschte mit den finen , isigen Schnee krüz un quer dörch de Straten un keen Minsch känn mehr de Dagdeew' von de flietigen Lüd un de Wiendrinker von de Waterfründen unnerscheiden , denn beid Art Lüd rönnten egal vær Küll , un de Näsen weeren ok all egal roth un blau anlopen . De Lüd , de an dissen Mittwoch Værmiddag in de Stadt unner wegs weeren , leepen æbrigens meist desülwe Tur un brukten dat Beenwerk apartig fix . Alles ilte na't Gerichtsgebüd , üm jo'n Platz tum Tohören wiß to kriegen . Denn Buer Rohrbeck kamm hüt wegen ver sökten Mord vær de Geschwornen . En Trupp Landlüd stünd vær't Kreisgerichtshus un peddelte sich den dicksten Schnee von de Stebel . De Lüd sind gode Bekannte von uns . Sind wi alle tohop ? frög Daniel Wendt . Na , denn kommt man rinner . Wi stellen uns hinnen in de Eck , säd Kohknecht Töwt man noch beten , reep Knoll un wischte mit 'n Fusthandschen den Druppen unner de Näs weg , da drin darf Keener schnuben ! Worüm is denn Kluth nich mitkommen ? frög Schnieder Güssel . He kiekt sich to Hus de ledigen Wänd' an , de em Exkuter laten hett , vertellte Kossäth Sperling . Kluth'n hebben de Göderschlächter ok up er Gewissen . Mi ok , säd Quarrmann un drünk fix Eenen . He hadd noch en lütten Stich von gistern . Na hör mal , Schwager , redte Burrmann dagegen , alles wat Recht is , du bist jo all waterschu west , eh an Pimpel un Nathan to denken weer . Ik taxeer , seggt Wendt , wenn Quarrmann sterwt , ward de Spirtus billger . Se wräuschten sich in den Saal rinner . De Buer satt möd un terbraken up de Anklage bank . De Haupt-Tüg' Nathan fehlte , aber wiel Rohr beck gestännig was , künn ahn' sin Tügniß afurtelt Uns' Wullenbergschen Fründ stünden up en dichten Hümpel tosammen . Lüd , kiekt doch , flüsterte Wendt , wo driest un un verfroren Pimpel da sitt . Ik dacht , ik müßt in de sinken , wenn so mit Finger up mi wesen würd . Jitzt kümmt Rechtsanwalt Brandt , seggt Güssel bimunds . De Mann da mit dat Pack Akten unner'n Arm , dat is he ! Ik taxeer , he handelt Rohrbeck'n bis up een Jahr runner , meente Wendt . En kloken Mann , säd Güssel , aber ik hefft gliek seggt , gegen Pimpeln kann he nischt uthecken , de is em in de Paragrafen æber . Nana ! wedderredte Sperling . Kiek , wo em de brunen Ogen lüchten ! Ii sælen sehen , he hett 'n groten Trumpf in't Hand un spelt 'n hüt ut , darup wett ik ! Kinner , wett't , ik drink mit , säd Quarrmann . Pst ! Stille da ! reep de Gerichtsdiener . De Saal was all gepeddelt vull . Da satt vorn an Jochen Klütritz von Linnenhorst , de riekste Buer in de Uckermark , Schult Rublank un anner hochangesehen Landlüd , un noch ümmer keemen niege Tohörer . De Richter güngen still up ere Plätz ; de Präsident , den man't all an sin würdig Wesen un fin Gesicht ansach , dat he hier de Oeberste was , bläderte ernst in de As de Tügen in den Saal führt würden , gaff dat en lütten Upstand , denn uns Fru Wendt'n wull den Gerichtsdeener nich Order pareeren , as he er to Platz wees . Neben den Minschen sett ik mi nich , flüsterte se up er bekannte Manier . De Präsident keek unwillig von sin Akten up . Wer schreit da so ungehörig ? Ik red man ganz bimunds , entschüldigte sich Es ist eine Zeugin aus Wullenberg , erklärte de So setzen Sie sich auf den Zeugenstand und schweigen Sie , bis Sie aufgerufen werden ! Diß Vermahnung hadd nu woll jeden Annern in schüchtert , aber uns Wendtsch nich . Herr Gerichtshof , säd se , un wenn Se mi up de Stell inspunnen , ik doh't nich ! Ik bin 'n ehrlich Dröscherfru un en geburen Burrmannsch un de sitten nich mit Spitzboben up een Bank . Un dit hier is een von de schlimmste Sort . Pimpel satt muckenstill . Alle Lüd keeken na den zräsidenten un dachten , wat dit woll warden mücht . ber wedder all Vermoden säd de olle Herr blos kort : Lassen Sie die Frau auf einen Stuhl setzen ! Un Wendtsch kreeg richtig en aparten Stohl , up jen se sich preislich heuplant'te un denn ümkeck , of ok e Lüd seegen , wat se utheckt hadd . Dat Verhören güng an . De Staatsanwalt gaff de Geschwornen sülwst an't Hand , mildernd Umständ ver den Angeklagten to bewillgen . Denn kamm Rechts anwalt Brandt tum Wurt . He säd kort un bündig , de beste Vertheidgung vær Rohrbeck'n würd sind , wenn he sin Unglück wahrheitstrü vertellte . Dat würd de Geschwornen mehr vær em stimmen , as wenn twee Rechts anwält Reden heelen un Utflucht möken . De Buer stünd up . He füng von vorn an , gestünd ok , dat sin Unglück nich unverschuldt æber em kommen weer un dat he de Straf gerecht leed . He weer in schlechte Händ' geraden ; Pimpel un Nathan haddenem Geld un Kredit rein mit Gewalt updrängt und as heerst den ersten Wechsel unnerschreben hadd , weer keen Retten mehr west . As Rohrbeck denn vertellte , wo höhnsch em Pimpel sin Recht afstreden hadd , wo jämmer lich em Nathan an den Gröndunnerstag pienigt , un em dat Hemd von'n Liew hadd rieten wullt , so dat em de Meßfork half in Wahnsinn ut de Hand flagen weer , da würd dat Bewegen unner de Tohörer so stark , dat de Präsident drante , he würd den Saal rümen laten . wenn dat Publikum den Richterspruch værgriepen wull . Alles keek up Pimpeln , de nu tum Verhör kamm . He satt da mit 'n isern Stirn . As de Buer sin Leed so beweglich klagte , hadd he dahn , as güng em dat all gar nischt an . Kolt un drög antwurt'te he den Präsidenten , he wüßt nich , wat he mit diss Sach süll to dohn hebben . He hadd mit Nathan en rechtsgülligen Kopkontrakt æber Rohrbecks Wirthschaft afschlaten , un dabi hadden se beid eren Vorthel wahrt . Dat künn er Keener verdenken ; jeder müßt verdeenen un de Herren Gerichtsräth arbeit'ten jo den Staat ok nich ümsünst . Von den Verfall mit Nathan un den Buern wüßt he nich dat mindste un he müßt sich wunnern , dat he da mang bröcht würd . Wedder würd dat unruhig in'n Saal , aber en Wink von den Präsidenten schaffte Still . Es kommt in dieser Sache wohl auf Ihr Zeug niß an , säd he sehr ernst . Die Art und Weise , wie der Angeklagte durch den Handel mit Ihnen und Na than um sein Vermögen gekommen ist , erklärt es , daß der ruhige Mann zum Verbrecher werden konnte . Der Sie hätten ihn Angeklagte behauptet unter Anderm , um einen Kaufgeldertheil von dreitausend Thalern ge bracht , indem Sie den Schuldschein durch Unterschiebung eines gefälschten werthlos machten . Ist das richtig ? Driest un gliekgüllig antwurkte Pimpel , he hadd all beschworen , dat dit 'ne Erfindung weer . Wo hadd he dat künnt ? Rohrbeck hadd jo den Schien æber Nacht inschlaten un sülwst stempeln laten . Und Sie wollen diesen Eid vor Ihrem zeitlichen und ewigen Richter aufrecht erhalten ? frög de Präsi Ruhe da hinten ! Ja ! säd Pimpel . Meineidige Schurk ! reep plötzlich ne starke Stimm ut de Tohörer , wo dat letzte Geräusch herkommen Et würd dodenstill un Alles keek sich üm . Da stünd uns Hartwig , un de kräftge Mann zitterte vær Upregung an'n ganzen Liew . Wer sprach da ? frög de Präsident . Ik , Schmedt Hartwig ut Wullenberg , antwurt'te un drängte sich vær . Zeuge Pimpel , treten Sie zurück und machen Sie dem Herrn da Platz . - Herr Hartwig , Sie behaupten , Kenntniß von der Fälschung zu haben und treten erst jetzt mit Ihrem Zeugniß hervor ? Ja , säd de Schmedt . Herr Präsident , ik hefft sülwst nich eher wüßt , aber nu ik de Stimm hör , föllt et mi as Schuppen von de Ogen . Ik stünd - -- Können Sie nicht Hochdeutsch sprechen ? , ik heff't nich recht lehrt , un et ward min Dage nischt Gescheidts . Nun gut , es wird auch so gehen . Erzählen Sie Ik stünd an den Abend , wo de Kop schlaten is , unner den Löwering an min Hus , un twars hinner en Stiel un den Schurrm rr , de da tum Torechtmaken lagg , wiel ik - na , ik mütt et jo seggen un ik kann't ok ahn' Schand' dohn , denn se sind jitzt Brutlüd , , wiel ik min Dochter in 'n Verdacht von'n heemlich Leewschaft hadd , un se damit affaten wull . Et was was all düster ; ik hörte twee Lüd kommen un verheel mi rein still , wiel ik dacht , dat sind's ; et weeren aber twee Fremden un de Eener säd im Værbigahn halflud : een Wurt mökt dreedusend , un morgen leet he den annern Schien stempeln . Un dat is desülwe heis're Stimm west , de ik eben von Pimpeln hört heff , dat beschwör ik . In den Saal hat alles ademlos tohört . Pimpel weer kriedenwiit worden . De Präsident frög wieder : Sie kannten Pimpels Stimme nicht und haben sie nie gehört , trotzdem Pimpel tagelang in Wullen berg war ? , Herr Präsident ; ik heff Pimpeln woll öfter aber nie reden hört . Ik lop nich na 'n Krog tum Drinken un heff mi von de ganze Utschlächterie fern hollen . Schulze Rublank von Wullenberg ! reep de Prä sident un Rublank tradd vær . Ist Ihnen der Zeuge Hartwig als guten Rufes Es ist einer der achtungswerthesten und zuverlässig sten Leute meiner Gemeinde , säd Rublank . Ich halte den Mann einer Lüge für unfähig . De Präsident winkte de annern Richter , üm sich bimunds mit er to bespreken , da geschach wat Nieges . Rechtsanwalt Brandt stünd all lang up de Luer un meld'te sich tum Wurt . Meine Her en , säd he , seit acht Tagen bin ich im Besitze eines untrüglichen Beweises , daß der Zeuge Pimpel die Unterschiebung und Fälschung begangen hat . Aber ich glaubte , dem Interesse meines Klienten am besten zu dienen , wenn ich meine Wissenschaft vor erst zurückhielt und den Verbrecher vor versammelten Gerichte gerade in dem Augenblick entlarvte , wo er wie von ihm nicht anders zu erwarten , von neuem vor Ihnen die Hand zum Meineid erhob . Da ist mir jener brave Mann unvermuthet zuvorgekommen , aber dies Papier , das ich Ihnen , Herr Präsident , über reiche , ergänzt seine Aussage und beseitigt den letzten Es ist ein Theil des Originalschuldscheins , geschrieben auf demselben Papier und mit derselben Tinte , wie der Kaufkontrakt , während auf dem unter schobenen Schein die Färbung der Tinte und das Format des Papiers erheblich abweichen . Die Unter schriften sind auf diesem Bruchtheile kurz hinter dem Datum abgerissen . Die frühere Haushälterin des Pimpel , Klementine Falk , hat diese Urkunde , deren Werth sie kannte , unter alten Papieren desselben , wie sie behauptet , gefunden , und sie aus weiblichem Haß gegen Pimpel mir zum Gebrauch gegen ihn überlassen . Se hett's stahlen ! schreeg Pimpel , uter sich æber dissen Schlag , de em den Gnadenstoß gaff . Schweigen Sie ! gebot de Präsident . diener , führen Sie den Kommissionär Pimpel sofort ins Gefängniß ab ; er ist wegen Meineides , Urkundenfälschung und Betruges hiermit verhaftet ! Herr Gerichtshof , reep Dröscher Wendtsch , un stünd steidel da , heff ik dat nich gliek seggt , he is 'n Spitz bow , un mütt up anner Bänk sitten , as ehrlich Lüd ? Noch eenmal gaff dat na dissen Twischenfall ne Upregung in'n Saal , aber ditmal nich blot-ernst , sünnern in't vulle Gegendeel , un dat was , as uns Fru Wendt'n tum Tügniß upropen würd . Se behaupt'te ok , dat se nich hochdütsch sprichen künn , un as er de Präsident darup verlöwt , up ere Art to reden , da würd't schlimm . Se leggt de grote Rönn an un kamm von 't Hunnertst in 't Dusendst . De Würt rönnten er æber de Tung , as wenn de Möller dat Wehr uptreckt , un dat Water schütt topphäster unner dat Möllenräder dörch . Un as dat End' rankamm , wo de Göderschlächter eren Daniel up den Liem lockt hadden und Wendtsch in ere Angst dat Stück mit dat seepig Hemd utöwt hadd , üm ere Familj' to retten , da was keen Hollen mehr bi Tohörer , Geschwornen un Richter ; se müßten all von Herzen lachen un mit't Gesicht hinner't Schnufdok krupen , blos de Herr Präsident heel sich ernsthaft , aber ok man mit knapper Noth , indem he fix en Federhalter in 'n Mund namm un sich daran dat Lachen verbeet . Un de Rohr becksch Prozeß künn hüt noch schweben , denn uns' Wendtsch fünd keen End' ; se kehrte sich an keen Winken un Purren von den Präsidenten , un lett ere Tung ümmer drup Galopp lopen , bis Hartwig een utergewöhnlich Stück mök . He tradd unvermodens hinner Wendtsch un leggt er sin beid breed Händ' quer æber dat Spundloch , wo dat Sprekwater rut rönnte , so dat de Maschin in vullen Damp stahn bleew . Da sett'e sich Wendtsch beschämt un müskenstill nedder . Rohrbeck hörte dat mit an as'n Mann , de weet , wat em beværsteiht , dat he to anderthalf Jahr Ge fängniß verurtelt weer , wovon en half Jahr up de Unnersökungshaft anrekent warden süll . In dat Urtel würd utdrücklich utspraken , de Richter un Geschwornen hadden de Oebertügung gewunnen , dat de Buer dat Verbreken half untorekensfähig begahn hadd , un dat unner de Umständ , wie se værleegen , von't Gericht ut en Gnadengesök an unsen König afschickt warden süll . Rechtsanwalt Brandt tröst'te Rohrbeck'n , he süll dat korte End nu man noch gedüldig uthollen ; de Prozeß wegen sin Geld-Ansprüch hadd jo hüt ok so'n god Wendung kriggt , dat Rohrbeck hoffen dürft , dat meiste von dat Sienige to retten . Schmedt Hartwig föhrte mit den Schulten goden Moths æber den Utgang von den Prozeß torügg un hadd noch Größ' von Rohrbeckn an sine Fru un Dürt'n to bestellen , aber as he to Hus ankeem , weer da wiel- deß en Unglücksbot inkehrt . Dürt weente un rüng de Händ' , un ere Mudder vermüchts nich to trösten , denn ut Tours in Frankriek was en Breef ankommen , an Fräulein Dorothee Hartwig in Wulleuberg von'n wild fremd Hand , dörchweg zierlich mit latinsche Bokstaben schreben , un darin stünd : Willem Rohrbeck weer up de Patrullj' von 'ne französche Kugel in de Siet truffen wurden . Aber sin Brut süll sich nich to sehr ängsten : wat minschlich Kunst vermücht , weer geschehn un dat Schlimmste æberstahn , so dat to hoffen stünd , em gänz lich wedder hertostellen . De Breefschrieber kennte Willeni sin hüslich un anner Verhältnissen ganz genau , denn de Verwundte hadd in sin Feeberfantasien ümmerto von sin Brut un sinen Vader redt . De Herr Ritt meister von Wedell leet Dürt'n sin herzlich Bileed ut spreken , un se mitsamst eren Herrn Vader schön größen , denn he wüßt sich up den strammen , soldatschen Mann noch recht god to besinnen . Tum Schluß stünd , Dürt mücht baldmæglichst an Willem' in't Feldlazgreth schrie ben , dat würd den Kranken so god as de beste Medi zin kuriren helpen . Von den Breefschrieber würden se sünst noch wieder to hören kriegen . Unnerschreben was : Dr . Nathan , Stabsarzt . Hartwig las den Breef in grote Sorg un Unruh dörch . Dürt was weenend ruter lopen , un as he na er sach , kneete se vær eren schlohwitten Fründ in de Gardenstuw . Den Greis sin Ogen keeken wehleidig up Dürt'n nedder , as weer em woll vertrut , wat er Herz sich bangt und ängstigt ; he wees er wedder up den heilgen Schatz , de vær em lagg un et kamm as'n lichten Trost æber Dürt'n , as se den Greis sin Finger up den Vers fünd : " Weene nich , unse Söhne wert frisch un gesund hen un wedder her theen , und dyne Ogen werden en sehen . Denn ik glöve , dath de gude Engel Gades em beleyde , un alle Dink woll schicken wert , also dath he mit Freuden wert wedder tho uns kamen . De trurig Naricht von Willem Rohrbeck'n leep in Umsehn dörch dat Dörp , un Alles tamm , üm Dürt un er Oellern trösten to helpen . An'n Abend , as Dürt schreew un Vader Hartwig en paar Würt æber den goden Termins-Utgang upsett'te , güng de Dær nochmal up , Daniel Wendt kamm rin un leggt en lütt Packet up'n Disch . Dat schickt Se mine Fru , säd he , wieldeß he allen de Hand drückte , un lett Se bitten , dat Se 't Willem Rohrbeck'n tum Christfest mitschicken . Wenn wi de Adreß wüßten , hadden wi sülwst von unsen Christ 'n Breef tohop stümpern laten , aber so mütten wi Se damit beschweren . Schrieben Se Willem' man jo , dat Wendts an em in sin Unglück dacht hebben , un dat wi em von Herzen bald Gesundheit wünschen . Dat Pack wull Hartwig toerst nich annehmen un he säd , schreben süll gern warden , aber de Spickgans dürft Wendt sin Kinner nich enttrecken un et weer doch god meint . Aber Daniel schüddelköppte un wull da von nischt weeten . ) Tobias , V . . . De Spickgans kriggt Willem Rohrbeck , säd he nadrücklich , un mine Fru hett mi up de Seel bunnen , ik sall's mi nich nich wedder upreden laten , wenn 't ok man uns eenzigst is . Wi hebben so lang bi Wil lem' sin Vader Brot eten , un alle Jahr tum Christfest Koken un Worst ümsünst von em kriggt , da mütten wi jitzt , wo dat Unglück bi Rohrbecks inkehrt is , ok mal totreden , un na uns schwack Kräften bewiesen , dat wi Andeel nehmen un dat Wendt's nich undankbar sind . Wendt , säd de Schmedt un schüddelte Danieln de Hand , wenn de Sach so meint is , denn nehm ik de Gans vær Willem an . Ik dank Se up't Allerbeste davær , un ok Ere leewe Fru , de dit anstift't hett , denn de Gaw ehrt Se beid , un stellt Se æber vel Minschen , de butwennig geputzt in Sied un Pelz gahn , aber in wennig sind 't Lumpen un Plunners . Er Rock is flickt , de Händ' un Mund von Ere Fru sind hart un ruh , aber dat Herz bi Er beiden is week un sitt up de richtge Stell , un de Christfreud , de Se von C bäten Armuth vær den Kranken in Frankriek bistüern , de sall Se nich vergeten warden , davær sorg ik ! Dörteint End' Twee königlich Urkunden . - Pimpeln sin letzt Krawatten- kunststück un Verlatenschaft . - Frische Veilchen . tine un wat et Schönes up'n Molkenmarkt gifft . bi'n Rechtsanwalt Brandt . - Mein Sohn will's ! weent un beicht't . An densülben Dag , wo uns König Wilhelm de pergamenten Urkund unnerteekent , dörch de dat dusend jährge dütsche Riek wedder herrlich upricht't würd , un wo he sich inmidden von König , Fürsten , Generäl un Gesandten de Kaiserkron up sin ehrwürdig Haupt sett'te , an densülben Dag unnerschreew de greis' Monarch ok den Gnadenbreef , dörch den in de Mark Brandenborg , mehr as hunnert Mielen von Versailles , en arm ge fangen Minsch sin Frieheit wedder kreeg . Märtin Rohrbeck würd entlaten un Hartwigs Hus namm em up . De Herr Gerichtspräsident un Rechtsanwalt Brandt hadden sich sehr vær em verwend't , un noch von en anner Siet was Hülp kommen , so dat de Begnadgung utergewöhnlich fix ruterkommen weer . Dröscher Wendtsch kennte dies anner Siet ganz genau : Willem sin Ritt meister hadd et den Major seggt , de Major den Oberst , de Oberst den General , de General unsen Kronprinzen , un de Kronprinz hadd et sinen Vader sülwst an't Herz leggt - na , un wenn so 'ne Perd' værspannt warden , denn mütten sich de Rad' jo woll drehgen . Ok Pimpel kamm bald darup ut't Gefängniß . He hadd sich sülwst begnadigt , un twars mit de tosammen geknüpperten Hosendräger , an de he eenes Morgens kolt un stief an de Fenstertralljen hüng . So güng he mit'n Krawattenkunststück ut de Welt , un bleew sin Gewerw bis up de letzte Mæglichkeit trü . Wo he't anstellt hadd , dat Stück mit sin eenen Arm to Stannen to bringeu , is nich recht upklärt worden . Dröscher Wendtsch vertellt un glöwt stief un fest , et hadd em en gewisser Herr hulpen , de mit Perdföt un Hörner vær'n Kopp spöken geiht . Aber Wendtsch glöwt un vertellt jo vel , wat mit den besten Willen wirklich bina nich to glöben is . - Up't Kreisgericht hebben se de Akten æber Pimpeln mit " Gott si Dank " schlaten un eenen Exkuter na utwärts versett't , wiel de Arbeit to sehr nalaten hett . Mit Pimpeln sin Verlatenschaft sach 't tum Ver wunnern plætrig ut . Wat Pimpel de lütten Lüd up'n Lannen ahn' Gewissensnoth up grawe un fine Art af knöpt hadd , dadd weer em von de groten Lüd an de Börs' mit desülwe Seelenruh , blos noch græwer un finer , wedder afknöpt worden , un sin Erben möken bitter böse Gesichter , as se statt schöne Staatspapieren 'n Schock Prozeß-Akten tum Deelen kriggten . Mit Willem Rohrbeck'n güng't mählich beter . Von den Dokter weer blos noch een Breef kommen ; jetzt schreew Willem wedder sülwst . Bi sinen letzten Breef ut't Feldlazareth leegen to Dürt'n er grot Ver wunnerniß all 'n paar frische Veilchen , ofgliek dat den sülben Dag in Wullenberg bannig schniete , un Christ Wendt sich bi 't Peekschledden-Föhren up den Buer graben bina Hals un Been braken hadd . Ok von Klementine'n kamm eenes Dags up'n Uemweg Naricht na Wullenberg . Schult Rublank hadd siet korte Tied eenen Sæhn as eenjährig Friewilligen bi de Kaiser Franzer in Berlin , un de hadd Klemen tine'n unvermodens up de Strat truffen . Et güng dat olle Mäken gerad sehr god . Twee königlich Beamten mit Helm un Siedengewehr beschützten er , dat er keen Minsch to nah treden künn , un paßten genau up , dat se den richtgen Weg nich verfehlte . De Weg weer aber , as de jung Rublank uttaxeert hadd , na'n Molken markt gahn , un de Lüd , de da rin laten warden , sind warm un sicher unnerbröcht . De Dæren warden vær er upmakt un hinner er tomakt , ahn' dat se sich mit Schluten to bemöhgen bruken ; de Fenster trecken nich , de Däker lecken nich un vær eegen Kleedung un Tied verdriew is ok sorgt ; ja , wer't so hebben will , den ward sogar dat Tüg von Amtswegen utkloppt , blos dat he 't sich værher antrecken mütt . Un Nathan ? Dat kümmt jitzt . Rechtsanwalt Brandt satt een's Vörmiddags gegen Fröhjahrsanfang in sin Büro un sin brun Ogen rönn- ten dörch de Akten , da kloppte et , un to sin Oeber raschung tradd Nathan in . He was siet veer Wochen wedder in't Stadt ; æber de Stell , wo em Rohrbecks Schlag truffen hadd , drög he wegen de Küll 'ne Kom preß , sünst weer he ganz richtig utkurirt . Nathan sin Gesicht was sehr bleek . Herr Rechtsanwalt , säd he mit liese Stimm , wenn Sie haben Zeit , ich hab' ein Geschäft in Wullenberg , wozu ich brauch' einen Notar . Den Anwalt sin Verwunnern steeg ; noch nie hadd Nathan en Rechtssach bi em maken laten . He säd to . Lassen Sie holen einen Zuwagen , und fahren Sie vor bei mir . Und geben Sie mir einen Bogen Papier , auf den ich setz' meinen Namen und Sie schreiben darüber eine Generalvollmacht für sich . Eine Generalvollmacht für mich ? Ja , in der Sache von Rohrbeck . Ich kauf' zurück . sämmtliche Parzellen für den Preis , den gezahlt haben die Leute , und Sie wollen schreiben an jeden , und ihm freistellen , ob er will zurücktreten oder nicht . Die Kosten trag' ich . Hier sind die Kontrakte . De Rechtsanwalt was ganz verblüfft . He keek Nathan' ungewiß an , un dacht , am End' weer 't doch richtig , wat de Lüd von sin Dislichkeit säden . Herr Rechtsanwalt , was schütteln Sie mit m Kopf ? Ich bin ganz gesund . Mein Sohn wills ! De Wagen föhrt vær . Nathan bündelte sich warm in sinen Pelz un keek links ut dat Kutschenfenster up de Landstrat , Brandt keek rechtsweg . Kort vær't Dörp frög endlich de Rechtsanwalt : Fahren wir zum Rohrbeckschen Gehöft ? Nathan heel beide Händ' wiet von sich . Nein , nein ! Ich kann's nicht sehen . Hinten rum zu Hartwig ! De Schmedt stünd breet in de Husdær , un möt en schnurrig Gesicht to den Besök . In de Gesellschaft kæuen Se intreden , Herr Nathan , sünst nich , säd he kort . Wir wollen sprechen Herrn Rohrbeck , antwurtte Nathan mit trurig Stimm . Können wir Drei haben die Stube für uns auf eine Stunde ? Märtin Rohrbeck weer ganz grieshaarig worden ; dit eene Jahr tehrte vær tein Jahr an sin Leben . He prallte vær Nathan torügg , denn siet den Schreckensdag hadd he em nich wedder sehn . Nathan heel em de Hand hen . Ich komm' zu dir als Freund und hab' mitge bracht deinen Rechtsanwalt , damit du sollst schwinden lassen den Argwohn , und er soll aufsetzen die Quittung rechtsgültig unter uns . Du hast mich niedergeschlagen auf den Tod und gemacht , daß mein Sohn hat wollen wenden das Angesicht von mir - es soll sein vergessen . Nathan heel in . Et würd em schwer , wieder to Mein Sohn will's und ich thu's . Er hat ge sammelt feurige Kohlen auf dein Haupt . Er hat gehabt seine Hand im Spiel bei deiner Begnadigung ; dein Sohn wär' ein todter Mann , aber seine Kunst hat ge wacht über ihm , daß er wird zurückkommen gesund , und er soll wiederhaben seines Vaters Gut . Dein Rechtsanwalt wird führen das Geschäft mit den Leuten ; er nimmt zurück alle Klagen und giebt mir wieder den Schuldschein , gemacht von Pimpel , wie mein Sohn hat geschrieben streng an mich ! De Rechtsanwalt schreew ; Rohrbeck satt as Eener , de drömt , un Nathan tellte in fleegend' Hast dreedusend Daler , all in grön Fiewhunnerten , up 'n Disch . Denn streek he langsam mit de Hand æber de Ogen , as deed em da wat sehr weh , un wend'te dat Gesicht af . Streich ein das Geld , Rohrbeck , säd he rücklings , daß meine Augen es nicht sehen , wenn ich unterschreibe , und ich kann bleiben ruhig . Rohrbeck wull danken und frög , of de Schmedtfru de Herren mit'n lütt Vesperbrod upwahren künn ? Aber Nathan' brennte de Bodden unner de Föt ; he wees Brod un Dank kort von't Hand . Mein Sohn wollt's ! Wir müssen fort , Herr Rechts Wedder seeten Brandt un Nathan still in'n Wagen ; de Rechtsanwalt in deepen Sinnen , wat woll alles in de Brost von den Mann neben em værgahn mücht . Et düsterte all , aber den Rechtsanwalt kamm dat vær , as weer Nathan noch bleeker worden . Sin Adem güng hart un ruschlich , un he leggt sich deeper in de Eck Sind Sie auch warm zugedeckt , Herr Nathan ? Ganz warm , Herr Rechtsanwalt . Es ist nicht Lassen Sie mir . Brandt bögte sich na de Eck ræber ; de Stimm klüng so upfällig . Was ist Ihnen ? Sie weinen , Herr Nathan ? Ich wein , antwurt'te Nathan . - Der Sohn tödtet seinen Vater . Den Rechtsanwalt würd bang üm sinen Gesell schafter . Herr Nathan , säd he warm , der Kutscher soll schneller fahren . Sie sind ernstlich krank . Er soll fahren langsam . Ich hab's gemeint zu tragen , aber es gräbt mir's Grab . Dreitausend Thaler auf einem Brett ! Herr Nathan , Ihr Sohn hat Sie zu einer schönen That veranlaßt . Sie sind ein reicher Mann , was machen bei Ihnen drei- oder fünftausend Thaler aus ? Ich bin ein reicher Mann ? frög Nathan ut sin Eck . Es soll sein . Herr Rechtsanwalt , Sie haben zehn Finger un können missen einen , aber wer Ihnen abschneidet das kleinste Glied vom kleinen Finger , der schneidet Sie zum Krüppel . Und mein Sohn , mein eigen Glied , zwingt mich , abzuschneiden und von mir zu thun ein Glied von meinem Gut , und ich soll's tragen und nicht stöhnen ? Aber Ihr Geld ist doch nicht Ihre Hand ! Wenn Sie nichts besäßen , als Ihren rühmenswerthen Sohn , Sie wären einer der Reichsten der Erde ! Nathan schüddelköppte . Herr Rechtsanwalt , Sie verstehen nicht , was spricht das Blut . Es spricht : Mein Geld ist meine Hand und meine Lust und mein Sohn ist mein Augapfel und mein Gott . Mein Vater ist gegangen mit dem Packen auf's Land , und es hat Spaß gemacht den Bauern und Amtmann , zu hetzen den armen Juden mit den Hunden vom Hof . Er hat's gelitten für seinen Sohn , und hat geschafft und gescharrt zweitausend Thaler für mich . Ich hab' zugestopft mein Ohr und lassen schimpfen die Leut' über den harten Juden ; ich hab gescharrt hunderttausend für meinen Sohn , daß sein Fuß soll weich hingehen über die E und nun spricht er : Gieb fort das Geld , erworben unter Flüchen und Thränen , zur Schande meinem Namen oder mein Auge sieht dich nicht mehr an als Vater ! De Rechtsanwalt keek ut , of se noch nich bald to Hus weeren ; deeper in diß Seel to sehn , was nich nödig . Aber Nathan weer noch nich fertig . Ich hab' sündlich lieb meinen Sohn . Er hat gesessen Nachts über den Büchern mit seinem schwachen Körper , und wenn ich hab' gescholten leis' , hat er gebeten : Vater , laß , ich hab' keinen Geist für die Rechnung , ich will studiren Doktor ! Und er hat studirt Tag und Nacht , erforscht den Bau und die Gebrechen der Menschen an Lebendigen und Todten , und ich hab' verlassen seinetwillen Jehovah , daß ihn nicht hindere der Glaube meines Volkes in seiner Karrier' . Er ist geworden groß und berühmt in der Kunst , und mich hat getroffen die Heimsuchung des Gottes meiner Väter ; ich hab verleugnet ihn , und mein Sohn will verleugnen den Vater , weil er nachgeht dem Geschäft und macht Geld , wie's liegt im Blut Endlich heel de Wagen . Nathan kröp wacklich ruter . Adjö , Herr Rechtsanwalt , säd he noch . Sie werden ordnen das Geschäft allein und nicht sagen , daß Sie haben weinen sehen einen alten Mann ! Brandt güng langsam de Trepp rup . Wie's liegt im Blut , wedderhalte he nadenklich vær sich . Selbst ein solcher Sohn kann ihn nicht bessern ! Den Schlag Rohrbecks , der einen Riesen tödten konnte , überwindet er , aber daß er ein Stück erscharrten Geldes fortwerfen soll , bringt ihn um . Es hilft nichts : Mohr bleibt Mohr . Letzt' End' . Christ Wendt as Major . - Daniel kalendert . - De Spick gans bringt Segen . - Urgroßvader entschlöppt sanft . Wendtsch in't Wirthschaften . - De Höhner sind klok . Wendtsch is klöker un Christ Wendt is am klöksten . Danieln bangt üm Christ'n , aber unnödig . - Stille Hochtied . - Twee niege Gäst un twee Geschenke . - De Schluß von de Trured un Schluß . Dat ganze Battalljon ! Richt Euch ! Ogen links ! Karl Bitterling , wenn du den Schnabel nicht höllst , kriggst ens drup ! So kummandeerte Christ Wendt de Wullenberg schen Scholjungens , denn dit Fröhjahr dacht keen Bengel an Brummküsel un Ballspelen , sünnern blos an Infanterie un Kavallerie . De ganze Jungensklass von Herrn Kanter Speer hadd sich as Friewilligen-Kor tohopschmeten un Christ Wendt'n eenstimmig tum Major wählt , wiel he tum besten schimpen un prügeln künn . En Major , de dat Dunnerwettern un Drupgahn ut den Grund verstünd , weer aber bi dit Kor so abslut noth wennig , as de Bärm tum Kokenbacken . As Afteeken von sin' hohgen , militärschen Rang hadd sich Christ en End' von sin Mudder er Tüglien æber'n Kittel wräuscht , un 'n Bessenstel ( Besenstiel ) as Degen in de Schleif to steken . De Lepelgard was unner sin Kummando höllsch in Tog ; Christ puffte de Rekruten de Bük rin un de Brost rut , dat de Bengels angst un bang würd ; he leet er rechts un links upmarscheeren , of da Water löcher weeren ödder nich , un wer schlapp stünd un de Kneen nich richtig dörchdrückte , de bröcht he handgrieplich Murr in de Knaken . - As Christ hüt an den Sünn dag Namiddag sin Battalljon Ogen links nehmen leet , hadd he ganz besünners Ursach , stramm up den Deenst to passen , denn Schmedt Hartwig kamm de Dörpstrat to lopen , un tum ersten verstünd Hartwig as Gedeenter de Sach to taxeeren , un tum annern wull Christ em as ollen Soldaten nich ahn' militärsch Ehren væræber laten . Hartwig größte de Gard ok vorschriftsmäßig mit de Hand an't Mütz un frög denn unsen Christ : Is din Vader to Hus , min Sehn ? Battalljon ! Rührt Euch ! kummandeerte Christ . Ja , lopen's man hen ! Daniel Wendt hadd de Brill upt Näs un studirte in'n Kalender ; sin Fru was dabi , en blauen Bodden in Christn sin grau Alldagsbückschen to setten , denn dat Stillsitten was een't von de paar Kunststücken , de Christ nich künn , un alle veertein Dage bröcht he dat dickste englisch' Leder dörch . Hartwig gaff beid Wendts de Hand un rückte sich den hölternen Schemel an den Disch ranner . Na , hest din Tüften ( Kartoffeln ) all plant't , Da niel ? frög he . De sind rin , säd Wendt . Gistern heff ik noch up'n Schinnerkamp dat halw Metzdeel von de niege , blaßrode Sort utleggt , de min Ollsch von Möller Stäge'n vær't Waschen kriggt hett . De Nudeln sælen ja so sehr todragen un de Krankheit nich kriegen . Ik kiek man eben in'n Kalender na , wiel wi de Bollen noch säen mütten , denn wenn dat up'n Krewtdag ge schüht , ward ut dat Tüg ok nischt as Wörtelwesen . Ja , seggt Wendtsch , dat fehlt uns gerad noch , dat uns de Bollen in de Saat scheeten un de Petersilj verhagelt , denn hebben wi gar nischt mehr intokommen . Herr Hartwig , wi wirthschaften torügg . Na laten's man , Fru Wendt'n , seggt Hartwig , dat kümmt ok wedder beter , un vellicht deent de Vær schlag darto , den ik Se maken will . Se wohnen jo jitzt all acht Jahr in dit Hus , un künnen sich 't mal up 'n anner Stell versöken . Kort un god : Se trecken mit Sack un Pack up Rohrbecks Gehöft , in de Olt sitterstuw , un dat morgen an'n Dag . Et kann doch nich mehr lang duern , dat Willem torüggkümmt un de Wirthschaft obernimmt , denn mit sin Gesundheit geiht et æber Vermoden god vorwärts . Bis dahen is da vel intorichten un in Ordnung to bringen , denn Se weeten jo , et fehlt nich mehr as Alles . De oll Rohr beck ward ræbergahn un sacht anfängen ; et mütt aber ne Fru in't Hus sind , un en Mann to Hülp , de beid toverlässig sind un 'n Stück Arbeit anfaten kænen . Darüm sælen Se beid hen . Tied hebben Se ; 't is Er oll Brodherr un denn blieben Se gliek bi den jungen . Herr Hartwig , dat kümmt uns grad as von 'n Himmel schickt . Ik nehm 't an , so god , as wi 't maken kænen ! antwurt'te Wendt , un sin Fru säd : Nu sind wi ut alle Noth ! Ik hadd sünst nich mehr anners künnt un diss Woch na 't Sparkass' müßt , so weh mi 't deed , dat Geld antogriepen , wat wi uns vær uns Kinner von 'n Mund afknappst hebben . De Seiß is ok noch nich an Se betalt , aber et güng bi 'n besten Willen nich . De paar Gröschen , de Daniel hier un da up'n Dag verdeent , sind mit Stina'n ere Krankheit drup gahn ; de Dokter un Aptheker sind unminschlich düer , aber 't schneed mi doch to sehr in 't Herz , dat ik dat Mäken verlieren süll . Schwiegen's man still , Fru Wendt'n , säd Hartwig . Hinner de Seiß is all lang 'n Strich makt , un tum Aust kriggt Daniel noch een ümsünst , un 'n half Dutzend Streken to . De Spickgans , de Se as eenzigst vær Willem Rohrbeck'n hebben missen künnt , sall Se Segen bringen , wat ik dato dohn kann . - Ik will jitzt man na Bödner Kluth'n lopen un em de erste Antalung up dat torügg geköffte Land hendragen . Et was vær em un noch etlich Köper de höchste Tied , dat Hülp kamm , sünst müßten se ahn' Rock un Stock ut 't Hus lopen . Ik verstah 't nich , säd Daniel ehrlich , dat Nathan de Lüd all friewillig ut de Schling lett , in de he 's mit Pimpeln infungen hett . Et löppt wedder alle Moden von de Art , un wenn Pimpel noch lewt , weer't sicher nischt worden . Denn dat is en Christ , he stammt sülwst von'n Lannen , un wenn en Christ den Dübel de Hand gifft , un sich up't Wuchern leggt , denn blieben alle Nathans klein Kinner hinner em in de Schlechtigkeit . Dat hört un süht man , wo man henkümmt . Nathan sall jo ahn' Hülp up den Dod nedder liggen , as de Melkfru hüt ut de Stadt mitbröcht hett , namm uns Fru Wendt'n dat Wurt . He is nich ganz schlecht , ik weet sin erst Wurt , wat he ruterstött , as Rohrbeck em nedderschlagen hadd , un de Schlag is doch woll to deep kommen . 't hett alles sin Sæhn makt , de Herr Doktor , seggt Hartwig . Dat is 'n prächtig Minsch un he beschämt dusend Christen . Ahn' em weer Willem ne Liek , Rohrbeck in 't Gefängniß un de drütt Deel von Wullen berg in't Subhastatschon . Oll Nathan is in Geldsachen hart as 'n Steen , aber sin eenzigst Sæhn hett draut , sich von em to entseggen , un an den hängt sin ganz Seel ; darüm hett he nachgeben un blos ümmer seggt : Mein Sohn wills ! as mi Rechtsanwalt Brandt ver tellt hett . Den Rechtsanwalt hett he ok noch mehr beicht't , aber de schwiggt un seggt , wenn diss Rohrbecks Sach ut is , nimmt he keenen Prozeß von em wedder Nu mütt ik aber lopen . Packen's flietig in ; Schult Rublank sall Eren Wirthschaftskram morgen in dat niege Quartier föhren . Den Christ ward ik Se na Hus schicken : t is 'n höllschen Jung un ik heff mi eben sehr øber em freut ; he richt't sine Gard ut , dat er de Thranen in de Ogen treden , un de Rekruten , de he værexeert , lehren jitzt all insehn , daf de richtig Griff un Schliff bi 'n preußschen Soldaten ähn' Püff un Knüff nich ruter kümmt . 't was 'n schönen Maidag . De leewe Sünn keek hell un warm in dat Gardenstüwken bi 'n Schmedt Hartwig rin , un se künn doch de Händ von den schloh witten Greis nich upwarmen , de da zittrig in sinen Sorgenstohl satt . Vær em lagg upschlagen sin Heilig thum , de plattdütsche Bibel ; aber de möden Ogen wullen de wunnerlichen Schriftteeken nich mehr faten ; he keek weg , rin in dat grote , golden Licht an'n blauen Himmel un in dat anner Bok , dat uns Herrgott alle Jahr von frischen upschleiht , damit de Minschen drin lesen , sin Allmacht erkennen , und Spies un Drunk darut nehmen sælen : up de Erd in er Fröhjohrskleed . De grote Appelbom stünd vull in't Blöth ; jitzt müßt woll buten en Lufttog dörch de Telgen gahn , denn se röhrten sich un de Blöthenschnee feel krüslich to Erden sin Tied was ut . Da falt'te de Greis de Händ' un schlöt sacht de Ogen ; sacht würd de Stubender upmakt und Dürt tradd in , Hand in Hand mit en bleeken , jungen Mann , de dat isern Krüz up de Brost drög , un hinner er folgten Märtin Rohrbeck un beid Hartwigs . He schlöppt ; he is all to schwack worden , säd Dürt , un se föt sanft na de Hand , of se warm weer . De Hand mök 'n kort Bewegung un de Ogen deeden sich mählich up ; se kreegen noch eenmal den lichten Glanz , de sünst von er utgüng , un leepen hell von eenen tum annern , bis se up Dürt'n un Willem feelen . Da treckte et as 'n himmelschen Freden æber dat uroll Gesicht ; de welken Lippen beberten , un zittrig streckten sich die Händ na beiden ut . Dat Paar föt de Greisenhänd' - -- lang Ademtog , un dat Gesicht sackte up de Brost torügg . De Patriarch was dod . Dürt leggt de kollen Händ' tosammen , un wees up de Erbbibel Dit is de Stell , de ik em siet Wochen ümmer up schlagen müßt , denn sin Finger wullen nich mehr griepen un he wull keen anner Blatt mehr sehen . De Offen barung mit er seltsam Bilder und Værherseggungen is stännig sin leewst Bok west , un de Vers is all vær Tieden mit verbleekte Tint anteekent : Unde yk hörde einen stemmen vam Hemmel to my seggen : Schrieff , Selich synd de Doden , de in dem Heren sterven van nu an . Ja , der Geyst sprekt , dat se rouwen van erem Arbeide , Wente ere werke volgen en na . Schlap woll , Großvader , säd Märtin Rohrbeck , un gaff de Liek den Afscheidspuß , un so deeden se all . So'n Dod mücht ik ok woll sterben , seggt Hart wig , as se rutergüngen . Up den Rohrbeckschen Hof kamm nieg' un frisch Leben . Klein un grot Veh müßt anschafft un erhollen warden , un bald bröllten wedder de Köhg in de Ställ un flietige Höhner pickten un gackelten up den Mit Märtin Rohrbeck'n was 't nischt un Hof rüm . wull 't nischt warden ; he quiente ümmerto un Willem künn ok noch nich recht wat anfaten . Da was denn uns Wendtsch in er Element . Se dreew eren Daniel ümmerdrup an de Arbeit , ofwoll dat garnich nödig was , un se wirthschaft'te un rachte vær 'ne Fru un twee Mäkens up'n Hof , denn dat Wirthschaften un Rachen steckt in all de Burrmanns von Hus ut drin . Sietdem Hartwig uns Wendtsch de Sprekmaschin up 't Schwur gericht so utergewöhnlich stoppte , hett dat mit de leew ) Offenbarung , V . . Fru er Mundwerk ok sehr nalaten . Se nimmt de Tung stramm an de Kandar' un hett ok Schnieder Güsseln in Tügen-Gegenwart en Versöhnungs-Puß geben , tum Teeken , dat se emn de lange Näs nich mehr nadragen will . En Vergnögen mütt dit æbrigens ver den Schnieder nich west sind ; he seggt , he will sich leewer tweemal von Wendtsch upbeeden , as eenmalwedder pussen laten . - So hebben Fru Wendt'n ere Lung un Tung jitzt meist Fierabend ; blos de Fleegen in de Kæt besorgt se von Tied to Tied noch gründlich dat Upgebot , wiel dat Kraktüg dat in'n Sommer gar to schwer makt , de Teller un Schöttel in de Reinniß to erhollen un in de Reinniß sind de Burrmanns Mäkens die Oebersten in ganz Wullenberg . De Stuben un Kam mern sehen all as geleckt ut , un de Köhg kieken sich morgens all ümmer von de Siet üm , of Wendtsch sülwst tum melken kümmt , denn se strippt de Ueders ganz lang ut un dat Veh darf sich nich bikommen laten , de Melk antohollen , as dat öfter geschüht , wenn dumm Mäkens vær de Bütt sitten . Un wenn welch klok Höhner de Eier noch so sehr versteken , Wendtsch is klöker un findt se doch ; blos Christ is er beiden noch æber ; he find't nich blos alle Eier , de de Höhner versteken , sünnern ok de Eier , de sin leew Mudder versteckt . Et is eben up alle Arten en höllschen Jung . As Majors Afteeken von sin Friewillgen-Kompanie dröggt he jitzt en utgedeent Extramütz von Willem Rohrbeck'n un en schwartwitt bomwullen Schärp , de em Dürt schniedert hett . Sin Battaljon kiekt upstünds ok ut anner Ogen , denn he hett 'n richtigen Trumpeter un Trummler bi un uterdem hett sich oll Daniel up de Schnickerbank sett't un jeden Trabanten ut wittböken Holt en Ding toschneden , wat en Blinder von Wieden vær 'ne Flint hollen kann . Damit griepen de Rekruten Gewehr up un af un æber , dat alles man so klappt un dunnert , un Christ hett sin Mannschaft all sowiet ut dat græwste ruthubelt , dat he tum Aust twee to Unteroffiziers befördern künn un jitzt mit værgetreckte Schargen in 't Battalljon exeert , as Willem em dat lehrt hett . De oll ehrlich Daniel kiekt dat all mit an ; he kaut stännig sinen Strohhalm , wiel he upstünds ümmerto wat natodenken hett , un he seggt : Christ , min Sæhn , mi ward bang üm di ! Dinen Vader bist du all lang æber'n Kopp wussen , din Mudder nu ok , wat en dull Stück is , un dat halw Dörp steiht unner din Kummando ; ik taxeer , ik mütt di , sobald et ichtens geiht , up den Kohfot schwören laten , denn wer nich up Vader un Mudder hört , de mütt up 't Trummelfell hören . - Vader , dat doh , antwurt't uns Christ ; je eher , je leewer in den bunten Rock ; un dat segg ik di hüt all : Willem Rohrbeck is bina Wachtmeister worden , ik ward't ganz ! Tum Herwst geben sich Dürt un Willem tosammen . Et würd blos stille Hochtied makt ; se hadden noch Truer üm Urgroßvadern , un mit Märtin Rohrbeck'n stünd 't ok man so so . Aber twee Gäst keemen to Tru , de er Intreffen dat Brutpaar grote Freud un Ehr makte , dat weeren Willem sin fröher Herr Rittmeister un de Oberstabsarzt Dr . Nathan . Herr von Wedell , de æbrigens ok all de Majorsraupen up de Schullern drög , bröcht Dürt'n en golden Krüz mit echt Perlenband mit , damit se et dragen süll , wenn se mit Willem' to Kirch güng , un he säd spaßhaft dabi : wenn de Brut mann en Krüz drög , denn dürft em de Brut nischt nageben , un wenn Willem sin Krüz isern weer , denn müßt Dürt'n er't von Gold sind , denn die Frugens mütten allemal wat vær de Mannslüd værut hebben un er in den Staat ümmer æber sind . De Herr Ober stabsarzt hadd en ganz apart Geschenk vær Willem mitbröcht ; in'n sehr schön Etwi lagg de Kugel , de he em na unendlich Möhgen in 't Feldlazareth bi Tours ut de Siet ruthalt hadd , un he säd : wenn dit Geschenk Willem' ok an vel Wehdag erinnerte , et hörte doch to dit Fest un to sin Geschicht , denn ahn' de Kugel un Herrn von Wedell hadd he em nich kennen lehrt un de Sach tum Goden wenden künnt . Uns Schmedt Hartwig keet den ranken Mann mit de golden Brill un de hohge , witte Stirn un de schwarten Haar ümmerdrup an , un he künn mit sin heemlich Gedanten æber em lange Tied nich fertig warden ; as he aber endlich in stille Frend dacht , in 't Klare to sind , da müßt em de Herr Oberstabsarzt woll den ver kehrten Gedanken von sin ehrlich Gesicht runnerlesen . He tradd unvermodens up em to un säd , jedoch nich unfründlich : Mein lieber Brautvater ! Das Wohlthun ist an keine Religion gebunden und Niedrigkeit oder Hoheit der Gesinnung ist keines Volkes ererbtes Eige thum . Ein jeder Stamm bringt todte und lebendige Blüthen hervor . Wenn heute die Menge der todten Blüthen an Einem Stamm auffällig überwiegt , so verwer fen Sie mit Recht die schädlichen Bildungen , aber mit Unrecht werfen Sie den ganzen Stamm ins Feuer . Das sei Sache des milden Schöpfers , der auch ihn pflanzte . - Kommen Sie , man geht zur Kirche . Fromm und fierlich klüngen de Orgeltön dörch dat Gotteshus , un dat Brutpaar kneete vær den Emeritus nedder , de Dürt'n un Willem's Oellern all insegnet un trut hadd , un de hüt noch eenmal in sin Amt tradd , üm den Segen æber sin beid Döp- un Konfirmanden kinner to spreken . Ut vullem Herzen keemen de Würt un se güngen wedder to Herzen . Wie de schöne Red den Lebensbund von uns jung Paar schlöt , so sall er Schluß ok de Geschicht von sin Leew un Leed schluten , denn wenn de Würt' ok hochdütsch sind , uns plattdütsch Sprak un Art er Recht hett de würdig Emeritus woll darin wahrt Meine lieben Kinder , deren Hände ich eben ver einigt habe , nicht ohne Trübsal und Wehe war der Weg , der euch hierher führte . Dich , Wilhelm , traf harte Prüfung daheim wie in der Ferne , aber hier wie dort war Liebe und Hülfe dir nahe und dein König schmückte dich mit dem Kreuz , dem Zeichen der Duldung und des Heldenthums . Ehre ihn und fürchte Gott wie bisher ! Dich , Dorothea , ziert die grüne Myrthe ; dich zieren Einfachheit und schlichter , häuslicher Sinn , Eigen schaften , die selten werden bei den jungen Mädchen bescheidenen Standes ; dich ehrt die treue Pflege und Hingabe , durch die du einem ehrwürdigen Greise den Abend seines wunderbar langen Lebens verschönt hast . Seine Augen waren nicht dunkel geworden und er ließ nicht von seinem Munde kommen den Urquell der Er kenntniß , das kostbare Erbstück seiner Familie , geschrieben in der schlichten , herzinnigen Sprache unserer Voreltern , die heute arm und geringe geachtet wird und nur noch in den Häusern der Armen und Geringen mühsam ihren Platz behauptet . Aus diesem unversiegbaren Bronnen schöpfte der Greis ; seine zitternden Hände wandten die vergilbten Blätter und zeigten dir die erhabenen Worte , die dich erhöhten in der Freude , stärkten und trösteten im Leide . Sein letzter Blick galt euch meine Lieben , und euer ist sein herrliches Vermächtniß . Gebt ihm den Ehrenplatz eures Hauses , und wann und wo ihr es öffnet , der Segen des Ahnherrn wird euch daraus entgegenwehen . - -- Friede geleite , Freude begleite


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